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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Brasiliens Einreisebestimmungen für Spanier</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Brasilia erschwert Einreise von Spaniern &#8211; erstmals Nachweise für Hotelreservierung und Geldmittel sowie Einladung bei Verwandtenbesuchen verlangt.</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 12:20:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Einreisebestimmungen für Spanier]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenhandel und Zwangsprostitution]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut Landesmedien wird die Verschärfung der Einreisebestimmungen von sehr vielen Spaniern als &#8222;Rache&#8220; für die in Spanien geltenden EU-Bestimmungen für Einreisende aus Drittweltländern wie Brasilien angesehen. Spanien zählt seit Jahren zu den wichtigsten Zielen von Menschenhandel und Zwangsprostitution durch das organisierte Verbrechen Brasiliens &#8211; entsprechende Klagen in der spanischen Öffentlichkeit werden immer lauter. Über spanische [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Laut Landesmedien wird die Verschärfung der Einreisebestimmungen von sehr vielen Spaniern als &#8222;Rache&#8220; für die in Spanien geltenden EU-Bestimmungen für Einreisende aus Drittweltländern wie Brasilien angesehen. Spanien zählt seit Jahren zu den wichtigsten Zielen von Menschenhandel und Zwangsprostitution durch das organisierte Verbrechen Brasiliens &#8211; entsprechende Klagen in der spanischen Öffentlichkeit werden immer lauter. Über spanische Menschenhandelsringe, spanische Zwangsprostituierte in Brasilien ist nichts bekannt.</strong></p>
<p><a href=" Bereits mehrere hunderttausend Menschen illegal in Deutschland, laut Landesmedien."> Bereits mehrere hunderttausend Menschen illegal in Deutschland, laut Landesmedien.</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/19/75000-brasilianische-prostituierte-in-europa-bevorzugte-lander-spanien-holland-schweiz-deutschland-italien-osterreich/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/19/75000-brasilianische-prostituierte-in-europa-bevorzugte-lander-spanien-holland-schweiz-deutschland-italien-osterreich/</strong></a></p>
<p>Hintergrund:</p>
<h1>Sexsklaven</h1>
<p><span id="more-12812"></span></p>
<p><strong>Jahrzehntelang werden Brasiliens kirchliche Menschenrechtsaktivisten  sogar von Europa aus belächelt, weil sie unermüdlich die Perversität von  Menschenhandel und Prostitution anprangern, beim Kampf gegen die  Schlepperbanden des organisierten Verbrechens ständig ihr Leben  riskieren. Die Warnungen werden als überholte katholische Prüderie  abgetan. Doch nun ist überraschend sogar die UNO aufgewacht, spricht von  offener, brutaler Sex-Sklaverei. „Die Europäer glauben, daß die  Sklaverei vor Jahrhunderten abgeschafft wurde – doch schaut euch um, die  Sklaven sind mitten unter euch“, betont der zuständige  UN-Exekutivdirektor Antonio Maria Costa bei der Vorstellung seiner  alarmierenden Studie in Madrid. Laut Costa werden derzeit über 140.000  Frauen als „Sex-Slaves“ ausgebeutet – ein beträchtlicher Teil seien  brasilianische Prostituierte, deren Gesamtzahl die UNO in Europa auf  rund 75.000 beziffert. Der Jahres-Profit liege bei 2,5 Milliarden Euro.  „Ein sehr altes Problem wird endlich zur Kenntnis genommen.“ Als  wichtigste Empfängerländer nennt die UNO sowohl Deutschland, Österreich,  die Schweiz als auch Spanien, Italien, Frankreich und Portugal.  Letzterer EU-Staat mußte jetzt einräumen, daß unter den Sex-Sklavinnen  des Landes immerhin 40 Prozent aus der einstigen Kolonie Brasilien  stammen.</strong></p>
<p><strong>An der Mündung des mächtigen Amazonasstroms kann Bischof José Luiz  Azcona auf der Flußinsel Marajó da nur abwinken – in all den  Menschenhandels-Details kennt er sich inzwischen besser aus, weil die  Sexsklaverei sein Bistum ganz direkt betrifft. Aber wird das über 40.000  Quadratkilometer große Marajó nicht in der europäischen  Tourismusreklame immer als tropisches Inselparadies gerühmt und gerade  Naturfreunden ans Herz gelegt? Bischof Azcona schaut genauer hin:“Man  bedroht mich mit Mord, weil ich die sexuelle Ausbeutung von Kindern  ebenso anklage wie den Frauenexport von Marajó nach Europa, zur  Zwangsprostitution – und weil ich Politiker und Unternehmer als die  Täter und Hintermänner nenne!“</strong></p>
<p><strong>Azconas Bistum Marajó liegt im riesigen nordbrasilianischen Teilstaat  Pará von der mehrfachen Größe Deutschlands – laut UNO suchen die  Menschenhändler vor allem in armen, verelendeten Dörfern des Hinterlands  nach neuen Opfern. „Das ist hier wie Niemandsland“, beklagt Azcona,  „der Staat ist nicht präsent, illegale Waffenhändler und die Drogenmafia  haben ebenfalls freie Hand.“ Immer wieder bekommt er zu hören, das in  den Menschenhandel verwickelte Rauschgiftbusiness sei gut und positiv,  weil es den ärmsten Familien doch wenigstens etwas zu essen sowie  Arzneimittel garantiere. „Daran sieht man, daß dieser Krieg hier  schwieriger zu gewinnen sein wird als im kolumbianischen Medellin oder  in Rio de Janeiro. Unsere Gesellschaft ist krank – die Mentalität der  Menschen muß sich ändern.“</strong></p>
<p><strong>Was Azconas Gegner besonders aufbringt: Der Bischof klagt nicht nur  an, sondern hat bereits zahlreiche polizeiliche Ermittlungen sowie einen  parlamentarischen Untersuchungsausschuß bewirkt, der sich viele  konkrete Vorschläge gegen den Menschenhandel anhören mußte. Denn  Zwangsprostitution – ob in Brasilien oder in Europa – beginnt fast immer  nach dem gleichen Schema, wie auch kirchliche Sozialarbeiterinnen und  Anwältinnen analysieren: Opfer des Frauenhandels entstammen zumeist dem  Heer völlig zerrütteter, verwahrloster Unterschichtfamilien, in denen  funktionelle Analphabeten dominieren. Destrukturierte Familien sind  unfähig, den Mädchen eine Werte-Orientierung zu geben – schlimmer noch,  stimulieren, zwingen sie nur zu oft zur Prostitution, um davon zu  profitieren. Daß sich Mädchen an die Straße stellen und sich Autofahrern  feilbieten, gilt vielerorts bereits als normale, ganz „banale“  Beschäftigung, wird von den Familien legitimiert. Wer Mädchen, jungen  Frauen aus diesem Umfeld gar die Flucht aus der Misere, einen  „Traum“-Flug in Länder der Ersten Welt verspricht, hat daher gewöhnlich  leichtes Spiel.</strong></p>
<p><strong>Selbst in den armseligsten Hütten der von Lepra, Tuberkulose und  Malaria heimgesuchten Dörfer von Pará steht gewöhnlich ein Fernseher –  allabendlich hocken dort die halbnackten Kinder auf dem Lehmboden und  verfolgen bewundernd jene TV-Serien mit den vielen schicken,  aufgepeppten Edelhuren, die in tolle Sportwagen einsteigen, Villen der  Reichen frequentieren. Monique Laroche, Leiterin der bischöflichen  Pastoral für marginalisierte Frauen, weiß genau, wie das auf  Heranwachsende wirkt: „Sogar im Fernsehen wird es so dargestellt, als  sei Prostitution ein lukrativer Beruf der Zukunft, mit Glamour und Kick.  Gerade Mädchen der Unterschicht mit sehr niedriger Bildung denken dann,  wenn Prostitution weder negativ noch problematisch ist, gehe ich eben  auf den Strich. Doch dann sitzen sie regelrecht in der Falle, da  Prostitution die körperliche und geistige Gesundheit der Frauen  gravierend zerstört.“ Huren, so beobachtet Monique Laroche, „werden  gewöhnlich von einer Zuhältermafia oder brutalen Verbrecherkommandos  beherrscht, erleiden viel Gewalt, sind häufig tief psychisch gestört und  drogenabhängig, halten sich dann für den Müll, den Abschaum der Stadt.“</strong></p>
<p><strong>Dies gilt haargenau auch für die Sex-Sklavinnen Europas, wie der  UNO-Bericht hervorhebt. Aus Spanien ist bekannt, daß Brasilianerinnen  von Zuhälter zu Zuhälter verkauft werden. Vielen sei vor dem Abflug aus  dem Tropenland durchaus klar, für welches Gewerbe man sie ausgesucht  habe, ahnten indessen nichts von den grauenhaften Arbeitsbedingungen,  sagen dortige Sozialwissenschaftler. „Diese Brasilianerinnen wechseln  von einem Bordell ins andere durch ganz Spanien, verlieren schließlich  den Begriff von Geographie und Zeit. Viele werden zum Drogenkonsum  überredet – wissen aber nicht, daß sie süchtig sind – so unglaublich das  klingt. Pro Nacht schläft jede mit acht Kunden, erhält jeweils etwa 50  Euro, bekommt indessen schwerlich davon wenigstens einen Teil – alles  geht an die Mafia!“ Die UNO schätzt, daß alle zwei Jahre die  Sex-Sklavinnen durch neue ersetzt werden. In Brasilien kennt fast  jedermann Fälle, in denen junge Frauen der Unterschicht sich zunächst  allein in Europa verdingen und später sämtliche vier bis fünf Schwestern  nachholen. In den Prostitutionsstraßen von Genf sei brasilianisches  Portugiesisch inzwischen die meistgesprochene Sprache. Auf der  Ferieninsel Mallorca sind ebenfalls die meisten Prostituierten aus dem  Tropenland. In London beklagen Brasilianerinnen, immer nur „Fette,  Häßliche und Stinkende“ als Kunden zu haben.</strong></p>
<p><strong>Bischof Azcona von Marajó wird keineswegs als einziger Geistlicher  Brasiliens wegen des Kampfes gegen Menschenhandel verfolgt – allein im  Nord-Teilstaat Pará erhalten Bischof Flavio Giovenale in Abaetetuba und  sein aus Österreich stammender Kollege Erwin Kräutler in Altamira sowie  Dutzende von Priestern aus denselben Gründen ebenfalls Morddrohungen.  Inzwischen protestieren auch Brasiliens Feministinnen immer energischer  gegen Kinder- und Zwangsprostitution, sehen ihr Land im Frauenhandel  sogar weltweit an der Spitze.</strong></p>
<p><strong>In Rio de Janeiro läßt sich beobachten, wie minderjährige Mädchen für  umgerechnet 80 Cents ihren Körper verkaufen, das Geld dann in die  zerstörerischste Droge Crack umsetzen. Yvonne Bezerra de Mello,  Künstlerin, Slum-Sozialarbeiterin aus der Oberschicht Brasiliens, sagt  illusionslos:”Nicht selten hausen in den Armenvierteln Rios auf nur neun  Quadratmetern zehn Personen; Jungen und Mädchen sehen täglich homo-und  heterosexuellen Verkehr, betrachten diesen Umstand gleichwohl als  natürlich und nicht etwa unmoralisch oder Sünde. Auch der Umgang mit  Rauschgift ist alltäglich. Für die Mädchen zählt zu den gängigen  Erfahrungen, mit acht, neun oder zehn vergewaltigt zu werden. Viele  träumen davon, daß 16-bis 17-jährige Banditen sie zur Frau erwählen. Im  Alter von 14 Jahren sind viele schon Mütter.  Die Zahl der Babies, die  mit Schädigungen bzw. mit Aids zur Welt gebracht werden, ist enorm.“</strong></p>
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