
Sao Paulos neue „Ciclofaixa“ – eine mitten im derzeitigen Bürgermeisterwahlkampf unpraktisch, aufwendig gesperrte Auto-Fahrspur.
http://www.abenteuerbrasilien.de/2013/11/fahrradfahren-in-sao-paulo-ein-selbstversuch-und-plaedoyer/
Wegen der zeitweise künstlich überbewerteten Landeswährung Real reisten die letzten Jahre erstmals sehr viele Mittelschichtsbrasilianer in europäische Länder wie Deutschland und Holland. Dort stellten nicht wenige zu ihrem Entsetzen fest, daß Fahrradfahren keineswegs etwas für verarmte, rückwärtsgerichtete, unmoderne Leute ist, die sich kein Auto leisten können – sondern das Fahrrad vielmehr als völlig normales Verkehrsmittel betrachtet wird, keineswegs nur etwas für die Freizeit, am Wochenende, für rein sportliche Betätigung. Ebenso schrecklich und unerwartet – selbst in bewunderten Städten wie Berlin und Zürich existieren allen Ernstes noch Straßenbahnen, wird der Straßenbahnverkehr sogar ausgebaut, den man in Brasilien als angebliches Zeichen des Rückschritts bereits vor Jahrzehnten völlig abschaffte.