Vor dem Einweihungsjubiläum am 21. April häufen sich kritische Medienberichte über Brasilia, Pfusch am Bau und Architektenfehler. Danach mußte Oscar Niemeyer Jahre nach der Einweihung eingestehen, daß er sogar offizielle Gebäude viel zu klein projektiert hatte, wegen der scharfen Nutzerkritik zahlreichen Anbauten nötig waren. Wie es hieß, wurde der Präsidentenpalast für etwa 100 Menschen entworfen - doch heute arbeiteten dort fast 700. Brasilia sei ein “Mosaik von Widersprüchen”. Schon jetzt fürchten sich die Stadtbehörden dem Vernehmen nach vor dem Besuch von UNESCO-Experten im Juni, die zahlreiche Niemeyer-Bauten in sehr schlechtem Zustand oder sogar gesperrt antreffen werden. Womöglich droht die Aberkennung des Weltkulturerbe-Titels.

Comandante Ismael Antonio de Souza im “Memorial da Resistencia” in Sao Paulo, einst Mitglied der Vanguarda Popular Revolucionaria(VPR). Gefangengenommen, gefoltert, im Austausch gegen den entführten Schweizer Botschafter Enrico Bucher mit 69 anderen Widerstandskämpfern nach Chile ausgeflogen.
Marcelo Araujo, Goethe-Institut: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/02/memorial-da-resistencia-in-sao-paulo-goethe-institut/
Jamelao - unersetzlich.
Jamelao und Chico Buarque - YouTube: http://vodpod.com/watch/831883-piano-na-mangueira-chico-buarque-e-jamelo
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/08/theatermacher-ze-celso-sao-paulo-gesichter-brasiliens/
In einem von Staatschef Lula unterzeichneten Dekret war ausdrücklich vorgesehen, jene Gesetze aus der Diktaturzeit von 1964 bis 1985 aufzuheben, die sich gegen die Garantie der Menschenrechte wenden oder gravierende Menschenrechtsverletzungen stützten. Dies traf besonders auf das Amnestiegesetz und dessen völkerrechtswidrige Auslegung zu. Clovis Rossi, Chefkommentator von Brasiliens führender Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” kritisierte ein im Lande populäres Argument, wonach es nicht angehe, nur die “Rechtsverletzungen” durch die Diktaturmilitärs, nicht aber jene von deren damaligen Gegnern zu untersuchen. Rossi betonte, jene Verstöße durch die bewaffnete Linke seien durchweg bestraft worden. In einigen Fällen sei dies auf der Basis der Gesetze erfolgt, in vielen Fällen indessen illegal, durch “Morde, Folter, Verschwindenlassen, Exil”. Die Rechtsverstöße durch den Repressionsapparat seien indessen nicht einmal untersucht worden - von wenigen Ausnahmen abgesehen.Â
Gemäß Völkerrecht war der bewaffnete Kampf gegen das durch einen Putsch an die Macht gelangte Militärregime Brasiliens natürlich durchweg legal, betonen immer wieder in-und ausländische Menschenrechtsexperten.

“Folter ohne Ende”. http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/