Afrin (Fides) – Die syrische Generaldirektion für Altertümer beklagt in einer amtlichen Mitteilung die Zerstörung von wichtigen christlichen archäologischen Stätten durch Luftangriffe der türkischen Luftwaffe in der Region Afrin im Nordosten Syriens. „Türkische Flugzeuge“, so der Leiter der Behörde, Mahmoud Hamoud, in der am gestrigen Donnerstag, den 22. März, veröffentlichten Verlautbarung „nahmen die archäologischen Ausgrabungen in Barad rund 15 Kilometer südlich der Stadt Afrin unter Beschuss“.
Die archäologischen Ausgrabungen in Barad enthalten die Überreste vieler byzantinischer Kirchen und Klöster und Gräber aus den ersten Jahrhunderten des Christentums und wurde seit 2011 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Am Sonntag, dem 18. März, eroberten türkische Truppen und Anti-Assad-Milizen die bisher von kurdischen Milizen gehaltene Stadt Afrin.
(GV) (Fides 23/3/2018).
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OpS
Damaskus (Fides) – „Wann werden die Waffen schweigen? Wir, die in Syrien leben, sind von der allgemeinen Empörung entsetzt, die diejenigen entgegengebracht wird, die ihr Leben und ihr Land verteidigen. In den vergangenen Monaten fuhren wir mehrmals nach Damaskus; einmal nachdem die Rebellen eine Schule bobmbardiert hatten und dort ein Blutbad anrichteten und erneut vor ein paar Tagen, am Tag nachdem aus dem Vorort Gutha rund 90 Raketen auf den von der Regierung gehaltenen Teil der Stadt abgeschossen wurden. Wir hörten die Geschichten der Kinder, die Angst haben, das Haus zu verlassen und in die Schule zu gehen, und fürchten, ihre Klassenkameraden erneut durch die Luft gewirbelt zu sehen, Kinder, die nachts nicht schlafen können, aus Angst, eine Rakete könnte auf das Dach fallen. Angst, Tränen, Blut, Tod…
Bkerké (Fides) – Die steigende Zahl von Flüchtlingen, die im Libanon Verbrechen begehen führt zu wachsender Ablehnung unter den Einheimischen. Verbrechen, die von Flüchtlingen im Gastland begangen werden, bezeichnen die die maronitischen Bischöfe am Rande ihre Versammlung unter Leitung des Patriarchen am vergangenen 4. Oktober in Bkerké als “Ausdruck der Undankbarkeit”, da sie auch die Ablehnung gegenüber unschuldigen Flüchtlingen aus Syrien befeuert, die vor der Gewalt in ihrer Heimat fliehen mussten und Zuflucht in einem Land fanden, „das für ihr Leben und ihre Würde schützt“.
Angesichts zunehmender sozialer Spannungen erneuern die Bischöfe in ihrem gemeinsamen Appell die politischen Institutionen im Libanon und im Ausland mit der Bitte um „jede mögliche Anstrengung im Hinblick auf eine Beschleunigung der Rückführung von Syrern in ihre Heimat. In diesem Zusammenhang erinnern die Bischöfe daran, dass es in Syrien heute „viele sichere Gebiete gibt, wo Vertriebene eine würdige Unterkunft erhalten, so lange bis sich im eigenen Land ein dauerhafter Frieden konsolidiert”.
Bereits am vergangenen 30. September (vgl. Fides 2/10/2017) hatte Patriarch Rai, bei einem Besuch im Beqa‘-Tal, beklagt, dass die massive Präsenz syrischer Flüchtlinge im Libanon nicht mehr tragbar sei, weshalb die Rückführung begünstigt werden sollte. Fast Zeitgleich äußerte sich der Anführer der schiitischen Hisbollah, Hassan Nasrallah, ähnlich: “Es ist Zeit für eine Rückkehr nach Syrien”, so Nasrallah am 30. September. Es sei im Interesse der syrischen Flüchtlinge, “dass sie nach Hause zurückkehren und am Wiederaufbau des Landes mitwirken”.
(GV) (Fides 6/10/2017)
Ausriß, Radio Vatikan. “Die Stimme des Papstes und der Weltkirche”. “Brasilien: Kirchliche Menschenrechtler enttäuscht über Merkel”. Stands in Ihrem Lieblingsmedium oder wurde es frech verschwiegen?http://www.hart-brasilientexte.de/2016/11/21/angela-merkel-was-auftraggebenden-machteliten-westdeutschlands-sowie-der-nato-an-ihr-gefaellt/
Ostern 2018, Symbolfoto:
Ausriß. Gysi – Seehofer(Gauland spricht).