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	<title>Klaus Hart Brasilientexte</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Brasiliens Schriftsteller und Drehbuchautor Paulo Lins (&#8222;City of God&#8220;) mit neuen Roman &#8222;Desde que o Samba è Samba&#8220;.</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 15:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[City of God]]></category>
		<category><![CDATA[Desde que o Samba é Samba]]></category>
		<category><![CDATA[Paulo Lins]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Roman behandelt die Entstehung des Samba in Rio de Janeiros Stadtviertel Estacio. Ein dritter Roman ist laut Lins in Arbeit. http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-autor-und-filmemacher-paulo-linscity-of-god-zur-pressefreiheitwurde-ich-die-realitat-so-schildern-wie-sie-ist-konnte-man-das-garnicht-publizieren/ Paulo Lins(Film “City of God”) &#8211; im Buchkaufhaus von Pedro Herz in Sao Paulo getroffen. Gesichter Brasiliens. ** Paulo Lins, längst von Rio nach Sao Paulo umgezogen, mit seinem kleinen Sohn bei den Kinderbüchern. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Roman behandelt die Entstehung des Samba in Rio de Janeiros Stadtviertel Estacio. Ein dritter Roman ist laut Lins in Arbeit.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-autor-und-filmemacher-paulo-linscity-of-god-zur-pressefreiheitwurde-ich-die-realitat-so-schildern-wie-sie-ist-konnte-man-das-garnicht-publizieren/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/26/brasiliens-autor-und-filmemacher-paulo-linscity-of-god-zur-pressefreiheitwurde-ich-die-realitat-so-schildern-wie-sie-ist-konnte-man-das-garnicht-publizieren/</strong></a></p>
<h2>Paulo Lins(Film “City of God”) &#8211; im Buchkaufhaus von Pedro Herz in Sao Paulo getroffen. Gesichter Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=10156" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/linsherz1.JPG" alt="linsherz1.JPG" /></p>
<p><strong>Paulo Lins, längst von Rio nach Sao Paulo umgezogen, mit seinem kleinen Sohn bei den Kinderbüchern.</strong></p>
<p><span id="more-12824"></span></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/07/linsherz2.JPG" alt="linsherz2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/07/noite-dos-cristais-brasiliens-deutschstammige-juden-gedenken-der-reichskristallnacht/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/07/noite-dos-cristais-brasiliens-deutschstammige-juden-gedenken-der-reichskristallnacht/</a></p>
<p><strong>Pedro Herz, jüdischer Besitzer der größten brasilianischen  Buchkaufhauskette “Livraria Cultura” bedrückt 2011, daß der größte Teil  der Brasilianer wegen des immer schlechteren Schulsystems garnicht  verstehe, was er lese. “Die Leute können nicht mal einen kleinen Text  lesen und wiedergeben, kapieren den Text nicht &#8211; und das ist  grauenhaft.” Der Kulturverlust, die Medienkrise schreite fort &#8211; ob in  Brasilien oder im Rest der Welt. “Alle träumen von der erlebten  Vergangenheit, weil das Heute reizlos, enttäuschend ist.” </strong></p>
<p><strong>&#8222;Wir leben heute in einer enttäuschenden Welt&#8220; (Frei Betto 2011)</strong></p>
<h2>Paulo Lins &#8211; Gesichter Brasiliens. Schriftsteller, Filmemacher, Menschenrechtsaktivist. “City of God”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=2999" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/city-of-god/" rel="tag">City of God</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gesichter-brasiliens/" rel="tag">Gesichter Brasiliens</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/paulo-lins/" rel="tag">Paulo Lins</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rogerio-reis/" rel="tag">Rogerio Reis</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/paulolins1.jpg" alt="paulolins1.jpg" /></p>
<p><strong>Brasilien: Paulo Lins</strong></p>
<p><strong>Schriftsteller, Filmemacher, Menschenrechtsaktivist</strong></p>
<p><strong>Der aufrüttelnde sozialkritische  Streifen „City of God” lief mit großem Erfolg auch in den deutschen  Kinos  &#8211; verfilmt wurde der Romanerstling „Cidade de Deus” des Schwarzen  Paulo Lins aus Rio de Janeiro. Das Buch erschien auch bei einem  deutschen Verlag.  Was Lins, der aus dem gleichnamigen Elendsviertel  stammt, da zu Papier brachte, versetzte der brasilianischen Nation einen  heilsamen Schock, veränderte die Kulturszene des Tropenlandes  nachhaltig. Bislang unterdrückte Diskussionen über die verdeckte  Apartheid Brasiliens, die Machtstrukturen der Slums kamen in Gang. Wegen  Lins, so die begeisterte Kritik, könne nicht länger verheimlicht  werden, daß die Hölle gleich hinter Ipanema beginne, Brasilien zu den  grausamsten Ländern der Erde gehöre.  DAAD-Stipendiat Lins  konterte:”Würde ich die Realität so schildern, wie sie ist, könnte man  das gar nicht publizieren.” Durch „Cidade de Deus” trennten sich in der  Ersten Welt viele von sozialromantischen Brasilienklischees. Lins  schrieb mit am Filmdrehbuch, suchte die Laiendarsteller der  Elendsviertel aus, spielte den Co-Regisseur. Im Website-Interview sagt  er: “Über dreißig Jahre lebte ich in der Gottesstadt, hatte keinerlei  Zugang zu einer anderen sozialen Klasse. Ging ich durch Copacabana und  Ipanema, fühlte ich mich ausgeschlossen, schlecht, fühlte ich Angst. Die  Leute schauten mich so anders an, als ob es mir auf der Stirn  geschrieben stand “ Schwarzer und Slumbewohner. Sie sagen hier, es gebe  keinen Rassismus &#8211;  aber wir wissen, den gibts, das Problem ist sehr  ernst. Im Fernsehen gibts so gut wie keine Schwarzen, alle wichtigen  Posten in Unternehmen, in der Politik, in der Regierung sind von Weißen  besetzt. Bis heute fühle ich mich schlecht, wenn ich in so eine  abgesperrte Wohnanlage von Betuchten reingehe. Dort werde ich übel  behandelt. Sitze ich mit Weißen im Auto, werden wir von der Polizei  nicht angehalten. Sind wir aber nur Schwarze im Wagen, stoppen sie uns.  Bis heute fühle ich diesen Rassismus.  Zu meinem Roman bekam ich nur  ganz wenige negative Kritiken, weil er eben hinter die Kulissen schaut,  geschrieben von einem, der im Slum haust. Das war ja das Interessante,  das gab es noch nie. Heute sind die Schriftsteller doch alle aus der  Mittelschicht. Die Leser waren völlig überrascht, weil da eine  verheimlichte Realität zum Vorschein kommt. Ich hatte vorher nie mit  Banditen gesprochen, denn nicht jeder kommt an die ran. Der Bandit ist  die oberste Autorität im Slum, deshalb kann nicht jeder mit dem  reden.  Früher wurde man mit 18, 20, 25 Jahren Bandit, heute mit neun,  zehn Jahren! Hier in Brasilien erfaßt die Gewalt schon die Kinder.  Brasilien mordet seine Kinder und läßt Kinder zu Mördern werden. So  viele tote Heranwachsende, nie gezählt, nie registriert. Brasilien hat  eine Gabe zum Töten, Brasilien ist ein Mörderstaat. Und das seit vielen  Jahren schon &#8211;  man denke an die Sklaverei, die Lage der Indianer. Im  achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert starben in Rio zweihundert  Sklaven pro Woche, gab es Massaker an achthundert Menschen pro Woche!  Die Slums waren immer gewaltgeprägt, nur gab es früher nicht so viele,  war die Armut nicht so groß. Heute ist es überall gefährlich, heute kann  jeder überfallen und entführt werden &#8211;  und anders als früher auch der  Reiche.  Der braucht heute einfach Body-Guards, muß in diesen  geschlossenen Wohnanlagen hinter hohen Gittern wohnen. Denn heute leben  eben viele vom Verbrechen. Buch und Film zeigen: Brasilien steht beinahe  in Flammen und die Leute merken es nicht, kümmern sich nicht drum! Die  Gewalt ist aber nicht nur ein Fall für die Polizei, die Gewalt hat mit  der Misere, mit Hunger, Krankheit zu tun. Es geht um Menschenrechte, um  eine kraß ungerechte Einkommensverteilung. Wie wollen wir die Gewalt  beseitigen, wenn wir nicht den Hunger, die Misere abschaffen? Brasilien  stirbt noch mal an dieser Indifferenz, dem Volk fehlt einfach  Bewußtsein. Weil der Film weltweit gezeigt wird, eine unbekannte  Realität enthüllt, muß die brasilianische Regierung jetzt reagieren,  wird sich die brasilianische Gesellschaft für diesen Film schämen. Wenn  einer im Ausland sagt, ich bin Brasilianer, wird er hören, ich habs  gesehen “ ein Scheißland! Und nach dem Film wird man die Brasilianer im  Ausland fragen &#8211;  hast du davon gewußt? Und die werden antworten, nein,  wußte ich nicht. In Wahrheit habe ich das Buch geschrieben, um unseren  Eliten zu sagen &#8211;  das ist euer Werk, ihr wart das! Man wird jetzt  fragen, bist du einer von den Geldleuten? Dann bist du mitschuldig an  den Zuständen. Die Geschichte dieses anderen Brasilien wurde bisher nur  mündlich weitergegeben, das ist jetzt vorbei, ab jetzt wird man darüber  schreiben, öffentlich reden, ich habe schon Nachfolger. Wir haben eine  NGO gegründet, mit der wir Heranwachsende aus den Slums zu  Schauspielern, Fotografen, Maskenbildnern, Klangtechnikern ausbilden.  Und die wollen wir alle auf einem Markt unterbringen, der bisher nur  Mittelschichtlern vorbehalten ist. Die Filmszene öffnet diesen  Heranwachsenden ein Universum, stimuliert sie, mehr zu lernen, mit Kunst  zu arbeiten, kritisches Bewußtsein zu erwerben. Weil wir jetzt Schwarze  ins Kino, in den Film bringen, gibt es jetzt krachende Kollisionen,  weil die ganze Struktur ja nur für Weiße gemacht ist. Die Weißen dort  sind über uns erschrocken, sind perplex, wissen nicht, wie sie reagieren  sollen. Wie mit dieser neuen Generation von Schauspielern umgehen? Denn  diese Jugendlichen im Film „City of God” sind einfach wundervoll, haben  alle überrascht. Wir ändern jetzt die Realität des brasilianischen  Kinos, des Fernsehens, arbeiten schon bei TV Globo, der größten Anstalt,  öffnen uns die nötigen Türen. Nach diesem Film, in den größten  Verleihen der Welt, muß man sich jetzt um diese jungen Schauspieler  kümmern, sie einstellen “ und pronto! All das passiert jetzt auch. Ich  bin optimistisch!”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/11/bosshartmpikinder.JPG" alt="bosshartmpikinder.JPG" />Zeitungsausriß NZZ.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/paulo-lins-co-regisseur-des-kino-hits-city-of-god-zu-oscar-niemeyers-beruchtigten-ciep-schulen-in-rio-de-janeiro/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/paulo-lins-co-regisseur-des-kino-hits-city-of-god-zu-oscar-niemeyers-beruchtigten-ciep-schulen-in-rio-de-janeiro/</a></p>
<p><strong>Rogerio Reis:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/zeitungsfotomordstrasenkind.JPG" alt="zeitungsfotomordstrasenkind.JPG" /></p>
<p><strong>Mord an Straßenkind in Rio de Janeiro &#8211; Zeitungsausriß.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/18/brasilien-kindsmord-am-amazonas-ard-weltspiegel-berichtet-erstmals-uber-infantizid-bei-brasilianischen-indianerstammen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/18/brasilien-kindsmord-am-amazonas-ard-weltspiegel-berichtet-erstmals-uber-infantizid-bei-brasilianischen-indianerstammen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-ebenso-wie-amazonasbischof-erwin-krautler-trager-des-alternativen-nobelpreises-wegen-morddrohungen-standig-unter-polizeischutz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/08/brasiliens-menschenrechtsanwalt-bruno-alves-de-souza-toledo-ebenso-wie-amazonasbischof-erwin-krautler-trager-des-alternativen-nobelpreises-wegen-morddrohungen-standig-unter-polizeischutz/</a></p>
<p><strong>Barack Obama in Rio:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/15/barack-obama-redet-kommenden-sonntag-auf-protest-platz-von-rio-de-janeiro-in-cinelandia/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/15/barack-obama-redet-kommenden-sonntag-auf-protest-platz-von-rio-de-janeiro-in-cinelandia/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/20/afro-missa-im-franziskanerkloster-von-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/20/afro-missa-im-franziskanerkloster-von-sao-paulo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/06/missaafrokopf2.jpg" alt="missaafrokopf2.jpg" /></p>
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