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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Sklavenarbeit und Amazonasvernichtung</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Sklavenarbeit unter Lula-Rousseff. Katholischer Sklaverei-Bekämpfer Xavier Plassat prangert gegenüber ADITAL die Sklavenarbeit als strukturelles Problem Brasiliens an. Lula hatte versprochen, die Sklavenarbeit bis 2006 auszutilgen. Sklavenarbeit und Amazonasvernichtung. Lula in Kopenhagen.</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 12:29:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[http://www.adital.com.br/site/noticia.asp?boletim=1&#38;lang=PT&#38;cod=43861 Zuckerrohr und Sklavenarbeit, Xavier Plassat: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/09/coca-cola-in-amazonien-und-die-zuckerrohrfarm-ohne-umweltlizenz-coca-cola-bedroht-amazonaswald-zuckerrohr-und-sklavenarbeit-xavier-plassat/ &#8222;Free the Slaves&#8220; . Xavier Plassat aus Frankreich gegen Sklavenarbeit unter Lula. Sklavenarbeit unter Lula und Amazonasvernichtung: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/die-partnerschaft-fuhrt-zu-noch-mehr-urwaldzerstorung-und-sklavenarbeit-denn-sklavenarbeiter-werden-vor-allem-zum-abholzen-eingesetzt-greenpeace-experte-andre-muggiati-uber-lula-regierung-und-sk/ Amnesty International 2002: Sklavenarbeit nimmt wieder zu BRASILIEN SKLAVENARBEIT NIMMT WIEDER ZU Erst im Jahre 1888 hat Brasilien die Sklaverei offiziell abgeschafft, doch es gibt sie bis heute. Vor allem [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Zuckerrohr und Sklavenarbeit, Xavier Plassat:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/09/coca-cola-in-amazonien-und-die-zuckerrohrfarm-ohne-umweltlizenz-coca-cola-bedroht-amazonaswald-zuckerrohr-und-sklavenarbeit-xavier-plassat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/09/coca-cola-in-amazonien-und-die-zuckerrohrfarm-ohne-umweltlizenz-coca-cola-bedroht-amazonaswald-zuckerrohr-und-sklavenarbeit-xavier-plassat/</a></p>
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<p><strong>&#8222;Free the Slaves&#8220; . Xavier Plassat aus Frankreich gegen Sklavenarbeit unter Lula.</strong></p>
<p><strong>Sklavenarbeit unter Lula und Amazonasvernichtung: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/die-partnerschaft-fuhrt-zu-noch-mehr-urwaldzerstorung-und-sklavenarbeit-denn-sklavenarbeiter-werden-vor-allem-zum-abholzen-eingesetzt-greenpeace-experte-andre-muggiati-uber-lula-regierung-und-sk/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/die-partnerschaft-fuhrt-zu-noch-mehr-urwaldzerstorung-und-sklavenarbeit-denn-sklavenarbeiter-werden-vor-allem-zum-abholzen-eingesetzt-greenpeace-experte-andre-muggiati-uber-lula-regierung-und-sk/</a></strong></p>
<p><strong>Amnesty International 2002:</strong></p>
<h2>Sklavenarbeit nimmt wieder zu</h2>
<p><span id="more-3961"></span></p>
<p><strong>BRASILIEN</strong></p>
<p><strong>SKLAVENARBEIT NIMMT WIEDER ZU</strong></p>
<p><strong>Erst im Jahre 1888 hat Brasilien die Sklaverei offiziell  abgeschafft,  doch es gibt sie bis heute. Vor allem im Norden und  Nordosten wird sie  von etlichen Großgrundbesitzern in modifizierter  Form weitergeführt.  Gleichzeitig nimmt die Zahl der Morde an  Landgewerkschaftern zu.</strong></p>
<p><strong>Für viele brasilianische Zeitungen war es unlängst der  Aufmacher: Zum  ersten Mal wurde ein “moderner” Sklavenhalter in  flagranti ertappt und  sofort hinter Gitter gebracht – das gab es noch  nie seit Brasiliens  Rückkehr zur Demokratie im Jahre 1985. Vielen  erschien das als  beachtlicher Fortschritt. Nur – und das vermeldeten  die Blätter nicht –  ging die Sache wie üblich aus: “Nach drei Tagen war  der betroffene  Großgrundbesitzer Max Cangussi wieder frei. Er wurde  lediglich  verpflichtet, seinen Sklavenarbeitern den zustehenden Lohn zu  zahlen.  Kein Prozess, keine Enteignung des Großgrundbesitzes, wie  eigentlich  vorgeschrieben,” sagt Antonio Canuto von der kirchlichen  Organisation  CPT, die solche Fälle immer wieder aufdeckt. Ihre  Informationen leitet  die Initiative auch an die Internationale  Arbeitsorganisation ILO  weiter.</strong></p>
<p><strong>Max Cangussi hatte in Maranhão, dem ökonomisch am wenigsten  entwickelten  Teilstaat Brasiliens, Männer anwerben lassen, um 230  Kilometer vom  nächsten Ort entfernt Weideland einzäunen und Bäume und  Sträucher  entfernen zu lassen. Für die viermonatige schwere Arbeit  zahlte er kein  Geld, sondern vergütete die Arbeiter lediglich durch  Nahrungsmittel. Die  Männer wurden in einer brüchigen Lehmhütte  untergebracht – ohne  Toilette und Wasseranschluss. Wasser gab es nur in  einem lehmigen Bach.  Wer gegen diese Zustände protestierte,  berichteten die Sklavenarbeiter  später der Polizei, wurde von Cangussi  mit der Waffe bedroht.</p>
<p>“Seit dem vergangenen Jahr nimmt die Zahl solcher Berichte deutlich  zu”,  erläutert Canuto. “Auf manchen Farmen wurden von der Bundespolizei  bis  zu fünf Mal hintereinander Sklavenarbeiter entdeckt.” Meist ohne  Folgen.  Vor allem im riesigen Amazonas-Teilstaat Pará – er ist um ein   Vielfaches größer als Deutschland – regiert laut CPT inzwischen fast   völlige Straffreiheit: Bußgelder – umgerechnet etwa hundert Mark für   jeden entdeckten “Sklaven” – werden nicht gezahlt, Prozesse kommen nicht   voran. Dem kleinen Team der Bundespolizei, das die Farmen überwachen   soll, wurden Gelder, Personal und Transportmittel, darunter   Hubschrauber, gekürzt. Die Spezialisten reagieren fast nur noch auf   Anzeigen und kommen gewöhnlich viel zu spät: häufig vergeht ein ganzer   Monat. In der Zwischenzeit haben die betreffenden Großgrundbesitzer   längst Wind von der Anzeige bekommen und die Sklaven schon davongejagt.</p>
<p>Laut Antonio Canuto ist Schuldsklaverei am üblichsten: Angeworbenen  wird  gute Bezahlung versprochen, doch werden Kosten für Arbeitsgeräte,   Transport und Verpflegung vom Lohn abgezogen. Das Leistungspensum setzt   der Farmer dann extrem hoch an. Lebensmittel gibt es nur im Farmladen   und zu überhöhten Preisen. Ergebnis: Am Monatsende erhalten die  Arbeiter  nicht nur kein Geld – man eröffnet ihnen auch noch, dass  zuerst die  entstandenen Schulden abzutragen seien. Vor Fluchtversuchen  wird  gewarnt. Gewöhnlich stehen bewaffnete Aufseher mit scharfen Hunden   bereit.</p>
<p>Allein in Pará sind im vergangenen Jahr 1100 Fälle von Sklavenarbeit   registriert worden; im Jahr 2000 waren es rund 350. Nach Angaben des   Arbeitsministeriums ist davon auszugehen, dass auf jeden von der   Sondereinheit befreiten Landarbeiter drei weitere kommen, die unter   sklavenähnlichen Bedingungen leben müssen.</p>
<p>Dem Terror von Großgrundbesitzern und bezahlten Killerkommandos sind   besonders in Pará Führer der Gewerkschaften und der Landlosenbewegung   ausgesetzt, weil sie die neuzeitliche Sklaverei öffentlich anprangern.   Allein zwischen Juli und Oktober 2001 wurden acht Aktive erschossen – in   ganz Brasilien waren es 2001 über 25. “Im Auftrag der  Großgrundbesitzer  werden immer mehr bewaffnete Milizen gebildet”,  kritisiert Bischof  Tomas Balduino, Präsident der CPT: “Das grenzt an  Bürgerkrieg.”</p>
<p>Auf Sklavenarbeiter wirkt zudem einschüchternd, wie die Behörden   Polizeigewalt decken: 1996 hatten bei einem Massaker rund 200   Militärpolizisten einer Sondereinheit nach amtlichen Angaben 19 Landlose   getötet – kirchliche Kreise nannten weit höhere Opferzahlen. Alle   Beteiligten, auch die Offiziere, sind weiter auf freiem Fuß und noch   immer im Dienst. Wann es zu einem Gerichtsverfahren kommt, ist völlig   offen.</p>
<p>Klaus Hart</p>
<p></strong><strong>Der Autor arbeitet als Korrespondent in São Paulo.</strong></p>
<p><!--more--></p>
<p><strong>Folter und Todesschwadronen unter Lula-Regierung: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/16/stolz-ein-brasilianer-zu-sein-grosaufschrift-an-brasilianischen-supermarkten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/16/stolz-ein-brasilianer-zu-sein-grosaufschrift-an-brasilianischen-supermarkten/</a></p>
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