Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Brasiliens katholische Bestseller: “Agapé” von Padre Marcelo Rossi aus Sao Paulo wird jetzt auch in Japan(Sunmark Publishing), Frankreich(Editions Robert Laffond) und Italien(Mondadori)verlegt. Viel Sympathie in Deutschland für antikatholische Sekten – leicht nachvollziehbar.

Montag, 31. Dezember 2012 von Klaus Hart

Brasiliens unangefochtener Bestsellerautor, der katholische Priester Marcelo Rossi und “Ágape” – seit 2010 bisher 7,5 Millionen verkaufte Exemplare. Wie stark sich die brasilianische katholische Kirche(130 Mio Gläubige) von der in Deutschland(24,6 Mio Gläubige) unterscheidet. **

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http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/16/gottesdienst-mit-padre-marcelo-rossi-2008-die-live-cds-paz-sim-violencia-nao1-und-2-der-missa-sind-die-meistverkauften-tontrager-dieses-jahres-in-brasilien-weit-vor-samba-und-pop/#more-1413

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Franziskanerbischof Fernando Figueiredo und Padre Marcelo Rossi in der neuen Kirche der Diözese Santo Amaro von Sao Paulo 2012.

Padre Marcello Rossi symbolisiert die Nähe der katholischen Kirche zu den Armen und Verelendeten des Riesenlandes, spricht deren Sprache, kennt deren Probleme genau und reflektiert darüber täglich auch in seinen Radioprogrammen. In Massen strömen besonders die Armen Brasiliens zu seinen Gottesdiensten, den Freilicht-Missas mit bis zu drei Millionen Gläubigen, ein beträchtlicher Teil (Noch-)Angehörige von evangelikalen Sekten. Während die Tempel der unzähligen, stark aufgesplitterten Wunderheilersekten in den letzten Jahren immer mehr auffällig leer bleiben, selbst große Sekten auf einmal erheblichen Mitgliederschwund erleben,  erweist sich die katholische Kirche als stabile Größe im gesellschaftlichen Leben des Landes, zumal auch der Priestermangel spürbar zurückgeht, der Priesterberuf deutlich an Attraktivität gewonnen hat, wie die Statistiken zeigen. Immer mehr Arme haben offenbar das platte Geldeintreiben durch die Sektenpastoren satt, deren schwache Sozialarbeit mit der der katholischen Kirche nicht konkurrieren kann. Nicht zu übersehen ist, daß Padres wie Marcelo Rossi zu einem neuen, attraktiveren Erscheinungsbild der katholischen Kirche spürbar beigetragen haben.

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/01/brasiliens-katholischer-priester-marcelo-rossi-gegen-den-strommainstream-padre-weiht-in-sao-paulo-den-grosten-tempel-des-landes-ein-kunftig-platz-fur-etwa-100000-glaubige-santuario-mae-de-de/

Rossi-Hit, anklicken:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/01/brasiliens-padre-marcelo-rossi-sein-hit-seit-2011-o-meu-lugar-e-no-ceu-agape-musical/

Viel Sympathie für antikatholische Sekten in Deutschland – aus leicht nachvollziehbaren Gründen:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/16/wie-brasiliens-evangelikale-sekten-ihre-gesellschaftliche-prasenz-enorm-ubertreiben-jesusmarsch-organisatoren-feierten-2012-angebliche-funf-millionen-teilnehmer-obwohl-es-laut-qualitatsmedien-nur-3/

Auch wegen der Feindschaft zur katholischen Kirche haben in Deutschland die häufig als “Freikirchen” bezeichneten Sektenkirchen erstaunlich viele Sympathisanten. In deutschsprachigen Medien wird verdeckte Werbung für Sekten, darunter brasilianische Sekten, immer stärker. Auffällig, daß deren Verwicklung in Verbrechen und Regierungs-Korruptionsskandale, das Paktieren mit Verbrecherorganisationen, der neoliberal-systemstabilisierende Kurs der Sekten stets verschwiegen wird. 

“Nicht ohne Grund hat etwa der frühere US-Präsident Ronald Reagan in Südamerika die Sekten gefördert, weil sie individualisierend und systemstabilisierend wirken.” Franziskaner Paulo Suess in Publik-Forum

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/28/brasilien-nach-acht-jahren-lula-regierungwarum-hat-sao-paulo-noch-2627-slums-fragt-die-wichtigste-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo/

“Gestaltungsmacht” Brasilien, Sao Paulo, Brasilandia-Bischof Milton Kenan Junior im Website-Interview:”Weiterhin Regionen mit extremem Elend, großer Armut im Lande.” Bischof ist Initiator einer Friedensdemonstration an der Slumperipherie Sao Paulos. “Wir leben heute in einer Kultur des Todes.” “Maior grupo criminoso do pais esta em expansao.”(O Globo über PCC) **

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 Friedensdemonstration in Sao Paulos Slum-Stadtteil Brasilandia am 25.11. 2012 – regierungskritische Bischöfe Angelico Sandalo Bernardino und Milton Kenan Junior, chancenlos im mitteleuropäischen Mainstream.

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