Kongreßsenator Aecio Neves, starker Mann der PSDB, mit dem sich Yoani Sanchez in Brasilia traf, nennt den Militärputsch von 1964 eine „Revolution“ – die brasilianischen Putschmilitärs verwenden dieselbe Bezeichnung.
Diktator General Ernesto Geisel(Operation Condor), deutschstämmig, in dessen Amtszeit der jüdische Journalist Herzog gefoltert und ermordet wurde – und Willy Brandt, Ausriß. Im “Forum Willy Brandt Berlin” werden dieses und ähnliche Fotos von Brandt und Folterdiktatoren immer noch nicht gezeigt, was Bände spricht. Auffälligerweise fehlen derartige Fotos im Internet fast völlig, werden auch u.a. von der SPD nicht bereitgestellt.
Diktator Geisel nennt die Ermordung von Regimegegnern eine Notwendigkeit – in Gespräch mit General Dale Coutinho(zitiert in Nachrichtenmagazin Veja 2003):
Geisel: “Brasilien wird heute als eine Oase angesehen.”
Dale Coutinho: “Ah, die Dinge haben sich sehr verbessert. Unter uns gesagt, läuft es besser, seit wir begonnen haben zu töten. Wir haben begonnen zu töten.”
Geisel:”Denn vorher hat man einen festgenommen – und der kam dann wieder frei. Coutinho, Töten ist zwar barbarisch, aber ich denke, das muß sein.”
Veja:”Der Kongreßabgeordnete Ulysses Guimaraes verglich Geisel mit Ugandas Diktator Idi Amin…Geisel, General der demokratischen Öffnung, war für politischen Mord…Geisel wollte die Fortsetzung der Ausrottungspolitik.”
Die brasilianische Militärdiktatur produzierte in Rio de Janeiro Napalm im Stadtteil Bonsucesso und setzte es gegen Regimegegner u.a. 1972 in Araguaia ein.
Nach den freundschaftlichen Treffen mit Rechten und Rechtsextremen Brasiliens wird Yoani Sanchez zu einem Auftritt in Berlin eingeladen: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/24/yoani-sanchez-am-8-mai-2013-in-berlin-eingeladen-von-reporter-ohne-grenzen-kein-veranstalterhinweis-auf-freundschaftliche-treffen-mit-rechten-und-rechtsextremen-in-brasilien/
Blogger-und Medienkongreß “re:publica”: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/03/kuba-bloggerin-yoani-sanchez-am-6-mai-2013-auf-blogger-und-medienkongres-republica-in-berlin/
Pinochet-Thatcher-Yoani Sanchez: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/16/frauen-in-der-politik-viel-lob-aus-mitteleuropa-fur-margaret-thatcher-freedom-fighter-the-economist/

Wikipedia:
„Recebida com tumulto no Congresso, dissidente cubana Yoani se diz satanizada„(O Globo)
Depois, Yoani seguiu para a Câmara dos Deputados, onde foi recepcionada por uma comissão de parlamentares e pelos líderes do PSDB na Câmara, Carlos Sampaio (SP), e do DEM, Ronaldo Caiado (GO). Não havia protesto, apenas um grupo que levantou cartaz com a frase „Viva, Yoani“.
Durch das mehrstündige Treffen mit Politikern des rechten bis rechtsextremen Spektrums, deren Einladung Yoani Sanchez folgte, nimmt der Brasilien-Besuch der Bloggerin eine sehr interessante Wende.

1969 – Jahr der Unterzeichnung des Kulturabkommens sowie des Wissenschafts-und Technologieabkommens mit der Folterdiktatur Brasiliens. Willy-Brandt-Forum Berlin, Unter den Linden, 2012.
“Wir wollen mehr Demokratie wagen”: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/22/mehr-demokratie-wagen-willy-brandt-1969-jahr-in-dem-er-in-bonn-vertrage-mit-der-brasilianischen-folterdiktatur-unterzeichnete/
Sanchez wurde auch vom Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Henrique Eduardo Alves (PMDB) empfangen. Zur Partei PMDB gehören so bekannte Diktaturaktivisten wie José Sarney, einst Präsident der Diktatorenpartei ARENA.
Yoani Sanchez 2013 in den USA:
Besonders bemerkenswert ist das Treffen von Yoani Sanchez mit Ronaldo Caiado von der Rechtspartei DEM, einem Repräsentanten der Großgrundbesitzer, dessen Vereinigung UDR er mehrere Jahre leitete. Brasiliens Großgrundbesitzer stehen seit langem u.a. wegen des massiven Einsatzes von Sklavenarbeitern in der Kritik, die nur zu oft gefoltert und sogar ermordet wurden, wie aus Dokumenten der kirchlichen Bodenpastoral CPT hervorgeht. Laut brasilianischen Politikexperten wendet sich die UDR energisch gegen eine Agrarreform sowie konsequenteren Umweltschutz. Das Sanchez-Treffen mit Caiado hat daher hohen Symbolwert.
Wikipedia Brasilien stuft Ronaldo Caiado als „notorisches Mitglied der politischen Rechten“ ein: „Um notório membro da direita política.“
Im brasilianischen Abgeordnetenhaus kam es laut Landesmedien zu hitzigen Wortgefechten wegen des Sanchez-Besuchs – so wurde gefordert, mehr Brasilianern den Zutritt zu gestatten, die gegen die Bloggerin protestieren wollten:
„Dentro do plenário, três manifestantes cobravam a libertação de entrada de outros manifestantes, que foram barrados no corredor da Câmara.
„Essa Casa não deve repetir atitudes como esta“, disse no microfone a deputada Erika Kokay (PT-DF). Minutos antes das declarações da petista, o deputado Jair Bolsonaro (PP-RJ) ocupou a tribuna e disse aos gritos em direção aos que protestavam contra a blogueira: „Vai para Cuba. Vai para Cuba. Lá que é bom“. (Folha de Sao Paulo)
Sanchez hatte laut Landesmedien auch den zur extremen Rechten gezählten Politiker Jair Bolsonaro(PP) an ihrer Seite – nahm daran offenbar keinerlei Anstoß. Laut Wikipedia Brasilien gehört Bolsonaro zu den offenen Befürwortern der Folter sowie der Militärdiktatur, was sein Zusammentreffen mit der Kuba-Bloggerin besonders bemerkenswert macht.
Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez und ihr Treffen mit Rechten und Rechtsextremen in Brasilia: Daß sich Sanchez ausgerechnet für rechte und rechtsextreme Diktaturanhänger Brasiliens interessiert, erscheint zusätzlich bizarr angesichts des kaum zu beschreibenden Sadismus, den der Repressionsapparat der nazistisch-antisemitisch orientierten Militärdiktatur just an weiblichen Diktaturgegnern austobte: So war üblich, diese Frauen nahezu alle Formen entsetzlichsten sexuellen Mißbrauchs erleiden zu lassen – von massenhafter Vergewaltigung durch Folterknechte und andere Militärs bis hin zu schrecklichsten Folterungen an der Vagina und an den Brüsten. Sogar Genitalverstümmelung wurde angewendet. Am Ende stand fast stets die Ermordung. Allgemein bekannt ist, daß brasilianische Folterer in den USA ausgebildet wurden, der US-Geheimdienst laut US-Quellen im Repressionsapparat der Militärdiktatur Brasiliens präsent war. http://www.ila-web.de/brasilientexte/cia.htm
„Wenn wir meinen, der Faschismus ist tot, erscheint er auf einmal wieder in der Person von Jair Bolsonaro.“ Abgeordneter Adriano Diogo 2013
Französischer General Aussaresses zum Fall einer totgefolterten Diktaturgegnerin in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/05/franzosischer-general-war-folter-lehrer-wahrend-brasiliens-diktaturzeit-regierung-in-paris-wuste-von-regime-verbrechen/#more-453
Yoani Sanchez in Tschechien/Prag 2013: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/28/kuba-bloggerin-yoani-sanchez-medien-tschechiens-schweigen-ebenfalls-zu-ihrem-treffen-mit-rechten-und-rechtsextremen-in-brasilien-zur-fehlenden-positionierung-zum-mord-am-systemkritischen-brasilianis/
tags: brasilien – yoani sanchez und rechtsgerichtete politike

Ausriß. Yoani Sanchez und Kongreßabgeordneter Jair Bolsonaro – Verteidiger des Militärregimes und der Folter, damals und heute, laut brasilianischer Menschenrechtsbewegung. Bolsonaro ist Homosexuellen-Kritiker.
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Ausriß 2016.Inzwischen ist Yoani Sanchez Mitarbeiterin des deutschen Regierungssenders Deutsche Welle.
„Wenn wir meinen, der Faschismus ist tot, erscheint er auf einmal wieder in der Person von Jair Bolsonaro.“ Abgeordneter Adriano Diogo 2013
Über politische Präferenzen dieser Art von Sanchez war bisher in mitteleuropäischen Medien nichts zu lesen. Brasiliens Bloggerszene reagiert entsprechend mit Spott und Ironie.
Der Kongreßpolitiker Bolsonaro zählt zur Partei PP, die zur Regierungskoalition gehört. Er ist in Brasilien auch als scharfer Kritiker der Homosexuellen, ihrer Organisationen bekannt.
Der Kongreßpolitiker zählt zur Partei PP, die zur Regierungskoalition gehört. Er ist in Brasilien auch als scharfer Kritiker der Homosexuellen, ihrer Organisationen bekannt – vertritt dabei gleiche bis ähnliche Positionen wie die evangelikalen Wunderheiler-Sektenkirchen, in Ländern wie Deutschland als “Freikirchen” beschönigt. Bolsonaro wird daher auch entsprechend von Brasiliens gut organisierter Homosexuellenbewegung kritisiert.
Brasilien ist das Land mit den meisten Morden an Homosexuellen: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/01/08/brasilien-mehr-morde-an-homosexuellen-2012-uber-300-gegenuber-2011-266-mordfalle-laut-grupo-gay-da-bahialuiz-mott-hohe-dunkelziffer/
Im Abgeordnetenhaus zählt Bolsonaro zur Führung der Menschenrechtskommission, die von einem evangelikalen Pastor geleitet wird, dem man u.a. Homosexuellenfeindlichkeit vorwirft. Die Ausbreitung der evangelikalen Wunderheilersekten wurde u.a. von Leonardo Boff begrüßt: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/12/leonardo-boff70-und-die-ausbreitung-der-evangelikalen-sektenkirchen-in-brasilien-saudo-a-expansao-dos-evangelicos-porque-sou-a-favor-de-todo-tipo-de-diversidaderevista-epoca/
Bolsonaro ist u.a. gegen die Homo-Ehe, gegen die Adoption von Kindern durch Schwule.
Über die heute unter anderem von der Wahrheitskommission vorangetriebene Suche nach den Leichen totgefolterter, ermordeter, heimlich verscharrter Gegner der Militärdiktatur äußerte Bolsonaro: “Wer nach Knochen sucht, ist ein Hund.”
Auf die Frage, wie er im Falle der Wahl zum Staatspräsidenten Brasilien führen würde antwortete Bolsonaro 2011: “Ich würde das Land in einer ähnlichen Form wie in der Periode zwischen 1964 und 1985 führen.” (Periode der Militärdiktatur)
Kurioserweise hatten die Medien der USA nicht die Freiheit, anläßlich des Sanchez-Besuchs über das aufsehenerregende Treffen der Kuba-Bloggerin mit Exponenten der Rechten und Rechtsextremen Brasiliens, darunter dem Diktatur-und Folter-Befürworter Jair Bolsonaro zu berichten. Das spricht Bände.
Bolsonaro steht derzeit in Brasiliens wegen seines umstrittenen Auftretens vor der Menschenrechtskommission des Abgeordnetenhauses stark in der öffentlichen Kritik. In Medienkommentaren heißt es:”Bolsonaro ist heute das bekannteste Gesicht der brasilianischen extremen Rechten. Er ist Verteidiger der Diktatur, er verteidigt die Folter.” Bolsonaro sei ein Samenkorn des Faschismus. Umso kurioser, daß auch über einen Monat nach dem Sanchez-Bolsonaro-Treffen selbst in deutschsprachigen Medien darüber Schweigen herrscht.
http://terramagazine.terra.com.br/bobfernandes/blog/2013/03/15/bolsonaro-e-uma-semente-do-fascismo/
Bolsonaro é hoje o mais conhecido rosto da extrema direita brasileira. Defensor da ditadura, ele justifica a tortura. Já disse: “O cara tem que ser arrebentado para abrir a boca”. Sobre a busca de corpos dos desaparecidos na ditadura, diz: “Quem procura osso é cachorro”.
Claro que com frases e atitudes como estas o que Bolsonaro busca é manchetes. Assim ele está no sexto mandato e já tem dois filhos parlamentares. Isso é O Ovo da Serpente, na definição do cineasta Ingmar Bergman. É a semente do fascismo.

tags: brasilien-kuba-bloggerin yoani sanchez 2013

Sanchez-Besuch, Bolsonaro, die Militärdiktatur – Hintergrundtext: http://www.das-parlament.de/2010/12/Beilage/006.html
Diktaturopfer – getötete Regimegegnerin, Foto von kirchlichen Menschenrechtsaktivisten.

1969 – Jahr der Unterzeichnung des Kulturabkommens sowie des Wissenschafts-und Technologieabkommens mit der Folterdiktatur Brasiliens. Willy-Brandt-Forum Berlin, Unter den Linden, 2012.
“Wir wollen mehr Demokratie wagen”: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/22/mehr-demokratie-wagen-willy-brandt-1969-jahr-in-dem-er-in-bonn-vertrage-mit-der-brasilianischen-folterdiktatur-unterzeichnete/
“Wo sind unsere Toten?” (Protestkundgebung in Sao Paulo 2012 – Aufklärung der Diktaturverbrechen gefordert)
Ganhou notoriedade nacional após dar declarações sobre questões polêmicas, como homofobia, preconceito racial, sexismo, cotas raciais e defesa da tortura e do regime militar no Brasil, sendo classificado por alguns jornalistas e órgãos de imprensa como representante da extrema-direita brasileira (Wikipedia Brasilien)
Bolsonaro laut Landesmedien: „Flügelmann Jair Bolsonaro, ein Offizier der Militärpolizei, rechtfertigt ungestraft Massaker an Landlosen und Gefangenen: “Ich hätte ebenfalls geschossen“, betont Bolsonaro zum Blutbad an Landlosen von Eldorado de Carajas. Noch schockierender äußert sich der PPB-Politiker zum nach wie vor ungesühntem Massaker von Carandirù, bei dem Sao Paulos „Policia Militar“ 1992 mindestens 111 Gefangene ermordete. Über 5000 Schuss werden aus Mpis auf die Häftlinge abgefeuert, viele lässt man durch Bluthunde zerreißen. “Man hätte noch einige hundert töten müssen“, argumentierte Bolsonaro allen Ernstes, “um Platz für andere Gefangene zu schaffen.“
Vor der Ankunft von Sanchez in Brasilia hatte ein Abgeordneter der Rechtspartei DEM beantragt, daß das Abgeordnetenhaus vom Justizministerium speziellen Polizeischutz für Sanchez fordert. Zu den Vorwürfen der brasilianischen Systemkritiker und Bürgerrechtler zählt, daß zahlreiche mit Mord bedrohte Menschenrechtsaktivisten Brasiliens solchen Polizeischutz nicht erhalten und deshalb nur zu oft liquidiert werden – nicht selten von bezahlten Killern von Großgrundbesitzern.
Die Rechtspartei DEM geht auf die Partei des Folter-Diktaturregimes, ARENA, zurück und ist seit langem traditioneller Verbündeter der PSDB.
Yoani Sanchez hatte während ihres Brasilienbesuchs bisher problemlos die Möglichkeit gehabt, Gegner des Diktaturregimes zu treffen, die heute als Systemkritiker, Bürgerrechtler eine wichtige Rolle in der brasilianischen Gesellschaft spielen. Sanchez entschied sich indessen jedoch überraschend für Treffen mit den erbittertsten politischen Gegnern dieser Bürgerrechtler, für Treffen mit Politikern des rechten bis rechtsextremen Spektrums, die sie zu dem Brasilia-Besuch einluden.
Sanchez erklärte am dritten Besuchstag laut Landesmedien:“Brasilien ist viel besser, als ich erwartet hatte.“
Steinigen, Lynchen in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/
Aufarbeitung von Diktaturverbrechen in Sao Paulo – Bitte um Auskunft über Rolle eines US-Diplomaten: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/19/brasilien-wahrheitskommission-sao-paulos-zur-aufarbeitung-der-diktaturverbrechen-entschied-von-us-regierung-erklarung-zu-us-diplomat-claris-halliwell-zu-erbitten-der-haufig-ein-beruchtigtes-folterz/
Laut Landesmedien wird der Kuba-Bloggerin vorgeworfen, mit den USA zu kollaborieren. Vertrauliche Telegramme, von Wikileaks veröffentlicht, hätten von Treffen mit Diplomaten der US-Vertretung Havannas berichtet.
„Ela é acusada por manifestantes, essencialmente, de ser uma colaboradora dos Estados Unidos, com o objetivo de desestabilizar o governo cubano. A principal evidência nesse sentido, usada pelos manifestantes, é o registro de alguns encontros com oficiais da representação americana em Havana, conforme revelaram telegramas confidenciais revelados pelo Wikileaks.“(Folha de Sao Paulo)
Hintergrund zur Regierungszeit von Präsident Fernando Henrique Cardoso(PSDB) – nach wie vor starker Mann dieser Partei:
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