Quelle DNR:
http://www.ipsnoticias.net/print.asp?idnews=100440
IPS – 29.03.2012
BRASILIEN
Niederschmetternde Ökobilanz
Schlechte Noten für Rousseff-Regierung
Von Fabiana Freyssinet
Rio de Janeiro, 29. März (IPS) – In Brasilien haben Umweltgruppen nach einjähriger Amtszeit von Staatspräsidentin Dilma Rousseff kritisch Bilanz gezogen. Demnach erlebt die Umweltagenda des südamerikanischen Landes ihren größten sozioökologischen Rückschlag seit dem Ende der Militärdiktatur (1964-1985), der sämtliche Nachhaltigkeitserfolge seit 1998 zunichtemache. Die insgesamt 39 Organisationen kündigten an, ihre in einem Dokument zusammengefassten Vorwürfe an die Vereinten Nationen weiterzuleiten.
„Die Situation ist beklagenswert“, sagte Mario Mantovani von SOS Mata Atlantica vor ausländischen Journalisten am 28. März. „Brasilien verfährt wie 1700, als es ein Rohstofflieferant war, nur diesmal mit Technologie“, kritisierte er in Anspielung auf den monokulturellen Anbau von Agrargütern. Auf diese Weise werde die soziale Funktion von Land ignoriert, für deren Anerkennung man so lange gekämpft habe.
Mantovani beim Website-Interview in Sao Paulo.
Leonardo Boff: “Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“