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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Dr. Friedrich Buer &#8211; was Windkraftwerke anrichten</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Was Windkraftwerke anrichten &#8211; neoliberaler Naturschutz, Resultate und tatsächliche Ziele. Fakten von Dr. Friedrich Buer.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/was-windkraftwerke-anrichten-neoliberaler-naturschutz-resultate-und-tatsachliche-ziele-fakten-von-dr-friedrich-buer/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Sep 2012 15:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Friedrich Buer - was Windkraftwerke anrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Aktualisiert per 1. März 2012 Windräder töten Vögel und Fledermäuse, bringen Unfrieden ins Land, machen den Strom teurer und schaden der Wirtschaft Dr. Friedrich Buer http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/24/deutschlands-beachtliche-erfolge-im-neoliberalen-naturschutz-der-ruckgang-der-vogelbestande-ist-erschreckend-besonders-in-der-agrarlandschaft-artenexperte-dr-michael-stubbe-halle-schre/ &#8222;Mein Feld ist der Arten- und Landschaftsschutz, und der ist ja nun bei den Grünen seit Jahren unter die Windräder gekommen.&#8220;  Manfred Knake, Wattenrat Ostfriesland http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/17/immer-mehr-tote-vogel-durch-kollision-mit-windradern-in-brandenburg-betroffen-besonders-streng-geschutzte-arten-wie-seeadler-rotmilane-mausebussarde/ Aus der Ferne [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;        &lt;![endif]--></p>
<p><!--[if gte mso 9]&gt;     Normal   0         21         false   false   false      PT-BR   X-NONE   X-NONE                                                                                             &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                &lt;![endif]--><!--[if gte mso 10]&gt;   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Tabela normal"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-priority:99; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin-top:0cm; 	mso-para-margin-right:0cm; 	mso-para-margin-bottom:10.0pt; 	mso-para-margin-left:0cm; 	line-height:115%; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	mso-bidi-font-size:11.0pt; 	font-family:"Arial","sans-serif"; 	mso-fareast-language:EN-US;}  &lt;![endif]--></p>
<p><strong>Aktualisiert per 1. März 2012</strong></p>
<p><strong>Windräder töten Vögel und Fledermäuse,</strong></p>
<p><strong>bringen Unfrieden ins Land, machen den Strom teurer</strong></p>
<p><strong>und schaden der Wirtschaft</strong></p>
<p><strong>Dr. Friedrich Buer</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/24/deutschlands-beachtliche-erfolge-im-neoliberalen-naturschutz-der-ruckgang-der-vogelbestande-ist-erschreckend-besonders-in-der-agrarlandschaft-artenexperte-dr-michael-stubbe-halle-schre/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/24/deutschlands-beachtliche-erfolge-im-neoliberalen-naturschutz-der-ruckgang-der-vogelbestande-ist-erschreckend-besonders-in-der-agrarlandschaft-artenexperte-dr-michael-stubbe-halle-schre/</strong></a></p>
<p><strong>&#8222;Mein Feld ist der Arten- und Landschaftsschutz, und der ist ja nun bei<br />
den Grünen seit Jahren unter die Windräder gekommen.&#8220;  Manfred Knake, Wattenrat Ostfriesland </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/17/immer-mehr-tote-vogel-durch-kollision-mit-windradern-in-brandenburg-betroffen-besonders-streng-geschutzte-arten-wie-seeadler-rotmilane-mausebussarde/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/17/immer-mehr-tote-vogel-durch-kollision-mit-windradern-in-brandenburg-betroffen-besonders-streng-geschutzte-arten-wie-seeadler-rotmilane-mausebussarde/</strong></a></p>
<p><span id="more-13873"></span></p>
<p>Aus der Ferne gesehen drehen sie sich langsam und friedlich. Und die sollen Vögel und</p>
<p>Fledermäuse töten, Storchen- und Kranichhäcksler sein, wie Vogelfreunde behaupten,</p>
<p>lebensgefährliche Eisbomben verschießen und Symbole des Versagens der</p>
<p>Naturschutzverbände sein?</p>
<p>Die friedliche Idylle täuscht. Windräder töten Vögel und Fledermäuse und gefährden</p>
<p>Spaziergänger. Sie sind Symbole für das Versagen der Naturschutzverbände.</p>
<p>Windräder auf dem Schellenberg bei Neustadt a. d. Aisch, Juli 2011</p>
<p>Rotorspitzen über 400 km/h schnell</p>
<p>Tatsächlich fegen die Spitzen der Rotorblätter schon bei mäßigem Wind mit 170 km/h durch</p>
<p>die Luft und laut Informationstafel am Schellenberg bei Neustadt a. d. Aisch liegt deren</p>
<p>Spitzengeschwindigkeit bei 272,3 km/h. Neuere Anlagen erreichen über 400 km/h. Für</p>
<p>Skeptiker zum Nachrechnen: Einfach die Rotorblattlänge in Metern mit 22,6 multiplizieren</p>
<p>und durch die Zahl der Sekunden teilen, die das Windrad für eine Umdrehung braucht und</p>
<p>man erhält die Geschwindigkeit der Rotorblattspitzen in km/h. Die meisten Rotorblätter sind</p>
<p>zwischen 35 und 55 Meter lang, auf See sind Längen von 125 Metern geplant.</p>
<p>Page 2</p>
<p>Sog zieht Vögel und Fledermäuse an die Rotoren</p>
<p>Kommt ein Vogel oder eine Fledermaus auch nur in die Nähe eines Rotorblattes, saugt sie</p>
<p>ein Unterdruck unweigerlich gegen das Rotorblatt und es ist um sie geschehen. Dieser</p>
<p>Unterdruck entsteht durch die Luftströmung an den Rotorblättern und schwankt, weil der</p>
<p>Wind mal schneller oder mal langsamer weht und auch, weil sich das Rotorblatt wegen</p>
<p>seines hohen Trägheitsmomentes nur verzögert schneller oder langsamer drehen kann. Mit</p>
<p>dem Unterdruck schwankt auch der daraus resultierende Sog ständig. Verstärkt werden die</p>
<p>Druckschwankungen durch den Turm-Effekt, weil immer dann, wenn ein Rotorblatt vor dem</p>
<p>Turm vorbei saust, der Winddruck abfällt und deshalb das Rotorblatt vor und zurück springt.</p>
<p>Das hört man als Wummern, weil der Mast periodisch von den nachlaufenden</p>
<p>Luftströmungen des vor ihm vorbei sausenden Rotorblattes getroffen wird und sich seine</p>
<p>Anströmrichtung und Anströmgeschwindigkeit kurzzeitig ändern. Hinzu kommt, dass der</p>
<p>Wind mit der Höhe zunimmt, was man schon vom Kinderdrachen kennt. Das bedeutet aber,</p>
<p>dass die Rotorblätter, wenn sie ganz oben stehen, mehr belastet werden, als wenn sie ganz</p>
<p>unten stehen. Das führt zu weiteren Schwingungen und zwar umso mehr, je länger die</p>
<p>Rotorblätter werden.</p>
<p>Druckschwankungen sind kilometerweit zu hören</p>
<p>Obwohl sich die Druckschwankungen mit Schallgeschwindigkeit ausbreiten und sich dabei</p>
<p>mit dem Quadrat der Entfernung abschwächen, hört man das Wummern noch</p>
<p>kilometerweit. Daran erkennt man die enorme Wucht der Druckschwankungen und ihre</p>
<p>Gefährlichkeit für Vögel und Fledermäuse. Auch der Infraschall wird letztlich durch die</p>
<p>Druckschwankungen ausgelöst. Wir Menschen können ihn wegen seiner tiefen Tonlage nicht</p>
<p>hören, er scheint aber trotzdem gesundheitsschädlich zu sein. Hinzu kommt, dass Infraschall</p>
<p>weiter reicht als der hörbare Schall. Elefanten unterhalten sich mit Infraschall über 2,5</p>
<p>Kilometer Entfernung.</p>
<p>Einfacher Versuch zu Sogwirkung</p>
<p>Die Sogwirkung der Rotorblätter zeigt ein einfacher Versuch. Hält man zwei Blatt Papier in</p>
<p>geringem parallelen Abstand vor den Mund und bläst hindurch, so weichen sie nicht etwa</p>
<p>auseinander, wie man vermuten könnte, sondern der Sog zieht sie aufeinander zu. Ersetzt</p>
<p>man eines der beiden Blätter durch Karton, zieht der Sog das leicht bewegliche Papier auf</p>
<p>den starren Karton. Der Karton entspricht dem starren Rotorblatt und das bewegliche Papier</p>
<p>dem Vogel oder der Fledermaus. Jedoch pustet kein harmloser Mensch, sondern ein</p>
<p>Tornado mit Windgeschwindigkeiten bis über 400 km/h und zwar ständig, solange sich das</p>
<p>Windrad dreht! Ein solcher Sog ist tödlich, da gibt es kein Entkommen. Schon viel geringere</p>
<p>Geschwindigkeiten wie bei Schiffsschrauben oder sich eng begegnenden LKWs oder von</p>
<p>vorbei fahrenden Zügen sind lebensgefährlich: Ein Hobbyfilmer wollte einen dramatischen</p>
<p>Streifen drehen, stellte seine Kamera ganz dicht an die Bahngleise und filmte den</p>
<p>herannahenden Zug. Er glaubte sich sicher, doch der Sog des Unterdruckes zog ihn an den</p>
<p>Zug, er selbst überlebte, seine Kamera nicht.</p>
<p>Page 3</p>
<p>Schild warnt vor dem Sog der Züge</p>
<p>Ausweichen für Vögel und Fledermäuse unmöglich</p>
<p>Werden Tiere von einem Rotorblatt direkt getroffen, dann ist es natürlich erst recht um sie</p>
<p>geschehen und die Wahrscheinlichkeit dafür ist groß. Denn jedes einzelne Rotorblatt wiegt</p>
<p>3,5 t und mehr, also so viel wie ein rasender Kleinlaster und alle paar Sekunden kommt das</p>
<p>Nächste mit einer Geschwindigkeit von 27 bis 76 Metern pro Sekunde herangerast und dann</p>
<p>wieder eines und wieder und wieder. Das ist der sprichwörtliche Kampf gegen</p>
<p>Windmühlenflügel, den jeder Vogel und jede Fledermaus verliert.</p>
<p>Tod auch ohne direkte Kollision</p>
<p>Doch selbst wenn die Opfer nicht vom Rotorblatt angesogen oder direkt getroffen werden,</p>
<p>lösen die heftigen Druckschwankungen im Turbulenzbereich der Rotorblätter innere</p>
<p>Verletzungen aus. Die Tiere sterben ohne Zeichen äußerer Verletzungen, was durchaus</p>
<p>vergleichbar mit der Wirkung von Luftminen auf Menschen im 2. Weltkrieg ist. Diese Minen</p>
<p>lösten ebenfalls heftige Druckschwankungen aus und zerrissen auch Menschen die Lungen,</p>
<p>die sich im Bunker sicher glaubten. Diese als Barotraumen bezeichneten inneren</p>
<p>Verletzungen betreffen nicht nur die Lungen. Bei Fledermäusen fand man sogar geplatzte</p>
<p>Fettzellen (Current Biology 18, S. 695 – 696, 2008), was zeigt, wie äußerst aggressiv die</p>
<p>Druckschwankungen sind.</p>
<p>Hersteller fürchten die Folgen der Druckschwankungen</p>
<p>Auch die Hersteller wissen um die Druckschwankungen, die sich pausenlos wiederholen und</p>
<p>sogar die Rotorblätter zerstören können. Andererseits sind sie unverzichtbar, weil die</p>
<p>speziellen Druck- und Strömungsverhältnisse das Windrad antreiben. Deshalb führen sie</p>
<p>millionenteure Prüfungen durch, um zu testen, ob die Rotorblätter die Druckschwankungen</p>
<p>aushalten. Vögel und Fledermäuse kommen in den Tests nicht vor. Und auch nicht, dass das</p>
<p>Wummern und der Infraschall auf Menschen wie eine Folter wirken kann, besonders nachts,</p>
<p>wenn der allgemeine Geräuschpegel niedrig ist. Das gilt auch für den Schattenwurf der</p>
<p>Rotoren, der bei tief stehender Sonne weit ins Land hinein reicht. Es kommt zu einem</p>
<p>ständigen Wechsel zwischen hell und dunkel und den hält niemand aus.</p>
<p>Page 4</p>
<p>Aber die Rotorblätter überstreichen doch nur eine kleine Fläche</p>
<p>Auch da täuschen wir uns gewaltig! Bei einem Durchmesser des Windrades von 72 Metern</p>
<p>werden 4.000 Quadratmeter überstrichen und zur tödlichen, senkrecht stehenden Sperrzone</p>
<p>im Luftraum. Die drei Windräder auf dem Schellenberg bei Neustadt a. d. Aisch sperren dort</p>
<p>zusammen den Luftraum auf einer Fläche von rund 15.000 Quadratmetern, was etwa 48</p>
<p>Baugrundstücken à 400 m</p>
<p>2</p>
<p>entspricht. Dazu kommen die Turbulenzzonen, die die</p>
<p>Sperrfläche noch viel größer machen. Ich habe selbst gesehen, wie eine Feldlerche trällernd</p>
<p>neben einem dieser Windräder aufstieg und deutlich oberhalb des Rotors offenbar in die</p>
<p>Turbulenzen geriet und weggeschleudert wurde. Unter</p>
<p>http://www.youtube.com/watch?v=zkbU1tS_UQc&amp;NR=1 sieht man in einem Video wie ein</p>
<p>Geier vom Windrad erschlagen wird. Inzwischen drehen sich in Deutschland über 21.600</p>
<p>Windräder und jetzt soll es mit dem Bau von noch größeren und noch höheren erst richtig</p>
<p>los gehen. General Electric will Windräder mit Rotordurchmessern von 110 Metern in</p>
<p>unseren Wäldern aufstellen und plant noch größere. An der Spitze liegt Vestas, deren</p>
<p>Windrad-Rotoren für die Nordsee 250 Metern Durchmesser haben. Jeder davon überstreicht</p>
<p>die kaum vorstellbare Kreisfläche von 49.000 Quadratmetern (= 4,9 Hektar oder 122</p>
<p>Baugrundstücke à 400 m</p>
<p>2</p>
<p>) und macht sie zur tödlichen Sperrzone für alles, was fliegt.</p>
<p>Verglichen mit den Windrädern sind die kriminellen Vogeljäger im Süden Europas nur</p>
<p>harmlose Lausbuben.</p>
<p>Auch Masten von Windrädern und still stehende Rotoren sind Todesfallen</p>
<p>Selbst wenn Windräder still stehen, töten sie Vögel. Sie stoßen gegen den Turm und gegen</p>
<p>die still stehenden Rotoren und fallen unmittelbar unter das Windrad (Der Falke 58, Seite</p>
<p>499 – 501, 2011). Deshalb sind sie vergleichsweise einfach zu finden. Offenbar können sie</p>
<p>die tödlichen Hindernisse nicht erkennen, was aus evolutionsbiologischer Sicht verständlich</p>
<p>ist. Vögel gibt es seit vielen Millionen Jahren und sie haben sich in dieser langen Zeit optimal</p>
<p>an ihre Umwelt angepasst. Mit 100 bis 200 Meter hohen, frei stehenden Hindernissen</p>
<p>mussten sie niemals rechnen und deshalb rechnen sie auch heute nicht damit.</p>
<p>Aber warum findet man praktisch nie die Opfer?</p>
<p>Das liegt einmal daran, dass sie nur ausnahmsweise direkt unter das Windrad fallen, sondern</p>
<p>von ihm aus einer Höhe von bis zu 200 m mit Geschwindigkeiten zwischen 100 und 400 km/h</p>
<p>weit weggeschleudert werden und zwar bei Kollisionen oberhalb der Rotornabe nach der</p>
<p>einen Seite und unterhalb der Rotornabe nach der anderen Seite. Außerdem werden sie je</p>
<p>nach Windrichtung in andere Richtungen geschleudert, wobei sie der Wind zusätzlich</p>
<p>ablenkt. So werden die Opfer durch die Rotoren auf einer riesigen Kreisfläche von mehreren</p>
<p>Hektar verteilt und sind kaum zu finden. Bei noch höheren Windrädern wird die Suche</p>
<p>praktisch aussichtslos, erst recht im Wald oder auf gar auf See. So erging es mir auch mit der</p>
<p>Feldlerche am Schellenberg. Ich fand sie nicht, aber ihr Trällern habe ich auch nicht mehr</p>
<p>gehört. Bei Volltreffern kommt hinzu, dass von den Tieren kaum noch Erkennbares übrig</p>
<p>bleibt, vor allem, wenn sie klein sind.</p>
<p>Page 5</p>
<p>Opfer „verschwinden“, weil andere Tiere sie fressen</p>
<p>Für Krähen, Elstern, Rotmilane, Bussarde, Turmfalken, Füchse, Katzen, Marder, Wiesel,</p>
<p>Ratten und andere Tiere sind die Windradopfer eine begehrte Nahrungsquelle. Sie alle</p>
<p>warten geradezu auf die nächste „Fütterung“ und werden dabei oft selbst zu Opfern, wie die</p>
<p>seit Jahren seltener werdenden Rotmilane. Auch Geier suchen als Aasfresser den Bereich</p>
<p>von Windrädern ab und werden prompt erschlagen, wie es im oben genannten Youtube-</p>
<p>Video zu sehen ist. Tote Eintagsküken, die man um ein Windrad herum abgelegt und sogar</p>
<p>versteckt hatte, waren deshalb schon nach wenigen Stunden „verschwunden“ und so geht</p>
<p>es auch den Opfern der Windräder. Deshalb werden sie so selten gefunden und die</p>
<p>offiziellen Funddateien verschleiern die Dimension des Problems. Sie bilden nur die Spitze</p>
<p>eines Eisberges ab, was den Fachleuten natürlich bekannt ist.</p>
<p>Im Internet http://tinyurl.com/36oxht2 und in ornithologischen Fachzeitschriften (u.a. Der</p>
<p>Falke 6, 2011 und 8, 2011, Wiesenweihe, Rotmilan) gibt es dazu eine Vielzahl von</p>
<p>Fallbeschreibungen und Informationen. Folgendes schrieb schon vor zehn Jahren der</p>
<p>Präsident des Landesumweltamtes Brandenburg, Prof. Dr. Matthias Freude: „Im</p>
<p>Sommerurlaub 2001 entdeckte ein Kollege aus der Staatlichen Vogelschutzwarte</p>
<p>Brandenburg einige offensichtlich erschlagene Vögel unter holländischen Windrädern nahe</p>
<p>an der Küste. Unerwarteterweise fanden sich bei einer Nachsuche im Brandenburgischen</p>
<p>Binnenland ebenfalls tote Vögel unter den Windrädern. Seitdem wird zumindest</p>
<p>stichprobenhaft von Ornithologen, Zivildienstleistenden und ehrenamtlichen Helfern unter</p>
<p>Windkraftanlagen nach verunglückten Vögeln gesucht. Überraschenderweise fanden sich</p>
<p>dabei auch erschlagene Fledermäuse. Umso genauer man suchte, desto mehr der im Gras</p>
<p>und Gebüsch nur schwer aufzuspürenden Fledermausüberreste wurden entdeckt. Vögel und</p>
<p>Fledermäuse werden häufig von den Windrädern regelrecht halbiert oder Teile</p>
<p>abgeschlagen.“</p>
<p>Aber Studien zeigen doch, dass es so schlimm nicht ist</p>
<p>Leider muss man heute auch bei wissenschaftlichen Gutachten und Publikationen fragen,</p>
<p>wer dahinter steht und wer sie bezahlt hat. Gutachten und Gegengutachten sind zum</p>
<p>Geschäft geworden, die die jeweiligen Auftraggeber für ihre Interessen nutzen wollen.</p>
<p>Natürlich gibt es auch korrekte Gutachten, nur wie soll man die Spreu vom Weizen trennen?</p>
<p>Außerdem hört man immer wieder von Fällen, in denen „nicht hilfreiche“ Gutachten unter</p>
<p>amtlichen Verschluss gehalten werden. Das aber nur, weil es manchmal „undichte Stellen“</p>
<p>gibt. Deshalb sind beschwichtigende Aussagen aus dem Bundesumweltministerium oder der</p>
<p>Spitzenfunktionäre der Natur- und Umweltschutzverbände mit Vorsicht zu genießen. Sie alle</p>
<p>setzen sich für den Bau der Windräder ein und haben ihre politische und berufliche Zukunft</p>
<p>damit verbunden und es geht um viel Geld. Da kommt jedes Argument gerade recht. Zum</p>
<p>Beispiel versuchen der Verband Windenergie e.V. und Deutschlands größter</p>
<p>Artenschutzverband NABU, sich mit dem Argument rein zu waschen, dass durch den Verkehr</p>
<p>noch mehr Vögel umkämen. Mit dieser Ausrede könnten sich auch Europas kriminelle</p>
<p>Vogelfänger reinwaschen, deren schlimmes Treiben der NABU natürlich bekämpft!</p>
<p>Aber auch seriöse Untersuchungen können nur die gefundenen Opfer von Windrädern</p>
<p>zählen und die sind, wie gesagt, nur die Spitze des Eisberges.</p>
<p>Page 6</p>
<p>Rotmilane als unbestechliche Bio-Gutachter</p>
<p>Rotmilane fliegen auffällig oft in der Nähe von Windrädern. Als Greifvögel sehen sie schärfer</p>
<p>als jeder Wissenschaftler und besonders scharf sehen sie ihre Nahrung und die ist Aas und</p>
<p>das liefern ihnen die Windräder. Wenn da kein Aas wäre, warum sollten sie da suchen? Ihr</p>
<p>Unglück ist, dass sie bei ihrer Nahrungssuche von den Rotoren ebenfalls erschlagen werden,</p>
<p>und da sie groß sind, werden sie häufiger gefunden. In der Statistik der Zufallsfunde stehen</p>
<p>die Rotmilane an erster Stelle (Der Falke 12, S. 484-489, 2011). Inzwischen sieht man sie</p>
<p>seltener in der Nähe von Windrädern, denn ihr Bestand ging seit den 90iger Jahren um ein</p>
<p>Viertel zurück und sinkt weiter. Aber für das Sterben an den Windrädern sind Rotmilane</p>
<p>unbestechliche Bioindikatoren, die sich von niemanden vor den Karren seiner Interessen</p>
<p>spannen lassen.</p>
<p>Wie könnte man die wirkliche Zahl der Opfer finden?</p>
<p>Eine glaubwürdige und aussagekräftige wissenschaftliche Untersuchung des Problems von</p>
<p>wirklich unabhängiger Stelle ist mir nicht bekannt. Wie könnte die aussehen? Man könnte</p>
<p>kreisförmig unter die zu prüfenden Windräder Netze spannen, die mögliche Opfer</p>
<p>auffangen, ihren Aufprall durch Sensoren rund um die Uhr automatisch registrieren und</p>
<p>diese Rohdaten für jedermann zugänglich ins Netz stellen. Der Radius des Fangnetz-Kreises</p>
<p>müsste so groß sein, dass auch weit weg geschleuderte Opfer aufgefangen werden. Eine</p>
<p>solche Untersuchung würde zeigen, wie groß der Eisberg unter den Zufallsfunden wirklich</p>
<p>ist. Das ist wohl auch der Grund, warum es bis heute eine solche Untersuchung nicht gibt. Sie</p>
<p>würde wahrscheinlich ein Debakel ans Licht bringen und da sie von denjenigen mit</p>
<p>öffentlichen Mitteln finanziert werden muss, die immer mehr Windräder aufstellen wollen,</p>
<p>wird man sie nicht finanzieren.</p>
<p>210 °C heiße Stromleitungen und die Vögel?</p>
<p>Das Stromnetz in Deutschland ist nicht für den Transport von Wind- und Solarstrom</p>
<p>ausgelegt. Deshalb müssen viele Tausend Kilometer neue Fernleitungen gebaut werden.</p>
<p>Doch gegen die gibt es massiven Widerstand und der Bau würde viele Jahre dauern. Aber</p>
<p>man könnte die vorhandenen Fernleitungen so umbauen, dass sie doppelt so viel Strom</p>
<p>leiten können. Das geht mit den Leiterseilen („Stromdrähten) der vorhandenen</p>
<p>Fernleitungen deshalb nicht, weil Leiterseile sich erwärmen und ausdehnen, wenn Strom</p>
<p>durchfließt. Darum hängen sie durch und zwar umso tiefer, je mehr Strom durch geleitet</p>
<p>wird und spätestens bei 80 °C ist Schluss. Doch es gibt neue Hochtemperatur-Leiterseile, die</p>
<p>an der RWTH Aachen entwickelt wurden und die sich technisch bewährt haben. Sie können</p>
<p>bis 210 °C aufgeheizt werden und dann doppelt so viel Strom transportieren. Greenpeace</p>
<p>beschreibt sie in seinem Magazin (29.11.2011) und meint, mit ihnen könne man sich den Bau</p>
<p>von 4.450 km neuer Stromtrassen ersparen. Dann bekommen wir elektrische Heizdrähte</p>
<p>quer durch Deutschland, die mit Wind- und Solarstrom heizen. Das ist Verschwendung pur.</p>
<p>Und was den Vögeln droht, die sich auf 210 °C heißen Leitungen ausruhen wollen, mag man</p>
<p>sich gar nicht vorstellen.</p>
<p>Warum sind Windräder auch für Menschen lebensgefährlich?</p>
<p>Weil der Unterdruck an den Rotorblättern noch eine weitere unvermeidliche Folge hat. Im</p>
<p>Großen kennen wir den Effekt von den Tiefdruckgebieten. Das Wetter trübt sich ein, Wolken</p>
<p>Page 7</p>
<p>ziehen auf, es regnet oder schneit, weil bei sinkendem Luftdruck das Wasser, das in der Luft</p>
<p>für uns unsichtbar gelöst ist, zu Tröpfchen kondensiert, deren große Menge wir als Trübung,</p>
<p>Nebel oder Wolken sehen. Fallender Luftdruck führt aber immer auch zur Abkühlung der</p>
<p>Luft. Diese Abkühlung wird jedoch durch die Wärme gemildert, die bei der Kondensation der</p>
<p>Tröpfchen frei wird. Behält die Abkühlung die Oberhand, können die Wassertröpfchen</p>
<p>gefrieren und sich an den Rotorblättern als Eiskrusten festsetzen. Das Risiko besteht das</p>
<p>ganze Jahr über, besonders aber bei Nebel oder trübem Wetter um null Grad, aber auch bei</p>
<p>Temperaturen über Null. Nach und nach werden die Eiskrusten dicker und schwerer.</p>
<p>Zugleich zerren die enormen Fliehkräfte an ihnen und irgendwann lösen sie sich und</p>
<p>schießen als Eisplatten wie Geschosse mit bis zu 400 km/h davon. Ihre Reichweite hängt von</p>
<p>der jeweiligen Stellung des Rotorblattes und seiner Radialgeschwindigkeit zum Zeitpunkt der</p>
<p>Ablösung ab. Deshalb können die Eisgeschosse unmittelbar am Turm einschlagen. Sie</p>
<p>können aber auch an jedem anderen Punkt in einem Umkreis von einigen hundert Metern</p>
<p>um das Windrad herum einschlagen, wobei der Wind sie zusätzlich ablenkt. Dazu nur einer</p>
<p>von zahlreichen weiteren Berichten (</p>
<p>http://www.swp.de/ehingen/lokales/alb/Eisschlag-vom-</p>
<p>Windrad;art5707,1220154):</p>
<p>Eisgeschosse von einem 130 Meter entfernten Windrad haben ein Scheunendach bei Ehingen durchschlagen.</p>
<p>Zum Glück haben sie kein Schädeldach getroffen</p>
<p>Den Herstellern ist die Vereisung der Rotoren bekannt, weil sie zu Unwucht führen und das</p>
<p>Windrad beschädigen können. An einer falsch beladenen Wäscheschleuder erkennt man den</p>
<p>Effekt. Deshalb bauen sie Sensoren ein, die eine Unwucht registrieren und das Windrad</p>
<p>stoppen. Gefährlich bleibt das Windrad trotzdem, denn im Normalfall vereisen alle</p>
<p>Rotorblätter gleichmäßig und es entsteht keine Unwucht. Erst wenn sich Eis von einem der</p>
<p>Rotorblätter löst, entsteht Unwucht und erst dann können die Sensoren reagieren und das</p>
<p>Windrad stoppen. Dann aber sind die Eisgeschosse schon unterwegs. Damit sich kein Eis</p>
<p>bildet, könnten die Rotorblätter auch geheizt werden. Doch das kostet einen Teil des Stroms,</p>
<p>Page 8</p>
<p>den das Windrad erzeugt oder man bräuchte Strom aus dem Netz, der durchaus importierter</p>
<p>Atomstrom sein kann.</p>
<p>Eis auch an still stehenden Windrädern</p>
<p>Eiskrusten und Eisklumpen können sich auch an still stehenden Windrädern bilden, also auch</p>
<p>ohne die Kühlwirkung durch Unterdruck. Das geschieht besonders bei Temperaturen um</p>
<p>oder unter null Grad. Sie lösen sich, wenn das Windrad wieder in Betrieb genommen wird</p>
<p>und werden dann zu Geschossen.</p>
<p>Und so wird vor den Eisgeschossen gewarnt. Es beginnt also der „Sicherheitsbereich“!</p>
<p>Schild an den Windrädern am Schellenberg in Neustadt a. d. Aisch</p>
<p>In Wahrheit endet der Sicherheitsbereich und es beginnt der Unsicherheitsbereich, in dem</p>
<p>lebensgefährliche Eisgeschosse drohen und zwar in einem Umkreis von einigen Hundert</p>
<p>Metern und das auch bei Kälteperioden im Sommer. Solche Schilder beweisen, wie</p>
<p>unaufrichtig die Informationen der Windradbetreiber sind.</p>
<p>Und warum laufen die Natur- und Umweltschutzverbände nicht Sturm gegen Windräder</p>
<p>und preisen sogar die Wälder als neue Standorte?</p>
<p>Sie stecken in einer Zwickmühle. Jahrelang haben ihre Spitzenfunktionäre die Angst vor</p>
<p>einer drohenden Klimakatastrophe geschürt und als Rettung alternative Energiequellen wie</p>
<p>Windräder, Solarstrom und Biogas gefordert. Ihre Forderungen wurden erfüllt, mit fatalen</p>
<p>Folgen.</p>
<p>Biogas beschleunigt den Artenschwund,</p>
<p>Page 9</p>
<p>weil der Anbau von Mais für Biogasanlagen immer mehr Arten und andere Kulturen</p>
<p>verdrängt und selbst Brachflächen beansprucht. Statt Nahrung wird Biogas produziert und</p>
<p>Deutschland muss Weizen importieren, was den Welthunger verschärft. Auf Feldwegen</p>
<p>blüht praktisch nichts mehr, von den intensiv bearbeiteten Maisäckern ganz zu schweigen.</p>
<p>Im Vergleich dazu sind Straßenränder und Mittelstreifen von Autobahnen blühende</p>
<p>Paradiese und Oasen der Artenvielfalt. Das sieht man auch ohne Fachkenntnisse.</p>
<p>Herzstücke des Naturschutzes werden geopfert</p>
<p>Der Schutz der Vögel und Fledermäuse, das Herzstück des Naturschutzes, ist ins genaue</p>
<p>Gegenteil verkehrt. Die Windräder schützen sie nicht, sondern erschlagen sie. Auch der</p>
<p>Schutz der Kulturlandschaft gehört zum Markenkern des Naturschutzes. Windräder und</p>
<p>neue Stromtrassen verkehren auch dieses Ziel in sein Gegenteil. Und die Spitzenfunktionäre</p>
<p>der Natur- und Umweltschutzverbände sehen nicht nur tatenlos zu, sie fordern sogar noch</p>
<p>den weiteren Ausbau und stehen damit hinter den Plänen der Bundesregierung. Nicht</p>
<p>erwähnen sie, dass allein im Altamont-Windpark in Kalifornien jährlich etwa 100 Steinadler</p>
<p>und andere Greifvögel erschlagen wurden.</p>
<p>Windräder spalten die Gesellschaft</p>
<p>Eigentlich möchten alle friedlich leben und arbeiten. Doch damit ist es wegen der Windräder</p>
<p>für immer mehr Bürgerinnen und Bürger vorbei. Windräder machen, dass rechtschaffene</p>
<p>Bürger auf einander los gehen und das in ganz Deutschland. Da ist der Hotelier, der sein</p>
<p>neues Wellness-Hotel bedroht sieht, andere rührt das nicht, sie machen Wellness daheim.</p>
<p>Da sind die stromintensiven Aluminiumwerke, die sich im Ausland umsehen, zur Sorge ihrer</p>
<p>Mitarbeiter. Dann importieren wir eben das Alu, denken andere, wir arbeiten sowieso nicht</p>
<p>dort. Die einen sehen die Landschaft verhunzt, für andere ist das nicht so schlimm. Die</p>
<p>einen stört der wummernde Lärm, die anderen weniger, weil sie weit weg wohnen oder</p>
<p>Disko geschädigt sind. Die einen macht der Infra-Schall krank, die anderen spüren nichts. Der</p>
<p>intermittierende Schattenwurf treibt einige zur Verzweiflung, andere nicht, weil er nur</p>
<p>vorübergehend ist. Die einen sorgen sich wegen des Tiersterbens an den Windräder, die</p>
<p>anderen nicht, weil sie nicht erfahren, warum die vielen Opfer nur höchst selten gefunden</p>
<p>werden. Die einen protestieren gegen neue Stromtrassen, die anderen nicht, weil sie nicht</p>
<p>vor der eigenen Haustür entstehen sollen. Die einen fürchten steigende Strompreise, für</p>
<p>andere ist das kein Thema. Die Wirtschaft sorgt sich wegen der steigenden Stromkosten um</p>
<p>ihre Wettbewerbsfähigkeit und mit ihnen ihre Beschäftigten, für andere ist das nicht so</p>
<p>wichtig, die lassen sich als Abgeordnete versorgen oder verdienen als Investoren daran, wie</p>
<p>der deutsche Umweltminister Röttgen. Die einen fürchten sich vor der Klimakatastrophe, die</p>
<p>anderen halten das für den größten Wissenschaftsbetrug aller Zeiten, darunter hoch</p>
<p>angesehene Wissenschaftler. Viele wollen CO</p>
<p>2</p>
<p>einsparen, doch Fachleute mahnen, dass</p>
<p>Pflanzen nur mit CO</p>
<p>2</p>
<p>wachsen und daher auch die Ernten der Welt von ausreichend CO</p>
<p>2</p>
<p>in</p>
<p>der Atmosphäre abhängen. Kein Wunder also, dass die Politiker-Verdrossenheit wächst und</p>
<p>auf Anhörungen und in Leserbriefen sogar Worte wie „Ökoterrorismus“ und</p>
<p>„Ermächtigungs-Gesetze“ auftauchen.</p>
<p>Page 10</p>
<p>Wer zahlt, wer kassiert?</p>
<p>Nur wenige Leute mit viel Geld verdienen an den „Bürgerwindrädern“. Es sind die Hersteller,</p>
<p>die Verpächter der Standorte, die Investoren und die Banken, die mit Krediten den Weg frei</p>
<p>machen. Sie alle können ohne Risiko kassieren, weil sie ihren Gewinn per Stromrechnung</p>
<p>bei allen Stromkunden einfach abbuchen können. Offiziell heißt dieser gesetzlich erlaubte</p>
<p>Griff in den Geldbeutel aller anderen „Einspeisevergütung“. Sie sind in der Lage eines</p>
<p>Bäckers, der so viele Brötchen backen darf, wie er kann, egal ob sie jemand kauft oder nicht</p>
<p>und das auch noch zu doppeltem Preis. Ein Meisterwerk des Lobbyismus zum Schaden der</p>
<p>Allgemeinheit.</p>
<p>Umverteilung von unten nach oben</p>
<p>Das belastet diejenigen mit geringem Einkommen relativ stärker als die mit hohem</p>
<p>Einkommen und ist klar unsozial, weil Umverteilung von unten nach oben. Für die ganz</p>
<p>Schwachen müssen Städte und Gemeinden die Rechnung zahlen. Das zwingt sie zu sparen</p>
<p>oder Gebühren und Steuer zu erhöhen, was wiederum alle trifft. Zu allem Überfluss lassen</p>
<p>sich die Investoren als ökologisch vorbildlich feiern und die anderen, die zwangsweise alles</p>
<p>bezahlen müssen, gelten als ökologische Bremser.</p>
<p>Warum Strompreise noch höher steigen</p>
<p>Wenn kein Wind weht oder keine Sonne scheint, was in jeder Nacht passiert, brauchen wir</p>
<p>auch Strom. Dann müssen konventionelle Kraftwerke anlaufen und fehlenden Strom liefern.</p>
<p>Hinter jedem Windrad und jedem Solarmodul muss also ein konventionelles Ersatz-</p>
<p>Kraftwerk stehen. Wenn dann der Wind wieder weht oder die Sonne scheint, müssen diese</p>
<p>Kraftwerke abgeschaltet werden, denn der Ökostrom darf vorrangig ins Netz. Wenn aber ein</p>
<p>konventionelles Kraftwerk nur z. B. die Hälfte der Zeit läuft, produziert es auch nur die</p>
<p>Hälfte. Da die Kosten aber nicht um die Hälfte sinken, sondern wegen des erhöhten</p>
<p>Verschleißes noch steigen, ist dieser Ersatzstrom besonders teuer. Deshalb steigen die</p>
<p>Strompreise noch über die „Einspeisevergütung“ hinaus. Dazu kommen noch klammheimlich</p>
<p>höhere Steuern. Deshalb warnen Wirtschaftsfachleute immer lauter vor diesen</p>
<p>unübersehbaren Kostensteigerungen. Denn die Stromkosten belasten nicht nur private</p>
<p>Haushalte, sondern alle Produkte und Dienstleistungen. Sie stecken in jedem Frühstücksei</p>
<p>und jeder Schulstunde.</p>
<p>Klimawandel ist normal und niemand kann in die Zukunft sehen</p>
<p>Langsam spricht sich auch herum, dass sich das Klima schon immer gewandelt hat, auch als</p>
<p>es noch keine Menschen gab. Klimawandel ist also nichts Neues und ganz normal. Warum</p>
<p>also bekämpfen? Nur zum Vorteil von Investoren und zu Lasten der Artenvielfalt und der</p>
<p>Stromkunden? Und wenn das CO</p>
<p>2</p>
<p>das Klima steuert, warum gab es Zeiten, in denen die</p>
<p>Temperatur anstieg und das CO</p>
<p>2</p>
<p>sank? Und warum gab es Zeiten, in denen umgekehrt das</p>
<p>CO</p>
<p>2</p>
<p>anstieg und die Temperatur sank? Und auch eine weitere Binsenweisheit lässt sich nicht</p>
<p>mehr verdrängen: Wir Menschen können nicht in die Zukunft sehen, das geht weder mit der</p>
<p>Page 11</p>
<p>Glaskugel noch mit dem Supercomputer. Wer es trotzdem tut, dem darf man nicht glauben,</p>
<p>der betreibt Wahrsagerei, daran ändern auch akademische Titel nichts.</p>
<p>Windräder sind Symbole des Versagens der Natur- und Umweltschutzverbände</p>
<p>In diese Lage haben uns die Spitzenfunktionäre der Natur- und Umweltschutzverbände</p>
<p>manövriert und jetzt merken das auch immer mehr ihrer vielen wohlmeinenden und meist</p>
<p>ehrenamtlich tätigen Mitglieder. Die Spaltung der Naturschutzbewegung ist unübersehbar.</p>
<p>Die Funktionäre müssten ihren Irrtum einsehen und das Ruder herumwerfen. Stattdessen</p>
<p>geben sie jetzt auch noch die Wälder für Windräder frei und opfern ein weiteres Herzstück</p>
<p>des Naturschutzes. Dazu treffen sich Anfang September 2011 Hubert Weinzierl, der</p>
<p>Präsident des Deutschen Naturschutzringes (DNR, Dachorganisation von rund 100</p>
<p>Umweltschutzverbänden), der Vorsitzende des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern,</p>
<p>Ludwig Sothmann, Sebastian Schönauer vom Bund Naturschutz in Bayern und Markus Söder,</p>
<p>der damalige bayerische Umweltminister. Prominenter geht es nicht. Sie weihen ein 3-</p>
<p>Megawatt-Windrad ein, das im mittelfränkischen Emskirchen in einen Wald betoniert wurde</p>
<p>und für das ein Teil des Waldes gefällt wurde. Künftig wird das Wummern dieser</p>
<p>Industrieanlage kilometerweit zu hören sein und den vorher erholsamen und ruhigen Wald</p>
<p>entwerten. Bei der Gelegenheit kündigt Söder weitere 1.000 Windräder vorzugsweise in</p>
<p>bayerischen Wäldern an. Dazu sollen die Genehmigungen verkürzt und nur noch drei</p>
<p>Monate dauern. Lärmgutachten sollen stark eingeschränkt werden und die Behörden sollen</p>
<p>die Bestimmungen für den Naturschutz nicht mehr so streng nehmen. Der Artenschutz solle</p>
<p>abgespeckt werden und auch in Landschaftsschutzgebieten und Naturparks sollen bald</p>
<p>Windräder stehen. Und wie reagieren</p>
<p>Einweihung einer Windanlage mitten im Wald</p>
<p>Page 12</p>
<p>(Fränkische Landeszeitung, 7. September 2011)</p>
<p>die Spitzenfunktionäre des Natur- und Umweltschutzes auf diese Zumutungen? „Die Politik</p>
<p>bewegt sich endlich“, freut sich Sebastian Schönauer vom Bund Naturschutz. Von einem</p>
<p>„großen Sprung“ spricht der oberste Vogelschützer Ludwig Sothmann. Und Hubert Weinzierl</p>
<p>schwärmt: „Die Energiewende ist ein Geschenk. Konflikte um Windräder werden minimiert“</p>
<p>und man wolle „zeigen, dass Windkraft auch im Wald genutzt werden kann“. So feiern die</p>
<p>Spitzenfunktionäre des Natur- und Umweltschutzes die Symbole ihres Versagens. Arme</p>
<p>Tiere, armer Wald und arme Menschen!</p>
<p>Es ginge auch ganz anders und viel besser</p>
<p>Die Energiewende ist nämlich nicht „alternativlos“. Ein besserer Weg ist, aus weniger Energie</p>
<p>mehr zu machen. Das geschieht laufend und Beispiele kennt jeder: Energiesparlampen,</p>
<p>Waschmaschine, Fernseher, Computer, E-Mail, SMS, digitale Fotos, Smartphone, Heizung</p>
<p>oder Spritverbrauch. Immer sehen wir Einsparungen und das trotz gleicher oder besserer</p>
<p>Leistung und oft gepaart mit ganz neuen Möglichkeiten. Es sind kleine Schritte, doch die</p>
<p>addieren sich. Es gäbe auch größere Schritte. So vergeuden veraltete oder überflüssige</p>
<p>Standby-Schaltungen jährlich den Strom von zwei großen Kraftwerken. Noch viel mehr,</p>
<p>nämlich 6.000 Megawatt könnten allein bei Elektromotoren eingespart werden, wenn ihre</p>
<p>Steuerung durch bewährte Technik verbessert würde, was sich sogar schnell auszahlen</p>
<p>würde. Und es gibt noch viel mehr Beispiele für Einsparungen ohne Verzicht und mit mehr</p>
<p>Leistung. Doch allein für den Strom, den wir bei Elektromotoren einsparen können, müssen</p>
<p>2.000 Windräder der 3-Megawatt-Klasse bei Volllast pausenlos laufen, was sie nicht können.</p>
<p>Der riesige Windpark bei Helgoland zum Beispiel soll nur 295 Megawatt liefern und das</p>
<p>tausende Kilometer von den Verbrauchern entfernt. Und die tatsächlich erbrachte Leistung</p>
<p>der Windräder an Land ist schlicht überflüssig. Aus weniger mehr machen, diesen Schatz</p>
<p>können wir heben. Und das ginge friedlich und ohne Streitereien im ganzen Land, ohne</p>
<p>ständige Strompreiserhöhungen, ohne neue Stromtrassen, ohne hoch subventionierte</p>
<p>Firmen, die von der Leistung anderer leben und ohne das Sterben der Tiere an den Rotoren.</p>
<p>Das würde alle Produkte besser, billiger und wettbewerbsfähiger machen, echte</p>
<p>Arbeitsplätze sichern und neue schaffen und selbst wer sich vor der Klimakatastrophe</p>
<p>fürchtet, könnte damit leben. Es ist ja richtig, immer mehr geht nicht immer. Aber immer</p>
<p>besser geht immer.</p>
<p>Dr. Friedrich Buer, Neustadt a. d. Aisch, 28. Januar 2012</p>
<p>Der Autor ist freier Biologe und bekannt für seine Unabhängigkeit. Er war vor seinem Austritt sechzehn Jahre Kreisvorsitzender eines großen</p>
<p>Naturschutzverbandes in Bayern und wurde für diese und weitere Engagements für den Naturschutz mehrfach ausgezeichnet</p>
<h2>Vernichtung von Fledermäusen durch Windkraftwerke &#8211; gravierender Verstoß gegen Bundesnaturschutzgesetz. Naturschutzreport “Fledermäuse in Thüringen” erschienen. Fledermausforscher Wolfgang Sauerbier. Windkraft und Proteste in Brasilien. Studien über Uraltbekanntes, z. B. aus Baden-Württemberg, Regierungsbezirk Freiburg. “Hohes Tötungsrisiko”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=16238" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/fledermaus-vernichtung-durch-windkraftwerke-in-deutschl/" rel="tag">fledermaus-vernichtung durch windkraftwerke in deutschl</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/wolfgang-sauerbier/" rel="tag">wolfgang sauerbier</a></p>
<p><p><a href="http://www.tlug-jena.de/de/tlug/presse_und_service/pressemitteilungen/data/71008/content.html">http://www.tlug-jena.de/de/tlug/presse_und_service/pressemitteilungen/data/71008/content.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/08/28/massenhafte-vernichtung-theoretisch-streng-geschutzter-fledermause-durch-windkraftwerke-in-deutschland-wattenrat-ostfriesland-zu-uralt-fakten-bestatigt-durch-eine-neue-studie-umweltfreundlichkeit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/08/28/massenhafte-vernichtung-theoretisch-streng-geschutzter-fledermause-durch-windkraftwerke-in-deutschland-wattenrat-ostfriesland-zu-uralt-fakten-bestatigt-durch-eine-neue-studie-umweltfreundlichkeit/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/09/wolfgangsauerbier2.jpg" alt="wolfgangsauerbier2.jpg" /></p>
<p><strong>Wolfgang Sauerbier, Fledermausforscher aus Bad Frankenhausen, “Europäische Fledermausnacht 2013?:”Es gibt verheerende Verluste durch Windkraftwerke &#8211; wie die neue Studie zeigt. Windkraftwerke sind eine neue Gefahr für Fledermäuse &#8211; die zahlreichen Totfunde beweisen dies seit langem.”  </strong></p>
<p><strong>Bemerkenswert, daß  politisch und wirtschaftlich Verantwortliche eiskalt die Tötung von streng geschützten Fledermäusen in Kauf  nahmen, als sie für die Aufstellung von Windkraftanlagen in bislang von Industrieanlagen verschonter Natur sorgten. Diese Herzenskälte spricht Bände, weist auf die Wertvorstellungen der Verantwortlichen &#8211; kein Interesse an der Bewahrung der Schöpfung also. Schließlich ist uraltbekannt, wie Fledermäuse durch Windkraftwerke elend verrecken. Erstaunlich zudem, daß in Ländern wie Deutschland Fledermäuse zwar immer wieder wegen ihrer außergewöhnlichen Ortungssysteme als Wunder der Evolution gerühmt werden &#8211; bestimmte politische und wirtschaftliche Akteure indessen auf die massenhafte Vernichtung dieser Tiere hinarbeiten. Und damit bemerkenswerte ethisch-moralische Verkommenheit zeigen. </strong></p>
<p><strong>Motto: Öffentlich “grün” daherreden, doch gezielt und brutal umwelt-und naturfeindlich handeln.</strong></p>
<p><strong>Bemerkenswert für heutigen Zynismus &#8211; bisher fehlt  besonders von den politisch Verantwortlichen jeglicher Vorschlag, wie die in den letzten Jahrzehnten massiv bewirkten Fledermaus-Verluste wieder ausgeglichen werden. Betroffen waren schließlich auch Fledermauspopulationen anderer Staaten. </strong></p>
<p><strong>Uraltbekanntes in Studien: </strong> <a href="http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/show/1302099/rpf-ref56-windkraft.pdf">http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/show/1302099/rpf-ref56-windkraft.pdf</a></p>
<p><strong>“Hohes Tötungsrisiko”: </strong> <a href="http://www.fledermausschutz-rlp.de/expertenpapier.pdf">http://www.fledermausschutz-rlp.de/expertenpapier.pdf</a></p>
<p><a href="https://www.google.de/#q=Windkraft+Flederm%C3%A4use">https://www.google.de/#q=Windkraft+Flederm%C3%A4use</a></p>
<p><a href="http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/fledermaus-studie-platzgefahr-in-der-naehe-von-windraedern-11849659.html">http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/fledermaus-studie-platzgefahr-in-der-naehe-von-windraedern-11849659.html</a></p>
<p><a href="http://www.fr-online.de/frankfurt/naturschutz-windraeder-massakrieren-fledermaeuse,1472798,20722496.html">http://www.fr-online.de/frankfurt/naturschutz-windraeder-massakrieren-fledermaeuse,1472798,20722496.html</a></p>
<p><a href="http://vsw-seebach-tp.npage.de/">http://vsw-seebach-tp.npage.de/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/20/atomenergie-ist-grune-energieenergia-verde-laut-brasiliens-regierungs-atomkonzern-eletronuclear-brasiliens-atompolitik-von-1975-bis-heute-das-deutsche-atomabkommen-mit-der-militardiktatur/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/20/atomenergie-ist-grune-energieenergia-verde-laut-brasiliens-regierungs-atomkonzern-eletronuclear-brasiliens-atompolitik-von-1975-bis-heute-das-deutsche-atomabkommen-mit-der-militardiktatur/</a></p>
<p><strong>Windkraft in Brasilien &#8211; Proteste, Position der Wirtschaft: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/30/brasilien-sentimento-antieolicas-nationale-wirtschaftsmedien-schreiben-zum-erstenmal-das-es-sich-bei-windkraft-um-eine-nichtkontinuierliche-energiequelle-handelt-widerstand-gegen-windkraftw/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/30/brasilien-sentimento-antieolicas-nationale-wirtschaftsmedien-schreiben-zum-erstenmal-das-es-sich-bei-windkraft-um-eine-nichtkontinuierliche-energiequelle-handelt-widerstand-gegen-windkraftw/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/03/brasilien-umweltschutzerproteste-gegen-windkraftwerke-zerstorung-von-dunen-seen-und-wald-krach-verschwinden-von-tieren-darunter-vogeln/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/06/03/brasilien-umweltschutzerproteste-gegen-windkraftwerke-zerstorung-von-dunen-seen-und-wald-krach-verschwinden-von-tieren-darunter-vogeln/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/09/wolfgangsauerbier3.jpg" alt="wolfgangsauerbier3.jpg" /></p>
<p><strong> Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für Wolfgang Sauerbier: </strong><a href="http://www.thueringen.de/th1/tsk/aktuell/veranstaltungen/39926/">http://www.thueringen.de/th1/tsk/aktuell/veranstaltungen/39926/</a></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flederm%C3%A4use">http://de.wikipedia.org/wiki/Flederm%C3%A4use</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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