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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Viehzucht</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Carry Trade: Brasilianischer Real wegen massiver Spekulation stark überbewertet, betonen brasilianische Wirtschaftsexperten. Bereits schwere Schäden für einheimische Wirtschaft. Kirche zu Hunger in Brasilien.</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 12:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach den propagandistischen Wachstumsversprechen von Staatschef Lula für 2009 schraubt die brasilianische Zentralbank die realen Wachstumserwartungen für dieses Jahr stetig nach unten. Gemäß der neuesten Übersicht wird nicht einmal ein Nullwachstum erwartet &#8211; sondern ein Minus von mindestens 0,26 Prozent. Wegen der u.a. durch Carry-Trade-Spekulation stark überbewerteten Landeswährung Real erleiden mehrere Wirtschaftszweige schwere Schäden &#8211; [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach den propagandistischen Wachstumsversprechen von Staatschef Lula für 2009 schraubt die brasilianische Zentralbank die realen Wachstumserwartungen für dieses Jahr stetig nach unten. Gemäß der neuesten Übersicht wird nicht einmal ein Nullwachstum erwartet &#8211; sondern ein Minus von mindestens 0,26 Prozent. Wegen der u.a. durch Carry-Trade-Spekulation stark überbewerteten Landeswährung Real erleiden mehrere Wirtschaftszweige schwere Schäden &#8211; am meisten ist das Agrobusiness betroffen. Laut neuesten Wirtschaftsberichten ist brasilianisches Rindfleisch infolge der künstlichen Aufwertung jetzt weltweit das teuerste. </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/franzweih1.JPG" alt="franzweih1.JPG" /></p>
<p><strong>Carry Trade, Spekulation, Elend: Alte Frau wartet von Franziskanerkloster Sao Paulos auf Nahrungsmittelspende.</strong></p>
<p><strong>Lula und Krise, Dichtung und Wahrheit: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/23/rekord-entlassungen-in-brasilien-lula-spricht-von-porretada-im-dezember-fiquei-puto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/23/rekord-entlassungen-in-brasilien-lula-spricht-von-porretada-im-dezember-fiquei-puto/</a></strong></p>
<p><strong><span id="more-3960"></span>Wie es hieß, ist daher Brasilien gegenüber Exportländern wie Australien, Argentinien und Uruguay weniger konkurrenzfähig. Hauptexportregionen wie der Teilstaat Mato Grosso verloren nach eigenen Angaben den europäischen Markt, der am gewinnträchtigsten war, vollständig. In Mato Grosso stoppten sechs große Schlachthäuser die Produktion. Brasilianische Umweltexperten führen den offiziell gemeldeten Rückgang der Regenwaldvernichtung auf die Krise in der brasilianischen Rindfleischbranche zurück. In Amazonien weiden derzeit laut Greenpeace etwa 70 Millionen Rinder. 80 Prozent der abgeholzten Flächen werden für ineffiziente Viehzucht genutzt, betonte Greenpeace-Experte André Muggiati im Website-Interview.</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1081848/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1081848/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/brasilien-musterknabe-enttauscht-die-markte-propaganda-pleite-mit-in-europa-medien-durchgeschalteten-positiv-zahlen-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/brasilien-musterknabe-enttauscht-die-markte-propaganda-pleite-mit-in-europa-medien-durchgeschalteten-positiv-zahlen-der-lula-regierung/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/kein-anlas-zur-euphorie-handelsblatt-zur-wirtschaftslage-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/kein-anlas-zur-euphorie-handelsblatt-zur-wirtschaftslage-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/brasiliens-wirtschaft-lediglich-in-erholungsphase-nicht-in-expansion-laut-oecd-stellen-landesmedien-heraus-widerspruch-zur-darstellung-europaischer-wirtschaftsmedien-die-lediglich-schwache-krisen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/brasiliens-wirtschaft-lediglich-in-erholungsphase-nicht-in-expansion-laut-oecd-stellen-landesmedien-heraus-widerspruch-zur-darstellung-europaischer-wirtschaftsmedien-die-lediglich-schwache-krisen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/pele-ex-profifusballstar-und-multimillionar-zur-korruption-unter-lulawenn-man-die-korruption-in-der-regierung-sieht-ist-es-fur-unsereinen-der-viel-herumreist-oft-schwierig-brasilien-zu-vertei/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/pele-ex-profifusballstar-und-multimillionar-zur-korruption-unter-lulawenn-man-die-korruption-in-der-regierung-sieht-ist-es-fur-unsereinen-der-viel-herumreist-oft-schwierig-brasilien-zu-vertei/</a></p>
<p><strong>Kirche zu Hunger unter Lula-Regierung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/09/gunther-zgubic-gefangenenpriester-aus-osterreich-etwa-15-millionen-brasilianer-leiden-hunger-das-offentliche-gesundheitswesen-ist-eine-katastrophe-die-offentlichen-schulen-sind-miserabel-doch/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/09/gunther-zgubic-gefangenenpriester-aus-osterreich-etwa-15-millionen-brasilianer-leiden-hunger-das-offentliche-gesundheitswesen-ist-eine-katastrophe-die-offentlichen-schulen-sind-miserabel-doch/</a></p>
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		<title>Nach Besuch von Umweltminister Sigmar Gabriel: Brasiliens Umweltministerin Marina Silva räumt Zunahme der illegalen Urwaldvernichtung ein. Viehzucht verlagert sich wegen Ethanolförderung nach Amazonien.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/06/nach-besuch-von-umweltminister-sigmar-gabriel-brasiliens-umweltministerin-marina-silva-raumt-zunahme-der-illegalen-urwaldvernichtung-ein/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 May 2008 12:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Agrotreibstoff]]></category>
		<category><![CDATA[Amazonien]]></category>
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		<category><![CDATA[Marina Silva]]></category>
		<category><![CDATA[Viehzucht]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenige Tage nach dem rund einwöchigen Besuch des deutschen Umweltministers Sigmar Gabriel hat dessen brasilianische Amtskollegin, die zu einer Wunderheilersekte zählende Marina Silva, gegenüber der Presse eingeräumt, daß die illegale Urwaldrodung 2008 gegenüber 2007 zunehmen werde. Zu den Gründen zählte sieÂ u.a. die Verteuerung von Lebensmitteln.Â  Wegen des zunehmenden Anbaus von Zuckerrohr zur Herstellung des Ethanol-Kraftstoffes [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenige Tage nach dem rund einwöchigen Besuch des deutschen Umweltministers Sigmar Gabriel hat dessen brasilianische Amtskollegin, die zu einer Wunderheilersekte zählende Marina Silva, gegenüber der Presse eingeräumt, daß die illegale Urwaldrodung 2008 gegenüber 2007 zunehmen werde. Zu den Gründen zählte sieÂ u.a. die Verteuerung von Lebensmitteln.Â </p>
<p><span id="more-455"></span>Wegen des zunehmenden Anbaus von Zuckerrohr zur Herstellung des Ethanol-Kraftstoffes wird auch gemäß brasilianischen Kirchenangaben die Nahrungserzeugung verringert, werden Grundnahrungsmittel-Kulturen zunehmend von denÂ fruchtbarsten Böden verdrängt, deren Preise ebenfalls stark ansteigen. Auch die Viehzucht verlagert sich zunehmend nach Amazonien, was dort die Urwaldvernichtung &#8211; zwecks Schaffung von Weideflächen &#8211; forciert. In Amazonien werden entgegen amtlichen Angaben immer mehr Zuckerrohrplantagen angelegt. Laut unvollständigen Presseangaben wurden in dem nach wie vor von Hunger und Misere gezeichneten Tropenland innerhalb nur eines Jahres die Grundnahrungsmittel um bis zu dreißig Prozent teurer.</p>
<p>Wie es in Medienberichten hieß, ist die Holzwirtschaft Amazoniens zu 50 bis 80 Prozent illegal, 36 Prozent des gefällten Holzes werde exportiert, vor allem nach Europa. Kurioserweise soll der EU-Umweltkomissar Stavros DimasÂ vorgeschlagen haben, daß jeder europäische Holzimporteur per Zertifikat künftig exakt nachweisen müsse, welchen Weg das eingeführte Tropenholz bisher genommen habe. Bekanntlich sind in Brasilien gefälschte, fiktive Zertifikate und Rechnungen absolut normal. Jedermann kennt die Gepflogenheiten im Geschäftsgeschehen, wenn der Kunde vom Verkäufer gefragt wird, welche Summe er &#8211; abweichend von der tatsächlichen &#8211; in die behördlich geforderte Rechnung eintragen solle. Unzählige Male wurden auch Zertifikatfälschungen dieser Art bei Tropenholz nachgewiesen.</p>
<p><!--adsense--></p>
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		<title>Agrotreibstoff-Äußerungen der Umweltminister Deutschlands und Brasiliens laut bischöflicher Bodenpastoral(CPT) &#8222;komplett falsch&#8220;. Massiver Einsatz von Sklavenarbeitern verstößt gegen Nachhaltigkeitskriterien. Viehzucht verlagert sich wegen Ethanol-Förderung nach Amazonien.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/29/agrotreibstoff-auserungen-der-umweltminister-deutschlands-und-brasiliens-laut-bischoflicher-bodenpastoralcpt-komplett-falsch-massiver-einsatz-von-sklavenarbeitern-verstost-gegen-nachhaltigkeits/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 15:03:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bodenpastoral(CPT) der brasilianischen Bischofskonferenz hat jüngste Stellungnahmen der Umweltminister Deutschlands und Brasiliens zur Produktion des Agro-Treibstoffs Ethanol aus Zuckerrohr als unwahr und komplett falsch bezeichnet. Der CPT-Generalsekretär, Priester Antonio Canuto, sagte in Goiania, die Herstellung von Ethanol fördere die Amazonas-Zerstörung und senke die Lebensmittelproduktion. http://www.focus.de/politik/ausland/brasilien-auf-der-seite-der-maechtigen_aid_159132.html http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/was-heute-als-bio-und-oko-bejubelt-wird-ubliches-abbrennen-von-zuckerrohrblattern-kurz-vor-der-ernte-des-rohrschafts-schauplatz-penedo-am-rio-sao-francisco-nordost-teilstaat-alagoas-janua/ Wenn Brasiliens Umweltministerin Marina Silva gegenüber ihrem deutschen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="Arial">Die Bodenpastoral(CPT) der brasilianischen Bischofskonferenz hat jüngste Stellungnahmen der Umweltminister Deutschlands und Brasiliens zur Produktion des Agro-Treibstoffs Ethanol aus Zuckerrohr als unwahr und komplett falsch bezeichnet. Der CPT-Generalsekretär, Priester Antonio Canuto, sagte in Goiania, die Herstellung von Ethanol fördere die Amazonas-Zerstörung und senke die Lebensmittelproduktion. </font></p>
<p><a href="http://www.focus.de/politik/ausland/brasilien-auf-der-seite-der-maechtigen_aid_159132.html">http://www.focus.de/politik/ausland/brasilien-auf-der-seite-der-maechtigen_aid_159132.html</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/01/canabrand1.JPG" alt="canabrand1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/was-heute-als-bio-und-oko-bejubelt-wird-ubliches-abbrennen-von-zuckerrohrblattern-kurz-vor-der-ernte-des-rohrschafts-schauplatz-penedo-am-rio-sao-francisco-nordost-teilstaat-alagoas-janua/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/was-heute-als-bio-und-oko-bejubelt-wird-ubliches-abbrennen-von-zuckerrohrblattern-kurz-vor-der-ernte-des-rohrschafts-schauplatz-penedo-am-rio-sao-francisco-nordost-teilstaat-alagoas-janua/</a></p>
<p><font size="2" face="Arial"><span id="more-433"></span>Wenn Brasiliens Umweltministerin Marina Silva gegenüber ihrem deutschen Amtskollegen Sigmar Gabriel in Brasilia indessen erkläre, daß die Ethanolerzeugung weder zu Lasten des Regenwaldes noch der Nahrungsmittelherstellung gehe, sage die Ministerin nicht die Wahrheit. Verschiedene neue Studien, so Priester Canuto, belegten eindeutig, daß in Amazonien immer mehr Zuckerrohr zur Agrotreibstoffproduktion angebaut werde. In den südlicheren Landesteilen werde auf früheren Weideflächen massiv Zuckerrohr gepflanzt, sodaß sich die Viehzucht nach Amazonien verlagere. Auch dadurch habe sich die illegale Abholzung stark beschleunigt. Der CPT-Generalsekretär wies zudem Ã„ußerungen von Deutschlands Umweltminister Gabriel zurück, wonach dieser von brasilianischer Seite Daten erhalten habe, welche zeigten, daß Brasilien die Richtlinien für Nachhaltigkeitskriterien beim Import von Agrotreibstoffen bereits erfülle. Allein der massive Einsatz von Sklavenarbeitern bei der Ethanolerzeugung beweise, daß von Nachhaltigkeit keine Rede sein könne. Die unmenschliche Ausbeutung sei in zahlreichen Untersuchungen nachgewiesen worden. Nicht zufällig habe eine Sondereinheit von Bundespolizei und Arbeitsministerium 2007 gemäß amtlichen Zahlen 5877 Sklavenarbeiter befreit,Â mehr als die HälfteÂ davon in Betrieben der Ethanol-und Zuckerbranche. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO schätzt die Gesamtzahl der Sklavenarbeiter in Brasilien derzeit auf bis zu vierzigtausend. Die meisten Anzeigen gegen Sklavenfarmen kommen von der Bodenpastoral. Priester Canuto bestätigte zudem jüngsteÂ Angaben des Agrarexperten Ariovaldo de Oliveira, der in Presseveröffentlichungen die durch den Ethanolboom bewirkte Urwaldzerstörung, aber auch den Rückgang der Nahrungsmittelerzeugung nachgewiesen hatte. Laut Oliveira, der Professor an Brasiliens führender Bundesuniversität in Sao Paulo ist und zudem den brasilianischen Verband für Agrarreform(ABRA) leitet, wächstÂ im Teilstaate Sao Paulo auf den fruchtbarsten Böden im Gegensatz zu früher derzeit fast nur noch Zuckerrohr. </font></p>
<p><font face="Arial">2005 hatte sich der bekannte brasilianische Umweltaktivist Francisco Anselmo Gomes de Barros aus Protest gegen die forcierte, naturzerstörendeÂ Ethanolproduktion selbst verbrannt. Wie zu erwarten war, gab es darauf bei sogenannten Umweltorganisationen und Umweltparteien Europas kaum eine Reaktion. </font></p>
<p><font face="Arial">Der deutsche Umweltminister Gabriel war nach seinen Gesprächen mit Marina Silva in den Amazonasteilstaat ParÃ  weitergeflogen. Gegenüber Marina Silva sowie auf einer Pressekonferenz hatte er sich gemäß den offiziellen Mitteilungen nicht zur gravierenden Menschenrechtssituation in Amazonien, darunter der Ermordung und Verfolgung von Umweltaktivisten geäußert. </font></p>
<p><font face="Arial"><strong>Hintergrund:</strong></font></p>
<p><strong><font face="Arial">Am 13. Mai kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Brasilien, um ein bilaterales Energieabkommen zu unterzeichnen.</font></strong></p>
<h2>Wieder ein brasilianischer Umweltaktivist ermordet. Wieder totales Desinteresse in Europa?Â <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=426" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags:</p>
<p><strong>Kurz vor dem Eintreffen des deutschen Umweltministers Sigmar Gabriel inÂ Lateinamerikas größter Demokratie BrasilienÂ ist im Amazonasteilstaat ParÃ  erneut ein Umweltaktivist liquidiert worden. Der Kleinbauer Emival Barbosa Machado, 50, hatte mehrfach öffentlich kriminelle Aktivitäten von Holzfirmen, darunter den massenhaften Abtransport illegal gefällten Edelholzes,Â  und die provozierende Untätigkeit der staatlichen Umweltbehörde IBAMA angeprangert.</strong></p>
<p>Gemäß seinen Angaben wurden sogar Bewohner einer im Rahmen der Agrarreform gegründeten Siedlung gezwungen, diesen Holzfirmen Edelholzstämme zuzuliefern. Ein Landarbeiter der Siedlung, der dagegen protestierte, sei von den Holzunternehmern ermordet worden. Selbst in TV-Interviews hatte Machado erklärt, daß man ihn wegen der Kritik an diesen Zuständen umbringen wolle. Als er jetzt in derÂ Stadt Â Tucurui sein Haus verließ, trafen ihn drei tödliche Schüsse. Politisch verantwortlich für die IBAMA und die herrschenden ZuständeÂ ist Brasiliens Umweltministerin Marina Silva, mit der Gabriel zusammentreffenÂ  wird, sowie die Gouverneurin von ParÃ , die zur Arbeiterpartei von Staatschef Lula gehört.Â Gabriel will auch den Teilstaat ParÃ  besuchen, in dem theoretisch ebenso wie in ganz Amazonien das größtenteils vom deutschen Steuerzahler finanzierte Pilotprojekt der G-8-Staaten Â zum Schutze der RegenwälderÂ  seit den neunziger Jahren effizient realisiert wird. De facto hat seit dem Start des Pilotprojekts die Vernichtung der Amazonaswälder Rekordraten erreicht.Â  Die von dem in ParÃ  wirkenden Bischof Erwin Kräutler aus Österreich immer wieder angeprangerten Menschenrechtsverletzungen, darunter Großgrundbesitzer-Terror und Sklavenarbeit, sind bislang in Europa kaum beachtet worden. 2005 war in Kräutlers Bistum die nordamerikanische Umweltaktivistin und Missionarin Dorothy Stang von Pistoleiros im Auftrage von Farmern, illegalen Holzfirmen und regionalen Politikern erschossen worden. Die Marina Silva unterstehende IBAMA geriet jetzt zudem erneut in die Schlagzeilen, weil sie in ParÃ¡ auch nicht gegen massive Abholzungen und Brandrodungen in Indianerreservaten vorging. Die Umweltverbrechen waren bereits Ende letzten Jahres durch Satellitenaufnahmen entdeckt worden. Brasiliens Medien berichten regelmäßig über Naturzerstörung durch Indianerstämme.</p>
<p>TV-Nachrichtenvideo über den Mord an Machado: <a href="http://g1.globo.com/Noticias/Brasil/0,,MUL427218-5598,00-AGRICULTOR+E+ASSASSINADO+APOS+DENUNCIAR+DESMATAMENTO+NO+PA.html">http://g1.globo.com/Noticias/Brasil/0,,MUL427218-5598,00-AGRICULTOR+E+ASSASSINADO+APOS+DENUNCIAR+DESMATAMENTO+NO+PA.html</a></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<h2>”Weit verbreitete Gleichgültigkeit gegenüber der Situation in Lateinamerika. Bischof Erwin Kräutler im ORF.Â <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=418" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags:</p>
<p><strong>”Es ist kurzsichtig zu sagen, da habe ich nichts damit zu tun. Wenn Amazonien überlebt, dann überleben auch wir. Wenn nicht, haben wir ein großes Problem. Die aus der Waldrodung entstehenden Klimaprobleme machen vor Österreich nicht halt.</strong></p>
<p><a href="http://www.kathpress.at/site/database_detail_nosecurity.siteswift?so=site_database_list&amp;do=site_database_list&amp;c=show&amp;d=database%3A18108">http://www.kathpress.at/site/</a></p>
<p><strong>”Wer im Weg ist, wird erschossen.</strong></p>
<p><strong>Hintergrund von 2005:<br />
Österreichischer Menschenrechtsaktivist und Gefangenenseelsorger Zgubic: Deutsche Brasilien-Solidaritätsgruppen stark geschrumpft</strong></p>
<p>In mitteleuropäischen Staaten wie Deutschland gibt es nach den Worten des Pfarrers und Gefangenenseelsorgers Günther Zgubic immer weniger Sensibilität für die gravierenden Menschenrechtsverletzungen in dem Tropenland. Der aus Österreich stammende Zgubic konstatierte in Sao Paulo, daß Brasiliens Menschenrechtler von den Europäern immer weniger unterstützt werden. „In guten Zeiten gab es in Deutschland über siebzig Gruppen der Brasiliensolidarität “ jetzt nur noch etwa zehn.” Die stärkste Brasiliengruppe der deutschen Sektion von Amnesty International arbeite in Köln, habe aber immer weniger Mitglieder. Zgubic, 45, der die nationale katholische Gefangenenseelsorge leitet, richtete deshalb einen Appell an die europäischen Menschenrechtsaktivisten: „Gebt uns hier nicht auf!” Innenpolitisch wichtig sei, daß man in Brasilien spüre, wie die Menschenrechtslage von außen beobachtet werde.”Laut Zgubics Analyse ist Lateinamerikas größte bürgerliche Demokratie auch rund zwei Jahre nach dem Amtsantritt von Staatschef Luis Inacio Lula da Silva weiterhin ein Folterstaat. „Ich sehe nur punktuelle Fortschritte in einem Meer von Mißständen. Folter, reine Willkür sind in den meisten Gefängnissen, Polizeiwachen völlig normal “ am schlimmsten ist es in Teilstaaten wie Rio de Janeiro, Espirito Santo, Rondonia, Mato Grosso.” Immer wieder Gefängnisaufstände, mit bis zu dreißig Toten, sogar Massenausbrüche. Staatschef Lula hatte nach seinem Amtsantritt auch unter dem Beifall des Auslands einen Aktionsplan ausgerufen, der vorsah, endlich die Rechte von Kindern, aber auch von jugendlichen Häftlingen zu respektieren. Pfarrer Zgubic urteilt schonungslos:” Der Aktionsplan wurde überhaupt nicht umgesetzt.” Die nordamerikanische Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sieht es genauso, die Jugendhaftanstalten Rio de Janeiros glichen mittelalterlichen Verließen “ verfallen, dreckig, total überfüllt. Wärter, die die Insassen brutal mißhandeln, würden nie bestraft. Rios Behörden wiesen die Kritik von Human Rights Watch als falsch und ungerecht zurück “ doch Pfarrer Zgubic beschreibt die Zustände noch weit dramatischer. Revolten der minderjährigen Häftlinge seien daher normal. ”Und dann werden Kinder, Jugendliche eben genauso niedergeschlagen, niedergeschossen wie im Krieg “ und wie man es mit den erwachsenen Gefangenen tut. Und züchtet somit schon die künftigen professionellen Kriminellen, anstatt mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen pädagogisch zu arbeiten.Ob im Gefängnis oder in den Slums der Großstadtperipherien, wo immer mehr Heranwachsende wegen der hohen Arbeitslosigkeit beim organisierten Verbrechen mitmachen, schwerbewaffnet sind. „Das ist dann deren Art von Gemeinschaftserlebnis, von Kollektiv, von Heldentum.” Dieser Altersgruppe böten sich kaum andere Alternativen. Doch die Regierenden wollten die Zustände verstecken: „Information wird verhindert, um den Eindruck zu erwecken, die Probleme seien gelöst “ ein politischer Trick. Medien und Menschenrechtsorganisationen werden nicht in die Anstalten gelassen. Vielerorts wird Seelsorge nur erlaubt, wenn man nichts kritisiert.” Laut Pfarrer Zgubic ist es der Öffentlichkeit bedrückenderweise relativ egal, ob in Haftanstalten für Erwachsene gefoltert wird. „Doch bei Brutalitäten gegen Kinder und Jugendliche würde die Bevölkerung eben sensibler reagieren.” Weil die Lula-Regierung „ganz folgsam” die Auslandsschulden u.a. an die Weltbank zurückzahle, fehlten natürlich Mittel für soziale Zwecke, darunter für die Haftanstalten, die Bekämpfung der Gewalt. Zgubic, der für sein Engagement bereits mehrere internationale Auszeichnungen erhielt, bringt besonders auf, daß in Brasilien gerade Arme, Verelendete, sogar beide Eltern von Kindern, wegen Bagatelldelikten, etwa versuchten Diebstahls von Nahrungsmitteln oder Tellern in Supermärkten, jahrelang eingesperrt werden. „Und oft werden genau diese Häftlinge gefoltert, weil sie es in den überfüllten Gefängnissen, in Hitze und Gestank nicht mehr aushalten, im Halbdunkel dahinvegetieren müssen. Solche grausamen Zustände sind mindestens genauso arg wie die direkte Folter.”Den Regierungen mitteleuropäischer Länder wie Deutschland wirft der Pfarrer vor, derartige Menschenrechtsverletzungen einfach nicht anzuprangern. „Ökonomische Interessen haben Vorrang &#8211; für Deutschland soll wirtschaftlich möglichst viel herausschauen “ deshalb unterbleibt Kritik, prangert man beim brasilianischen Partner nichts an &#8211; das ist für uns völlig klar. Ich rechne nicht damit, daß wir Menschenrechtler da in Deutschland in dieser Frage viel ändern können.”</p>
<p>Mitte Mai besucht die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel das Tropenland.</p>
<h2>Demokratie mit Sklavenarbeit &#8211; kirchliche Anti-Sklaverei-Aktion im brasilianischen ParlamentÂ <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=208" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags:</p>
<p><font size="2" face="Arial"><strong>”Lula brach Wahlversprechen</strong></font></p>
<p><font size="2" face="Arial">Rund eintausend kirchliche Menschenrechtsaktivisten haben im brasilianischen Nationalkongreß gegen die fortdauernde Sklavenarbeit in Lateinamerikas größter Demokratie protestiert. </font></p>
<p><font size="2" face="Arial">Bei der Aktion, die von der bischöflichen Bodenpastoral (CPT) organisiert worden war, wurde die Konfiszierung aller Farmen gefordert, die Sklavenarbeiter ausbeuteten. Dieses Farmland müsse dann im Zuge der Agrarreform an Landlose verteilt werden. Der französische Anwalt und Franziskanerbruder Xavier Plassat, der den Kampf der CPT gegen Sklavenarbeit koordiniert, verlangte im Nationalkongreß die Annahme eines entsprechenden Gesetzes. Die Präsidenten von Abgeordnetenhaus und Senat sagten daraufhin zu, über den seit langem vorliegenden Entwurf noch in diesem Jahr abstimmen zu lassen. Plassat erklärte, Sklavenarbeit betreffe keineswegs nur die Opfer, sondern verletze die Würde der gesamten Gesellschaft.Â Gemäß seinen Angaben wurden seit 1995 nach CPT-Anzeigen von einer Sondereinheit der Bundespolizei über 28000 Sklavenarbeiter befreit. Allein im vergangenen Jahr habe man rund dreitausend auf Farmen für die Produktion von Zucker und Ethanol-Treibstoff angetroffen, darunter in Amazonien. Auf einer einzigen Amazonas-Farm seien über 1100 Sklavenarbeiter befreit worden. Dennoch, so Plassat, dominiere bei diesem Delikt weitgehend Straflosigkeit. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation(IAO) in Genf werden in Brasilien bis zu 45000 Menschen wie Sklaven gehalten. Üblich sei, einen Sklavenarbeiter, der ein Auge verliere, mit einer ”Entschädigung von umgerechnet 23 Euro wegzuschicken, bei abgetrennter Hand seien es umgerechnet 38 Euro. </font></p>
<p><font size="2" face="Arial">CPT-Anwalt Plassat hatte zuvorÂ kritisiert, daß die Regierung von Staatspräsident Luis Inacio Lula da Silva die Sklavenarbeit keineswegs intensiv bekämpfe. Das offizielle Versprechen, sie bis 2006 auszutilgen, sei gebrochen worden. ”Die Lage ist erschreckend stabil. Plassat widersprach zudem Lulas Ã„ußerungen in Europa, wonach die riesigen Zuckerrohrplantagen von Amazonien sehr weit entfernt seien und somit keinerlei Risko für die Urwaldregionen darstellten. Dies sei, so Plassat, eine Desinformation des Präsidenten, da in den Amazonasteilstaaten sehr wohl massiv Zuckerrohr angebaut werde. Erst kürzlich hatte der brasilianische Staatsanwalt Ubiratan Cazetta langjährige Vorwürfe der brasilianischen Bischofskonferenz bestätigt, wonach bei der Zerstörung Amazoniens Sklavenarbeiter eingesetzt würden. Tiefe Misere, so Cazetta, treibe Menschen in dieÂ Sklavenarbeit, unmenschliche Bedingungen würden hingenommen. </font></p>
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