Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

“Verdacht auf Brandstiftung: Scheune von Neonazi-Gegnern in Jamel brennt ab”. Illustrierte DER SPIEGEL im August 2015 in großer Online-Aufmachung wie andere Medien – die in deutschen Redaktion befolgte Sebnitz-Khaled-Methode. Von Tröglitz hört man nichts mehr, seit die Polizei zwangsläufig nicht mehr nur in Richtung Rechts ermittelt…Glaubwürdigkeit deutscher Medien nicht zufällig auf Tiefpunkt, enorme Auflagenverluste.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jamel-scheune-von-rechtsextremismus-gegnern-brennt-ab-a-1047926.html

FAZ: Verdacht auf Anschlag: Brand vernichtet Scheune von Neonazi-Gegnern

Wie im Falle Sebnitz, Khaled, Tröglitz wird der Verdacht sofort massiv und in großer Aufmachung in eine bestimmte Richtung gelenkt – geht die Sache dummerweise anders aus, wird es ein Fall fürs Kleingedruckte und künftig u.a. bei Bränden, die in Asylantenheimen nicht von Angehörigen bestimmter politischer Richtungen gelegt wurden, nicht mehr dran erinnert.

Der Fall Tröglitz – auf einmal Medien-Schweigen nach Bekanntwerden anderer Fakten:

“Allerdings werde auch erwogen, dass die Tat von Personen begangen worden sein könnte, deren Ziel es war, genau dieses politische Spektrum zu diskreditieren.” MDR bereits im April 2015

4. April: Brand in geplanter Flüchtlingsunterkunft/MDR

Der Brandanschlag zu Ostern sorgt für Entsetzen.

Am Ostersamstag wird ein Feuer in der geplanten Asylbewerber-Unterkunft in der Thälmann-Straße gelegt. Die Staatsanwaltschaft spricht von einer “besonders schweren Brandstiftung”. Zwei Menschen wohnen in dem Haus, sie können sich retten.

Noch am selben Tag demonstrieren 300 Menschen in Tröglitz gegen Ausländerhass und Gewalt. Unter den Demonstranten ist Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, der sichtlich wütend ist. Zitat MDR

MDR:

Tröglitzer Brandanschlag : Fremdenhass oder doch was ganz anderes?

In der Nacht auf den 4. April in Tröglitz (Burgenlandkreis): Der gesamte Dachstuhl des Mehrfamilienhauses brannte aus. Zwei Mieter des ansonsten leerstehenden Hauses konnten sich unverletzt retten. Eigentlich sollten Asylbewerber im Haus untergebracht werden. Schon zuvor war Tröglitz in die Schlagzeilen geraten: Es gab Proteste gegen die Flüchtlingsunterbringung, der Bürgermeister trat zurück, der Landrat bekam Morddrohungen. Die Polizei ging bei dem Brandanschlag zunächst von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus…Allerdings wurde nun bekannt, dass auch eine andere Tatversion geprüft wird. Denn bei dem Eigentümer des Tröglitzer Mehrfamilienhauses, Volker B., hat es nicht zum ersten Mal gebrannt. Das Landeskriminalamt hält sich zu den Ermittlungen bedeckt. Auch bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Halle betont Oberstaatsanwalt Klaus Wiechmann, dass es sich im Fall der Brandstiftung in Tröglitz um ein laufendes Ermittlungsverfahren handle: “Aus ermittlungstaktischen Erwägungen können wir keine weiteren Auskünfte erteilen. Ich kann Ihnen aber bestätigen, dass im Rahmen der Ermittlungen auch etwaige Zusammenhänge mit anderen Brandsachen geprüft werden.” Nach Angaben der “Bild”-Zeitung brannte bereits 2006 die Villa von Volker B. ab – kurz bevor er mit seiner Familie dort ausziehen wollte. Nur rund zwei Jahre später folgte der nächste Brand in dem Gebäude. Die Polizei nahm damals Ermittlungen wegen Brandstiftung auf. Und nun 2015 in Tröglitz der dritte Brand in einem Haus von Volker B. – Stellt sich die Frage, ob nicht Fremdenhass, sondern eventuell Versicherungsbetrug hinter dem Feuer stecken.

Offenbar war die Vorgeschichte des Hauseigentümers in der Region schon bekannt. So bestätigte eine Sprecherin des Burgenlandkreises gegenüber MDR INFO: Man habe über die Ermittlungen in diese Richtung Bescheid gewusst, auch in Tröglitz selbst soll dies schon lange ein Gesprächsthema gewesen sein. Doch noch steht nicht fest, was tatsächlich in der Nacht auf den 4. April 2015 in Tröglitz geschehen ist. Die Ermittlungen laufen weiter…

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Ausriß. “Bei  einem muslimischen Balkaner fehlt der Medienmeute jeder Beissreflex, obwohl  Nazi-Nostalgie und Antisemitismus vor allem im Kosovo notorisch sind. Gleich nach der Abspaltung der Provinz von Serbien durch die NATO-Bombenangriffe 1999 wurden die Juden dort ebenso vertrieben wie die Mehrheit der orthorthodoxen Christen. Aber einen Albaner als Judenmörder an die große Glocke zu hängen, verbietet sich für BRD-Politiker und ihre Journaille, denn dann stünde auch die aktuelle Asylpolitik in der Kritik: Skipetaren stellen nämlich derzeit die größte Gruppe unter den Flüchtlingen in Deutschland…Damit die Empörung nicht um sich greift, mußte an den Tröglitzern ein Exempel statuiert und die Nazi-Keule herausgeholt werden. Der Judenmord aber wird als bloßer Kriminalfall ohne politisches Motiv abgehakt, so wie ansonsten jeder Mord an einem Deutschen. Ist das nicht irre?” (Jürgen Elsässer zu den antisemitischen, antichristlichen Motiven der NATO-Bombenangriffe)

Der sadistisch totgeschlagene Jude und der Albaner –  Thema in der ZEIT und anderen Mainstream-Medien?  Immer noch kein offizielles Mahnmal für den in Berlin 2015 ermordeten Juden Yosi Damari:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/07/28/die-einstige-reichshauptstadt-von-adolf-hitler-immer-noch-kein-offizielles-mahnmal-fuer-den-ostern-2015-sadistisch-totgeschlagenen-juden-yosi-damari-am-tatort-erinnert-bisher-fast-nichts-an-das-ver/

 

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Rotes Rathaus Berlin – freier Blick zum Tatort, laut Anwohnern.

Der Fall Sebnitz:

“Neonazis ertränken Kind

Kleiner Joseph – Gegen 50 Neonazis hatte er keine Chance. Es passierte am helllichten Tag in einem belebten Freibad. 50 Neonazis überfielen den kleinen Joseph (6). Schlugen ihn, folterten ihn mit einem Elektroschocker, dann warfen sie ihn ins Schwimmbecken, ertränkten ihn. Fast 300 Besucher waren an jenem Tag im “Spaßbad” im sächsischen Sebnitz. Viele hörten seine Hilferufe, keiner half. […] Etwa 50 Mann, in Springerstiefeln, mit Tätowierungen. Johlend zerrten sie ihn zum Schwimmbecken, johlend ertränkten sie das Kind.”

“Mehrere Jugendliche zerrten Joseph mit Gewalt von seinem Liegeplatz an der Hecke zum Imbiss des Freibades. Dort wartete die restliche Gruppe an der Theke. Joseph weinte und versuchte, sich loszureißen. ‘Du Ausländerschwein’, wurde der Sechsjährige angeschrieen. Dann hielt ihn einer fest, sein Mund wurde aufgerissen und ein Mädchen goss ihm eine Flüssigkeit in den Mund. Joseph versuchte zu entfliehen. Er hielt sich krampfhaft an Wasserhähnen fest, die aus dem flachen Wasser ragten. Er war wackelig auf den Beinen. Er heulte wieder. Dann gingen alle Jugendlichen vom Imbiss wieder zu ihm und lösten ihm einzeln mit Gewalt die Finger von der Stange. Sie trugen ihn in ein Handtuch gewickelt zum tiefen Teil des Beckens. Dort schrie eine junge Frau: ‘Na, macht’s endlich, schmeißt ihn schon rein. Scheiß Ausländer.’ Die Jugendlichen taten dies. Zwei sprangen hinterher und hopsten auf seinem Rücken herum. Ungefähr zehn Minuten.”

“Der Kanzler empfing Josephs Mutter ausdrücklich als Vorsitzender der SPD.” Hamburger Wochenblatt Die Zeit

Illustrierte Der Spiegel, Zitate zu Sebnitz-Vorgängen – Parallelen zu Dresden-Fall offenkundig – Politiker und Pressemeute sprechen sogar mit dem Mörder…:

Wie diesmal der Vorwurf lautet: 

“Vertreter des muslimischen Zentrums aus Dresden sprechen von Bahray als “erstem Pegida-Opfer”. ARD-Tagesschau am 15.1.2015.

“…Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, der schon am Freitag mit einem Hubschrauber eingeflogen war, um die Familie zu trösten, besucht den Gottesdienst in der Sebnitzer Peter-Pauls-Kirche und zündet für den toten Joseph eine Kerze an. Seine Ehefrau Ingrid trägt ein schwarzes Hütchen.

27. NOVEMBER 2000

“Grausige Gewissheit: Joseph wurde ermordet”

BERLINER MORGENPOST

Die “FAZ” fordert auf Seite eins die Übernahme des Falls durch Bundesbehörden: “Den örtlichen Behörden ist nicht zu trauen.”

24. NOVEMBER 2000

“Badeunfall erweist sich als rassistischer Mord”

TAGESZEITUNG

Aus dem Westen kommt der Vorschlag: “Mauer hoch, eine Hälfte der Zone als Parkplatz, der Rest als Müllhalde und Ossi-Knast.” – “Deutschland könnte so schön sein ohne Ossis.” Der Osten funkt zurück: “Alles nur Hetze der westdeutschen Medien gegen die ehemalige DDR” – “Ihr seid alle herzlose Schweine.”

25. NOVEMBER 2000

“Die ganze Gruppe lachte und guckte zu”

FRANKFURTER ALLGEMEINE

Der Skandal erreicht seinen Höhepunkt. Das Land vergisst den Konjunktiv. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber: “Diese Tat geht mir so unter die Haut wie kaum ein anderes Ereignis und entsetzt mich zutiefst. Genauso dieses Wegschauen und Nichthandeln so vieler.” Der Berliner “Tagesspiegel” schreibt, was vielen durch den Kopf geht: “In einem Land, in dem ein Sechsjähriger von politisch motivierten Gewalttätern ermordet werden kann, weil Menschen nicht eingreifen, möchte man nicht leben.”

Spätabends ist Renate Kantelberg-Abdulla zu Gast in Erich Böhmes Talkshow. Sie sagt, es gebe in Sebnitz ein Haus, in dem “Arier gezüchtet werden”.

Biedenkopf warnt am Morgen Kanzler Schröder telefonisch vor einer Begegnung mit der Apothekerin. Gleichzeitig klagt er, dass Schröder doch vor der Verabredung besser ihn, Kurt Biedenkopf, gefragt hätte. Nanu, wundert sich da der Kanzler laut, sollte der Herr Professor Biedenkopf noch in den Kategorien des einstigen Königreichs denken, wo ein sächsisches Landeskind für ein Gespräch in Berlin die Erlaubnis des Potentaten benötigte?

Die Abdullas betreten das Willy-Brandt-Haus durch die Tiefgarage und werden mit dem Lift direkt ins Büro des SPD-Vorsitzenden gebracht. Während Schröder mit der Genossin parliert, verkündet Oberstaatsanwalt Bogner die Aufhebung der Haftbefehle.

Die Familie Abdulla ist in der sächsischen Landesvertretung in Berlin untergebracht.”

Der Spiegel im Sebnitz-Fazit zur “Lügenpresse”:”Auf der Strecke geblieben ist die Glaubwürdigkeit der öffentlichen Meinung und der Ermittlungsbehörden.”

Wie der Eritreer-Fall von Dresden zeigt, sind Deutschlands Medien weiter gut gefüllt mit Medienfunktionären, die nach wie vor die Sebnitz-Taktik anwenden.

Sebnitz-Chronik:http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-17976118.html

Hamburger Wochenblatt “Die Zeit”: “Dass der Fall Joseph sich womöglich niemals wird klären lassen, ist auch dem mangelnden Arbeitseifer der Ermittlungsbehörden zuzuschreiben.”

Pressemeute in Sebnitz – und bei Eritreern der Mord-Adresse von Dresden:”Renate Kantelberg begleitet die italienische Reporterin ins Wohnzimmer zwei Stockwerke über der Apotheke. Dort hocken seit Stunden Journalisten, die sich “einarbeiten sollen” in die bereitgestellten Akten. Im Kinderzimmer nebenan schlummert eine Tontechnikerin aus Leipzig im Sessel vor dem tonlosen Fernseher, und wartende Reporter blättern gelangweilt in Dianas Fotoalbum.” 

“Ein Mann von Bild steckt den Kopf herein. “Ihre Frau hat einen Termin beim Bundeskanzler!” Saad Abdulla nickt strahlend: “Danke.” – “Tja”, sagt der Bild-Reporter, “so ist das bei vier Million Auflage.”

“”Wir müssen noch zu Günther Jauch”, ruft sie in den Flur, wo ihre Mutter einer Journalistenschar die Hintertür aufschließt, “die von Jauch müssen vorher noch Bilder machen.”

 

“Die linke Szene der Sächsischen Schweiz ruft zur Spontandemonstration auf dem Sebnitzer Markt.”

” Und wieder schleicht Getuschel durch die winkligen Gassen. Ein Junge sagt, er “weiß, dass die Zeugen gekauft” wurden. Woher? Von seinen Eltern. Eine freundliche Alte fragt sich, warum die Kantelbergs solche Lügen verbreiteten. “Ich weiß ja nicht, was sie für einen Glauben hat”, sagt sie. “Aber er ist, glaube ich, Muslim. Vielleicht ist das da so üblich?”

Parallelen zu Dresden – die Rolle der Kirchenfunktionäre: “Am Sonntag findet in der Sebnitzer Hauptkirche ein ökumenischer Fürbittgottesdienst statt. Ein Zeichen soll gesetzt werden. Hunderte Polizisten sind angereist und der Ministerpräsident mit Gattin. Die Bänke sind voll wie sonst nur zu Weihnachten. Der Superintendent betet für Wahrheit und Gerechtigkeit: “Wir bitten Gott um Hilfe für diese Stadt.”

” In Berlin wartet die Talkshow von Erich Böhme.Polizei eskortiert. Dort wird sie wieder ihre Sicht der Dinge schildern. Alle Studiogäste werden tief betroffen sein, einer spricht sie mit “Frau Sebnitz” an. Die Sendung wird am nächsten Morgen Stadtgespräch sein. “Sie” habe “wieder Scheiß erzählt”, wird es heißen.”

“Dass 50 Neonazis am helllichten Tag ein Kind ersäufen und eine ganze Stadt es drei Jahre lang totschweigt, das kann sich nicht einmal die örtliche Antifa vorstellen, die den Rechten sonst alles zutraut. Als es zuerst in der Zeitung stand, glaubten es alle. Nur die Sebnitzer nicht.”

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Ausriß, Fall Sebnitz.

Der Fall Khaled, Dresden:

 

http://www.hart-brasilientexte.de/2015/07/30/moslem-eritreer-ermordet-in-dresden-moslem-eritreer-khaled-prozessbeginn-im-august-2015-laut-medien-saechsische-theater-brachten-den-brisanten-fall-immer-noch-nicht-auf-die-buehne/

Wie es die Hamburger Illustrierte “Stern” macht:

“Khaleds Tod, Dresdens GAU

16. Januar 2015, 13:10 Uhr

Wer auch immer für den Tod von Khaled I. verantwortlich ist – schon der Umgang der Polizei mit dem Fall ist ein übler Skandal. Er ruiniert Dresdens Ruf komplett. Von Silke Müller

Ganz abgesehen davon, dass ein Menschenleben zu beklagen ist, hat die Stadt nun, zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung, ihren ersten Pegida-Toten.”

“Der aus Eritrea stammende Flüchtling war am vergangenen Montagabend, während Pegida durch Dresden marschierte, durch Messerstiche getötet worden.” Tagesspiegel

KhaledDeutschlandDuMörder15

 

“Deutschland du Mörder.”Auch auf einer Demonstration in der deutschen Hauptstadt Berlin wurde 2015 klargestellt, daß als Mörder des Moslem-Eritreers Khaled unter keinen Umständen ein anderer Moslem-Eritreer in Frage kommt. Ausriß.

KhaledRassismustötet

Ausriß, Demonstration in Dresden. “Rassismus tötet immer wieder”. Wer aus Sicht der Pegida-Gegner den Mord an dem Moslem-Eritreer begangen hat.

Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 13. August 2015 um 13:21 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Politik abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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