Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz

“Boomland” Brasilien: Absinkende Produktion und mehr Entlassungen in der Industrie, selbst laut gewöhnlich geschönten offiziellen Angaben. “Beschäftigungslage in der Industrie ist schlechteste seit zwei Jahren.”(O Globo)

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/boomland-brasilien-wirtschaftliche-verlangsamung-des-zweiten-halbjahrs-2011-setzt-sich-auch-2012-fort-deutlicher-ruckgang-bei-transporten/

Die in europäischen Analysen als klare Boom- und Aufwärtstrend-Situation bewertete Wirtschaftslage Brasiliens hat sich laut brasilianischen Angaben weiter konjunkturell abgekühlt. Laut amtlichen Angaben setzt sich die wirtschaftliche Verlangsamung besonders in der Industrie fort, wurden die begehrten Industriearbeitsplätze im Februar 2012 gegenüber Februar 2011 um 0,7 Prozent reduziert. Im wirtschaftlich wichtigsten Teilstaat Sao Paulo wurden im März 2012 in der Industrie 4500 Beschäftigte entlassen - das schlechteste Monatsresultat für einen März seit 2006, hieß es. Der Industrie-Produktionsrückgang im Januar und Februar 2012, hieß es, liege in der Industrie bei 3,4 Prozent - Angaben unabhängiger Quellen liegen nicht vor. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/06/wirtschaftliche-falschprognosen-fur-2011-alles-lacht-uber-die-analytiker-und-ihre-hochbezahlten-verstarker-in-den-wirtschaftsmedien/

 

SWOT-Analyse Brasilien

Strengths (Stärken)

- Rohstoff- und Agrarreichtum

- zusätzliche Agrarflächen

- Flexibilität im Außenhandel

- Stabilitätspolitik

- strenge Finanzmarktregeln

- Nettoauslandsgläubiger

- solides Bankensystem

- starker Binnenmarkt

- hohe Konsumneigung

- Investitionssicherheit

- starke Industriepräsenz

- stabile Demokratie

- kein Terrorismus

- keine Kriegsgefahr

- Dienstleistungsmentalität

- Improvisationsgabe

- mehr als 50% der Energie aus

erneuerbaren Quellen

Opportunities (Chancen)

- anhaltende Nachfrage nach Commodities auf

dem Weltmarkt (insbesondere VR China)

- staatlich geförderte Exploration der

Offshore-Erdölreserven

- hoher Zufluss von Auslandskapital

- Infrastrukturausbau

- Förderprogramme für Bauwirtschaft

- WM 2014 und Olympia 2016

- mögliche Öffnung der Industriestaaten für Ethanol

- steigendes Umweltbewusstsein

Weaknesses (Schwächen)

- überlastete Häfen

- öffentlicher Nahverkehr

- Transport fast nur über Straßen

- hohe Steuern

- Facharbeitermangel

- Vetternwirtschaft

- niedrige Arbeitsproduktivität

- geringe Wertschöpfung in den Exportsektoren

- Bürokratie

- langwierige Rechtsprechung

- ausgrenzendes Bildungssystem

- hohes Wohnungsdefizit

- geringe Abwasserreinigung

- ineffiziente Staatsausgaben

- Müll- und Abwasserprobleme

Threats (Risiken)

- Überbewertung des Real

- Nachfrageausfälle auf Weltmarkt

- Abhängigkeit von Commoditypreisen

- Abhängigkeit von Wasserkraft

- private Verschuldung

- starke Importzunahme und drohende

Deindustrialisierung

- Kriminalität

- Schwarzmarkt

- anfällige Stromübertragungsleitungen

Quelle: Germany Trade & Invest.

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 13. April 2012 um 17:31 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Politik abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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