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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Brasiliens Bildungsrückstand</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
	<lastBuildDate>Sun, 26 Feb 2023 11:57:53 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Brasiliens führender Industriellenverband FIESP von Sao Paulo wirft Rousseff-Regierung absurd ineffiziente Ausgabenpolitik vor. Mehr Geld für Bildung als in China, doch nur Minimalresultate&#8230;</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/09/brasiliens-fuhrender-industriellenverband-fiesp-von-sao-paulo-wirft-regierung-absurd-ineffiziente-ausgaben-vor-mehr-geld-fur-bildung-als-in-china-doch-nur-minimalresultate/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 22:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Bildungsrückstand]]></category>
		<category><![CDATA[Breasiliens Industriellenverband FIESP]]></category>

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		<description><![CDATA[FIESP wirft der Rousseff-Regierung grundsätzlich vor, Brasiliens Industrieunternehmen mit im Weltvergleich unvertretbar hohen Steuern zu belasten, diese Abgaben dann aber ganz anders als beispielsweise in entwickelten Staaten sowie anderen Schwellenländern nicht effizient für soziale Zwecke, die dringend nötige Verbesserung der Infrastruktur  einzusetzen. FIESP weist in einer Studie angesichts des gravierenden Fachkräftemangels besonders auf die prekäre [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FIESP wirft der Rousseff-Regierung grundsätzlich vor, Brasiliens Industrieunternehmen mit im Weltvergleich unvertretbar hohen Steuern zu belasten, diese Abgaben dann aber ganz anders als beispielsweise in entwickelten Staaten sowie anderen Schwellenländern nicht effizient für soziale Zwecke, die dringend nötige Verbesserung der Infrastruktur  einzusetzen. FIESP weist in einer Studie angesichts des gravierenden Fachkräftemangels besonders auf die prekäre Situation der Bildung in Brasilien. Zwar investiere der Staat praktisch doppelt soviel wie China, erziele indessen ganz anderes Resultate: &#8222;Geringere Schulbildung, höhere Analphabetenrate, schlechteste PISA-Note, hohe Sitzenbleiber-Raten, niedriges Niveau des Bildungswesens.&#8220;</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/15/brasilien-erste-potenz-der-halbgebildeten-gustavo-ioschpe-in-veja-zur-bildungssituation-unter-lula/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/15/brasilien-erste-potenz-der-halbgebildeten-gustavo-ioschpe-in-veja-zur-bildungssituation-unter-lula/</strong></a></p>
<p><strong>Bereits 2005 seien in China 40 % der Hochschulabgänger Ingenieure gewesen, in Brasilien dagegen nur 8 %. In China kämen auf 10000 Einwohner statistisch 4,6 Ingenieure, in Brasilien dagegen nur 1,6. Auch deshalb erleide Brasilien im internationalen Konkurrenzkampf gravierende Nachteile.  In anderen Ländern werde steigende Bildung rasch in größeren gesellschaftlichen Reichtum umgesetzt &#8211; für Brasilien gelte dies indessen nicht. </strong></p>
<p><strong>Auf dem letzten FIESP-Ranking für internationale Wettbewerbsfähigkeit rangiert Brasilien in der letzten Ländergruppe mit dem niedrigsten Niveau, auf Platz 36. China befindet sich dagegen in der Ländergruppe mit mittlerem Niveau, auf Platz 27, gefolgt von Rußland auf Platz 26. Auf den ersten Plätzen der Spitzengruppe liegen die USA, gefolgt von Norwegen und der Schweiz. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/08/brasilien-steht-fur-rasantes-wachstum-hannover-feiert-brasilien-financial-times-deutschland-in-brasilien-scharfe-kritik-an-schwachem-wirtschaftswachstum-unter-weltdurchschnitt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/08/brasilien-steht-fur-rasantes-wachstum-hannover-feiert-brasilien-financial-times-deutschland-in-brasilien-scharfe-kritik-an-schwachem-wirtschaftswachstum-unter-weltdurchschnitt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/tagfuertag/1698492/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund von Anfang 2011:</strong></p>
<h2>Rousseff-Regierung in Brasilia macht  Spekulanten neues  Riesengeschenk: Leitzinsen auf 11,75 Prozent erhöht.  “Brasil &#8211; lider  global em juros reais.” (Folha de Sao Paulo)  Wirtschaftsmacht  Brasilien? <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8734" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><span id="more-12583"></span></p>
<p><strong>Führende brasilianische  Wirtschaftsexperten haben  die Hochzinspolitik der Regierung wiederholt  heftig kritisiert. José  Roriz Coelho, Fachdirektor für  Wettbewerbsfähigkeit und Technologie in  Lateinamerikas wichtigstem  Industriellenverband FIESP in Sao Paulo,  verglich 2011 im  Website-Interview das Zinsniveau Brasiliens mit hohem  Fieber, einer  Krankheit: “Brasiliens Zinsen sind die höchsten der Welt &#8211;  also ist die  Krankheit sehr gravierend. Wieso sagen dann viele,  die  Zeitungen, daß  im Lande alles wunderbar läuft, obwohl wir 40 Grad Fieber  haben? Also  läuft da etwas falsch. Denn die meisten Devisenzuflüsse,  die unsere  Landeswährung Real so ungünstig aufwerten, sind nur  Spekulation mit  Zinsgewinnen und leider keine Investitionen. Wo soll da  für Brasilien  ein Vorteil liegen? Zu einer Wirtschaftsmacht können wir  nur werden,  wenn der jetzige Kurs deutlich korrigiert wird.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/joserorizcoelho1.JPG" alt="joserorizcoelho1.JPG" /></p>
<p><strong>Direktor José Roriz Coelho beim Exklusivinterview in Sao Paulo 2011. </strong></p>
<p><strong>“In Brasilien nimmt der Anteil der Industrie am   Bruttosozialprodukt zunehmend ab. Dafür gibt es verschiedene Gründe. So   hat die Regierung ihre Ausgaben stark erhöht &#8211; muß also die Steuern   erhöhen, um die Ausgaben decken zu können. Doch die Steuererhöhungen   betreffen just den Industriesektor stark. Brasilien verkauft seine   Rohstoffe sehr billig ins Ausland &#8211; doch teuer an die Unternehmen im   Inland. Rohstoff-Firmen kommen viel billiger an Kredite als die   mittleren und kleinen Industriebetriebe.  Brasiliens Anteil am   Welthandel ist sehr niedrig. Daß unsere Infrastruktur so teuer ist,   bildet ein großes Problem. Denn unsere Transportkosten sind viel höher   als in anderen Ländern, die Logistik ist sehr teuer. Die Regierung ist   sehr unbeweglich &#8211; wir haben viel Bürokratie, für die die Ausgaben enorm   sind. Zudem ist das Korruptionsniveau in Brasilien unakzeptierbar hoch  &#8211;  wir brauchen ein Programm gegen Korruption. In Brasilien existiert  eine  regelrechte Banken-Diktatur &#8211; Brasiliens Banken sind die  rentabelsten  der Welt. Dieses hiesige Bankensystem hat sehr viel Macht.  In Ländern  wie Deutschland ist dieses System ein Mechanismus, um die  Wirtschaft zu  ölen, ist das Öl im Räderwerk. Doch in Brasilien nimmt es  sich fast  allen Reichtum, den die Wirtschaft erzeugt. Die Regierung  muß die Augen  öffnen &#8211; und Korrekturen veranlassen.” </strong></p>
<p><strong>Wirtschaftsmacht Brasilien?(2011)</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>In Deutschland wird das Schwellenland Brasilien bereits als   Industrienation, gar Wirtschaftsmacht gerühmt, das sich in einer   außergewöhnlichen Boomphase befinde. Brasilianische Experten   widersprechen &#8211; das Land werde industriell immer schwächer und im   Außenhandel immer weniger konkurrenzfähig. Brasilien gewöhne sich daran,    ein großer Rohstofferzeuger zu sein.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Große Luftfahrtgesellschaften würden Brasilien gerne mit dem   neuen Super-Airbus A 380 anfliegen – wegen der sehr mangelhaften   Flughäfen leider unmöglich. Unter den zehn größten Wirtschaftsnationen   hat Brasilien laut einer neuen Weltstudie das schlechteste   Transportwesen, schlechter noch als in  Indien oder Südafrika. Das   Riesenland transportiert nur 25 Prozent der Fracht kostengünstig mit der   Bahn, während es in Rußland 81 Prozent und in Australien und den USA  43  Prozent sind. Auf dem Doing-Business-Ranking der Weltbank, das die   Wirtschaftsfreundlichkeit eines Landes bewertet, ist Brasilien 2011 vom   124. auf den 127. Platz zurückgefallen,  liegt hinter Rußland. Stutzig   macht zudem, daß Baden-Württemberg mit seinen nur rund 10,7 Millionen   Einwohnern auch 2010 wieder mehr exportierte als Brasilien mit seinen   etwa 190 Millionen Bewohnern – und das Tropenland am Welthandel mit   nicht einmal 2 Prozent beteiligt ist. In Lateinamerikas wichtigstem   Industriellenverband FIESP von Sao Paulo  ist José Roriz Coelho   Fachdirektor für Wettbewerbsfähigkeit und Technologie. Als   Wirtschaftsmacht sieht er Brasilien nicht, zumal eine sehr verfrühte   Deindustrialisierung im Gange sei. 1995 lag der Industrieanteil am   Bruttosozialprodukt bei 28 Prozent – heute sind es nur noch 13,5 Prozent   – in China dagegen über 46 Prozent. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>“Rohstoffe, Commodities, die wir sehr billig verkaufen,   werden immer mehr zur Stütze unseres Wachstums, während die   Konkurrenzfähigkeit bei Industrieprodukten niedrig ist, Importe   zunehmen. Das ist gefährlich. Wenn morgen die Rohstoffpreise fallen,   wird Brasilien keine starke verarbeitende Industrie mehr haben, aber ein   großer Importeur sein. Arg betroffen von Deindustrialisierung sind   bereits Branchen wie Maschinen und Ausrüstungen, Kunststoffe, Papier,   Schuhe und Textilien. Uns fehlt Technologie – und ein Bildungssystem,   das Leute formt, die neue hochwertige Produkte entwickeln können.“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Aber heißt es nicht immer, der Flugzeugbauer EMBRAER sei als   Hightech-Konzern ein Beleg für Brasiliens enorme wirtschaftliche   Fortschritte? </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>“EMBRAER macht nur die Montage von Flugzeugen – kauft die   Teile im Ausland zusammen. Denn Firmen, die hier EMBRAER unterstützen,   haben garnicht die die technische Kapazität, um nötige Flugzeugteile   herzustellen.“ </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Und in der Tat ist EMBRAER nach dem Ölkonzern Petrobras   zweitgrößter Importeur Brasiliens – beide Unternehmen beziehen sehr viel   Hightech aus Ländern der Ersten Welt wie den USA und Deutschland. Etwa   die Hälfte der stimmberechtigten Aktien von EMBRAER liegt zudem in den   Vereinigten Staaten, bei großen Kapitalfonds, heißt es. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>“Wir verlieren unsere Fähigkeit, aus Rohstoffen hochwertige   Produkte herzustellen. Zellulose produzieren wir sehr konkurrenzfähig,   verkaufen sie aber an China – und beziehen von dort das Papier.“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Als besonders typischen – und kuriosen Fall nennt Coelho zudem die Rohkaffee-Produktion, bei der Brasilien weltweit führt.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>“Wir liefern nach Deutschland und auch nach Italien – und der   veredelte Kaffee kommt zurück, geht in alle Welt, Deutschland ist der   größte Exporteur ist. Ich kritisiere, daß Brasilien nicht auch diese   Fähigkeit zur Veredelung entwickelt.“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Für Coelho ist lediglich „Gerede“, daß in Brasilien derzeit   alles wirtschaftlich gut laufe. Kritiker wie ihn nenne man   „antipatriotisch“. Enorme Hemmnisse, große Probleme und   Wettbewerbsnachteile seien auch die starke Bürokratie, die   unakzeptierbar hohe Korruption.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>“Wenn Brasiliens Zinsen derzeit die höchsten der Welt sind,   heißt das für mich, wir haben 40 Grad Fieber, sind also schwer krank,   läuft etwas falsch. Denn die meisten Devisenzuflüsse, die unsere   Landeswährung Real so ungünstig aufwerten, sind nur Spekulation mit   Zinsgewinnen und leider keine Investitionen. Doch zu einer   Wirtschaftsmacht können wir nur werden, wenn der jetzige Kurs deutlich   korrigiert wird – darunter die Deindustrialisierung. In Brasilia   diskutiere ich darüber mit den zuständigen Ministern.“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Ein entwickeltes Land zu werden, heiße auch Bildung, Kultur,   Gesundheitswesen und öffentliche Sicherheit stark zu verbessern. Der   Mindestlohn liegt derzeit bei umgerechnet nur etwa 248 Euro brutto.   Selbst die Regierung räumt ein, daß es weiterhin Hunger und Misere gibt –   und sogar noch häufige Sklavenarbeit. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Zu den Positiv-Faktoren zählt Coelho, daß Brasilien große   Ölvorräte unter einer kilometerdicken Salzschicht besitze, ein großer   Ölexporteur sein werde. Doch die Förderung ist teuer und sehr schwierig.   Der US-Konzern Exxon setzte jetzt in seinem Konzessionsgebiet bei Sao   Paulo für 400 Millionen Dollar drei Bohrungen vergeblich – fand nicht   das versprochene Petroleum. </strong></p>
<p><strong>“Die Korruption ist strukturell im brasilianischen Staat.”   José  Eduardo Cardozo, neuer Justizminister unter Dilma Rousseff, in   Interview  vor Amtsantritt, Dezember 2010</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/05/brasilien-die-vielgelobt-wirtschaftspolitik-von-lula-rousseff-wachstumshemmende-hochzinspolitik-die-spekulanten-stark-begunstigte-zeigt-immer-negativere-folgen-bestatigt-fiesp-warnungen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/05/brasilien-die-vielgelobt-wirtschaftspolitik-von-lula-rousseff-wachstumshemmende-hochzinspolitik-die-spekulanten-stark-begunstigte-zeigt-immer-negativere-folgen-bestatigt-fiesp-warnungen/</strong></a></p>
<h2>Udo Döhler, Präsident des Textilunternehmens  Döhler S/A in   Joinville, Santa Catarina. Energischer Kritiker der  Wirtschaftspolitik   Brasilias, darunter der Deindustrialisierung.  Gesichter Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11173" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/dohler-sa/" rel="tag">Döhler S/A</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/joinville/" rel="tag">Joinville</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/santa-catarina/" rel="tag">Santa Catarina</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/udo-dohler/" rel="tag">Udo Döhler</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/udodohler1.JPG" alt="udodohler1.JPG" /></p>
<p><strong>Udo Döhler, Präsident des Unternehmerverbands von    Joinville(ACIJ),  beim Interview in dem von ihm geleiteten “Hospital    Dona Helena”.</strong></p>
<p><strong>“Die Joinville-Region wächst wirtschaftlich stark &#8211; ganz im    Gegensatz zum Rest des Landes. Denn wir setzen auf Innovation,    investieren stark in Bildung, Ausbildung &#8211; schon seit drei Jahrzehnten    zudem kräftig in die Technologen-und Ingenieurs-Ausbildung. Santa    Catarina gibt seit langem ein Beispiel &#8211; doch Brasilia verhält sich uns    gegenüber blind, taub, stumm. Auf diesen Teilstaat Santa Catarina    entfallen nur 1 Prozent des brasilianischen Territoriums, nur 3 Prozent    der Gesamtbevölkerung &#8211; doch er erzeugt unter den 26 Teilstaaten das    sechstgrößte Bruttosozialprodukt, alles amtliche Daten des IBGE. Dies    sollte notwendig erscheinen lassen, sich eine solche Region genau    anzuschauen. Doch das geschieht nicht. Wenn Brasilien sich derzeit    deindustrialisiert, industrialisieren wir uns in Santa Catarina immer    mehr, gehen wir andere Wege. Doch die Regierung widmet uns deshalb nicht    gerade größere Aufmerksamkeit, fördert uns gar bei Besteuerung und    Infrastruktur, nichts dergleichen. Kein Zweifel &#8211; der brasilianische    Staat kümmert sich nicht um Santa Catarina, will die hiesigen Realitäten    einfach nicht wahrnehmen. Santa Catarina hat nicht nur eine starke    metallverarbeitende Industrie, von Motoren bis Autoteilen, sondern zudem    eine leistungsfähige Agroindustrie, ist in Brasilien größter  Produzent   von Geflügel und Schweinen. Joinville ist in Brasilien die  einzige   Stadt, die von der Einwohnerzahl her größer und zudem  wirtschaftlich   stärker als die Teilstaats-Hauptstadt ist &#8211;  Florianopolis. Santa   Catarina wurde immer diskriminiert, aber hat sich  gut entwickelt, ist   sehr gewachsen. Meine Familie kam 1881 aus  Deutschland &#8211; meinem   Urgroßvater hat man einen Mangrovensumpf  zugewiesen &#8211; das ganze heutige   Stadtgebiet war so, mußte von den  deutschen Einwanderern erst  entwässert  werden &#8211; soviele sind durch  Malaria umgekommen. </strong></p>
<p><strong>Vor vier Jahren hat unser Unternehmen noch über die Hälfte    der Produktion exportiert. Doch weil sich der Wechselkurs extrem    verschlechterte &#8211; von 2,8  auf 1,53 Real  pro Dollar,  verloren wir    unsere Marktanteile im Ausland, exportieren nur noch 8 Prozent unserer    Erzeugnisse, konzentrieren uns auf den Binnenmarkt, mit neuen    Technologien &#8211; und kräftigem Produktionswachstum: 2011 erreichen wir    gegenüber dem Vorjahr etwa 18 Prozent, nächstes Jahr dürften es zwischen    12 und 15 Prozent sein. Wir widerstehen der Versuchung, Produkte aus    Asien zu importieren und dann hier nur noch das Etikett aufzukleben.  So   wie wir agiert die gesamte Industrie im Norden und Nordosten von  Santa   Catarina.”</strong></p>
<p><a href="http://www.dohler.com.br/pt/imprensa/ver_texto.php?banco-dados=9"><strong>http://www.dohler.com.br/pt/imprensa/ver_texto.php?banco-dados=9</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dohler.com.br/pt/marketing/revista-dohler.php"><strong>http://www.dohler.com.br/pt/marketing/revista-dohler.php</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dohler.com.br/pt/marketing/informativo-dohler.php"><strong>http://www.dohler.com.br/pt/marketing/informativo-dohler.php</strong></a></p>
<p><a href="http://www1.an.com.br/grande/dohler/0gra2.htm"><strong>http://www1.an.com.br/grande/dohler/0gra2.htm</strong></a></p>
<p><strong>Döhlers Position deckt sich in vielen Punkten mit der des FIESP von Sao Paulo:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/rousseff-regierung-in-brasilia-macht-spekulanten-neues-riesengeschenk-leitzinsen-auf-1175-prozent-erhoht-brasil-lider-global-em-juros-reais-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/rousseff-regierung-in-brasilia-macht-spekulanten-neues-riesengeschenk-leitzinsen-auf-1175-prozent-erhoht-brasil-lider-global-em-juros-reais-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><strong>Adveniat in Sao Paulo &#8211; die Realwirtschaft:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasiliens-slums-die-krise-die-korruptionsfolgen/"> http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/02/brasiliens-slums-die-krise-die-korruptionsfolgen/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/#more-11606"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/#more-11606</strong></a></p>
<h2>Brasilien nach acht Jahren  Lula-Regierung:”Warum hat Sao Paulo noch  2627 Slums?”, fragt die  wichtigste Qualitätszeitung “O Estado de Sao  Paulo”. Adveniat in der  Megacity. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11661" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sozialpolitik-in-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Wie aus den von der Qualitätszeitung unter Berufung  auf  unabhängige Experten und Präfekturangaben veröffentlichten Daten   hervorgeht, hat sich die Zahl der Slums in der reichsten Stadt   Lateinamerikas damit innerhalb weniger Jahre um etwa 500, auf nunmehr   2627 erhöht, hausen die Verelendeten zunehmend dichtgedrängter. Rund   eine Million Familien, meist kinderreich, leben damit in Risikozonen,   für Wohnbebauung ungeeigneten Stadtregionen bzw. auf illegal besetztem   Grund, etwa in Trinkwasser-Einzugsgebieten, zerstörten Wäldern, als   Stadtparks ausgewiesenen Grünflächen.</strong> <strong>Die   Verslumungs-und Verwahrlosungsprozesse haben sich in ganz Brasiliens   während der achtjährigen Amtszeit von Staatschef Lula deutlich   beschleunigt &#8211; sichtbar besonders in den Millionenstädten, darunter Rio   de Janeiro, Fortaleza oder Manaus. Der Großraum von Sao Paulo ist die   Hochburg von Lulas Arbeiterpartei PT.<br />
</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/17/adveniat-in-brasilien-wie-lebt-es-sich-in-der-reichsten-stadt-lateinamerikas-der-siebtgrosten-wirtschaftsnation-nach-acht-jahren-lula-regierung-adveniat-gottesdienst-in-der-favela-cachoeirinha-von/</strong></a></p>
<p><strong>Um in Sao Paulo das Wohndefizit einigermaßen zu beseitigen,   müßten nach Angaben der Qualitätszeitung  in den nächsten 14 Jahren etwa   58 Milliarden Real, umgerechnet lediglich 24 Milliarden Euro,   investiert werden. Bis 2014 würden in Sao Paulo wegen öffentlicher   Projekte, darunter Stadtautobahnen, etwa 12000 Wohnbauten, meist in den   Slums, enteignet. Da die betroffenen Slumbewohner nicht Besitzer ihres   Wohnterrains sind, müssen sie, wie es hieß, die Gegend verlassen,   bekämen eine Entschädigung. Diese reiche indessen nicht aus, um   beispielsweise( zu derzeitigen Höchstpreisen) wenigstens eine   Mini-Wohnung zu kaufen &#8211; so daß die Vertriebenen notgedrungen in einen   anderen Slum umzögen.</strong></p>
<p><strong>Die Adveniat-Weihnachtsaktion von 2011 hat anschaulich daran erinnert, wie die Lage in den brasilianischen Slums ist:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach3.JPG" alt="cach3.JPG" /></p>
<p><strong>Gemäß europäischen Sichtweisen hatte Brasilien die Finanz-und Wirtschaftskrise recht gut überstanden.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><strong>Häufige Slum-Barackenbrände, anklicken:<a href="http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2010/09/moradores-dizem-que-outro-incendio-havia-atingido-favela-na-madrugada.html"> http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2010/09/moradores-dizem-que-outro-incendio-havia-atingido-favela-na-madrugada.html</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/cach5.JPG" alt="cach5.JPG" /></p>
<p><strong>“Krise &#8211; was denn für eine Krise?”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/26/zdf-und-adveniat-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-verschiedene-sichtweisen-der-gravierenden-menschenrechtslage-brasiliens-je-nach-wertvorstellungen-und-vorschriftenkatalog/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/</strong></a></p>
<p><strong>Grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Brasilien 2011:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/thyssenkrupp-in-rio-de-janeirodas-stahlwerk-in-den-brasilianischen-mangroven-sumpfen-verbrennt-eine-milliarde-nach-der-anderen-statt-13-milliarden-kostete-es-acht-waz-top-entscheider-in-der-r/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/thyssenkrupp-in-rio-de-janeirodas-stahlwerk-in-den-brasilianischen-mangroven-sumpfen-verbrennt-eine-milliarde-nach-der-anderen-statt-13-milliarden-kostete-es-acht-waz-top-entscheider-in-der-r/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/c1.JPG" alt="c1.JPG" /></p>
<p><strong>Hausen  an stinkender Kloake &#8211; in Lateinamerikas reichster   Stadt Sao Paulo. “Ich lebe hier schon 14 Jahre so in dieser   Kate.”(Mutter von vier Kindern)</strong><strong>Deutliches Wachstum bei Slums:</strong><br />
<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
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