<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Sklaverei</title>
	<atom:link href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sklaverei/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.hart-brasilientexte.de</link>
	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
	<lastBuildDate>Sun, 26 Feb 2023 11:57:53 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.1.42</generator>
	<item>
		<title>Indianer in Brasilien, Hintergrundfakten, Analysen. Sklaverei unter Indianerstämmen Brasiliens. Laut historischen Quellen bereits vor Ankunft der Portugiesen üblich. Polygamie bei Häuptlingen. Kannibalismus in Brasilien und Mexiko.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/29/sklaverei-unter-indianerstammen-lateinamerikas-vor-der-ankunft-der-portugiesen-war-im-heutigen-brasilien-gemas-historischen-quellen-die-sklaverei-bereits-unter-den-indianern-ublich/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/29/sklaverei-unter-indianerstammen-lateinamerikas-vor-der-ankunft-der-portugiesen-war-im-heutigen-brasilien-gemas-historischen-quellen-die-sklaverei-bereits-unter-den-indianern-ublich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 15:56:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Azteken]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Indianer]]></category>
		<category><![CDATA[Inkas]]></category>
		<category><![CDATA[lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Sklaverei]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/29/sklaverei-unter-indianerstammen-lateinamerikas-vor-der-ankunft-der-portugiesen-war-im-heutigen-brasilien-gemas-historischen-quellen-die-sklaverei-bereits-unter-den-indianern-ublich/</guid>
		<description><![CDATA[&#8222;Os indios indomaveis e valentes, dominavam as outras tribos com as quais mantiveram posiçáo de superioridade, escravizando-as, tornando-as prisioneiras.&#8220; Auch von Azteken und Inkas ist bekannt, daß sie andere Indiostämme versklavten. Manche Stämme verkauften versklavte Indios an Weiße aus Europa. Grausame Stammeskonflikte sind in Brasilien seit der Kolonialzeit bekannt und werden in Zeitungen und Fachzeitschriften [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Os indios indomaveis e valentes, dominavam as outras tribos com as quais mantiveram posiçáo de superioridade, escravizando-as, tornando-as prisioneiras.&#8220;</strong></p>
<p><strong>Auch von Azteken und Inkas ist bekannt, daß sie andere Indiostämme versklavten. Manche Stämme verkauften versklavte Indios an Weiße aus Europa.</strong></p>
<p><strong>Grausame Stammeskonflikte sind in Brasilien seit der Kolonialzeit bekannt und werden in Zeitungen und Fachzeitschriften des Tropenlandes, an ders als beispielsweise in deutschsprachigen Medien, regelmäßig geschildert. So wurde, wie es heißt, zu einem guten Geschäft für die Ureinwohner, ihre Kriegsgefangenen aus Stammeskriegen an die Kolonial-Portugiesen zu verkaufen. Zuvor hätten die Ureinwohner diese Indianer aufgegessen, teils in Ritualen. Später wurde, wie es hieß, zur Kolonialzeit eine Regelung erlassen, die sich auf die Jagd von Indianern auf Indianer, zum Zwecke der Menschenfresserei, bezog. Gab es einen Indianer, der zum Verspeisen vorgesehen war, konnte ein portugiesischer Kolonist diesen freikaufen &#8211; worauf dieser Indianer als Gegenleistung für eine gewissen Zeit für den Portugiesen als Sklave arbeiten mußte. </strong></p>
<p><strong>Vergewaltigungskultur in Entwicklungsländern.</strong> <strong>Neues Gesetz über Indianerverbrechen: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/09/brasilien-2015-spektakulaeres-politisch-unkorrektes-gesetz-gegen-indianer-verbrechen-von-abgeordnetenhaus-in-brasilia-erlassen-buerger-staatliche-institutionen-und-ngo-muessen-indio-verbrechen-anz/">http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/09/brasilien-2015-spektakulaeres-politisch-unkorrektes-gesetz-gegen-indianer-verbrechen-von-abgeordnetenhaus-in-brasilia-erlassen-buerger-staatliche-institutionen-und-ngo-muessen-indio-verbrechen-anz/</a></p>
<p><span id="more-1523"></span></p>
<p><strong>Laut brasilianischen Medienberichten haben manche  Indiohäuptlinge  bis in die 90er Jahre für die Ausbeutung von Indios als Sklavenarbeiter gesorgt. So wird der Fall des Kaziken und Großgrundbesitzers Ramao Machado da Silva vom Stamme der Terena genannt, der 1998 im Teilstaat Mato Grosso do Sul vor Gericht des Raubs von Staatsland sowie der Beschaffung von Indio-Sklavenarbeitern für andere Großgrundbesitzer angeklagt war. Silva wird zudem verdächtigt, im Reservat von Dourados die Ermordung zahlreicher Indios angeordnet zu haben.</strong></p>
<p><a href="http://www.acletrasms.com.br/lersuplem.asp?IDSupl=229&amp;Pag=2">http://www.acletrasms.com.br/lersuplem.asp?IDSupl=229&amp;Pag=2</a></p>
<p><a href="http://pt.wikipedia.org/wiki/Misquitos">http://pt.wikipedia.org/wiki/Misquitos</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/helden-von-heute-der-bayer-manfred-gobel-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/helden-von-heute-der-bayer-manfred-gobel-in-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/18/brasilia-plant-gesetz-gegen-kindstotungen-bei-indiostammen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/18/brasilia-plant-gesetz-gegen-kindstotungen-bei-indiostammen/</a></p>
<p>Kannibalismus: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/18/kannibalismus-in-brasilien-nachrichtenmagazin-epoca/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/18/kannibalismus-in-brasilien-nachrichtenmagazin-epoca/</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/29/sklaverei-unter-indianerstammen-lateinamerikas-vor-der-ankunft-der-portugiesen-war-im-heutigen-brasilien-gemas-historischen-quellen-die-sklaverei-bereits-unter-den-indianern-ublich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Leben Brasiliens Frauen gut?&#8220;, wird Formel-Eins-Weltmeister Emerson Fittipaldi gefragt. &#8222;Ja &#8211;  alle haben eine Hausangestellte.&#8220;</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/19/leben-brasiliens-frauen-gut-wird-formel-eins-weltmeister-emerson-fittipaldi-gefragt-ja-alle-haben-eine-hausangestellte/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/19/leben-brasiliens-frauen-gut-wird-formel-eins-weltmeister-emerson-fittipaldi-gefragt-ja-alle-haben-eine-hausangestellte/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 13:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Hausangestellte]]></category>
		<category><![CDATA[Hausdienerinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenbild]]></category>
		<category><![CDATA[Sklaverei]]></category>
		<category><![CDATA[westliche Werte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/19/leben-brasiliens-frauen-gut-wird-formel-eins-weltmeister-emerson-fittipaldi-gefragt-ja-alle-haben-eine-hausangestellte/</guid>
		<description><![CDATA[BrasiliensÂ führende Qualitätszeitung &#8222;Folha de Sao Paulo&#8220; über die Sicht auf die größte weibliche Berufsgruppe des Tropenlandes, die meist in den Slums lebt. Laut Angaben der katholischen Kirche von 2008 arbeiten über sechs Millionen BrasilianerinnenÂ  als Hausangestellte, Hausdienerinnen &#8211; weit über siebzig Prozent davon unregistriert. In Autoreklame wird darauf hingewiesen, daß selbst fürs Kindermädchen genügend Platz [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>BrasiliensÂ führende Qualitätszeitung &#8222;Folha de Sao Paulo&#8220; über die Sicht auf die größte weibliche Berufsgruppe des Tropenlandes, die meist in den Slums lebt. Laut Angaben der katholischen Kirche von 2008 arbeiten über sechs Millionen BrasilianerinnenÂ  als Hausangestellte, Hausdienerinnen &#8211; weit über siebzig Prozent davon unregistriert. In Autoreklame wird darauf hingewiesen, daß selbst fürs Kindermädchen genügend Platz im Wagen sei.</strong></p>
<p><span id="more-885"></span></p>
<p><strong>Hintergrund von 2002:</strong></p>
<p><strong><font face="Arial">Über fünf Millionen <strong>Hausangestellte</strong> &#8211; Relikt der Sklavenzeit</font></strong></p>
<p><font face="Arial">In Deutschland kommen bei Besserbetuchten Hausbedienstete aus Osteuropa in Mode &#8211; gemäß brasilianischem Beispiel: Selbst manche Deutschen, die sich zuhause drittweltbewegt-progressiv gebärden, schaffen sich in Rio, Sao Paulo oder Salvador de Bahia gewöhnlich raschest eine zumeist dunkelhäutige Hausdienerin an, die für umgerechnet an die hundert Euro im Monat aufwäscht, putzt, einkauft, kocht und auf Zuruf die Drinks zum Balkon bringt. Alles natürlich &#8222;schwarz&#8220;, Ausnahmen bestätigen die Regel.</font></p>
<p><font face="Arial">Bier, Wein und Essen für Feten besorgt man nicht mehr selber; den Auf-und Abbau der Feier, die servile Bedienung der Gäste übernehmen zwei oder mehr &#8222;Negros&#8220; im weißen Frack &#8211; wenns hochkommt, kriegt jeder für die zehn Stunden beim &#8222;Gringo&#8220; an die dreißig Euro umgerechnet.<br />
Mancher Deutsche hat &#8211; wie einheimische Mittelschichtler &#8211; einen regelrechten billigstbezahlten Hausstaat &#8211; mit Fahrer, Gärtner, Hausmeister, Köchin, Aufwartefrau, läßt sich nach Landessitte rundum bedienen &#8211; wie zur Sklavenzeit. Seit damals gilt Hausarbeit als dreckig, unfein und wird in den besseren Vierteln fast durchweg vom Heer der weit über fünf Millionen &#8222;Empregadas&#8220;, der weiblichen Hausangestellten, erledigt. Wie die Internationale Arbeitsorganisation/IAO jetzt durch Studien herausfand, gibt es indessen mindestens noch eine halbe Million Kinder sowie Heranwachsende bis 16 Jahre, die als Empregadas schamlos ausgebeutet werden &#8211; in ganz Südamerika stellen sie sogar ein Drittel der Hausangestellten. Dabei verbietet auch das brasilianische Recht ausdrücklich Kinderarbeit, feste Arbeitsverhältnisse vor dem sechzehnten Lebensjahr. So wurde in den Millionenstädten BelÃ¨m nahe der Amazonasmündung, im südöstlichen Belo Horizonte sowie in der nordöstlichen Tourismusdestination Recife konstatiert, daß die durchschnittliche Wochenarbeitszeit fünfzig Stunden beträgt, jedoch durchweg weniger als der gesetzlich festgesetzte Mindestlohn von umgerechnet etwa 80 Euro gezahlt wird. In der Industriestadt Belo Horizonte erhalten wenigstens 86 Prozent der kleinen Empregadas Geld, in BelÃ¨m indessen gerade 43 Prozent, der Rest bekommt nur Kleidung und Essen &#8211; ähnlich sieht es in Recife aus. Urlaub kann nur etwa ein Drittel nehmen. In Belem wollen rund siebzehn Prozent der Mädchen auf keinen Fall zur Familie zurückkehren, weil sie wegen sexuellen Mißbrauchs von zuhause geflohen waren. Dort haben auch nur etwa zehn Prozent der Mütter, die sämtlich in Nachbarregionen wohnen, überhaupt noch Kontakt zu ihren Töchtern. Auffällig, daß sich in der Amazonasmetropole immerhin mehr als siebzig Prozent über psychischen Druck und degradierende Rufnamen beklagten. Im Nordosten hat jahrhundertelange Naturzerstörung, darunter durch Brandrodungen, Klimawandel und Dürrekatastrophen sowie Landflucht verursacht &#8211; Eltern kinderreicher Familien sind häufig direkt froh, wenn ein Kind in Städten wie Recife in einem Mittelschichtshaushalt unterkommen kann, und sei es nur für Nahrung. </font></p>
<p><font face="Arial">Schwer zu übersehen, daß indessen die Empregadas über sechzehn ebenfalls in Sklavenhaltertradition empörend ausgenutzt, nur selten gemäß Recht und Gesetz eingestellt und behandelt werden. Wollte eine <strong>Empregada</strong> angesichts hoher struktureller Arbeitslosigkeit auf ihre sämtlichen Rechte, darunter Ferien, 13.Gehalt und Rentenanspruch pochen, würde sie kaum irgendwo angestellt. In einem Europäerhaushalt Rio de Janeiros weigerte sich eine hochschwangere <strong>Hausangestellte</strong>, noch wenige Wochen vor der Entbindung schwerste Arbeiten zu verrichten &#8211; und wurde prompt fristlos und ohne irgendeine Abfindung gefeuert, mußte mangels anderer Möglichkeiten in die enge Kate von Verwandten eines von Todesschwadronen und Banditenmilizen beherrschten Slums ziehen.</font></p>
<p><font face="Arial">Bezeichnend, daß Brasiliens Hausdienerinnen einen &#8222;Sonderstatus&#8220; genießen: Anders als die anderen Festangestellten haben sie keinerlei Anspruch auf Zuschläge für Überstunden und Nachtarbeit. Was dies in der Praxis bedeutet, hat mancher Brasilienbesucher schon überrascht bis tiefbefremdet mitbekommen: Europäische Intellektuelle, zu einem Feministinnenkongreß in Rio de Janeiro, wurden von ihren Gastgebern weit nach Mitternacht noch auf einen Drink und einen Kaffee nach Hause eingeladen &#8211; wofür man natürlich die <strong>Empregada</strong> in ihrem fensterlosen Zimmerchen hinter der Spüle aus dem Schlaf riß.</font></p>
<p>„Brasiliens Dienstmädchen sind ein Relikt der Sklaverei, ein Resultat unserer gewaltigen sozialen Ungleichheiten, die weiterbestehen”, erläutert Angela Paiva, Soziologin an der Katholischen Universität von Rio de Janeiro. „In der gesellschaftlichen Hierarchie hatten die Schwarzen immer ihren genau definierten Platz “ etwa in der Küche, als Reinigungskräfte, Wäscherinnen.Â  Zwar haben die Hausangestellten formell inzwischen ähnliche Rechte wie die übrigen Beschäftigten, nur werden die entsprechenden Gesetze in den meisten Landesteilen nicht eingehalten. Es gibt schließlich auch noch Sklavenarbeit “ obwohl gesetzlich streng verboten.”</p>
<h2>”Ekel vor schwarzer Haut &#8211; Brasiliens institutionalisierter Rassismus.Â <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=111" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a rel="tag" href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/">Brasilien</a>, <a rel="tag" href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/gesundheitswesen/">Gesundheitswesen</a>, <a rel="tag" href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/hausangestellte/">Hausangestellte</a>, <a rel="tag" href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/kultur/">Kultur</a>, <a rel="tag" href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ngo-criola/">NGO &#8222;Criola&#8220;</a>, <a rel="tag" href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rassismus/">Rassismus</a>, <a rel="tag" href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/stefan-zweig/">Stefan Zweig</a></p>
<p>Die Schwarzenorganisationen der größten bürgerlichen Demokratie Lateinamerikas prangern regelmäßig die verschiedensten Formen von institutionalisiertem Rassismus in Staat und Gesellschaft an &#8211; während Stefan Zweig in seinem PR-Buch ”Brasilien &#8211; ein Land der Zukunft von einer beispielhaften und bewundernswerten Lösung der Rassenfrage faselt. Der UNO-Sonderberichterstatter Doudou Diene hatte Anfang 2006 in Brasilien konstatiert, daß die Lula-Regierung auf effiziente Gegenmaßnahmen gegen den Rassismus verzichte. Schwarze würden für gleiche Arbeit deutlich schlechter bezahlt als Weiße, seien die typischen Slumbewohner, hätten die niedrigste Schulbildung. Der Zugang zu höher bewerteten, besser bezahlten Berufen werde weiterhin enorm erschwert. Ende 2006 hat Gesundheitsminister Agenor Alvares überraschend konstatiert, daß Rassismus auch für das gesamte Gesundheitswesen typisch sei.</p>
<p>Rio de Janeiro, an dessen Nobelstränden sich derzeit immer mehr US-Soldaten von der Aggression gegen den Irak ”erholen, zählte einst zu den weltgrößten Umschlagplätzen für schwarze Sklaven aus Afrika “ in der berüchtigten Rua Camerino am Hafen erinnert indessen bis heute nicht einmal ein Gedenkstein an den grausigen Menschenmarkt. Eine Nachfahrin der Sklaven, die 47-jährige Lucia Xavier, leitet in der Zuckerhutmetropole “ mit annähernd gleicher Bevölkerungszahl wie Kuba, doch ganz anderen soziokulturellen Indikatoren &#8211; die regierungsunabhängige Organisation „Criola” und hält die Mentalidade escravagista, die Sklavenhaltermentalität, in ganz Brasilien weiterhin für lebendig. Mit ihrer Organisation bekämpft Lucia Xavier auch eine besonders perfide Form des Rassismus, die Diskriminierung der Dunkelhäutigen im Gesundheitswesen: ”Man muß sich das so vorstellen: Eine schwarze Frau geht zur Behandlung und auch zur Krebsvorsorge in eine öffentliche Klinik “ doch der weiße Arzt tastet nicht einmal ihre Brust ab, weil er sich vor der Frau ekelt, ja, wegen ihrer Hautfarbe Ekel empfindet. Und damit wird die Schwarze ihres Rechts auf korrekte medizinische Behandlung beraubt. Die Frau teilt mit, daß sie Schmerzen habe, doch den Arzt interessiert das nicht, dessen Team ebensowenig “ weil man die Frau wegen ihres ganzen Erscheinungsbildes nicht mag. Denn Schwarze sind gewöhnlich arm und kommen entsprechend gekleidet in die Klinik. Hier haben wir institutionalisierten Rassismus, der dazu führt, daß Dunkelhäutigen medizinische Leistungen, aber auch notwendige Informationen zur Krankheitsprävention vorenthalten werden “ gegen geltendes Recht und Gesetz.”<br />
Das führt zu erheblich höheren Sterblichkeitsraten als bei Weißen. Gemäß einer neuen Studie betrifft dies auch die Müttersterblichkeit. Von den Frauen, die wegen Komplikationen bei der Geburt sterben, sind in Brasilien 80 Prozent schwarz.<br />
”In der Studie wurde konstatiert, daß schwarze Frauen anders auf die Geburt vorbereitet werden als weiße. So wird bei weißen Frauen viel mehr zur Schmerzlinderung getan als bei schwarzen, die man in den Geburtskliniken sehr nachlässig abfertigt, generell benachteiligt. Obwohl alle nötigen medizinischen Ausrüstungen und gut ausgebildete Teams vorhanden sind. Besonders hoch ist die Müttersterblichkeit ausgerechnet im südbrasilianischen Teilstaate ParanÃ , in dem es nur relativ wenige Schwarze gibt. Wegen rassistischer Praktiken ist die Gesundheit der Dunkelhäutigen schlechter, ihre Lebenserwartung niedriger, haben sie eben viel weniger Bürgerrechte.”<br />
Laut Lucia Xavier läßt man Dunkelhäutigen, die einen Unfall oder einen Infarkt erlitten, bereits in der Notaufnahme der öffentlichen Hospitäler alle Verachtung spüren, beschimpft sie sogar rassistisch.<br />
”Doch institutionalisierten Rassismus gibt es nicht nur im Gesundheitswesen, sondern auch im Schulbereich, im Justizapparat. Weil der Staat dagegen nichts unternimmt, verschärft, verfestigt sich die Ungleichbehandlung. Dabei sind wir nach Nigeria das Land mit der zweitgrößten dunkelhäutigen Bevölkerung der Erde. Wir brauchen eben eine andere Demokratie als die jetzige, mit gerechter Einkommensverteilung. Just der brasilianische Staat, welcher den Mythos von der Rassendemokratie konstruierte, pflegt den institutionalisierten Rassismus.”<br />
In Brasilien haben die Mittel-und Oberschichtsfamilien gewöhnlich Hausdienerinnen, Hausangestellte, fast alle sind dunkelhäutig “ mit über fünf Millionen ist es die zahlenmäßig stärkste weibliche Berufsgruppe. Festangestellte verdienen umgerechnet durchschnittlich rund 150 Euro.<br />
”Dieser Beruf ist ein klassisches Beispiel für Rassismus. Den anderen Beschäftigten stehen laut Gesetz 27 verschiedene Rechte zu “ doch den Hausangestellten nur neun. Wie man sie behandelt, ist einfach schlimm, da werden Menschenrechte verletzt.Alles wie zur Zeit von Herrenhaus und Sklavenhütte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/19/leben-brasiliens-frauen-gut-wird-formel-eins-weltmeister-emerson-fittipaldi-gefragt-ja-alle-haben-eine-hausangestellte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Brasilien: &#8222;Das Schweigen brechen&#8220; &#8211; immer mehr Indianer wollen sich nicht länger Kindermord-Normen unterwerfen</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/17/das-schweigen-brechen-immer-mehr-indianer-wollen-sich-nicht-langer-kindermord-normen-unterwerfen/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/17/das-schweigen-brechen-immer-mehr-indianer-wollen-sich-nicht-langer-kindermord-normen-unterwerfen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 16:07:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Amazonas]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Indianer]]></category>
		<category><![CDATA[Karl May]]></category>
		<category><![CDATA[Kindermord]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[PÃ¤dophilie]]></category>
		<category><![CDATA[Sklaverei]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/17/das-schweigen-brechen-immer-mehr-indianer-wollen-sich-nicht-langer-kindermord-normen-unterwerfen/</guid>
		<description><![CDATA[Die brasilianische Indianerexpertin Damares Alves hat im Exklusivinterview erklärt, daß immer mehr Indio-Eltern sich den Kindermord-Normen ihrer Stämme widersetzen und deshalb Weiße um Hilfe bitten. Damares Alves nannte das Beispiel von Indio-Eltern, deren Drillinge gleich nach der Geburt gemäß Stammesvorschrift liquidiert werden sollten. Â Die Eltern hätten sich deshalb an Weiße gewandt, um dies zu verhindern. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die brasilianische Indianerexpertin Damares Alves hat im Exklusivinterview erklärt, daß immer mehr Indio-Eltern sich den Kindermord-Normen ihrer Stämme widersetzen und deshalb Weiße um Hilfe bitten. Damares Alves nannte das Beispiel von Indio-Eltern, deren Drillinge gleich nach der Geburt gemäß Stammesvorschrift liquidiert werden sollten.</p>
<p><span id="more-223"></span>Â Die Eltern hätten sich deshalb an Weiße gewandt, um dies zu verhindern. Damares Alves nannte andererseits empörend, daß weiße Ã„rzte und Krankenpfleger bis heute hinnähmen, wenn Indiobabies wegen Geburtsfehlern von den Müttern gemäß Stammesnorm noch in der Geburtsklinik getötet würden. Sehr oft kündigten Indiomütter gegenüber dem weißen Hospitalpersonal an, daß sie das Neugeborene töten würden, ohne daß dies verhindert werde. Kindstötung, der sogenannte Infantizid, werde daher sogar mitten in brasilianischen Städten vollzogen. Wie sie weiter erklärte, sei in Australien per Gesetz die Pädophilie bei den Ureinwohnern explizit verboten worden. In Brasilien existiere indessen ebenfalls Pädophilie, sei Sex mit Kindern bei vielen Stämmen üblich, ohne daß der Staat entsprechend eingreife. In bestimmten brasilianischen Indiodörfern existiere sogar Sklaverei. Damares Alves ist Mitarbeiterin des Kongreßabgeordneten Henrique Afonso von der Â Arbeiterpartei PT, der per Gesetz die indianische Kindstötung bekämpfen will.</p>
<p>Vor allem aus kommerziellen Gründen bzw. wegen der strengen Vorschriften politischer Korrektheit wird in den deutschsprachigen Ländern zumeist an unrealistischen Darstellungen lateinamerikanischer Indianer “ nach Art von Karl May &#8211; Â festgehalten.Â Viele sogenannte Menschenrechts-und Kinderschutzorganisationen haben seit Jahrzehnten trotz genauester Detailkenntnisse über die hohe Zahl ermordeter Kinder Â auf diese Thematik schlichtweg nicht reagiert &#8211; Kommentar überflüssig.</p>
<p>Laut Damares Alves sei höchste Zeit, das Schweigen zu brechen.</p>
<p><strong>Link zur Website des PT-Kongreßabgeordneten:</strong> <a href="http://www.henriqueafonso.com.br/alemanha.htm">http://www.henriqueafonso.com.br/alemanha.htm</a></p>
<p><strong>Infantizid in der Geschichte: <a href="http://www.imabe.org/index.php?id=440">http://www.imabe.org/index.php?id=440</a></strong></p>
<p><strong>Deutsche Indio-Infantizid-Studie: <a href="http://209.85.165.104/search?q=cache:NuvDnOufb6UJ:www.oesterdiekhoff.eu/textsammlung/10.pdf+Indianer+Infantizid&amp;hl=pt-BR&amp;ct=clnk&amp;cd=10&amp;gl=de&amp;lr=lang_de">http://209.85.165.104/search?q=cache:NuvDnOufb6UJ:www.oesterdiekhoff.eu/textsammlung/10.pdf+Indianer+Infantizid&amp;hl=pt-BR&amp;ct=clnk&amp;cd=10&amp;gl=de&amp;lr=lang_de</a></strong></p>
<p><!--adsense--></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/17/das-schweigen-brechen-immer-mehr-indianer-wollen-sich-nicht-langer-kindermord-normen-unterwerfen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
