Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Atomkatastrophe in Japan – die große Stunde der Windkraft.

Bei den jahrelangen Diskussionen um die Vor-und Nachteile von Windkraftwerken war immer wieder von der Windkraft-Industrielobby sowie von Verbänden, bestimmten Parteien sowie einfachen Bürgern in Städten und Dörfern erklärt worden, daß ein Abschalten der umweltfeindlichen, hochgefährlichen Atomkraftwerke nur möglich sei, wenn rasch eine genügend große Zahl von umweltfreundlichen Windanlagen errichtet werde.

Über die Jahre wurde zwar eine sehr große Zahl von Windkraftwerken in Deutschland aufgestellt, wurden indessen merkwürdigerweise nicht wie versprochen,  im Gegenzug tatsächlich entsprechend viele Atomkraftwerke stillgelegt. Jetzt ist die Stunde da, können vor dem Hintergrund der Diskussion um den zügigen Atomausstieg, der Abschaltung von AKW,  die Windkraft-Befürworter schlüssig ihre These beweisen, daß eine Versorgung von Städten und Dörfern mit Windkraftwerken möglich ist – und so den Kritikern ein für alle mal den Mund stopfen. Denn in ungezählten Presseartikeln hatte es gehießen, neue Windparks seien in der Lage, bestimmte, konkret genannte Städte und Gemeinden komplett mit Strom zu versorgen. Irgendwelche Einschränkungen, etwa in Bezug auf vorhandenen Wind, nötige Windstärke, waren nie gemacht worden. Jetzt könnte  somit erstmals angesichts zunehmender Kritik an umweltfeindlichen Hochrisiko- Stromerzeugungsmethoden im Großversuch schlüssig nachgewiesen werden, was bisher nur versprochen worden war. Jene in den Presseverlautbarungen konkret genannten Städte und Gemeinden könnten an die jeweils zitierten Windkraftanlagen direkt angeschlossen werden, während jegliche Zufuhr aus anderen Erzeugungsformen gestoppt würde. Windkraftkritiker hatten u.a. eingewandt, Windkraftstrom sei nicht Grundlast-fähig. Dies ließe sich nunmehr überzeugend in der Praxis anhand der Großversuche mit konkreten Städten und Gemeinden widerlegen. Lehrer und Professoren der Physik könnten an den Schulen bzw. Universitäten die Stromversorgungs-Großversuche entsprechend begleiten.  Der Wissens-und Erfahrungsgewinn für die Gesellschaft wäre enorm. Vielleicht hätte dann sogar eine Diskussion über Energieeinsparung statt kräftiger Förderung von Energie-und Ressourcenverschwendung eine Chance. Wer ebenfalls bei den historischen Brokdorf-Demonstrationen dabei war, wird möglicherweise eine solche Diskussion begrüßen.

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 18. März 2011 um 01:23 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Naturschutz, Politik abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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