Hilfswerke gegen Biosprit
Entwicklungspolitische Hilfswerke haben das deutsch-brasilianische Energie-Abkommen kritisiert, das Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute auf ihrer Lateinamerika-Reise unterzeichnen will. Verbände wie das evangelische „Brot für die Welt“ und Oxfam warnten in einer gemeinsamen Erklärung vor allem von der „Gefahr steigender Einfuhren von Agrosprit“.
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Kritiker halten den in Brasilien massiv betriebenen Anbau von Zuckerrohr zur Gewinnung des Benzinersatzes Ethanol für bedenklich, weil er Nahrungsmittelproduktion verdränge und letztlich zu Rodungen des Regenwaldes führe.
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Die Produktion von Biosprit gehe nach verschiedenen Untersuchungen mit schweren Menschenrechtsverletzungen einher, treibe die Lebensmittelpreise in die Höhe und zerstöre die Wälder, heißt es in der Erklärung der Hilfsorganisationen.