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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Priester Ricardo Resende</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
	<lastBuildDate>Sun, 26 Feb 2023 11:57:53 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Rio + 20. Brasilien &#8211; Sklavenarbeit unter Lula-Rousseff: Regierung ignoriert die Hälfte der Sklaverei-Anzeigen von der bischöflichen Bodenpastoral CPT, laut Landesmedien. Lula versprach, Sklavenarbeit bis 2006 auszutilgen.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/27/brasilien-sklavenarbeit-unter-lula-rousseff-regierung-ignoriert-die-halfte-der-sklaverei-anzeigen-von-der-bischoflichen-bodenpastoral-cpt-laut-landesmedien/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 14:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Priester Ricardo Resende]]></category>
		<category><![CDATA[Sklavenarbeit unter Lula-Rousseff]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie es weiter hieß, beweist dies ungenügende Kontrolle und Ermittlungen in Bezug auf fortdauernde Sklavenarbeit in Lateinamerikas größter Demokratie. Zitiert wird der katholische Priester und Anthropologe Ricardo Resende, Experte für Sklavenarbeit an der Bundesuniversität von Rio de Janeiro &#8211; ihm zufolge wird davon ausgegangen, daß auf jeden befreiten brasilianischen Sklavenarbeiter weitere sieben nicht befreite entfallen. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie es weiter hieß, beweist dies ungenügende Kontrolle und Ermittlungen in Bezug auf fortdauernde Sklavenarbeit in Lateinamerikas größter Demokratie. Zitiert wird der katholische Priester und Anthropologe Ricardo Resende, Experte für Sklavenarbeit an der Bundesuniversität von Rio de Janeiro &#8211; ihm zufolge wird davon ausgegangen, daß auf jeden befreiten brasilianischen Sklavenarbeiter weitere sieben nicht befreite entfallen.</strong></p>
<p><strong>Laut Internationaler Arbeitsorganisation reicht die Anti-Hunger-Hilfe Brasilias nicht aus, um Sklavenarbeit zu verhindern. </strong></p>
<p><strong>Auch vor dem Hintergrund ihrer Menschenrechtsarbeit, der Kritik an der Lula-Regierung, ist die katholische Kirche im europäischen Mainstream sehr unbeliebt. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/</strong></a></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische  Politik.“  </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Sklavenarbeit auch im Fußball-WM-Teilstaat Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://ouvidoriarj.wordpress.com/2011/04/29/comissao-estadual-de-erradicacao-do-trabalho-escravo-e-instituida-em-reuniao-na-seasdh/"><strong>http://ouvidoriarj.wordpress.com/2011/04/29/comissao-estadual-de-erradicacao-do-trabalho-escravo-e-instituida-em-reuniao-na-seasdh/</strong></a></p>
<p><strong>Hintergrund von 2004:</strong></p>
<p><font face="Arial"><strong><font size="6">Pfarrer Ricardo Rezende in Rio       de Janeiro </font></strong></font></p>
<p><font face="Arial"><font size="5">Kämpfer gegen die moderne Sklaverei </font></font></p>
<p><font face="Arial"><font size="5">1983 zeigte er<br />
sogar den VW-Konzern an</font></font></p>
<p><span id="more-11348"></span></p>
<p align="center"><strong><em>Brasiliens Monarchie schaffte 1888       offiziell die Sklaverei ab &#8211;  einhundertsechzehn       Jahre später gibt es in Lateinamerikas größter Demokratie jedoch immer       noch Sklaven und Sklavenhalter. Ricardo Rezende, ein katholischer Pfarrer,       kämpft seit der Diktaturzeit gegen dieses brutale, heimtückische       Ausbeutungssystem, hat dabei viel erreicht. Er        ist  heute der führende       Sklaverei-Experte Brasiliens, sogar mit Doktorgrad, dazu einer der       bekanntesten Menschenrechtsaktivisten des Tropenlandes.</em></strong></p>
<p><strong>       </strong></p>
<p align="justify"><strong>Damals, in den siebziger Jahren, hätte       Rezende gut in diesem beschaulichen Städtchen Juiz de Fora seiner        Heimatregion Minas Gerais bleiben können. Da gab es Theater und       Kino, Bibliotheken, malte er Bilder, machte Ausstellungen, konnte er       studieren, sich in kirchlichen Gruppen engagieren. Doch dann reiste       Rezende eines Tages eher zufällig ins tausende Kilometer entfernte       Hinterland des Amazonasteilstaates Parà, um Dominikaner-Ordensbrüder zu       besuchen. Und lernte ein völlig anderes Brasilien kennen, mit Sklaverei,       Todesschwadronen &#8211; er war schockiert, entschied auf der Stelle, zu       bleiben. Der angesehene Bischof Pedro Casaldaliga, ein erbitterter       Diktaturgegner, hatte gerade die Bodenpastoral gegründet, zur Unterstützung       der Landlosen, der Landarbeiter und Kleinbauern gegen die feudalen Großgrundbesitzer.       Mit ihm arbeitete er eng zusammen, wurde 1980 Gemeindepfarrer von Rio       Maria. Wir lebten völlig isoliert, ich hatte nicht einmal Telefon. Weil       es in der Region Widerstand gegen die Diktatur gab, drangen Soldaten auch       in sämtliche Kirchen und Gemeindehäuser ein, , schlugen, folterten sogar       Pfarrer, vergewaltigten Ordensschwestern – es war ein Horror für die       Kirche.“  Durch Padre Rezende       erfuhr die Weltöffentlichkeit erstmals vom Terror im Hinterland. Daß man       Sklaven, die zu flüchten versuchten, ermordete – oder grauenhaft       folterte, die Ohren abschnitt, davon sogar eine Sammlung anlegte. Daß Großgrundbesitzermilizen       ein dreizehnjähriges Mädchen entführten, vergewaltigten, lebendig       verbrannten. Und Rezende  legte       sich sogar mit dem Volkswagenkonzern an &#8211;        wegen Sklavenarbeit.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>“Bischof Casaldaliga hatte entdeckt, daß es drei jungen Männern seiner       Prälatur gelungen war, von der Volkswagen-Großfarm zu flüchten. Ich bin       hingefahren, habe die drei kennengelernt, und 1983, am Sitz der       Bischofskonferenz in Brasilia den Konzern als erster vor der Presse       angezeigt. Damals gab es auf der Farm etwa tausend versklavte Arbeiter,       viel Gewalt gegen sie. 1984 waren wir sogar mit einer       Parlamentarierkommission dort, haben alles bewiesen. VW kündigte an,       gegen mich zu prozessieren, hat es aber gelasssen, die Großfarm veräußert.       Das Eigenartige: Damals bezahlte Volkswagen in Deutschland bereits       Historiker, um herauszufinden, ob der Konzern während des Zweiten       Weltkriegs Sklavenarbeiter nutzte. In Deutschland wurde geforscht, doch       hier wurden Sklavenarbeiter gehalten.“Der VW-Konzern hat die Vorwürfe       Rezendes stets bestritten – VW sei nie verurteilt worden. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Der Pfarrer kämpfte weiter, erhielt internationale       Menschenrechtsauszeichnungen, doch auch immer mehr Morddrohungen. Auf sein       Haus wurde geschossen, er entging Attentaten, auch einer Entführung,       stand vier Jahre lang sogar ständig unter Polizeischutz, bis auch das       nichts mehr half. Er verließ Rio Maria, ging ins Dominikanerkloster von       Rio de Janeiro, machte an der städtischen Universität seinen Doktor –       natürlich über Brasiliensklaverei, leitet dort die Forschungen zum       Thema, koordiniert</strong>       <strong>  zwei       Menschenrechts- organisationen mit.  Jetzt       hat die neue Regierung von Staatschef Lula eine schwarze Liste mit       Sklavenhaltern vorgestellt, die nicht mehr subventioniert werden sollen       – eine alte Forderung der Kirche.</strong></p>
<p><strong>„Ich bin glücklich, daß diese Liste von der Regierung       schließlich doch veröffentlicht wurde – es gab ja sogar Großfarmer,       die sozusagen als Rückfalltäter stets erneut Sklavenarbeiter beschäftigten       – und dennoch immer aufs neue staatliche Subventionen erhielten. Der Förderungsstopp       kommt aber merkwürdig spät.“ Laut internationaler Arbeitsorganisation       werden in Brasilien noch bis zu vierzigtausend Menschen versklavt. 2003       konnte die Bundespolizei nach Anzeigen der kirchlichen Bodenpastoral       jedoch erst rund 4300 Sklavenarbeiter befreien.“Die Regierung handelt       widersprüchlich. Bisher liegen über zweihundert Anzeigen gegen       Sklavenfazendas vor – doch nur die Hälfte davon wurde bisher von der       Bundespolizei kontrolliert. Und bis die Beamten wirklich auftauchen, haben       die Sklavenhalter schon alles vertuscht. Wir wollen, daß Sklavenfarmen       entschädigungslos enteignet werden, doch ein solches Gesetz wurde immer       noch nicht verabschiedet.“</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Padre Rezende, inzwischen fünfzig, grauhaarig, aber weiterhin       schlank und sehr agil,  sieht       zwar einige Fortschritte – doch setze die Lula-Regierung einfach die       Prioritäten falsch. “Brasilia gibt vor, daß ihr Mittel fehlen, auch für       Gesundheit und Bildung. Doch die Gelder fehlen nur, weil die Rückzahlung       der Außenschulden Vorrang hat. Das wirkt sich sogar auf den Kampf gegen       die Sklavenarbeit negativ aus – und das ist doch furchtbar. Die       Regierung steht sich mit den internationalen Märkten, mit der Weltbank       gut, doch die sozialen Ungerechtigkeiten läßt sie weiterbestehen.“   </strong></p>
<p><strong>Sklavenarbeit und Demokratie &#8211; nach heutigem Werteverständnis offenbar kein Widerspruch:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/sklavenarbeit-unter-lula-katholischer-sklaverei-bekampfer-xavier-plassat-prangert-gegenuber-adital-die-sklavenarbeit-als-strukturelles-problem-brasiliens-an-lula-hatte-versprochen-die-sklavenarbeit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/15/sklavenarbeit-unter-lula-katholischer-sklaverei-bekampfer-xavier-plassat-prangert-gegenuber-adital-die-sklavenarbeit-als-strukturelles-problem-brasiliens-an-lula-hatte-versprochen-die-sklavenarbeit/</strong></a></p>
<p><strong>Vor dem Hintergrund fortdauernder Sklavenarbeit sowie anderer gravierender Menschenrechtsverletzungen bekam Lula zum Ende seiner Amtszeit sehr viel Lob aus Mitteleuropa, wurde 2011 in Paris bei der Auszeichnung mit dem Uni-Doktorhut bejubelt. </strong></p>
<h2>Lula erhält Ehrendoktor vom Institut d’Études  Politiques de Paris &#8211; als erste Persönlichkeit Lateinamerikas.  Gravierende Menschenrechtslage Brasiliens offenbar nicht erwähnt. Lulas  siebter Ehrendoktorhut. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=10988" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><!--more--></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/institut-detudes-politiques-de-paris/" rel="tag"> </a></p>
<p><a href="http://g1.globo.com/mundo/noticia/2011/09/lula-recebe-titulo-de-doutor-honoris-causa-em-paris.html"><strong>http://g1.globo.com/mundo/noticia/2011/09/lula-recebe-titulo-de-doutor-honoris-causa-em-paris.html</strong></a></p>
<p><strong>“Aplaudido de pé pelos docentes, estudantes e embaixadores de  vários  países latino-americanos, que agitavam bandeiras verde e  amarelas, Lula  se tornou a primeira personalidade da América Latina a  receber este  título.” O Globo</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/14/world-food-prize-fur-lula-brasilien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/14/world-food-prize-fur-lula-brasilien/</strong></a></p>
<p><strong>“Doutor Lula”(O Estado de Sao Paulo)</strong></p>
<p><strong>“Der in Paris an Lula verliehene Ehrendoktortitel ist ein   Witz oder Frucht der gewaltigen Ignoranz über die Vorgänge in unserem   Land.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/26/brasilien-lacht-uber-lula-deppen-in-deutschland-lula-der-grosse-schriftsteller-joao-ubaldo-ribeiro-nimmt-lula-personenkult-in-deutschland-ironisch-auf-die-schippe-warum-importieren-sie-nicht/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/26/brasilien-lacht-uber-lula-deppen-in-deutschland-lula-der-grosse-schriftsteller-joao-ubaldo-ribeiro-nimmt-lula-personenkult-in-deutschland-ironisch-auf-die-schippe-warum-importieren-sie-nicht/</strong></a></p>
<p><strong>Larry Rother, New York Times, Lula-Kritiker: Lembro me de uma  nota no Jornal do Brasil que dizia:”Nos brasileiros podemos falar  barbaridades sobre o nosso presidente, mas um estrangeiro nao.” È uma  hipocrisia…No caso de Bush, as afinidades sao humanas.Eles fazem aquele  estilo “povao”. …Eles gostam um do outro, apesar das diferencas  ideologicas…Uma das coisas que motivaram a minha saida do Brasil foi a  violencia…A violencia atingiu um outro patamar. Ai minha mulher  desabafou:”Nao aguento mais.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/22/fabio-konder-comparato-wir-hatten-bis-heute-nie-demokratie-wir-leben-immer-unter-einem-oligarchischen-regime-menschenrechtsaktivist-rechtsprofessor-an-brasiliens-fuhrender-bundesuniversitat-us/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-zeit-druckt-erstmals-uralt-kritik-an-lula-nach-dessen-amtszeit-in-der-er-aus-mitteleuropa-massiv-lob-fur-seine-politik-erhielt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-zeit-druckt-erstmals-uralt-kritik-an-lula-nach-dessen-amtszeit-in-der-er-aus-mitteleuropa-massiv-lob-fur-seine-politik-erhielt/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/luladilma6.JPG" alt="luladilma6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Folter noch jeden Tag.”(2011)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/21/obrigado-lula-youtube/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/21/obrigado-lula-youtube/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-andere-brasilienkarte-the-economist-vergleicht-die-teilstaaten-mit-landern-der-erde/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/die-andere-brasilienkarte-the-economist-vergleicht-die-teilstaaten-mit-landern-der-erde/</strong></a></p>
<p><strong>“Aufschrei der Ausgeschlossenen 2011?: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/</strong></a></p>
<p><a href="http://web23.ws2.nocyo.de/Bad_People__Anti-Semitism_in_South_America_--_widespread_and_rarely_explored.2970.0.html"><strong>http://web23.ws2.nocyo.de/Bad_People__Anti-Semitism_in_South_America_–_widespread_and_rarely_explored.2970.0.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.berliner-journalisten.com/heft12_artikel4.php"><strong>http://www.berliner-journalisten.com/heft12_artikel4.php</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</strong></a></p>
<p>Lula-Rede in Paris:</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>É uma grande honra, para mim, receber o título de Doutor Honoris   Causa do Instituto de Ciências Políticas de Paris. Honra que se torna  ainda  maior por eu ser o primeiro latino-americano a recebê-lo.</p>
<p>Estou profundamente grato à direção da Sciences Po e a todos os seus   professores, funcionários e alunos por me conferirem uma láurea tão   prestigiosa.</p>
<p>Esta casa, a um só tempo humanística e científica, é reconhecida e   admirada no mundo todo por seus elevados propósitos e pela excelência do  seu  corpo docente e discente.</p>
<p>É uma instituição que representa de modo exemplar o compromisso da   França com a liberdade intelectual, a dignidade da política e o  aperfeiçoamento  permanente da democracia.</p>
<p>Representa essa França consciente de suas conquistas materiais e   espirituais, ciosa de seus valores civilizatórios, mas nem por isso  menos aberta  a povos e mentalidades diferentes, à compreensão do outro.</p>
<p>Essa França insubmissa e libertária que, durante séculos, inspirou –   e continua, de alguma forma, inspirando – a trajetória de muitos  países, entre  eles o Brasil.</p>
<p>Essa França que, desde o século 18  até os dias atuais, é tão   relevante para o Brasil, seja no terreno das ideias políticas e sociais,  seja na  esfera da educação e da cultura, seja no que se refere às  parcerias produtivas e  tecnológicas.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>Mais do que um reconhecimento pessoal, acredito que este título de   Doutor Honoris Causa é uma homenagem ao povo brasileiro, que nos últimos  anos  vem realizando, de modo pacífico e democrático, uma verdadeira  revolução  econômica e social, dando um enorme salto histórico rumo à  prosperidade e à  justiça. Depois de prolongada estagnação, o Brasil  voltou a crescer de modo  vigoroso e continuado, gerando empregos,  distribuindo renda e promovendo  inclusão social.</p>
<p>Deixamos para trás um passado de frustrações e ceticismo. Os   brasileiros e as brasileiras voltaram a acreditar em si mesmos e na sua   capacidade de resolver problemas e superar obstáculos, por mais  difíceis que  sejam.</p>
<p>Graças a um novo projeto de desenvolvimento nacional, com forte   envolvimento da sociedade e intensa participação popular, conseguimos  tirar 28  milhões de pessoas da miséria e levamos 39 milhões de pessoas  para a classe  média, no maior processo de mobilidade social da nossa  história.</p>
<p>Em oito anos e meio foram criados 16 milhões de novos empregos   formais. O salário mínimo teve um aumento real de 62%, e todas as  categorias de  trabalhadores fizeram acordos salariais com ganhos acima  da  inflação.</p>
<p>Além disso, implantamos vários programas de transferência direta de   renda, dos quais se destaca o Bolsa Família, que é o principal  instrumento do  Fome Zero e, no final do ano passado, beneficiava 52  milhões de  pessoas.</p>
<p>Dessa forma, a desigualdade entre os brasileiros atingiu o menor   patamar em 50 anos. Nos últimos dez anos, a renda per capita dos 10%  mais ricos  aumentou 10%, enquanto a dos 50% brasileiros mais pobres  teve um ganho real de  68%.</p>
<p>O consumo se ampliou em todas as classes, mas no segmento popular  cresceu sete vezes.</p>
<p>Os pobres passaram a ser tratados como cidadãos. Governamos para   todos os brasileiros e não apenas para um terço da população, como  habitualmente  acontecia.</p>
<p>Acreditamos firmemente que o desenvolvimento econômico precisa estar   a serviço da redução das desigualdades sociais, sem paternalismo,  promovendo a  inclusão das pessoas mais pobres à plena cidadania.</p>
<p>Acreditamos, igualmente, que isso pode, deve e será feito sem que se   descuide do equilíbrio macroeconômico, combatendo com firmeza a   inflação.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>Ao mesmo tempo que resgatávamos grande parte de nossa dívida social,   trabalhamos para modernizar o país, preparando-o para os desafios  produtivos e  tecnológicos do século 21.</p>
<p>Investimos fortemente em educação, pesquisa e desenvolvimento.   Orgulho-me de ter criado 14 novas universidades federais e 126 extensões   universitárias, democratizando e interiorizando o acesso ao ensino   público.</p>
<p>Também lançamos o Reuni, um programa para fortalecer o ensino público  universitário, com a valorização dos docentes.</p>
<p>Ele contribuiu para que dobrássemos o número de matrículas nas  instituições federais.</p>
<p>Mas não ficamos restritos a isso e instituímos o Prouni, um sistema   inovador de bolsas de estudo em universidades particulares. Com ele,  garantimos  que 912 mil jovens de baixa renda pudessem cursar o ensino   superior.</p>
<p>E a oportunidade não foi desperdiçada: os jovens com bolsas do Prouni   têm-se destacado em todas as áreas, liderando em muitos casos os  exames  nacionais de avaliação feitos pelo Ministério da Educação. Ou  seja, bastou uma  chance e a juventude brasileira deu firme resposta ao  mito elitista segundo o  qual a qualidade é incompatível com a ampliação  das  oportunidades.</p>
<p>Também me orgulho muito de termos inaugurado 214 novas escolas   técnicas federais, que criaram possibilidades inéditas de formação  profissional  para a juventude.</p>
<p>A boa qualidade do ensino na rede de escolas técnicas federais também   abre as portas para as universidades, mesmo para quem trabalha durante  o dia  inteiro, porque durante o meu governo aumentamos o número de  vagas nos cursos  universitários noturnos.</p>
<p>Esses jovens têm que continuar sonhando, têm que lutar para   conquistar o doutoramento, para trabalhar nos diversos centros de  pesquisa e  desenvolvimento tecnológico que existem no Brasil.</p>
<p>Deixamos de considerar a educação como um gasto para tratá-la como   investimento que muda a vida das pessoas e do país. Por isso, em meus  dois  mandatos, triplicamos o orçamento do Ministério da Educação, que  saltou de 17  bilhões de reais para 65 bilhões de reais em 2010.</p>
<p>Essas mudanças eram imprescindíveis, pois a garantia de acesso à   educação de qualidade, da pré-escola aos cursos de pós-graduação, é um  dos  principais instrumentos para promover a igualdade social, combater a  pobreza e  assegurar um desenvolvimento econômico, científico e  tecnológico sustentável em  longo prazo.</p>
<p>A educação foi colocada como prioridade estratégica para o país. O   investimento público direto em educação passou de 3,9% do Produto  Interno Bruto  em 2000  para 5% em 2009. E, agora, a presidenta Dilma  Rousseff assumiu o  compromisso de ampliar o investimento em educação  progressivamente até atingir  7% do Produto Interno Bruto.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>O Brasil já tem muito a mostrar no segmento de pesquisa e   desenvolvimento. A Lei da Inovação, aprovada em dezembro de 2004,  incentivou as  universidades a compartilhar seus projetos de pesquisa e  desenvolvimento com as  empresas públicas e privadas, para alavancar a  inovação tecnológica no ambiente  produtivo.</p>
<p>O número de cientistas envolvidos em pesquisa e desenvolvimento   passou de 126 mil em 2000 para 211 mil em 2008. E o número de patentes   depositadas no Instituto Nacional da Propriedade Industrial (INPI)  cresceu de 21  mil em 2000 para 280 mil em 2009.</p>
<p>Além disso, o governo federal destinou 41 bilhões de reais ao setor   de pesquisa e inovação no período de 2007 a 2010, através do Programa de   Aceleração do Crescimento.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>Uma das preocupações do meu governo – e que continua a ser um firme   compromisso da presidenta Dilma – foi garantir que o crescimento  econômico e os  investimentos estruturantes fossem sustentáveis do ponto  de vista  ambiental.</p>
<p>Nos últimos anos, o Brasil superou a falsa contradição que opunha o   desenvolvimento à sustentabilidade ambiental.  Nesse período, a taxa de   desmatamento caiu 75%.</p>
<p>Em nosso governo, fixamos como meta reduzir as emissões de CO2 entre   36% e 39% até 2020. Esse compromisso foi incorporado à Política  Nacional de  Mudanças Climáticas, apresentada em Copenhague, em dezembro  de 2009, e  posteriormente transformada em lei pelo Congresso Nacional.</p>
<p>O Brasil é uma referência no enfrentamento dos desafios ambientais do   século 21, pois é responsável por 74% das unidades de conservação  criadas no  mundo desde 2003. Também alcançamos recentemente o menor  nível de desmatamento  dos últimos 22 anos.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos, os avanços que conquistamos nos últimos   anos foram possíveis porque praticamos intensamente a democracia. Não  nos  limitamos a respeitá-la – o que é um dever –, mas levamos suas  possibilidades ao  limite, promovendo um amplo processo de participação  social na definição das  políticas públicas.</p>
<p>Estabelecemos uma nova relação do Estado com a sociedade, na qual   todos os setores sociais foram ouvidos, mobilizados, e puderam discutir  não  somente com o governo, mas também entre eles próprios.  Multiplicaram-se os  canais de interlocução da sociedade com o Estado, o  que contribuiu de modo  decisivo para que crescimento econômico e  desenvolvimento social caminhassem  juntos.</p>
<p>Para tanto, realizamos 74 conferências nacionais entre 2003 e 2010,   precedidas por reuniões em níveis municipal e estadual, que contaram com  a  presença de cerca de 5 milhões de pessoas.</p>
<p>Discutimos e aprofundamos nessas conferências temas importantes: do   meio ambiente à segurança pública; dos transportes à diversidade sexual;  dos  direitos dos indígenas às políticas de telecomunicações; da  igualdade racial à  política nacional de saúde, dentre muitos outros.</p>
<p>Conselhos de políticas públicas, com ampla representação popular,  foram criados junto a todos os ministérios.</p>
<p>Em outras palavras, apostamos decididamente na política. Porque   sempre acreditamos na força da política como promotora da emancipação  individual  e coletiva.</p>
<p>A participação política é o melhor antídoto contra a alienação e as  tentações autoritárias.</p>
<p>Eu próprio sou produto da política. A luta sindical me deu a   convicção de que era necessário incorporar os trabalhadores às decisões   políticas.</p>
<p>Foi por isso que, em 1980, criamos o Partido dos Trabalhadores, que   em menos de 20 anos tornou-se o maior partido de esquerda da América  Latina e  chegou à Presidência da República. Também construímos a maior a  central sindical  da América Latina, a Confederação Única dos  Trabalhadores.</p>
<p>Tenho a plena convicção de que os problemas da sociedade só podem ser   resolvidos com mais democracia e mais envolvimento da sociedade no  exercício do  poder.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>O Brasil não está sozinho nessa trajetória virtuosa, que reuniu  democracia, desenvolvimento econômico e justiça social.</p>
<p>A esperança progressista do mundo, hoje, navega no vento que sopra do  Sul.</p>
<p>A América do Sul não é mais o estuário dos problemas do mundo, e sim   a mais promissora fronteira da luta pela justiça social em nosso   tempo.</p>
<p>Sem os países em desenvolvimento, não será possível abrir um novo   ciclo de expansão que combine crescimento, combate à fome e à pobreza,  redução  das desigualdades sociais e preservação ambiental.</p>
<p>No momento em que se está constituindo um mundo multipolar, a América   do Sul afirma a sua presença no plano internacional, renovando a  confiança em si  e na capacidade de seus povos de construir um destino  comum de democracia e  crescimento econômico com inclusão social.</p>
<p>Vivemos numa região de paz. Não há ódio religioso entre nós. Os   governantes de todos  os nossos países foram eleitos em pleitos  democráticos e  com ampla participação popular. A democracia é o nosso  idioma  comum.</p>
<p>Minhas amigas e meus amigos,</p>
<p>Avançamos muito no Brasil nos últimos anos. Ampliamos a inclusão   social e a democracia se fortalece cada vez mais. Elegemos, pela  primeira vez na  nossa história, uma mulher para a Presidência da  República.</p>
<p>Fizemos muito, mas ainda há muito por ser feito. E o governo da  presidenta Dilma Rousseff assume esta responsabilidade.</p>
<p>Lançou o programa Brasil sem Miséria para erradicar totalmente a  extrema pobreza.</p>
<p>Fortaleceu a área da educação, ao ampliar o programa e ensino técnico  e aumentar o número de bolsas de estudos no exterior.</p>
<p>O lançamento de uma nova política industrial, com o programa Brasil  Maior, fortalecerá a inovação e a competitividade.</p>
<p>Por último, quero enfatizar que o conhecimento e a informação são   cada vez mais importantes para o aprimoramento espiritual da Humanidade e  também  para viabilizar o progresso econômico e o bem-estar dos  povos.</p>
<p>O governante que não enxerga isso, não está preparado para governar   uma Nação. Governante que não sonha não transmite esperança. Agradeço  novamente  à Science Po por ter sido agraciado o título de Doutor  Honoris Causa e estou  honrado por fazer parte do seleto grupo de  pessoas que mereceram esta  honra.</p>
<p>Muito  obrigado.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/12/brasiliens-massive-brandrodungen-wie-jedes-jahr-nasa-foto-zeigt-das-ausmas-anklicken-viel-lob-fur-brasilias-regierungspolitik-aus-europa/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/12/brasiliens-massive-brandrodungen-wie-jedes-jahr-nasa-foto-zeigt-das-ausmas-anklicken-viel-lob-fur-brasilias-regierungspolitik-aus-europa/</strong></a></p>
<p><strong>Auswanderungsland Brasilien:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><strong>Demokratie und Vietnamkrieg:</strong></p>
<p>Wie viele Jahre es im Falle des Vietnamkriegs dauerte:</p>
<p><strong>“Der Vietnamkrieg war illegal” Süddeutsche Zeitung 2011.</strong></p>
<p><strong>“Der illegale Krieg. Die Pentagon Papers werden erstmals        vollständig freigegeben.  An diesem Montag wird ein bislang streng        gehütetes Staatsgeheimnis preisgegeben: Der Vietnamkrieg war illegal.   Er      wurde unter falschen Voraussetzungen begonnen, mit Lügen        fortgesetzt,und zu gewinnen, auch das wird jetzt offiziell        bekanntgemacht, war er auch nicht.”</strong></p>
<p><strong>Der Vietnamkrieg forderte etwa drei Millionen Todesopfer, davon waren zwei Millionen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zivilist" title="Zivilist">Zivilpersonen</a>. Vier Millionen Menschen erlitten schwere Verletzungen.<sup><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vietnamkrieg#cite_note-1">[2]</a></sup></strong> (Wikipedia)</p>
<p><strong>Demokratie und Irakkrieg:</strong></p>
<p><strong>Die “Folha de Sao Paulo” spricht “von einer Billion Dollar im    Irakkrieg vergeudet”. Die Invasion des Irak sei unter Vorwänden    erfolgt. Hinterlassen werde eine Spur der Zerstörung, und völlige    Perspektivlosigkeit. “Ein Desaster unter allen Gesichtspunkten.”</strong></p>
<p><strong>Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe, der Dominikaner    Frei Betto in Sao Paulo, beziffert die Zahl der Toten des Irakkriegs auf    etwa eine Million: </strong></p>
<p><strong>“The Western powers led by the USA vociferously defend human     rights in Libya. What about the genocidal occupations of Iraq and     Afghanistan? Who tolls the bells for the million dead in Iraq? Who takes     confessed assassins in Afghanistan, responsible for crimes against     humanity, to the UN International Court of Justice?” Frei Betto 2011)   </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/21/brasiliens-sklavenarbeit-unter-lula-rousseff-erstmals-mehr-internationale-aufmerksamkeit-wegen-anzeigen-gegen-modekette-zarades-spanischen-inditex-konzerns-brasiliens-katholische-kirche-prangert/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/21/brasiliens-sklavenarbeit-unter-lula-rousseff-erstmals-mehr-internationale-aufmerksamkeit-wegen-anzeigen-gegen-modekette-zarades-spanischen-inditex-konzerns-brasiliens-katholische-kirche-prangert/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/</strong></a></p>
<p><strong>Deutschstämmiger Kardinal Paulo Evaristo Arns:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/04/parabens-dom-paulo-evaristo-arns5-ehrung-im-stadtparlament-erinnerung-an-des-kardinals-leitspruchcoragem-viva-dom-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/04/parabens-dom-paulo-evaristo-arns5-ehrung-im-stadtparlament-erinnerung-an-des-kardinals-leitspruchcoragem-viva-dom-paulo/</strong></a></p>
<p><strong>Bischof Coelho in Deutschland:</strong></p>
<p><strong>Er erzählte von einem Land, in dem nur einige wenige Familien   nahezu alle  wesentlichen gesellschaftlichen Bereiche beherrschten und   Korruption an der  Tagesordnung sei: „Die Kirche hat die wichtige   Aufgabe, der armen Bevölkerung  bei ihren existenziellen Problemen   gegenüber der Profitgier von Wenigen zu  helfen.“ Menschen würden von   ihrem Land vertrieben, sie hätten kaum Rechte und  Umweltschutz   existiere nicht.</strong> <strong>(Münstersche Zeitung)</strong></p>
<p><strong>Amnesty International 2002:</strong></p>
<h2>Sklavenarbeit nimmt wieder zu</h2>
<p><strong>BRASILIEN</strong></p>
<p><strong>SKLAVENARBEIT NIMMT WIEDER ZU</strong></p>
<p><strong>Erst im Jahre 1888 hat Brasilien die Sklaverei offiziell abgeschafft,  doch es gibt sie bis heute. Vor allem im Norden und Nordosten wird sie  von etlichen Großgrundbesitzern in modifizierter Form weitergeführt.  Gleichzeitig nimmt die Zahl der Morde an Landgewerkschaftern zu.</strong></p>
<p><strong>Für viele brasilianische Zeitungen war es unlängst der Aufmacher: Zum  ersten Mal wurde ein “moderner” Sklavenhalter in flagranti ertappt und  sofort hinter Gitter gebracht – das gab es noch nie seit Brasiliens  Rückkehr zur Demokratie im Jahre 1985. Vielen erschien das als  beachtlicher Fortschritt. Nur – und das vermeldeten die Blätter nicht –  ging die Sache wie üblich aus: “Nach drei Tagen war der betroffene  Großgrundbesitzer Max Cangussi wieder frei. Er wurde lediglich  verpflichtet, seinen Sklavenarbeitern den zustehenden Lohn zu zahlen.  Kein Prozess, keine Enteignung des Großgrundbesitzes, wie eigentlich  vorgeschrieben,” sagt Antonio Canuto von der kirchlichen Organisation  CPT, die solche Fälle immer wieder aufdeckt. Ihre Informationen leitet  die Initiative auch an die Internationale Arbeitsorganisation ILO  weiter.</strong></p>
<p><strong>Max Cangussi hatte in Maranhão, dem ökonomisch am wenigsten entwickelten  Teilstaat Brasiliens, Männer anwerben lassen, um 230 Kilometer vom  nächsten Ort entfernt Weideland einzäunen und Bäume und Sträucher  entfernen zu lassen. Für die viermonatige schwere Arbeit zahlte er kein  Geld, sondern vergütete die Arbeiter lediglich durch Nahrungsmittel. Die  Männer wurden in einer brüchigen Lehmhütte untergebracht – ohne  Toilette und Wasseranschluss. Wasser gab es nur in einem lehmigen Bach.  Wer gegen diese Zustände protestierte, berichteten die Sklavenarbeiter  später der Polizei, wurde von Cangussi mit der Waffe bedroht.</strong></p>
<p><strong>“Seit dem vergangenen Jahr nimmt die Zahl solcher Berichte deutlich zu”,  erläutert Canuto. “Auf manchen Farmen wurden von der Bundespolizei bis  zu fünf Mal hintereinander Sklavenarbeiter entdeckt.” Meist ohne Folgen.  Vor allem im riesigen Amazonas-Teilstaat Pará – er ist um ein  Vielfaches größer als Deutschland – regiert laut CPT inzwischen fast  völlige Straffreiheit: Bußgelder – umgerechnet etwa hundert Mark für  jeden entdeckten “Sklaven” – werden nicht gezahlt, Prozesse kommen nicht  voran. Dem kleinen Team der Bundespolizei, das die Farmen überwachen  soll, wurden Gelder, Personal und Transportmittel, darunter  Hubschrauber, gekürzt. Die Spezialisten reagieren fast nur noch auf  Anzeigen und kommen gewöhnlich viel zu spät: häufig vergeht ein ganzer  Monat. In der Zwischenzeit haben die betreffenden Großgrundbesitzer  längst Wind von der Anzeige bekommen und die Sklaven schon davongejagt.</p>
<p>Laut Antonio Canuto ist Schuldsklaverei am üblichsten: Angeworbenen wird  gute Bezahlung versprochen, doch werden Kosten für Arbeitsgeräte,  Transport und Verpflegung vom Lohn abgezogen. Das Leistungspensum setzt  der Farmer dann extrem hoch an. Lebensmittel gibt es nur im Farmladen  und zu überhöhten Preisen. Ergebnis: Am Monatsende erhalten die Arbeiter  nicht nur kein Geld – man eröffnet ihnen auch noch, dass zuerst die  entstandenen Schulden abzutragen seien. Vor Fluchtversuchen wird  gewarnt. Gewöhnlich stehen bewaffnete Aufseher mit scharfen Hunden  bereit.</p>
<p>Allein in Pará sind im vergangenen Jahr 1100 Fälle von Sklavenarbeit  registriert worden; im Jahr 2000 waren es rund 350. Nach Angaben des  Arbeitsministeriums ist davon auszugehen, dass auf jeden von der  Sondereinheit befreiten Landarbeiter drei weitere kommen, die unter  sklavenähnlichen Bedingungen leben müssen.</p>
<p>Dem Terror von Großgrundbesitzern und bezahlten Killerkommandos sind  besonders in Pará Führer der Gewerkschaften und der Landlosenbewegung  ausgesetzt, weil sie die neuzeitliche Sklaverei öffentlich anprangern.  Allein zwischen Juli und Oktober 2001 wurden acht Aktive erschossen – in  ganz Brasilien waren es 2001 über 25. “Im Auftrag der Großgrundbesitzer  werden immer mehr bewaffnete Milizen gebildet”, kritisiert Bischof  Tomas Balduino, Präsident der CPT: “Das grenzt an Bürgerkrieg.”</p>
<p>Auf Sklavenarbeiter wirkt zudem einschüchternd, wie die Behörden  Polizeigewalt decken: 1996 hatten bei einem Massaker rund 200  Militärpolizisten einer Sondereinheit nach amtlichen Angaben 19 Landlose  getötet – kirchliche Kreise nannten weit höhere Opferzahlen. Alle  Beteiligten, auch die Offiziere, sind weiter auf freiem Fuß und noch  immer im Dienst. Wann es zu einem Gerichtsverfahren kommt, ist völlig  offen.</p>
<p>Klaus Hart</p>
<p></strong><strong>Der Autor arbeitet als Korrespondent in São Paulo.</strong></p>
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