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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Brasilientournee 2011</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>U2, Bono Vox in Sao Paulo: Bei ersten zwei Konzerten viel Lob für &#8222;Bereitschaft von Präsidentin Rousseff, das Elend im Lande auszutilgen&#8220;, melden Landesmedien. Keinerlei Kritik an gravierenden Menschenrechtsverletzungen, nicht einmal am Crack-Kinderelend, der Crack-Kinderprostitution in Sao Paulo selbst.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/11/u2-in-sao-paulo-bei-ersten-zwei-konzerten-nur-lob-fur-bereitschaft-von-prasidentin-rousseff-das-elend-im-lande-auszutilgen-melden-landesmedien-keinerlei-kritik-an-gravierenden-menschenrechtsve/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 12:34:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Drogen-Szenerie während der U2-Konzerte in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/10/crack-kind-in-sao-paulo-2011-gesichter-brasiliens-drogen-und-kinderpolitik-unter-der-regierung-rousseff/ Zeitungsausriß. Reiche reden laut Medienangaben über Armut. http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/28/lulas-einkommen-allein-als-ehrenprasident-der-arbeiterpartei-aufschlusreich-ist-der-vergleich-mit-dem-brasilianischen-mindestlohn-den-satzen-von-bolsa-familia-den-arbeiter-durchschnittslohnen/ “Folter noch jeden Tag.”(2011) U2 mit Bono Vox bitten um Audienz im Präsidentenpalast &#8211; und kriegen sie auch:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/08/bono-von-u2-trifft-prasidentin-dilma-rousseff-in-brasilia-konzerttournee/ Hintergrund von 2006: “Demagogischer, scheinheiliger” Bono Vox von U2 in Brasilien scharf kritisiert “Mann der Geld-und Politik-Maschinerie” http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/04/brasiliens-neue-prasidentin-dilma-rousseff-nach-drei-monaten-amtszeit-kritisieren-die-landesmedien-alte-politische-sunden-und-bruch-von-wahlversprechen/ Copacabana-Protest:  http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/ [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/10/crack-kind-in-sao-paulo-2011-gesichter-brasiliens-drogen-und-kinderpolitik-unter-der-regierung-rousseff/"><strong>Drogen-Szenerie während der U2-Konzerte in Sao Paulo: </strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/10/crack-kind-in-sao-paulo-2011-gesichter-brasiliens-drogen-und-kinderpolitik-unter-der-regierung-rousseff/</a></p>
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<p><strong>Zeitungsausriß. Reiche reden laut Medienangaben über Armut.</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/28/lulas-einkommen-allein-als-ehrenprasident-der-arbeiterpartei-aufschlusreich-ist-der-vergleich-mit-dem-brasilianischen-mindestlohn-den-satzen-von-bolsa-familia-den-arbeiter-durchschnittslohnen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/28/lulas-einkommen-allein-als-ehrenprasident-der-arbeiterpartei-aufschlusreich-ist-der-vergleich-mit-dem-brasilianischen-mindestlohn-den-satzen-von-bolsa-familia-den-arbeiter-durchschnittslohnen/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Folter noch jeden Tag.”(2011)</strong></p>
<p><strong>U2 mit Bono Vox bitten um Audienz im Präsidentenpalast &#8211; und kriegen sie auch:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/08/bono-von-u2-trifft-prasidentin-dilma-rousseff-in-brasilia-konzerttournee/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/08/bono-von-u2-trifft-prasidentin-dilma-rousseff-in-brasilia-konzerttournee/</a></p>
<p><strong>Hintergrund von 2006:</strong></p>
<h3><strong>“Demagogischer, scheinheiliger” Bono Vox von U2 in Brasilien scharf kritisiert</strong></h3>
<p><strong><strong>“Mann der Geld-und Politik-Maschinerie”</strong></strong></p>
<p><span id="more-9327"></span></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/04/brasiliens-neue-prasidentin-dilma-rousseff-nach-drei-monaten-amtszeit-kritisieren-die-landesmedien-alte-politische-sunden-und-bruch-von-wahlversprechen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/04/brasiliens-neue-prasidentin-dilma-rousseff-nach-drei-monaten-amtszeit-kritisieren-die-landesmedien-alte-politische-sunden-und-bruch-von-wahlversprechen/</a></p>
<p><strong>Copacabana-Protest: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/</a></p>
<p><strong>“Moderne Scheiterhaufen”: </strong> <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</a></p>
<p><strong>Wer ist Antonio Palocci? </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/14/dilma-rousseff-macht-antonio-palocci-zum-chefminister-des-zivilkabinetts-ihrer-regierung-hatte-selber-diesen-posten-kommentar-uberflussig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/14/dilma-rousseff-macht-antonio-palocci-zum-chefminister-des-zivilkabinetts-ihrer-regierung-hatte-selber-diesen-posten-kommentar-uberflussig/</a></p>
<p><strong>Der Sänger Bono Vox von der irischen Band U2 gilt in Europa  als  Megastar, als sympathischer, charismatischer Weltverbesserer, als   Politaktivist, der sich unentwegt für die Menschenrechte, für die   Schwachen dieser Erde vor allem in der Dritten Welt, für Minderheiten   einsetzt. Im Januar hatte Bono Vox den Deutschen Medienpreis erhalten.   Doch wie kommt er in einem Drittweltland wie Brasilien an, wie reagieren   die Kritiker der Qualitätsmedien? Ganz Brasilien empfing Bono und  seine  Band mit offenen Armen &#8211; in der Kultur-und Wirtschaftsmetropole  Sao  Paulo freute man sich auf die beiden Konzerte und selbst in den   abgelegensten Amazonasdörfern auf die Direktübertragung im Fernsehen.   Doch als Bono sofort nach der Ankunft in den Präsidentenpalast zu   Staatschef Lula eilte und dessen Politik über den grünen Klee lobte,   nicht ein einziges Wörtchen der Kritik etwa an der gravierenden   Menschenrechtslage fallen ließ, machte sich nicht nur in den Medien   Verwunderung und Skepsis breit. Schließlich steckt die Lula-Regierung   tief im Sumpf von Korruption und Machtmißbrauch.</strong></p>
<p><strong>Und als Bono dann auch noch seine Konzerte mit  weitschweifigen  politischen Erklärungen würzte, gar Lob-und  Hudel-Bilder des Staatschefs  Lula auf die Großleinwände projizieren  ließ, war es mit der Geduld  vieler Brasilianer vorbei. Wie die Medien  hervorhoben, wurde Bono  ausgepfiffen, als er seinen “neuen Freunden”  Lula und Kulturminister  Gilberto Gil dankte. Marcos Goncalves,  Feuilletonchef von Brasiliens  größter Qualitätszeitung „Folha de Sao  Paulo” bringt im  Website-Interview die Kritik der Medien des  Tropenlandes auf den  Punkt:”Bono verkörpert die Ödheit, das  Langweilig-Platte politischer  Korrektheit. Wir leben heute in der Welt  dieser Ideologie des politisch  Korrekten, was zu einer Art Gefängnis  wurde. Die Sprache wird überwacht &#8211;  als Journalist übt man  Selbstzensur, überwacht das eigene Vokabular.  Wir wurden Gefangene  angeblich fortschrittlicher Ideen. Ein regelrechter  Apparat in der  heutigen Kultur fordert diese politische Korrektheit  ein. Ich finde,  ein Rocksänger sollte Distanz zu den Autoritäten wahren,  zumal  Staatschef Lula und dessen Partei durch Korruption belastet sind.  Doch  Bono ignoriert das alles, kritisiert und hinterfragt nichts, leiht  Lula  in einem Wahljahr sein Prestige, gebärdet sich als dessen Helfer  bei  der Wiederwahl. Bono kennt die Realität Brasiliens, nutzt seinen   Aufenthalt indessen fürs persönliche Marketing, entgleist in Demagogie   und Scheinheiligkeit. Bono gehört zur Geld-und Politik-Maschinerie   dieser Erde. Seine Konzerte hier waren wirklich ein Festival der   Demagogie.”</strong></p>
<p><strong><strong>Bono Vox und Mick Jagger</strong><br />
Marcos Goncalves erinnert an die ironische Reaktion Mick Jaggers, den   man einmal auf Bonos Gutmenschentum, auf dessen soziales Engagement   ansprach. „Ich glaube, ich habe ihn unlängst über die Wasser gehen   sehen.” Bono gebärde sich beinahe wie ein Gott, sagt Goncalves lachend.</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.ostblog.de/images/GoncalvesFolha1.jpg" alt="GoncalvesFolha1.jpg" height="434" width="400" /><br />
Marcos Goncalves, Feuilletonchef von „Folha de Sao Paulo”</strong></p>
<p><strong>Als Bono in Sao Paulo war, revoltierten gerade die Insassen  von fünf  Gefängnissen gegen unmenschliche Haftbedingungen. Zahlreiche   Menschenrechtler protestierten auf den Straßen Sao Paulos dagegen, daß   in Brasilien die Folter weiterhin alltäglich ist, und daß gerade ein   Polizeioberst freigesprochen wurde, der ein Massaker an Häftlingen   geleitet hatte. Über einhundert Gefangene waren von dessen Sondereinheit   getötet worden. Und in Rio de Janeiro terrorisierten neofeudale  Milizen  des organisierten Verbrechens kurz vorm Karneval gerade wieder  einmal  Slumbewohner, töteten zahlreiche unschuldige Menschen. Wegen der   brachialen Naturzerstörung hatte sich ein bekannter Umweltaktivist   letzten November aus Protest lebendig verbrannt</strong></p>
<p><strong><strong>Bonos Schweigen</strong><br />
Doch Bono schwieg zur Folter ebenso wie zur Banditendiktatur in den   Slums, hätte an den Protesten der Menschenrechtsaktivisten natürlich   teilnehmen können, wie auch Feuilletonchef Marcos Goncalves betont:   ”Bono hätte sich mit ganz anderen Leuten treffen müssen “ doch er ist   eben fasziniert von den Sphären der Macht. Er darf doch nicht einfach   ignorieren, was hier im Lande passiert, diese Zustände auch noch   unterstützen. Lula muß mit Kritik begegnet werden, Lula muß Rechenschaft   ablegen. Aus dessen Arbeiterpartei ist doch die Hälfte nicht ohne  Grund  ausgetreten, darunter große progressive Intellektuelle. Bono  zählt zur  NGO-Szene. Doch diese NGO kriegen doch ihr Geld von den  Regierungen,  sind also in Wahrheit gar keine  Nicht-Regierungs-Organisationen, leben  vielmehr im Schatten der  Regierungen. Heute schuf man diese NGO-Kultur,  eine Kunst mit diesen  verzuckerten Redensarten über Minoritäten, „die  Verteidigung der  Armen”. Dabei wird doch nur zu oft lediglich um  Geldmittel gestritten “  das muß man kritisch beleuchten! Bono nutzt die  Politik, um sich von  anderen Rockmusikern zu unterscheiden, das ist  seine Marketing-Masche.  Doch nach Europa wird Bono mit der Aura des  großen Revolutionärs  zurückkehren, der stets unerschütterlich an der  Seite der Dritten Welt  steht. Dabei nutzt er die Unkenntnis der Ersten  Welt über Brasilien  aus.”</strong></p>
<p><strong><strong>Karneval und Brasilienklischees</strong><br />
Wir lieben Brasiliens Karneval, rief Bono ebenfalls in die Massen. Denn   im Karneval träfen sich Reiche und Arme, Alte und Junge, Linke und   Rechte. Das sei gut so, denn um die Armut zu besiegen, müßten alle   zusammenarbeiten. Noch so eine Phrase, die Marcos Goncalves mehr als   hohl fand. ”In Europa kultiviert man Mythen über Brasilien, über den   Karneval, den Fußball “ und ausgerechnet die Brasilienklischees werden   von Bono auch noch verstärkt. Nach diesen Konzerten hier wird sich die   öffentliche Meinung über ihn ändern. Oberflächlich betrachtet, vertritt   er ja das Gute, das Positive, ist ein Gutmensch. Doch wir  Kulturkritiker  müssen hinter die Ã„ußerlichkeiten, die  Erscheinungsebene schauen “ und  da offenbart sich eben bei Bono  gewaltige Demagogie.”</strong></p>
<p><strong>Feuilletonchef Goncalves bestätigt, daß die Medienqualität in  Europa  stark abgefallen ist “ doch auch in Brasilien gebe es einen  Verlust an  kritischem Sinn in der Presse. „Alles wird akzeptiert, alles  wird in  Marketing eingewickelt, das Banale und Konventionelle wird  ständig  wiedergekäut.”</strong></p>
<p><strong><strong>Bono und Gilberto Gil</strong><br />
Nach den Konzerten von Sao Paulo flog Bono nach Salvador da Bahia, um an   der Seite von Musiker und Kulturminister Gilberto Gil den Karneval zu   verbringen. Goncalves erinnert daran, wie Gil und der damalige   Arbeitsminister und heutige Arbeiterpartei-Chef Ricardo Berzoini sich   von berüchtigten, gefürchteten Gangsterbossen den Besuch eines Rio-Slums   genehmigen ließen, gemäß Banditenanweisung ohne Polizeischutz oder   Bodyguards in den Slum einfuhren und damit die neofeudale Diktatur der   Banditenmilizen über deren Parallelstaat der Armenviertel sozusagen   offiziell anerkannten. „In Deutschland würde in einem solchen Falle die   Regierung gestürzt”, betonte Sao Paulos Uni-Experte für Gewaltfragen,   Paulo Sergio Pinheiro.</strong></p>
<p><strong>Andere Kulturkritiker nannten Bono, den Träger des Deutschen   Medienpreises, jetzt einen Populisten, der die Kontrolle über sein   Geschwätz verloren habe, ein monotones und absurdes Blablabla. “VÃ    pentear macaco, Bono Vox!” (Geh Affen kämmen, Bono Vox), riet ihm die   engagierte Kritikerin Barbara Gancia. “Bono versucht das Gewissen der   Reichen zu beruhigen, indem sie Geld an afrikanische Länder spenden.   Aber wird denn damit irgendetwas gelöst? Wenn man afrikanischen   Diktatoren Geld gibt, damit sie Waffen und immer größere   Mercedes-Benz-Limousinen kaufen &#8211; ist das die Lösung?” In jenen Ländern,   denen Bono zu helfen suche, sei der Hunger Symptom der Sozialstruktur.   Bono lobe Lula, als ob in dessen Regierung keine Korruption existiere,   so Barbara Gancia von der “Folha de Sao Paulo”.<br />
Viele Fans erregten sich über den extrem hohen Eintrittspreis der   Konzerte, von zwei Dritteln des derzeitigen brasilianischen Mindestlohns   aufwärts. Das Publikum bestand deshalb fast nur aus Mittel-und   Oberschicht. Auf brasilianischen Internetseiten war zu lesen:”Bono ist   käuflich. George Bush schlug er vor, die USA sollten ein Prozent der   Steuereinnahmen den armen Ländern geben. Aber warum spendet Bono dann   nicht fünfzig Prozent des Gewinns seiner Brasilienkonzerte für das   Anti-Hunger-Programm der Regierung, gibt lediglich eine Gitarre zum   Versteigern? Eintrittspreise von 200 Real sind außerhalb der Realität   eines Landes, dessen Mindestlohn bei 300 Real liegt. Den anderen in die   Tasche zu greifen, ist leicht, alles pure Demagogie. Bono hat sich vor   seinen Fans blamiert, ließ sich in die schmutzige Politik Brasiliens   verwickeln…”</strong></p>
<p><strong>Das Konzert der Rolling Stones einige Tage zuvor an der  Copacabana  war gratis, 1,2 Millionen Menschen kamen. U2 spielte im  Morumbi-Stadion  Sao Paulos zweimal vor jeweils 73000 Menschen. Der  dicke, langweilige,  humorlose Bono habe nicht ein Zehntel des  Sex-Appeals von Mick Jagger,  keinerlei Spontaneität, hieß es auf den  brasilianischen Kulturseiten  außerdem. Jeder Bühnenschritt Bonos sei  vorhersehbar, die hohen Noten  singe er auch noch falsch.<br />
–Bono und Deutscher Medienpreis–<br />
“Die Welt braucht Menschen wie sie”, sagte Ex-Außenminister Joseph   Fischer in seiner Laudatio zur Verleihung des Deutschen Medienpreises am   24. Januar in der Kongreßhalle von Baden-Baden. “Unser heutiger   Preisträger wird für seine herausragende Leistung geehrt, für seine   Leidenschaft, für seine Vernunft, sein Mitgefühl und seine   Überzeugungskraft.”<br />
Laut Pressemitteilung werden mit dem Deutschen Medienpreis stets   Persönlichkeiten ausgezeichnet, “die nach Ansicht einer Jury aus   Chefredakteuren in einem Jahr die Gesellschaft oder die Politik prägend   beeinflußt haben.”<br />
Vor Bono haben auch Helmut Kohl und Gerhard Schröder den Preis erhalten.<br />
Ende März wurde in Santiago de Chile laut Presseberichten die Band U2 im   Rahmen der Konzerte mit dem Menschenrechtspreis “Ambassador of   Conscience” von Amnesty International ausgezeichnet. Den Preis   überreichte die neue chilenische Präsidentin Michelle Bachelet. Bono Vox   erhielt zudem den “Verdienstorden Pablo Neruda”.<br />
Brasiliens Medien bekräftigten indessen die Kritik an Bono Vox. Zitiert   wurde zudem aus einem offenen Brief des indischen   UNO-Wirtschaftsexperten Jagdish Bhagwati an Bono Vox. Danach suche sich   der Sänger die falschen politischen Partner aus, sei in Bezug auf  Afrika  zum Sprecher einer überholten Programmatik geworden. Finanzhilfe  für  afrikanische Länder, bei der es sich in Wahrheit um Kredite  handele,  schaffe Abhängigkeit, keine Entwicklung, sei Quelle der  Korruption, hieß  es unter anderem.</strong></p>
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