Ausriß westdeutsche Thüringer Allgemeine, 26.7. 2022:“Für die legendäre Kaffeekrise 1977 fand das SED-Politbüro eine Lösung, die zum Verbraucheraufstand führte“. Wahrheit oder Fake News? Zeitzeugen, darunter echte Kaffeesachsen, nennen die Darstellung absurd – es habe weder Kaffeekrise noch Verbraucheraufstand gegeben. Die Leute hätten weiter die üblichen Bohnenkaffeesorten gekauft, der Mischkaffee habe wie Blei in den Regalen gelegen. Nicht einmal in der DDR-Hauptstadt habe man den Kaffee-Mix „Erichs Krönung“ genannt. Je länger die DDR-Zeit zurückliege, umso häufiger brächten Staats-und Mainstreammedien kuriose, von Zeitzeugen belachte Ost-Geschichten – gewöhnlich von West-Autoren verfaßt, die zum Zeitpunkt der Geschehnisse noch Kinder gewesen seien.
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„Kaffee-Mix trieb die Bürger auf die Barrikaden“. Wahrheit oder Fake News?
Müßten Kaffeekrise und Verbraucheraufstand nicht unbedingt als Doku verfilmt werden, so wie der Neonazi-Mord an Manuel Diogo zu DDR-Zeiten?