„Alleine Soja wird auf 2,6 Millionen Hektar in Drittländern als Tierfutter für Deutschland angebaut. Brasilianische Großgrundbesitzer machen ein gutes Geschäft damit. Die ländliche Bevölkerung hat deswegen keine Anbauflächen mehr für Lebensmittel. Also roden sie den Regenwald, um Acker zu finden. Da läuft etwas falsch.“
„Der Tagesspiegel“, Berlin: „Und dann, von einem Augenblick auf den andern, befinden wir uns in der Hölle der Vergangenheit, wo das Zuckerrohr die Krankheit Brasiliens ist und nicht das Medikament.Ein abgefackeltes Zuckerrohrfeld, auf dem nur die nackten, rußigen Stängel überlebt haben. Eine Schar dunkler, vermummter Gestalten, die in einem stummen Wettstreit Reihe für Reihe vorrückt und die Stauden mit einem langen Messer zu Boden schlägt, 900-mal die gleiche Bewegung in der Stunde, sie zu einem Haufen schichtet, dessen Länge am Ende des Tages gemessen wird, 150 bis 200 Meter, die Arbeiter werden nach Tonne bezahlt, wer fleißig und kräftig ist, bringt es auf drei, vier Minimallöhne im Monat, ein guter Verdienst, eine schreckliche Arbeit.Auch Frauen befinden sich auf dem Feld, aber das entdecken wir erst später, die Menschen sind kaum zu erkennen unter den von Ruß und süßem Saft und Schweiß verklebten Gesichtern. Die Felder werden vor der Ernte angezündet, um das scharfkantige Blattwerk zu entfernen und den Schneidern die Arbeit zu erleichtern. Manchmal müssen die Gemeinden das Abfackeln verbieten, weil die Luft zu trocken ist und der Ruß aus den Zuckerrohrfeldern die Kinder der umgebenden Dörfer krank macht. Dann verdienen die Erntearbeiter weniger, weil sie nur langsam vorwärtskommen.“
Sao Paulo und „Biosprit“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/25/sao-paulo-wird-457-nichts-zu-feiern-o-estado-de-sao-paulo/
« „Sozialdarwinismus“. Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe Frei Betto zur Rio-Umweltkatastrophe. – „Wer Ethanol tankt, kippt sich Blut in den Tank.“ Brasilianischer Pater Tiago im „Spiegel“. Grüne Woche Berlin und Lateinamerikas Agrobusiness-Propaganda. Warum Lula-Rousseff aus Europa soviel Lob erhalten. Warum sich der kirchliche Umweltaktivist Francelmo selbst verbrannte…Die Grünen und der „Biosprit“. »
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