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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; AmazonaszerstÃ¶rung</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Brasilien: Unter Lula schnellste Amazonas-Urwaldzerstörung im Teilstaat Maranhao, laut Landesmedien.</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 14:34:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[http://www.globoamazonia.com/Amazonia/0,,MUL1384964-16052,00-MARANHAO+E+O+ESTADO+QUE+ESTA+DESTRUINDO+MAIS+RAPIDAMENTE+SUA+FLORESTA.html http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/20/lander-der-dritten-welt-wie-brasilien-emittieren-mehr-klimaschadliche-giftgase-als-die-erste-welt-analysieren-brasilianische-medien-china-emittiert-mehr-als-die-usa-nur-pro-kopf-gerechnet-weni/ http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-ist-der-groste-schauspieler-des-landes-besser-als-wagner-moura-laut-regisseur-fernando-meirellescity-of-god-blindness/]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.globoamazonia.com/Amazonia/0,,MUL1384964-16052,00-MARANHAO+E+O+ESTADO+QUE+ESTA+DESTRUINDO+MAIS+RAPIDAMENTE+SUA+FLORESTA.html">http://www.globoamazonia.com/Amazonia/0,,MUL1384964-16052,00-MARANHAO+E+O+ESTADO+QUE+ESTA+DESTRUINDO+MAIS+RAPIDAMENTE+SUA+FLORESTA.html</a></p>
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		<title>Ethanol-Treibstoffproduktion aus Zuckerrohr zerstört Amazonien, verletzt Menschenrechte gravierend: Neues Dossier der bischöflichen Bodenpastoral(CPT) und Rede Social. Lula vor UNO: Kein Zuckerrohranbau in Amazonien. Wer sagt die Wahrheit?</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 14:07:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die staatlich geförderte Ethanolproduktion aus Zuckerrohr zerstört nach Darstellung der bischöflichen Bodenpastoral(CPT) massiv die Umwelt Brasiliens und verletzt Menschenrechte gravierend. In einem in Sao Paulo veröffentlichten CPT-Dossier heißt es, für noch mehr Zuckerrohr-Monokulturen in Amazonien seien die letzten Jahre zehntausende Hektar Urwald Amazoniens gerodet und Tausende von Sklavenarbeitern ausgebeutet worden. Sicht von Wirtschaft und Regierung: [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><font face="Arial" size="2">Die staatlich geförderte Ethanolproduktion aus Zuckerrohr zerstört nach Darstellung der bischöflichen Bodenpastoral(CPT) massiv die Umwelt Brasiliens und verletzt Menschenrechte gravierend. In einem in Sao Paulo veröffentlichten CPT-Dossier heißt es, für noch mehr Zuckerrohr-Monokulturen in Amazonien seien die letzten Jahre zehntausende Hektar Urwald Amazoniens gerodet und Tausende von Sklavenarbeitern ausgebeutet worden. </font></strong></p>
<p><strong>Sicht von Wirtschaft und Regierung:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/02/das-dieser-boom-auf-kosten-des-amazonas-regenwaldes-gehthalten-die-experten-fur-ausgeschlossen-das-handelsblatt-uber-eine-experten-diskussion-uber-zuckerrohr-ethanol-am-rande-der-deutsch-bra/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/02/das-dieser-boom-auf-kosten-des-amazonas-regenwaldes-gehthalten-die-experten-fur-ausgeschlossen-das-handelsblatt-uber-eine-experten-diskussion-uber-zuckerrohr-ethanol-am-rande-der-deutsch-bra/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/15/lula-regierung-plant-uber-50-atomkraftwerke/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/15/lula-regierung-plant-uber-50-atomkraftwerke/</a></p>
<p><font face="Arial" size="2"><span id="more-1247"></span>Das CPT-Dossier wurde anläßlich der zweitägigen internationalen Konferenz über BiokraftstoffeÂ und einer Gegenkonferenz von katholischer Kirche sowie Umwelt-und Menschenrechtsorganisationen in Sao Paulo der Öffentlichkeit vorgestellt.Â Laut Dossier habeÂ Brasiliens Staatspräsident Luis Inacio Lula da Silva in diesem Jahr vor der UNO erklärt, daß in der brasilianischen Amazonasregion kein Zuckerrohr produziert werde. Das staatliche Versorgungsunternehmen CONAB habe indessen zwischen 2007 und 2008 in Amazonien eine Steigerung der Zuckerrohrerzeugung von 17,6 auf 19,3 Millionen Tonnen registriert. Die Zuckerrohr-Monokulturen verdrängten Nahrungsmittelproduktion und verhinderten, daß Brasilien bei Lebensmitteln unabhängig werde. Das Land verzeichne nach wie vor einen hohen Prozentsatz an Hungernden sowie an Armut, zähle gleichzeitig zu den Spitzenreitern der Boden-und Einkommenskonzentration auf dem Erdball. In dem Dokument werden zahlreiche internationale Studien zitiert, denen zufolge Biokraftstoffe aus Zuckerrohr mehr Umweltschäden verursachen als fossile Kraftstoffe und zudem dem Klimaschutz keineswegs dienen. Die Internationale Arbeitsorganisation(IAO) in Genf habe zudem in der Ethanolbranche schwere Verstöße gegen das Arbeitsrecht, darunter Sklavenarbeit konstatiert. Aus all diesen Gründen, so heißt es in dem CPT-Dossier weiter, habe seit 2007 in der Europäischen Union das Image brasilianischen Ethanoltreibstoffs spürbar gelitten. Laut brasilianischen Medienberichten hatte Staatschef Lula deshalb die internationale Konferenz über Biokraftstoffe nach Sao Paulo einberufen, um auf &#8222;schwere Angriffe europäischer Länder&#8220; gegen die staatliche Förderung der Ethanolproduktion zu reagieren. Brasiliens Außenministerium erklärte zum Kongreßauftakt am Montag, es sei ein Mythos, daß die Zuckerrohrerzeugung negative Umweltauswirkungen habe und auf Kosten der Nahrungsmittelerzeugung gehe. Lula hatte nach Sao Paulo auch US-Präsident George Bush eingeladen, der indessen seinen Landwirtschafts-Staatssekretär entsandte. Insgesamt sind über vierzig ausländische Minister vertreten. Zu den wichtigsten Organisatoren der Gegenkonferenz zählt auch das katholische Hilfswerk Misereor aus Deutschland. </font></p>
<p><font face="Arial">Das CPT-Dossier weist auch auf die Beteiligung ausländischer Multis an der Amazonas-Politik der Lula-Regierung:&#8220;Esta politica integra um complexo economico agricola, industrial, financeiro e comercial, monopolizado por empresas como Cargill, ADM, Monsanto, Bunge, Dreyfus, Syngenta, BASF, Coca Cola, Bayer, Vale do Rio Doce, Votorantim, Alcoa, Odebrecht, entre outros. No setor dos agrocombustiveis verifica se ainda a integracao das industrias automobilistica, petroleira e do capital financeiro internacional.&#8220;</font></p>
<p><a href="http://www.cptnacional.org.br/?system=news&amp;action=read&amp;id=2885&amp;eid=8">http://www.cptnacional.org.br/?system=news&amp;action=read&amp;id=2885&amp;eid=8</a></p>
<p>Luiz Bassegio, Leiter der nationalen Wanderarbeiter-Seelsorge, äußerte sich im Website-Exklusivinterview zum Lob von neoliberalen Wirtschaftsexperten, denen zufolge brasilianischer Zucker und Ethanol wegen der niedrigen Produktionskosten auf dem Weltmarkt besonders konkurrenzfähig sei: &#8222;Brasiliens Zucker und Ethanol sind nur deshalb so billig, weil man hier so niedrige Löhne zahlt und die Leute so ausbeutet. Es gibt ja nicht einmal Gewerkschaften, die sich für die Plantagenarbeiter einsetzen.&#8220;</p>
<p><!--more-->Â In-und ausländische Spekulanten sind an der Beibehaltung der brasilianischen Produktionsbedingungen interessiert, weil sich nur so hohe Profite erzielen lassen. Deutsche und österreichische Landwirte haben indessen wiederholt vergeblich auf das brasilianische Sozialdumping hingewiesen und faire Spielregeln gefordert. &#8222;Durch diese gewissenlose Form der Produktion ist es der Landwirtschafts-Industrie Brasiliens möglich, die Preise am Weltmarkt zu unterbieten&#8220;, hieß es dazu in einer Bauernzeitschrift. &#8222;Weder europäische Bauern noch solche aus den Entwicklungsländern können mithalten.&#8220;</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/13/leben-einer-sklavin-120-jahre-nach-der-abschaffung-der-sklaverei-in-brasilien-o-globo-berichtet-uber-kinder-als-sklavenarbeiter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/13/leben-einer-sklavin-120-jahre-nach-der-abschaffung-der-sklaverei-in-brasilien-o-globo-berichtet-uber-kinder-als-sklavenarbeiter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p>Sozialdumping: <a href="http://www.socialinfo.ch/cgi-bin/dicopossode/show.cfm?id=572">http://www.socialinfo.ch/cgi-bin/dicopossode/show.cfm?id=572</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/11/leben-wie-ein-brasilianer-der-bolsa-familiakriegt-die-ganze-familie-mit-27-euro-monatlich-uber-wasser-halten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/11/leben-wie-ein-brasilianer-der-bolsa-familiakriegt-die-ganze-familie-mit-27-euro-monatlich-uber-wasser-halten/</a></p>
<p><font face="Arial" size="2"><img src="017301c945ae$5ad7fbe0$070010ac@Estagiaria" align="bottom" border="0" width="211" height="74" /></font></p>
<p><strong>Comissáo Pastoral da Terra “ Secretaria Nacional</strong><strong>Assessoria de Comunicaçáo </strong><strong><br />
</strong><strong><br />
</strong><strong><br />
</strong></p>
<hr /><strong><strong>SUGESTÃƒO DE PAUTA</strong><strong>Â </strong></p>
<p align="center"><strong>CPT e Rede Social lançam relatÃ³rio </strong><strong>sobre os<em> </em>impactos da produçáo de cana</strong></p>
<p>Â A Comissáo Pastoral da Terra (CPT) e a Rede Social de Justiça e Direitos Humanos lançam, no dia 18 de novembro prÃ³ximo, a partir das 9h00, no auditÃ³rio da APEOESP (ver endereço no final), um relatÃ³rio minucioso sobre a expansáo do monocultivo de cana na AmazÃ´nia e no Cerrado. O documento <u>(acessar nos sites indicados no final)</u>, contendo 80 pÃ¡ginas de dados, fotos e entrevistas, faz uma anÃ¡lise dos impactos sociais e ambientais dessa expansáo e traz um relato detalhado do avanço deste monocultivo em 11 estados: Acre, Amazonas, GoiÃ¡s, Maranháo, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, ParÃ¡, RondÃ´nia, Roraima e Tocantins. A publicaçáo serÃ¡ debatida e farÃ¡ parte das anÃ¡lises da mesa temÃ¡tica que discutirÃ¡ as alternativas em curso pelo mundo na construçáo da soberania alimentar e energética, durante o SeminÃ¡rio Internacional <strong><em>”AgrocombustÃ­veis como obstÃ¡culo Ã  construçáo da soberania alimentar e energética</em></strong>. O evento, realizado pela Via Campesina e entidades parceiras, serÃ¡ realizado entre os dias 17 e 19 de novembro em Sáo Paulo, e serÃ¡ um contraponto Ã  ConferÃªncia Internacional <em>&#8222;BiocombustÃ­veis como vetor do Desenvolvimento SustentÃ¡vel&#8220;, </em>convocada pelo governo brasileiro para promover o etanol nacional e tornar aceitÃ¡vel sua suposta &#8222;sustentabilidade&#8220; para o mercado global.Â O documento cita dados sobre o avanço das plantaçÃµes de cana e de novas usinas de etanol instaladas na regiáo, além de projetos de infra-estrutura, incentivos fiscais concedidos por governos estaduais, E parcerias de Ã³rgáos do governo com empresas brasileiras e estrangeiras. Estes dados sáo complementados por uma pesquisa de campo sobre os impactos para a populaçáo local e para os trabalhadores. O estudo traz informaçÃµes sobre violaçÃµes de diretos trabalhistas, casos de trabalho escravo, morte de trabalhadores e impacto na saÃºde dos canavieiros e da populaçáo. Â</p>
<p>Em relaçáo aos impactos ambientais, o relatÃ³rio faz uma sistematizaçáo de estudos recentes sobre os efeitos poluidores dos monocultivos, sobre a destruiçáo da biodiversidade, dos solos e das fontes de Ã¡gua. Diversos estudos demonstram que a expansáo de monocultivos representa um risco maior para o aquecimento global do que as emissÃµes de carbono provenientes de combustÃ­veis fÃ³sseis. A pressáo cada vez maior sobre a fronteira agrÃ­cola da AmazÃ´nia e do Cerrado tende a aprofundar este problema.</p>
<p></strong><strong>Dados da expansáo por estado</strong>A monocultura da cana jÃ¡ é realidade em boa parte do territÃ³rio nacional. No <strong>Acre</strong>, a usina Ãlcool Verde, da empresa pernambucana Farias, plantou mais de 2 mil hectares de cana ao longo da BR-317 e tem planos de chegar a mais de 30 mil hectares na regiáo, com capacidade de produzir 3 milhÃµes de toneladas de cana por safra. A Ãlcool Verde prevÃª uma produçáo de 36 milhÃµes de litros de etanol na primeira safra e pretende aumentar sua produçáo de cana em cinco vezes até 2015. A Embrapa prevÃª que no municÃ­pio de Capixaba as plantaçÃµes de cana aumentaráo em dez vezes até 2012. O estado é visto como estratégico, pois serviria de ponte de exportaçáo de etanol para o Oceano PacÃ­fico, através da rodovia TransoceÃ¢nica, que conecta Brasil e Peru. No <strong>Amazonas</strong>, A CONAB estima que a produçáo de cana teve um aumento de 10,90% entre 2007 e 2008. HÃ¡ ainda um projeto de produçáo de etanol da empresa Jayoro, que inclui o cultivo de 60 mil hectares de cana em regiÃµes de floresta nativa.Â Em <strong>GoiÃ¡s</strong>, as plantaçÃµes de cana ocupam 339,2 mil hectares. Entre 2005 e 2006, a Ã¡rea plantada de cana no estado teve um aumento de 47,06%. De acordo com o Sindicato da IndÃºstria de Fabricaçáo de AçÃºcar do Estado de GoiÃ¡s (Sifaeg), na safra de 2008/2009 hÃ¡ 27 usinas em operaçáo, com previsáo de chegar a 55 usinas até 2012. Ao todo, hÃ¡ 97 projetos de novas usinas, com incentivos fiscais aprovados pelo governo estadual. O aumento na produçáo de etanol nesta safra serÃ¡ de 78%, chegando a 2,12 bilhÃµes de litros. Além da destruiçáo de mata nativa, o cerrado principalmente, a indÃºstria da cana substitui Ã¡reas de produçáo de alimentos e criaçáo de gado, o que, consequentemente, pressiona a fronteira agrÃ­cola para a AmazÃ´nia. No<strong> Maranháo</strong>, de acordo com dados do IBGE, entre 2005 e 2006, o cultivo de cana aumentou 20,93%. Em setembro de 2006, o governo do Estado criou o Programa Maranhense de Produçáo de BiocombustÃ­veis, que previa a construçáo de 45 novas usinas, com estimativas de produzir entre 4 bilhÃµes e 7 bilhÃµes de litros de etanol. O governo cita ainda como vantagens as instalaçÃµes do Porto de Itaqui, a Ferrovia dos CarajÃ¡s e a Companhia FerroviÃ¡ria do Nordeste. A primeira parte do projeto prevÃª a construçáo de 20 usinas em um prazo de cinco anos, o que representaria a expansáo de 15% na produçáo nacional de etanol. Segundo o governador do Maranháo, o Estado poderia utilizar 500 mil hectares para plantaçáo de cana.<u>Â </u>Em <strong>Mato Grosso</strong> existem atualmente 11 usinas em funcionamento. As plantaçÃµes de cana ocupam regiÃµes do Pantanal, do Cerrado e da AmazÃ´nia, em uma Ã¡rea de 214.511 hectares. Na Ãºltima safra, as usinas moeram em torno de 16.750.000 toneladas de cana. A Secretaria de Planejamento espera triplicar os atuais 800 milhÃµes de litros de etanol. Segundo o Sindalcool-MT, hÃ¡ previsáo de expandir as plantaçÃµes de cana em cerca de dois milhÃµes de hectares nas proximidades do municÃ­pio de Alto Taquari. Uma nova usina irÃ¡ cultivar 35 mil hectares na regiáo a partir de 2009, com capacidade para moer trÃªs milhÃµes de toneladas de cana. JÃ¡ no <strong>Mato Grosso do Sul</strong>, a CONAB estimou um aumento de 51 mil hectares nas plantaçÃµes de cana na safra de 2007/2008, o que significou 32% a mais do que a safra anterior, que jÃ¡ ocupava 160 mil hectares. HÃ¡ nove usinas instaladas e cerca de 50 novos projetos, com solicitaçÃµes de incentivos fiscais, que poderiam ocupar 800 mil hectares nos prÃ³ximos anos, de acordo com previsÃµes da Secretaria de Estado de Desenvolvimento AgrÃ¡rio. Em agosto de 2008, o governador Antré Pucicnelli, afirmou que o &#8222;Mato Grosso do Sul serÃ¡ o maior produtor de Ã¡lcool do mundo, em sete anos.Â <strong>Dados da CONAB indicam que a safra da cana em <strong>Minas Gerais</strong> em 2008 serÃ¡ de 60,2 milhÃµes de toneladas. Essa quantidade é 47% maior do que a safra anterior. Com este aumento, o estado passou a ser o segundo produtor de cana-de-açÃºcar do paÃ­s, com uma </strong>Ã¡rea plantada de 467 mil hectares. A produçáo de etanol em Minas Gerais deve chegar a 2,2 bilhÃµes de litros este ano. Segundo o Sindicato da IndÃºstria do AçÃºcar e do Ãlcool, existem 36 usinas em funcionamento no estado. Até 2012, a previsáo é chegar a 52 usinas, com produçáo de 5,5 bilhÃµes de litros de etanol. O SecretÃ¡rio de Agricultura e Meio Ambiente do municÃ­pio de Luz, Dario Paulineli, descreve outros impactos na regiáo. ”A cana se expandiu rapidamente nos Ãºltimos anos. As empresas fazem contratos de arrendamento com agricultores e o impacto ambiental é enorme. Aplicam veneno de aviáo e atinge a populaçáo das cidades. Desmatam madeira de lei, plantam cana nas nascentes dos rios, náo respeitam os estudos de impacto ambiental. Muitos animais estáo morrendo com a devastaçáo das matas. Â O estado do <strong>ParÃ¡</strong>, de acordo com a Escola Superior de Agricultura Luiz de Queiroz (Esalq), da Universidade Sáo Paulo (USP), poderia dispor deÂ  9 milhÃµes de hectares para produçáo de cana, o que significaria um aumento de 136% na produçáo de etanol no Brasil. A CONAB estima que o ParÃ¡ deve colher cerca de 736 mil toneladas de cana na safra de 2007/2008. A maior parte da produçáo (648,3 mil toneladas) é voltada para o etanol e somente 36,8 mil toneladas para a produçáo de açÃºcar. A usina Pagrisa, flagrada utilizando máo-de-obra escrava e responsÃ¡vel pela maior libertaçáo de trabalhadores jÃ¡ feita até hoje pelo Grupo MÃ³vel do MTE (1.064 pessoas), localizada no municÃ­pio de UlianÃ³polis, tem a maior plantaçáo do estado, com 11,6 mil hectares, e produz 50 milhÃµes de litros de Ã¡lcool por ano. Segundo nota do Ministério das RelaçÃµes Exteriores, ”Náo é Ã  toa que a era dos biocombustÃ­veis chegou com força total na AmazÃ´nia Legal. Náo temos dÃºvidas de que o ParÃ¡ provavelmente terÃ¡ a plataforma de exportaçáo do etanol mais competitiva do Brasil, que propiciarÃ¡ os maiores lucros para os investidores. Em <strong>RondÃ´nia</strong> hÃ¡ dois projetos de destilarias de etanol, nos municÃ­pios de Cerejeiras e Santa Luzia d&#8217;Oeste. HÃ¡ outra usina no municÃ­pio de Sáo Felipe, a 530 km de Porto Velho. Segundo Cléber Calixto, prefeito de Cerejeiras, ”a cidade tem terras extremamente férteis e terÃ¡ uma fÃ¡brica de etanol a partir de abril de 2009. Â Em <strong>Roraima</strong> hÃ¡ dois projetos de usinas em andamento, com previsáo de cultivar cana em uma Ã¡rea de 90 quilÃ´metros quadrados até 2009, com uma primeira safra de 3 milhÃµes de toneladas. O governo de Roraima incentiva o setor e oferece isençáo do Imposto sobre Circulaçáo de Mercadorias (ICMS) até 2018. O Ministério do Desenvolvimento, IndÃºstria e Comércio indica que o leste de Roraima seria uma das principais Ã¡reas de expansáo do plantio de cana. PolÃ­ticos locais fazem pressáo para que o governo federal transfira terras pÃºblicas para controle dos estados. A Biocapital iniciou uma plantaçáo de mudas e espera produzir 6 milhÃµes de toneladas de cana até 2014, que serviriam de base para processar 530 mil litros de etanol.A empresa pernambucana Camaçari Agroindustrial, cultivou 200 hectares de mudas na fazenda Sáo Sebastiáo e pretende expandir a produçáo de mudas em 1000 hectares até agosto de 2009. A empresa obteve isençáo de 100% do ICMS e sua previsáo é produzir 3 milhÃµes de toneladas de cana até 2009. Enquanto isso, no <strong>Tocantins</strong>, a Secretaria da Agricultura, PecuÃ¡ria e Abastecimento (Seagro), afirma que hÃ¡ 16 usinas interessadas em se instalar no estado. De acordo com o governo do Tocantins, o estado poderÃ¡ utilizar 650 mil hectares para o cultivo de cana. A previsáo é produzir 2 milhÃµes de toneladas de cana até 2014. O Grupo CucaÃº adquiriu uma Ã¡rea de 1.300 hectares e iniciou a produçáo em 2006, com uma safra de 250 mil toneladas, com previsáo de expandir para 500 mil toneladas. A empresa Maity Bionergia prevÃª a construçáo de trÃªs destilarias de etanol, cada uma com capacidade para processar 2,4 milhÃµes de toneladas de cana. Segundo a CONAB, houve um aumento de quase 16% na produçáo de cana no Tocantins, entre 2007 e 2008. Â <strong><u>InformaçÃµes:</u></strong><u> </u>Â <strong>Comissáo Pastoral da Terra</strong>(81) 9254-2212 / 3231-4445 (Renata Albuquerque)(62) 4008-6406 (Cristiane Passos ou MarÃ­lia Almeida)Â <strong>Rede Social de Justiça e Direitos Humanos</strong>(21) 7699-3665 / (11) 8468-0910 (Evanize Sydow)Â</p>
<p><strong><u>Serviço:</u></strong></p>
<p><strong><u></u></strong>Â Lançamento do relatÃ³rio ”Os impactos da produçáo de cana no Cerrado e na AmazÃ´nia, durante o SeminÃ¡rio Internacional ”AgrocombustÃ­veis como obstÃ¡culo Ã  construçáo da soberania alimentar e energética.<strong>Data e horÃ¡rio:</strong> 18/11/2008, a partir das 9h00.</p>
<p><strong>Local: </strong><strong>auditÃ³rio da APEOESP (</strong>Endereço: Praça da RepÃºblica, 282, Sáo Paulo “ SP)</p>
<p>Â <strong><u>Para ler o relatÃ³rio:</u></strong> <a href="http://www.cptnacional.org.br/">www.cptnacional.org.br</a> ou <a href="http://www.cptpe.org.br/">www.cptpe.org.br</a></p>
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		<title>Brasilien: Amazonasvernichtung steigt sprunghaft unter Lulas neuem Umweltminister Carlos Minc &#8211; neueste Zahlen.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/29/amazonasvernichtung-steigt-sprungartig-neueste-zahlen/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 16:47:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
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<p><span id="more-928"></span></p>
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		<title>Bittersüße Ernte. Die Ethanol-Hausse verwüstet Brasiliens Biodiversität. Marina Silva.</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 14:16:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Agrotreibstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[AmazonaszerstÃ¶rung]]></category>
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		<description><![CDATA[Deutschlands &#8222;Biosprit&#8220;-Unternehmen in der Krise &#8211; Pleiten und Produktionsstopp. &#8222;Eine unrentable Branche wird künstlich am Leben erhalten&#8220;(natürlich wie immer mit dem Geld des Steuerzahlers)- eine aktuelle Analyse: http://www.n-tv.de/937922.html?240320080933 Von Umweltjournalist Norbert Suchanek: Seit Jahren gibt es kein Halten: Die Zerstörung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes schreitet weiter voran. Neben Aluminium- und Stahlindustrie, Rindfleisch und Sojaproduzenten tritt jetzt [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Deutschlands &#8222;Biosprit&#8220;-Unternehmen in der Krise &#8211; Pleiten und Produktionsstopp. &#8222;Eine unrentable Branche wird künstlich am Leben erhalten&#8220;(natürlich wie immer mit dem Geld des Steuerzahlers)- eine aktuelle Analyse: <a href="http://www.n-tv.de/937922.html?240320080933">http://www.n-tv.de/937922.html?240320080933</a></strong></p>
<p><strong>Von Umweltjournalist Norbert Suchanek:</strong> Seit Jahren gibt es kein Halten: Die Zerstörung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes schreitet weiter voran. Neben Aluminium- und Stahlindustrie, Rindfleisch und Sojaproduzenten tritt jetzt auch die Agrarspritbranche zu einer neuen Zerstörungsorgie an.</p>
<h2 class="beitrags-titel">Anti-Umwelt-Partei “DIE GRÜNEN” – erfolglose Spitzenleute (Jamaika) müssen 2018 gehen…(Peter, Özdemir…):<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2018/01/08/anti-umwelt-partei-die-gruenen-erfolglose-spitzenleute-muessen-2018-gehen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2018/01/08/anti-umwelt-partei-die-gruenen-erfolglose-spitzenleute-muessen-2018-gehen/</a></h2>
<p><span id="more-222"></span></p>
<p>„Wenn die Ölpreise weiter steigen, wird die Ethanolproduktion im Amazonas explodieren”, warnte Mitte Januar Carlos Nobre, Wissenschaftler am Nationalen Weltraum-Forschungsinstitut Brasiliens, nach Auswertung von Satellitenbildern. Und die Daten geben ihm Recht, stieg doch die monatliche Zerstörungsrate von 234 Quadratkilometern Regenwald im August 2007 auf 948 Quadratkilometer im vergangenen Dezember. Nur einer will von dieser dramatischen Entwicklung wenig wissen: Brasiliens Präsident Luiz InÃ¡cio Lula da Silva.<br />
„Wenn Amazonien zum Zuckerrohranbau taugen würde, dann hätten die Portugiesen, die Zuckerrohr vor vielen Jahrhunderten in Brasilien einführten, längst mit Amazonien Schluss gemacht”, sagte der Präsident im letzten Sommer zu den Ministern der Europäischen Union während eines internationalen Agrartreibstoffkongresses in Brüssel. Und sein Landwirtschaftsminister Reinhold Stephanes versicherte: „Es existiert kein Zuckerrohr in Amazonien, Wir wissen von keinem einzigen Projekt in der Region.” Doch nur einen Tag nach Lulas Aussage berichtete die Tageszeitung DiÃ¡rio do ParÃ¡, dass die Polizei über 1000 wie Sklaven gehaltene Feldarbeiter befreit hat, die auf einer fast 12000 Hektar großen Zuckerrohrplantage nahe der Stadt UlianÃ³polis im Amazonas-Staat ParÃ¡ schuften mussten.<br />
„Es ist eine Lüge zu behaupten, dass sich Zuckerrohr nicht an das amazonische Klima anpassen könnte”, erwidert auch der Fachmann Sérgio Nunomura vom Nationalen Amazonas-Forschungsinstitut (Inpa) und fügt hinzu, dass es selbst im Bundesstaat Amazonas bereits Zuckerrohrplantagen gibt. Nach offiziellen Daten des brasilianischen Landwirtschaftsministeriums wird sich die Zuckerrohrernte in den Amazonasstaaten Maranháo, Mato Grosso, ParÃ¡, Tocantins und Amazonas in der diesjährigen Saison von 17 auf 19,3 Millionen Tonnen erhöhen.<br />
Hauptgrund der raschen Expansion von Zuckerrohr am Amazonas ist die globale Nachfrage nach dem vermeintlich Klima schonenden Agrarsprit. Hohe Investitionen aus aller Welt schüren die Hausse. So kündigte die Brazilian Renewable Energy Company den Bau ihrer ersten Ethanolfabrik in Mato Grosso an, weil die Region fruchtbare Böden und eine Maschinen gerechte Topographie habe. Bis 2009 will das Unternehmen insgesamt zehn große Ethanolfabriken auf Basis von Zuckerrohr in Brasilien errichten und investiert hierfür 2,2 Milliarden US-Dollar, die unter anderem von Ex-Weltbank-Präsident James Wolfensohn, dem AOL-Mitbegründer Steve Case sowie dem Filmproduzenten Steven Bing stammen.<br />
Im Süden von ParÃ¡ hat wiederum der Millionär Daniel Dantas seine Claims abgesteckt, um eine der größten Zuckerrohrplantagen des Landes inklusive Fabrik zum Ethanolexport zu errichten. Und auch der nordamazonische Bundesstaat Roraima ist vom Agrarspritboom bedroht. Das Unternehmen Biocapital will von dort Ethanol über das Nachbarland Guyana zollfrei in die USA verschiffen. Brasiliens Regierung forciert diese Exportpläne, in dem sie gerade eine Straße zu den Häfen Guyanas erweitert. Roraimas Klima und Böden seien ideal für Zuckerrohr, erklärte vergangenen September Alvaro Callegari, Landwirtschaftsminister von Roraima. Dafür solle kein Regenwaldbaum für die Zuckerrohrplantagen gefällt werden, versicherte er. Die vorgesehenen Flächen seien ausschließlich bisher für Rinderzucht genutzte Naturgrasgebiete und Savannen, der so genannte Cerrado.</p>
<p>Neben dem weltweit bekannten Regenwald werden damit noch andere einzigartige Ökosysteme vernichtet &#8211; vor allem der Cerrado, den Biologen inzwischen als das artenreichste Savannenökosystem der Erde geadelt haben: Obwohl wenig untersucht, wurden hier bereits über 10000 Pflanzenarten identifiziert, von denen 4400 endemisch sind. Daneben ist es reich an großen Tierarten wie Jaguar, Mähnenwolf oder Ameisenbär, weshalb der Cerrado auch als Lateinamerikas Serengeti bezeichnet wird. Zudem ist er Heimat Dutzender indigener Völker und bietet zugewanderten traditionellen Bevölkerungsgruppen Lebensraum und Existenzgrundlage.<br />
„Im Cerrado”, sagt der Geograf Klemens Laschefski von der brasilianischen Bundesuniversität in Minas Gerais, „leben Menschen, die in den Statistiken und der Politik nicht wahrgenommen werden, weil sie nicht zur Wirtschaftskraft beitragen. Es gibt die Illusion, dass dieses Gebiet ökologisch nicht wertvoll sowie sozial untergenutzt ist.” Dies sei eine alte Ideologie, mit der schon das Vordringen in den Amazonas begründet wurde &#8211; paradoxerweise werde nun die Erschließung des Cerrados mit der Rettung Amazoniens begründet, so Laschefski. So litt dieses Trockenwald-Ökosystem am stärksten unter der industriellen und oft gewalttätigen Agrarexpansion während der vergangen 30 Jahre: Weite Teile des Cerrado wichen Sojaplantagen und Rinderweiden, wurden rücksichtslos abgeholzt und als Holzkohle in brasilianischen Stahlwerken verfeuert. Die Schätzungen über den Zerstörungsgrad reichen von 40 bis über 60 Prozent &#8211; und jetzt kommt der Ethanolfluch hinzu.<br />
<strong>„Die Umweltministerin Marina Silva behauptet immer, die Expansion der landwirtschaftlichen Nutzfläche zur Ethanolproduktion werde auf bereits degradierten Gebieten geschehen”, kritisiert der erfahrene Journalist und Koordinator des Umweltinformationsplattform EcoDebate, Henrique Cortez. „Tatsache aber ist, dass die Agrarfront voranschreitet, ohne so genannte degradierte Flächen zu nutzen. Warum? Weil die Wiederherstellung von degradierten Flächen teuer ist und viel Zeit beansprucht.” Es sei schlichtweg billiger und einfacher für die Agrarindustrie den Cerrado abzuholzen und die Agrarfront weiter nach Amazonien zu treiben.</strong> Davon unbekümmert spricht Eduardo Pereira de Carvalho, der Präsident von Sáo Paulos Union der Zuckerrohrindustrie, von rund 100 Millionen Hektar Land, die in den nächsten 15 Jahren in Zuckerrohrmonokulturen umgewandelt werden könnten.<br />
„In unseren Feldstudien haben wir festgestellt, dass die Viehfarmer im Cerrado ihr Land an die Zuckerrohrproduzenten verkaufen und den Erlös in neue Viehweiden in Amazonien investieren”, erläutert Laschefski. „Der Raubbau am Amazonas geht also weiter und wird durch die Erschließung des Cerrados verschärft. In manchen Gebieten wandert der ganze Sektor der Milchwirtschaft inklusive der Verarbeitungsbetriebe in Richtung Amazonien.”</p>
<p>Bislang war der Bundesstaat Sáo Paulo Landesmeister in der Ethanolproduktion. Doch die Zukunft des brasilianischen Agrarsprits liegt nach Meinung von Milliardären wie George Soros in Mato Grosso do Sul. Denn für die Ausweitung des Zuckerrohranbaus verfügt der Bundesstaat, der international aufgrund des größten Süßwasserfeuchtgebiets der Erde, dem Pantanal, bekannt ist, über drei wichtige Voraussetzungen: Billige, relativ fruchtbare und ebene Böden, gute klimatische Bedingungen und ausreichend Wasser. Soros lässt gerade Zuckerrohrmonokulturen auf 150000 Hektar anpflanzen und neue Ethanolfabriken bauen. Angestrebte Verarbeitungskapazität: Elf Millionen Tonnen Zuckerrohr pro Jahr.<br />
Insgesamt rechnete die Regierung des Bundesstaates 2007 mit Investitionen von rund zwei Milliarden US-Dollar und einer Ausweitung des Zuckerrohranbaus auf 710500 Hektar in den nächsten beiden Jahren sowie mit wenigstens 31 neuen Ethanolfabriken. Die Zuckerrohrproduktion Mato Grosso do Suls soll nach Meinung der Regierung bis 2012 um 620 Prozent steigen. Auch der Pantanal ist durch den Ethanolwahn bedroht &#8211; trotz Lulas Beteuerungen, das Feuchtgebiet nicht zu opfern.</p>
<p>An dessem Rande vollzieht sich aber noch eine weitere Tragödie, von der die letzten indigenen Völker Mato Grosso du Suls betroffen sind. Laut vorläufiger Statistik des Indianermissionsrats CIMI wurden 2007 in ganz Brasilien 76 Indigene umgebracht &#8211; 48 davon in Mato Grosso do Sul. Hauptursache: der Kampf um Land.<br />
„Das Agrobusiness behauptet, es wolle Zuckerrohr nur auf degradierten Flächen Mato Grosso do Suls anpflanzen. Aber mit der Perspektive ständig steigender Profite haben sie ihre Ansicht geändert und kämpfen nun um die besten Flächen der Region, die Gebiete der Guarani-KaiowÃ¡”, erläutert Egon Heck, CIMI-Koordinator von Mato Grosso do Sul. „Auf den weniger produktiven Böden kann man 70 bis 80 Tonnen Zuckerrohr je Hektar erzielen, aber auf jenen der Guarani-KaiowÃ¡ bis zu 120 Tonnen je Hektar.” Die Guarani-KaiowÃ¡ sind schlicht ein unliebsames Hindernis, das es zu beseitigen gelte, so Heck. Große Konzerne kauften strategisch wichtige Flächen auf, um die Naturressourcen des Landes &#8211; darunter Wasser &#8211; zu kontrollieren.<br />
Unabhängig vom Wasserbedarf auf dem Feld benötigen auch Ethanolfabriken das kostbare Nass: drei bis fünf Liter je Liter Alkohol. Der vom Ethanolwahn und seinem Durst auf Wasser angeheizte Konflikt ist auch entscheidend im Streit um die von der Regierung Lula durchgepeitschte, mindestens zwei Milliarden teure Teilumleitung des Rio Sáo Francisco im Nordosten Brasiliens. Zu den Hauptprofiteuren des Projektes zählen die Zuckerbarone des Nordostens, die in freudiger Erwartung ihre Plantagen erweitern.<br />
Leidtragende sind neben Kleinbauernfamilien, die Ã„cker und Häuser räumen mussten, rund 9000 TumbalalÃ¡- und TrukÃ¡-Indianer. Der Schamane der TrukÃ¡-Gemeinde von CabrobÃ³, AntÃ´nio Cirilo de SÃ¡, klagt: „Seit dem Bau des Sobradinho-Staudammes haben wir unsere fruchtbaren Felder an den Ufern des Sáo Francisco verloren und die Fische im Fluss wurden weniger.” Die Teilumleitung und das Absenken des Flusses werde noch mehr Hunger bringen sowie das Fischen und den Reisanbau weiter erschweren.<br />
Auch der Vizepräsident der Vereinigung der Fischer im Bundesstaat Alagoas, Antonio Gomes dos Santos, kritisiert das Lula-Projekt: „Ich bin gegen den Zuckerrohranbau vor allem in den Wassereinzugsgebieten der Flüsse und Lagunen, weil es schon zu viel Zuckerrohr gibt. Wir brauchen diese Gebiete, um Nahrungsmittel wie Reis, Mais, Bohnen, Kartoffeln anzubauen. Zuckerrohr bringt keine Arbeitsplätze. Was den Gemeinden Jobs gibt, ist die traditionelle Flussfischerei.”<br />
„Brasilien besitzt sechs große Biome: Amazonien, Pantanal, Cerrado, Caatinga, Mata AtlÃ¢ntica und Pampa. Eines davon wurde bereits durch Zuckerrohr vernichtet &#8211; die Mata AtlÃ¢ntica, der Atlantische Regenwald”, fasst Roberto Malvezzi, der Koordinator der pastoralen Landkommission, traurig zusammen. „Heute bestimmt Zuckerrohr den Staat Sáo Paulo. Und es will den Cerrado, das Pantanal und in einer perversen Form der Bewässerung die besten Böden der Caatinga übernehmen. Das Volk verdurstet, aber das Zuckerrohr bekommt Wasser im Überfluss.”</p>
<p><!--adsense--></p>
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