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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Brasiliens Deindustrialisierung 2012</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>&#8222;Boomland&#8220; Brasilien: Industrieproduktion des führenden Industrie-Teilstaats Sao Paulo fiel im ersten Vierteljahr 2012 um 6,2 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum.</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 20:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Deindustrialisierung 2012]]></category>

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		<description><![CDATA[Es handelt sich um amtliche Zahlen, Angaben aus unabhängiger Quelle liegen nicht vor. Wie es weiter hieß, sei die Lage weiterhin überwiegend negativ, die Industrie befinde sich in einem schwierigen Moment, ein Schrumpfungsprozeß sei sichtbar. Der Rückgang der Industrieproduktion des Teilstaats Sao Paulo gehe seit der Jahreshälfte 2011 vonstatten. Betroffen sind vor allem die Branchen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es handelt sich um amtliche Zahlen, Angaben aus unabhängiger Quelle liegen nicht vor. Wie es weiter hieß, sei die Lage weiterhin überwiegend negativ, die Industrie befinde sich in einem schwierigen Moment, ein Schrumpfungsprozeß sei sichtbar. Der Rückgang der Industrieproduktion des Teilstaats Sao Paulo gehe seit der Jahreshälfte 2011 vonstatten. Betroffen sind vor allem die Branchen Automobilbau, Medikamente, Elektronik und telefonische Geräte. Laut mitteleuropäischen Analysen vom Jahresbeginn befindet sich Brasilien indessen weiterhin in einer Boomphase,</strong><strong> zähle bereits zu den führenden Industrieländern</strong><strong> . Produktionsrückgänge wurden auch für die Industrie der Teilstaaten Rio de Janeiro, Minas Gerais, Santa Catarina und Espirito Santo gemeldet. </strong></p>
<h2>Brasiliens Großunternehmer Jorge Gerdau  bestätigt Deindustrialisierung des Landes unter Lula-Rousseff: Enorm  gestiegenes Handelsdefizit der verarbeitenden Industrie als wichtiges  Argument, laut Landesmedien <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12955" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-deindustrialisierung/" rel="tag">Brasiliens Deindustrialisierung</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jorge-gerdau/" rel="tag">Jorge Gerdau</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/jose-roriz-coelho-fiesp/" rel="tag">José Roriz Coelho Fiesp</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/wirtschaftspropaganda-heute/" rel="tag">Wirtschaftspropaganda heute</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/22/boomland-brasilien-und-jahrelanges-tabuthema-deindustrialisierung-die-klage-der-regierung-und-industrie-trifft-zu-das-in-brasilien-eine-schrittweise-deindustrialisierng-stattfindet-handelsb/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/22/boomland-brasilien-und-jahrelanges-tabuthema-deindustrialisierung-die-klage-der-regierung-und-industrie-trifft-zu-das-in-brasilien-eine-schrittweise-deindustrialisierng-stattfindet-handelsb/</a></p>
<p><span id="more-13068"></span></p>
<p><strong>Der angesehene Unternehmer Jorge Gerdau sagte gegenüber den  Qualitätsmedien Brasiliens, das Handelsdefizit der verarbeitenden   Industrie habe 2011 bei 92 Milliarden US-Dollar gelegen, fünf Jahre  zuvor jedoch nur bei 20 Milliarden US-Dollar. Gerdau kritisierte  besonders das komplexe System hoher Steuern, was die  Wettbewerbsfähigkeit brasilianischer Industrieprodukte auf dem Weltmarkt  deutlich vermindere. In Bezug auf den Endpreis bei Stahl sei Brasilien  daher das zweitteuerste Land der Erde. </strong></p>
<p><strong>Gerdau zählte zu Brasiliens gravierendsten Problemen die  Bildung. Schüler hätten durchschnittlich pro Tag lediglich 2,7 Stunden  Unterricht. Ein weiteres gigantisches Problem sei Brasiliens Logistik,  die sehr hohe Kosten verursache und damit die Wettbewerbsfähigkeit  verringere. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<p><strong>Lange Zeit war Brasiliens Deindustrialisierungsproblem im  deutschsprachigen Wirtschafts-Mainstream ein Tabu, wurde dafür eine  angeblich großartige Industrialisierung gefeiert. Erst 2012 wurde unter  dem Druck der Fakten und der Alternativquellen das Tabu gebrochen.</strong></p>
<p><strong>Hintergrund von Anfang 2011 :</strong></p>
<h2>Rousseff-Regierung in Brasilia macht Spekulanten neues  Riesengeschenk: Leitzinsen auf 11,75 Prozent erhöht. “Brasil &#8211; lider  global em juros reais.” (Folha de Sao Paulo) Wirtschaftsmacht  Brasilien? <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8734" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p><strong>Führende brasilianische Wirtschaftsexperten haben die  Hochzinspolitik der Regierung wiederholt heftig kritisiert. José Roriz  Coelho, Fachdirektor für Wettbewerbsfähigkeit und Technologie in  Lateinamerikas wichtigstem Industriellenverband FIESP in Sao Paulo,  verglich 2011 im Website-Interview das Zinsniveau Brasiliens mit hohem  Fieber, einer Krankheit: “Brasiliens Zinsen sind die höchsten der Welt &#8211;  also ist die Krankheit sehr gravierend. Wieso sagen dann viele,  die  Zeitungen, daß im Lande alles wunderbar läuft, obwohl wir 40 Grad Fieber  haben? Also läuft da etwas falsch. Denn die meisten Devisenzuflüsse,  die unsere Landeswährung Real so ungünstig aufwerten, sind nur  Spekulation mit Zinsgewinnen und leider keine Investitionen. Wo soll da  für Brasilien ein Vorteil liegen? Zu einer Wirtschaftsmacht können wir  nur werden, wenn der jetzige Kurs deutlich korrigiert wird.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/joserorizcoelho1.JPG" alt="joserorizcoelho1.JPG" /></p>
<p><strong>Direktor José Roriz Coelho beim Exklusivinterview in Sao Paulo 2011. </strong></p>
<p><strong>“In Brasilien nimmt der Anteil der Industrie am  Bruttosozialprodukt zunehmend ab. Dafür gibt es verschiedene Gründe. So  hat die Regierung ihre Ausgaben stark erhöht &#8211; muß also die Steuern  erhöhen, um die Ausgaben decken zu können. Doch die Steuererhöhungen  betreffen just den Industriesektor stark. Brasilien verkauft seine  Rohstoffe sehr billig ins Ausland &#8211; doch teuer an die Unternehmen im  Inland. Rohstoff-Firmen kommen viel billiger an Kredite als die  mittleren und kleinen Industriebetriebe.  Brasiliens Anteil am  Welthandel ist sehr niedrig. Daß unsere Infrastruktur so teuer ist,  bildet ein großes Problem. Denn unsere Transportkosten sind viel höher  als in anderen Ländern, die Logistik ist sehr teuer. Die Regierung ist  sehr unbeweglich &#8211; wir haben viel Bürokratie, für die die Ausgaben enorm  sind. Zudem ist das Korruptionsniveau in Brasilien unakzeptierbar hoch &#8211;  wir brauchen ein Programm gegen Korruption. In Brasilien existiert eine  regelrechte Banken-Diktatur &#8211; Brasiliens Banken sind die rentabelsten  der Welt. Dieses hiesige Bankensystem hat sehr viel Macht. In Ländern  wie Deutschland ist dieses System ein Mechanismus, um die Wirtschaft zu  ölen, ist das Öl im Räderwerk. Doch in Brasilien nimmt es sich fast  allen Reichtum, den die Wirtschaft erzeugt. Die Regierung muß die Augen  öffnen &#8211; und Korrekturen veranlassen.” </strong></p>
<p><strong>Wirtschaftsmacht Brasilien?(2011)</strong></p>
<p><strong>In Deutschland wird das Schwellenland Brasilien bereits als  Industrienation, gar Wirtschaftsmacht gerühmt, das sich in einer  außergewöhnlichen Boomphase befinde. Brasilianische Experten  widersprechen &#8211; das Land werde industriell immer schwächer und im  Außenhandel immer weniger konkurrenzfähig. Brasilien gewöhne sich daran,   ein großer Rohstofferzeuger zu sein.</strong></p>
<p><strong>Große Luftfahrtgesellschaften würden Brasilien gerne mit dem  neuen Super-Airbus A 380 anfliegen – wegen der sehr mangelhaften  Flughäfen leider unmöglich. Unter den zehn größten Wirtschaftsnationen  hat Brasilien laut einer neuen Weltstudie das schlechteste  Transportwesen, schlechter noch als in  Indien oder Südafrika. Das  Riesenland transportiert nur 25 Prozent der Fracht kostengünstig mit der  Bahn, während es in Rußland 81 Prozent und in Australien und den USA 43  Prozent sind. Auf dem Doing-Business-Ranking der Weltbank, das die  Wirtschaftsfreundlichkeit eines Landes bewertet, ist Brasilien 2011 vom  124. auf den 127. Platz zurückgefallen,  liegt hinter Rußland. Stutzig  macht zudem, daß Baden-Württemberg mit seinen nur rund 10,7 Millionen  Einwohnern auch 2010 wieder mehr exportierte als Brasilien mit seinen  etwa 190 Millionen Bewohnern – und das Tropenland am Welthandel mit  nicht einmal 2 Prozent beteiligt ist. In Lateinamerikas wichtigstem  Industriellenverband FIESP von Sao Paulo  ist José Roriz Coelho  Fachdirektor für Wettbewerbsfähigkeit und Technologie. Als  Wirtschaftsmacht sieht er Brasilien nicht, zumal eine sehr verfrühte  Deindustrialisierung im Gange sei. 1995 lag der Industrieanteil am  Bruttosozialprodukt bei 28 Prozent – heute sind es nur noch 13,5 Prozent  – in China dagegen über 46 Prozent. </strong></p>
<p><strong>“Rohstoffe, Commodities, die wir sehr billig verkaufen,  werden immer mehr zur Stütze unseres Wachstums, während die  Konkurrenzfähigkeit bei Industrieprodukten niedrig ist, Importe  zunehmen. Das ist gefährlich. Wenn morgen die Rohstoffpreise fallen,  wird Brasilien keine starke verarbeitende Industrie mehr haben, aber ein  großer Importeur sein. Arg betroffen von Deindustrialisierung sind  bereits Branchen wie Maschinen und Ausrüstungen, Kunststoffe, Papier,  Schuhe und Textilien. Uns fehlt Technologie – und ein Bildungssystem,  das Leute formt, die neue hochwertige Produkte entwickeln können.“</strong></p>
<p><strong>Aber heißt es nicht immer, der Flugzeugbauer EMBRAER sei als  Hightech-Konzern ein Beleg für Brasiliens enorme wirtschaftliche  Fortschritte? </strong></p>
<p><strong>“EMBRAER macht nur die Montage von Flugzeugen – kauft die  Teile im Ausland zusammen. Denn Firmen, die hier EMBRAER unterstützen,  haben garnicht die die technische Kapazität, um nötige Flugzeugteile  herzustellen.“ </strong></p>
<p><strong>Und in der Tat ist EMBRAER nach dem Ölkonzern Petrobras  zweitgrößter Importeur Brasiliens – beide Unternehmen beziehen sehr viel  Hightech aus Ländern der Ersten Welt wie den USA und Deutschland. Etwa  die Hälfte der stimmberechtigten Aktien von EMBRAER liegt zudem in den  Vereinigten Staaten, bei großen Kapitalfonds, heißt es. </strong></p>
<p><strong>“Wir verlieren unsere Fähigkeit, aus Rohstoffen hochwertige  Produkte herzustellen. Zellulose produzieren wir sehr konkurrenzfähig,  verkaufen sie aber an China – und beziehen von dort das Papier.“</strong></p>
<p><strong>Als besonders typischen – und kuriosen Fall nennt Coelho zudem die Rohkaffee-Produktion, bei der Brasilien weltweit führt.</strong></p>
<p><strong>“Wir liefern nach Deutschland und auch nach Italien – und der  veredelte Kaffee kommt zurück, geht in alle Welt, Deutschland ist der  größte Exporteur ist. Ich kritisiere, daß Brasilien nicht auch diese  Fähigkeit zur Veredelung entwickelt.“</strong></p>
<p><strong>Für Coelho ist lediglich „Gerede“, daß in Brasilien derzeit  alles wirtschaftlich gut laufe. Kritiker wie ihn nenne man  „antipatriotisch“. Enorme Hemmnisse, große Probleme und  Wettbewerbsnachteile seien auch die starke Bürokratie, die  unakzeptierbar hohe Korruption.</strong></p>
<p><strong>“Wenn Brasiliens Zinsen derzeit die höchsten der Welt sind,  heißt das für mich, wir haben 40 Grad Fieber, sind also schwer krank,  läuft etwas falsch. Denn die meisten Devisenzuflüsse, die unsere  Landeswährung Real so ungünstig aufwerten, sind nur Spekulation mit  Zinsgewinnen und leider keine Investitionen. Doch zu einer  Wirtschaftsmacht können wir nur werden, wenn der jetzige Kurs deutlich  korrigiert wird – darunter die Deindustrialisierung. In Brasilia  diskutiere ich darüber mit den zuständigen Ministern.“</strong></p>
<p><strong>Ein entwickeltes Land zu werden, heiße auch Bildung, Kultur,  Gesundheitswesen und öffentliche Sicherheit stark zu verbessern. Der  Mindestlohn liegt derzeit bei umgerechnet nur etwa 248 Euro brutto.  Selbst die Regierung räumt ein, daß es weiterhin Hunger und Misere gibt –  und sogar noch häufige Sklavenarbeit. </strong></p>
<p><strong>Zu den Positiv-Faktoren zählt Coelho, daß Brasilien große  Ölvorräte unter einer kilometerdicken Salzschicht besitze, ein großer  Ölexporteur sein werde. Doch die Förderung ist teuer und sehr schwierig.  Der US-Konzern Exxon setzte jetzt in seinem Konzessionsgebiet bei Sao  Paulo für 400 Millionen Dollar drei Bohrungen vergeblich – fand nicht  das versprochene Petroleum. </strong></p>
<p><strong>“Die Korruption ist strukturell im brasilianischen Staat.”  José Eduardo Cardozo, neuer Justizminister unter Dilma Rousseff, in  Interview vor Amtsantritt, Dezember 2010</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/05/brasilien-die-vielgelobt-wirtschaftspolitik-von-lula-rousseff-wachstumshemmende-hochzinspolitik-die-spekulanten-stark-begunstigte-zeigt-immer-negativere-folgen-bestatigt-fiesp-warnungen/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/05/brasilien-die-vielgelobt-wirtschaftspolitik-von-lula-rousseff-wachstumshemmende-hochzinspolitik-die-spekulanten-stark-begunstigte-zeigt-immer-negativere-folgen-bestatigt-fiesp-warnungen/</font></strong></a></p>
<h2>Udo Döhler, Präsident des Textilunternehmens Döhler S/A in  Joinville, Santa Catarina. Energischer Kritiker der Wirtschaftspolitik  Brasilias, darunter der Deindustrialisierung. Gesichter Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11173" title="Beitrag bearbeiten"><font color="#bb0000">**</font></a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/dohler-sa/" rel="tag"><font color="#bb0000">Döhler S/A</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/joinville/" rel="tag"><font color="#bb0000">Joinville</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/santa-catarina/" rel="tag"><font color="#bb0000">Santa Catarina</font></a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/udo-dohler/" rel="tag"><font color="#bb0000">Udo Döhler</font></a></p>
<p><font color="#bb0000"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/udodohler1.JPG" alt="udodohler1.JPG" /></font></p>
<p><strong>Udo Döhler, Präsident des Unternehmerverbands von  Joinville(ACIJ),  beim Interview in dem von ihm geleiteten “Hospital  Dona Helena”.</strong></p>
<p><strong>“Die Joinville-Region wächst wirtschaftlich stark &#8211; ganz im  Gegensatz zum Rest des Landes. Denn wir setzen auf Innovation,  investieren stark in Bildung, Ausbildung &#8211; schon seit drei Jahrzehnten  zudem kräftig in die Technologen-und Ingenieurs-Ausbildung. Santa  Catarina gibt seit langem ein Beispiel &#8211; doch Brasilia verhält sich uns  gegenüber blind, taub, stumm. Auf diesen Teilstaat Santa Catarina  entfallen nur 1 Prozent des brasilianischen Territoriums, nur 3 Prozent  der Gesamtbevölkerung &#8211; doch er erzeugt unter den 26 Teilstaaten das  sechstgrößte Bruttosozialprodukt, alles amtliche Daten des IBGE. Dies  sollte notwendig erscheinen lassen, sich eine solche Region genau  anzuschauen. Doch das geschieht nicht. Wenn Brasilien sich derzeit  deindustrialisiert, industrialisieren wir uns in Santa Catarina immer  mehr, gehen wir andere Wege. Doch die Regierung widmet uns deshalb nicht  gerade größere Aufmerksamkeit, fördert uns gar bei Besteuerung und  Infrastruktur, nichts dergleichen. Kein Zweifel &#8211; der brasilianische  Staat kümmert sich nicht um Santa Catarina, will die hiesigen Realitäten  einfach nicht wahrnehmen. Santa Catarina hat nicht nur eine starke  metallverarbeitende Industrie, von Motoren bis Autoteilen, sondern zudem  eine leistungsfähige Agroindustrie, ist in Brasilien größter Produzent  von Geflügel und Schweinen. Joinville ist in Brasilien die einzige  Stadt, die von der Einwohnerzahl her größer und zudem wirtschaftlich  stärker als die Teilstaats-Hauptstadt ist &#8211; Florianopolis. Santa  Catarina wurde immer diskriminiert, aber hat sich gut entwickelt, ist  sehr gewachsen. Meine Familie kam 1881 aus Deutschland &#8211; meinem  Urgroßvater hat man einen Mangrovensumpf zugewiesen &#8211; das ganze heutige  Stadtgebiet war so, mußte von den deutschen Einwanderern erst entwässert  werden &#8211; soviele sind durch Malaria umgekommen. </strong></p>
<p><strong>Vor vier Jahren hat unser Unternehmen noch über die Hälfte  der Produktion exportiert. Doch weil sich der Wechselkurs extrem  verschlechterte &#8211; von 2,8  auf 1,53 Real  pro Dollar,  verloren wir  unsere Marktanteile im Ausland, exportieren nur noch 8 Prozent unserer  Erzeugnisse, konzentrieren uns auf den Binnenmarkt, mit neuen  Technologien &#8211; und kräftigem Produktionswachstum: 2011 erreichen wir  gegenüber dem Vorjahr etwa 18 Prozent, nächstes Jahr dürften es zwischen  12 und 15 Prozent sein. Wir widerstehen der Versuchung, Produkte aus  Asien zu importieren und dann hier nur noch das Etikett aufzukleben. So  wie wir agiert die gesamte Industrie im Norden und Nordosten von Santa  Catarina.”</strong></p>
<p><a href="http://www.dohler.com.br/pt/imprensa/ver_texto.php?banco-dados=9"><strong><font color="#bb0000">http://www.dohler.com.br/pt/imprensa/ver_texto.php?banco-dados=9</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.dohler.com.br/pt/marketing/revista-dohler.php"><strong><font color="#bb0000">http://www.dohler.com.br/pt/marketing/revista-dohler.php</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www.dohler.com.br/pt/marketing/informativo-dohler.php"><strong><font color="#bb0000">http://www.dohler.com.br/pt/marketing/informativo-dohler.php</font></strong></a></p>
<p><a href="http://www1.an.com.br/grande/dohler/0gra2.htm"><strong><font color="#bb0000">http://www1.an.com.br/grande/dohler/0gra2.htm</font></strong></a></p>
<p><strong>Döhlers Position deckt sich in vielen Punkten mit der des FIESP von Sao Paulo.</strong></p>
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