Ersten Angaben zufolge handelt es sich um José Cláudio Ribeiro da Silva und dessen Frau Maria do Espírito Santo. Beide hatten immer wieder illegale Abholzung durch Holzunternehmen angeprangert und wurden deshalb seit langem terrorisiert – u.a. durch offene Morddrohungen sowie Warnschüsse an deren Kate und durch die Tötung von deren Haustieren, hieß es. Dennoch erhielt das Ehepaar keinerlei Schutz durch die zuständigen Behörden – im Falle von Dorothy Stang war es genauso.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1081848/
Im April waren nahe der Millionenstadt Curitiba fünf renommierte Umweltaktivisten sadistisch ermordet worden. Anschläge auf brasilianische Umweltaktivisten unter der Lula-oder Rousseff-Regierung sind Normalität.
Gewöhnlich gibt es in Europa so gut wie keinerlei Interesse und Sensibilität für die schwierige Situation von Menschenrechts-und Umweltaktivisten in Brasilien, Morde und außergerichtliche Exekutionen werden kaum zur Kenntnis genommen – entsprechende Interessenlobbys arbeiten sehr effizient.
Keineswegs selten werden politische Morde als Raubüberfälle mit Todesfolge hingestellt.
http://www.estadao.com.br/noticias/cidades,casal-de-extrativistas-e-assassinado-no-para,723508,0.htm
Anschlag auf Systemkritiker in Rio: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/30/yoani-sanchez-systemkritische-bloggerin-in-kuba-kollege-ricardo-gama-in-brasilien-erlitt-jetzt-attentat-doch-offenbar-keinerlei-reaktion-des-auslands/
Indianerprotest in Sao Paulo gegen das Belo-Monte-Projekt. http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/20/belo-monte-und-der-indianerprotest-in-sao-paulo-2011-scharfe-kritik-an-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-belo-monte-de-merda-fotoserie/
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/26/funf-umweltaktivisten-in-brasilien-ermordet-serie-von-gewalttaten-gegen-umweltschutzer-des-tropenlandes/
http://das-blaettchen.de/2011/05/wirtschaften-in-brasilien-4924.html
Hintergrund:
“Wirtschaftsentwicklung” bedeutet Kahlschlag, Brandrodungen, Mord