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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Naturvernichtung in Deutschland</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Naturvernichtung in Deutschland, &#8222;Positionsänderer&#8220; Michael Succow:&#8220;Bis Mitte der 90er Jahre waren meine Positionen in puncto Naturschutz deutlich strikter.&#8220; (Succow 2000 zum Raben Ralf:  &#8222;Ich bin mit Deutschland ziemlich fertig, weil ich dies hier alles nicht mehr für zukunftsfähig halte, es immer kritischer sehe. Deshalb widme ich mich auch der Hilfe in Ländern, wo es noch Ethik gibt, Natur noch einen ganz anderen Stellenwert hat.&#8220;)</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/22/naturvernichtung-in-deutschland-positionsanderer-michael-succowbis-mitte-der-90er-jahre-waren-meine-positionen-in-puncto-naturschutz-deutlich-strikter/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 13:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Succow]]></category>
		<category><![CDATA[Naturvernichtung in Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[  Infodienst des Wattenrates Ost-Friesland Datum: 22. Nov. 2011 ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Windkraftkritisches von Prof-Succow (von 1990 bis 2003 Vizepräsident des NABU; seit 2000 ständiges Mitglied des Kuratoriums), der Naturschutz-&#8222;Papst&#8220; in Deutschland, aber auch sehr Befremdliches: Frankfurter Rundschau, 12. Nov. 2011 Interview mit Naturschutz-Papst Succow „Öko-Energie kann auch ein Fluch sein“ http://www.fr-online.de/energie/interview-mit-naturschutz-papst-succow&#8211;oeko-energie-kann-auch-ein-fluch-sein-,1473634,11136802.html Succow zu Offshore-Windparks: &#8222;Die Sorge, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>  <strong>Infodienst des Wattenrates Ost-Friesland<br />
Datum: 22. Nov. 2011<br />
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++</strong></p>
<p><strong>Windkraftkritisches von Prof-Succow (von 1990 bis 2003 Vizepräsident des NABU; seit 2000 ständiges Mitglied des Kuratoriums), der Naturschutz-&#8222;Papst&#8220; in Deutschland, aber auch sehr Befremdliches:</strong></p>
<p><strong>Frankfurter Rundschau, 12. Nov. 2011<br />
Interview mit Naturschutz-Papst Succow<br />
„Öko-Energie kann auch ein Fluch sein“</strong></p>
<p><strong> <a href="http://www.fr-online.de/energie/interview-mit-naturschutz-papst-succow--oeko-energie-kann-auch-ein-fluch-sein-,1473634,11136802.html">http://www.fr-online.de/energie/interview-mit-naturschutz-papst-succow&#8211;oeko-energie-kann-auch-ein-fluch-sein-,1473634,11136802.html</a></strong></p>
<p><strong>Succow zu Offshore-Windparks: &#8222;Die Sorge, dass Vögel gefährdet werden, erscheint mir unbegründet.&#8220; </strong></p>
<p><strong>Dichtung und Wahrheit:</strong></p>
<p><a href="http://www.wattenrat.de/wind/wind113.htm"><strong>http://www.wattenrat.de/wind/wind113.htm</strong></a></p>
<p><span id="more-11583"></span></p>
<p>Zitat: &#8222;Ornithologen berichten, dass die Offshore-Windparks beim Vogelzug über die Ostsee von kleinen Vögeln als Rastplatz genutzt werden könnten, wenn Sturm oder Nebel herrschen. Dazu müssten die Windanlagen mit Rastvorrichtungen ausgerüstet sein, wo etwa die Rotkehlchen, Buchfinken und Braunellen einen Ruheplatz finden können. Das ist ein kleiner Nebeneffekt der Offshore-Parks, der mich versöhnlich stimmen könnte.&#8220;</p>
<p>Vielleicht demnächst die Standstreifen an den Autobahnen als Wanderwege herrichten? Oder, um beim, Strom zu bleiben:<br />
Mittelspannungsmasten sind auch hervorragende Sitzstangen für Greifvögel oder Störche, aber tödlich, wenn es zum Masseschluss mit dem Flügel kommt. Nur kann man WKA (die Rotoren müssen nicht einmal<br />
drehen!) bei Dunkelheit und Nebel kaum &#8222;entschärfen&#8220;, wenn abertausende Kleinvögel nachts über das Meer ziehen. Hat der Herr Professor, mit Verlaub, vielleicht ein (Wind-) Rad ab?</p>
<p>Siehe auch:</p>
<p>* Windkraft Offshore: Zugvogelmassaker auf See Untersuchungen zu Anflugopfern, FINOBIRD-Abschlussbericht http://www.wattenrat.de/wind/wind113.htm</p>
<p>* Offshore-WKA tödlich für Zugvögel<br />
Zwischenergebnis des Forschungsprojekts MINOS+ http://www.wattenrat.de/wind/wind83.htm</p>
<p>* Windenergie und Vogelkollisionen: unzureichende EU-Leitlinie zu Windenergie und Natura-2000  http://bit.ly/si4SOH</p>
<p>___________________________________________________</p>
<p>Übermittelt vom Wattenrat® Ost-Friesland<br />
Büro und Koordination: Manfred Knake<br />
D-26427 Esens-Holtgast/Ostfriesland</p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p align="left"><strong>Professor Michael Succow<br />
<font size="4">Windkraftprogramm überspannt und unverantwortlich/NABU-Vizepräsident fordert Windkraftanlagen-freie Räume</font></strong>  <strong><br />
Interwiev von Klaus Hart für den Raben Ralf, Berli, 2000 </strong></p>
<p><strong>  </strong><strong>Studien belegen, daß in den Windkraftwerken Kaliforniens und Gibraltars zahllose seltenste Großvögel wie Adler und Gänsegeier getötet werden. In Deutschland wurden unter anderem Schwarzstörche, Schwäne und Wildgänse unter den Rotortürmen gefunden, zerstörten Windkraftwerke ganze Rast-und Äsungsgebiete auch für Kraniche. Unglücke, Havarien häufen sich, auf Fehmarn wird eine Schweriner Fallschirmsportlerin durch Rotoren erschlagen. Dennoch behauptet die Windkraftindustrie  wörtlich: &#8222;Windkraftanlagen &#8211; keine Gefahr für Mensch und Tier&#8220;. Klaus Hart sprach darüber mit Michael Succow, Professor für Biologie an der Universität Greifswald und Initiator des ostdeutschen Nationalparkprogramms. Succow, der auch NABU-Vizepräsident und Träger des Alternativen Nobelpreises ist, gab das Interview exklusiv für den RABEN RALF. </strong></p>
<p><strong>  </strong><strong>Herr Professor Succow, viele halten Windkraft für ökologisch &#8211; Sie auch?<br />
Succow: Ich habe eine sehr kritische Position. Dieses überspannte Windkraftprogramm, das flächenhaft ganze Landschaften überzieht, halte ich für nicht mehr verantwortbar. Ich bin nicht prinzipiell gegen Windkraftanlagen &#8211; aber nur nach gründlicher Umweltverträglichkeitsprüfung auf  ausgewiesenen Standorten. Ich bin für Konzentration auf bestimmte Flächen, insbesondere Industriegebiete, oder andere, die vom Umweltgesichtspunkt her sowieso nicht wertvoll sind. Aber in ökologisch wertvollen Räumen sind Windanlagen für mich ein Fluch. Da will ich ganz klar meiner Besorgnis Ausdruck geben. </strong></p>
<p><strong>  </strong><strong>Rabe Ralf: Umweltschützer kritisieren, daß Windkraft für Rüstungsfirmen, Atomkonzerne wie Siemens-KWU das große Geschäft ist.<br />
Succow: Natürlich sehe ich als Hauptproblem, daß eben bestimmte Gruppen an den Windkraftanlagen wieder enorm verdienen. Und denken, man kann die überall hinsetzen &#8211; als unweltverträgliche Technologie. Doch Standorte müssen eben erst ganz gründlich ausgewiesen werden. </strong></p>
<p><strong>  </strong><strong>Rabe Ralf: In ganz Deutschland wollen hunderte Umwelt-Bürgerinitiativen verhindern, daß solche Industrieanlagen weiter Natur und Landschaft zerstören, Unruhe bringen. Muß man Windkraftwerke wirklich mitten in schöne Landstriche bauen?<br />
Succow: Ich bin dafür, daß man große Räume freiläßt. Was wir in Zukunft brauchen, ist Stille und Ruhe &#8211; die Sehnsucht danach wird immer größer in diesem verrückten Mitteleuropa. Noch Flächen mit Stille und Ruhe zu haben, ist die größte Kostbarkeit. Deshalb sollte man Ruheräume in der Landschaft jetzt bewußt schaffen, unzerschnittene Gebiete und  verkehrsberuhigte, und natürlich auch Windkraftanlagen-freie Räume. </strong></p>
<p><strong>  </strong><strong>Rabe Ralf: Doch auch  im bislang artenreichsten, &#8222;ruhigsten&#8220; deutschen Bundesland, Mecklenburg-Vorpommern, fördert die SPD-PDS-Regierung den Bau von immer mehr Windkraftwerken. Ist man denn da auf dem richtigen Weg?<br />
Succow: Es gibt bestimmte Planungen, die ganz gut sind, wo man Schwerpunkte setzte. Aber viele Anlagen, die in letzter Zeit  gebaut worden sind, halte ich auch hier für die Landschaft, den Eindruck schwerwiegend schädigend.  </strong></p>
<p><strong>  </strong><strong>Rabe Ralf: Marlies Preller, NABU-Projektleiterin für Rügen, kritisiert heftig die Errichtung von immer mehr Windkraftwerken auf der Insel. Vorhergesagtes Ergebnis &#8211;  Kraniche und andere Vogelarten werden in ihren Lebens-und Rasträumen gravierend gestört, was sogar laut EU-Gesetz strikt verboten ist.<br />
Succow: Die Zunahme der Windanlagen auf Rügen wäre nicht gut. Ich kenne die Insel Fehmarn &#8211; früher von Dörfern und Kirchtürmen geprägt, heute von Windkraftwerken. Passierte das auf Rügen, wurde ich es als eine Katastrophe ansehen. </strong></p>
<p><strong>  </strong><strong>Rabe Ralf: Kraniche, vielen so sympathisch, haben mit Windanlagen Probleme. Sehen Sie die auch?<br />
Succow: Die Störung, Irritierung der Kraniche kann ich mir gut vorstellen &#8211; es ist ja ein Unruhefaktor, der durch die Windanlagen in die Landschaft kommt. </strong></p>
<p><strong>  </strong><strong>Rabe Ralf: In Westdeutschland ist die Großtrappe längst ausgerottet &#8211; bundesweit gibt es nur noch rund siebzig Tiere, fast alle in Brandenburg, der Rest in Sachsen-Anhalt. Jetzt will das  Agrar-und Umweltministerium in Potsdam unter SPD-Minister Wolfgang Birthler ausgerechnet an den Fiener Bruch, ein wichtiges Trappen-Rückzugsgebiet, Windkraftwerke bauen. Eine intelligente Idee?<br />
Succow: Schrecklich. Windkraftanlagen und Großtrappen &#8211; das geht nicht. Ich bin großgeworden in einer Trappenlandschaft, habe beim Schafehüten jeden Tag meine Großtrappen gesehen, sie gezählt, den Niedergang und Untergang der Population genau verfolgt. Deshalb ist mir klar, daß eine Großtrappe Windkraftanlagen nicht ertragen kann. Dieser Vogel ist ausgesprochen standortstabil, sehr sensibel, erträgt Veränderungen kaum. Ich bin überzeugt, daß er es praktisch nicht mehr schafft, sich Windkraftwerken anzupassen.Solche Anlagen sehe ich als eine der stärksten Beeinträchtigungen an. Bei dem Aufwand, den wir um die Erhaltung der letzten Großtrappen treiben, darf ein solches Projekt nicht sein. </strong></p>
<p><strong>  Rabe Ralf: Nun wird vieles  hierzulande  als angeblich ökologisch verkauft.<br />
Succow:  Ich bin mit Deutschland ziemlich fertig, weil ich dies hier alles nicht mehr für zukunftsfähig halte, es immer kritischer sehe. Deshalb widme ich mich auch der Hilfe in Ländern, wo es noch Ethik gibt, Natur noch einen ganz anderen Stellenwert hat. </strong></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,798943,00.html"><strong>http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,798943,00.html</strong></a></p>
<h2>Rio+20. Professor Jeffrey Sachs: Der  UNO-Umweltgipfel Rio+20 im nächsten Jahr sollte das historische  Scheitern im Umweltschutz seit der UNO-Konferenz von 1992 zugeben,  zitieren Brasiliens Landesmedien. “Rio+20 deverá admitir fracasso  historico.”(O Estado de Sao Paulo) Roland Tichy, Wirtschaftswoche, “Das  neue Natursterben”. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11533" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rio-de-janeiro/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Wie Jeffrey Sachs danach weiter erklärte, sollte  der Rio+20 Gipfel klarstellen, daß 20 Jahre im Klimaschutz ungenutzt  verstrichen sind. “Heute ist der Ausstoß klimaschädlicher Gase weit  größer, beschleunigt sich der Verlust an Artenvielfalt sowie Wüsten-und  Steppenbildung.” Deshalb müsse der Rio+20-Gipfel das historische  Scheitern eingestehen. “Wir mögen mehr die Illusionen. Aber jetzt ist  der Moment gekommen, die Wahrheit zu sagen.”</strong></p>
<p><strong>Die Wahrheit über den Propaganda-Gipfel von Rio de Janeiro  1992 und dessen tatsächliche Ziele und Absichten sind indessen seit 20  Jahren  echten Naturschützern längst bekannt.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/08/rio20-konferenz-an-den-resultaten-der-uno-umweltkonferenz-von-1992-lassen-sich-die-tatsachlichen-ziele-und-absichten-erkennen-damals-unter-betroffenheitsgeschwatz-und-entschlossenheitsrhetorik-ver/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/08/rio20-konferenz-an-den-resultaten-der-uno-umweltkonferenz-von-1992-lassen-sich-die-tatsachlichen-ziele-und-absichten-erkennen-damals-unter-betroffenheitsgeschwatz-und-entschlossenheitsrhetorik-ver/</strong></a></p>
<p><strong>&#8222;1992 nimmt der NABU an der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in  Rio de Janeiro teil. Die Umsetzung der Rio-Beschlüsse, also  Klimakonvention, Konvention zur Artenvielfalt und Agenda 21 sind seitdem  weitere zentrale Bestandteile der Verbandsarbeit.&#8220;(NABU)</strong></p>
<p><strong>Roland Tichy:</strong></p>
<p><a href="http://blog.wiwo.de/chefsache/2011/01/08/das-neue-natursterben/"><strong>http://blog.wiwo.de/chefsache/2011/01/08/das-neue-natursterben/</strong></a></p>
<p><strong>Tichy zu Alibi-und Pseudo-Umweltorganisationen in Deutschland:</strong></p>
<p><strong>“Es wäre an der Zeit, eine neue Ökologiebewegung zu gründen,  die gegen  diese Ökoprofitbewegung zu Felde zieht und realistische   Kosten-Nutzen-Abwägungen trifft, statt eine subventionierte   Ideologiewirtschaft zu betreiben.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/es-gibt-kein-umweltbewustsein-in-brasilien-die-kultur-des-landes-ist-zerstorung-mario-mantovani-umweltexperte-nao-ha-consciencia-ecologica-no-pais-a-cultura-do-brasil-e-de-degradacao/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/es-gibt-kein-umweltbewustsein-in-brasilien-die-kultur-des-landes-ist-zerstorung-mario-mantovani-umweltexperte-nao-ha-consciencia-ecologica-no-pais-a-cultura-do-brasil-e-de-degradacao/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/</strong></a></p>
<p><strong>Wie funktioniert das Plattmachen der Natur in der Realdemokratie? Details aus dem Alltag.</strong></p>
<p>Unvollständiges Gedächtnisprotokoll eines denkwürdigen Erörterungstermins:<br />
Am 13. Dez. 2011 in Dornumersiel/Kurverwaltung, Kitesurfen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer<br />
Anträge der Gemeinde Dornum, Gemeinde Neuharlingersiel und Langeoog<br />
Anwesend:<br />
Nationalparkwaltung:<br />
Arndt Meyer-Vosgerau, Jörn Bunje, Gundolf Reichert (vorher Planungsgruppe Grün, Bremen)<br />
Gemeinde Dornum:<br />
Kopper, Tourismus GmbH<br />
Erdmann, Kämmerer<br />
Gemeinde Neuharlingersiel:<br />
Jacobs, Stellv. Kurdirektor<br />
Langeoog:<br />
Kein Vertreter<br />
Kitesurfer:<br />
4 Vertreter (namentlich nicht bekannt)<br />
Naturschutzverbände:<br />
Axel Heinze, vorher gegangen (NABU Wittmund und Esens)<br />
Dave Münster (NABU Esens)<br />
Uilke van der Meer (BUND, Hausleiter NP-Haus Dornumersiel)<br />
Manfred Knake (Wattenrat Ostfriesland)<br />
Meyer-Vosgerau (MV):<br />
Nach Abschluss der Verfahren für Dornumersiel, Neuharlingersiel und Langeoog will er Transparenz herstellen und die Gründe für die Entscheidung für die Ausweisung von Kiterzonen vorlegen. Die ungelenkte Situation des Kitens wurde intern geprüft, und wie man rechtlich damit umzugehen habe. Kitesurfer würden bei Wasserbedeckung des Nationalparks surfen und befänden sich damit auf einer Bundeswasserstraße, die Surfbretter müssten daher wie Boote betrachtet werden.Karte der beantragten und genehmigten Flächen wird projiziert.<br />
Knake (K): Zwischenfrage: Wer genau sagt das mit den Booten? Die Segel an den „Booten“ heißen „Kite“, also Drachen. Ist der Nationalpark Wattenmeer damit bei Hochwasser kein Nationalpark mehr, gilt das NP-Gesetz auch bei Hochwasser? Im NP ist die Verwendung von Drachen in den Zwischen- und Ruhezonen verboten.<br />
MV: Das Nationalparkgesetz gilt auch bei Hochwasser, aber in den NP Schleswig-Holstein und Hamburg gibt es keine Kitesurfverbote, auch nicht in der Ostsee, bis auf den NP Boddenlandschaft.<br />
Einzelfallprüfungen auf Befreiung werden von der NP nach Antragstellung vorgenommen.<br />
Zwischenruf Knake: Das ist nicht rechtens, weil die Befreiungsvoraussetzungen nach § 67 BNatSchG nicht vorliegen. Auch auf Spiekeroog wird, genau wie Dornumersiel, im Internet für das Kitesurfen geworben.<br />
MV: Auf Spiekeroog gibt es keine Anträge und keine Flächen für Kiter, wer dort kitet, muss mit einer Anzeige rechnen.<br />
Zwischenruf Knake: Und in Dornumersiel? Hier wird seit Jahren illegal gesurft und die Fläche im Internet beworben. Anzeigen sind stets im Sande verlaufen.<br />
MV: Es gibt ein Agreement mit der Wasserschutzpolizei, dass bei vorliegenden Anträgen für Kitesurferflächen kein hartes Vorgehen gegen die Kiter erfolgt.<br />
Zwischenruf Knake: Das ist unerhört, auch eine Frau Käsmann kann mit der Polizei kein Agreement vereinbaren, bei einer vorher beantragten Rotweinsause später ungestraft über eine rote Ampel fahren zu dürfen. Will sagen: In Dornumersiel und Neuharlingersiel und anderswo wird schon seit Jahren lange vor den Anträgen gesurft, ohne dass Sanktionen ergriffen wurden, siehe Dornumersiel mit dem illegalen Bewerben des Kitens im Internet.<br />
(Positive Grundstimmung gerät ins Wanken)<br />
Knake: platzt der Kragen. Was hier abläuft ist glatte Rechtsbeugung, hier werden alle gesetzlichen Vorgaben ignoriert, sei es die Umgehung der Befreiungstatbestände, die vorgeschriebenen Verträglichkeitsprüfungen vor der Genehmigung von Flächen, die Ignorierung der Erhaltungsziele im FFH-Gebiet Nationalpark, die Außerachtlassung von Vorbelastungen und die Summationseffekte, das ist noch nicht mal Anarchie, das ist Willkür für eine kleine Interessengruppe, die hier abläuft. Das sind ja wohl die politischen Vorgaben des „Naturerlebens“ aus dem notorischen Umweltministerium mit dem Umweltminister Sander und seines Einflüsterers Referatsleiter Hoffmann, die hier umgesetzt werden.<br />
Es muss ernsthaft geprüft werden, gegen die NP-Leitung wegen Rechtsbeugung vorzugehen.<br />
MV: ruft zur Mäßigung auf, Knake soll nicht dazwischenrufen und wird nun seinerseits auch laut.<br />
Kopper: betont, dass er der Hausherr ist. Und das Gutachten von Upleward hat bewiesen, dass das Kiten unbedenklich ist.<br />
Knake: das ist ja gerade das Unerträgliche, ausgerechnet der Hausherr der hiesigen Veranstaltung hat jahrelang das illegale Kitesurfen geduldet und auch im Internet beworben, macht jetzt auf honorig und will Regeln für die Kiter nach einem völlig unzureichendem Antrag aufstellen. Und es erfolgen keine Sanktionen.<br />
(Die Grundstimmung ist jetzt emotional aufgeladen und durchaus angespannt)<br />
Dave Münster: berichtet, dass die Polizei trotz seiner Anzeige in Neuharlingersiel nicht gegen illegale Kitesurfer vorgegangen ist.<br />
Er sieht auch Schwierigkeiten bei einer Verbandsklage, weil die Entscheidungen des OVG Lüneburg nicht immer nachzuvollziehen sind und es bis zum Bundesverwaltungsgericht Jahre bis zu einer Entscheidung vergehen können.<br />
MV: stellt auf der Karte die Details der Überprüfung vor: Dornumersiel wird nicht wie beantragt 250 ha Kiterfläche bekommen, sondern nur 85 ha, weil sonst die Ruhezone mit den Hochwasserrastflächen im Westen tangiert würde. Langeoog erhält 130 ha Fläche im Westen der Insel vor dem Strand, nördlich vom Flinthörn, Neuharlingersiel 70 statt beantragter 100 ha vor der Erholungszone.<br />
van der Meer: Die Ruhezone in Dornumersiel im Osten wird aber von dieser Grenzziehung berührt, die Kiter surfen viel zu dich an der Ruhezone vor dem Yachthafen.<br />
MV: Alle Genehmigungen sind bis 2013 befristet, es wird parallel ein Monitoring durchgeführt (von Gundolf Reichert, NP-Verwaltung), alles steht auf dem Prüfstand.<br />
Kitesurfer: betonen, dass sie auch naturverbunden sind und sich an der Aufsicht beteiligen werden, im eigenen Interesse. Die Kanalisierung der Kiterflächen ist ein Gewinn für den Naturschutz.<br />
Zwischenruf Knake: Das ist Aufgabe der Ranger, die es nicht gibt.<br />
Van der Meer: im Nationalpark sind ständig neue Nutzung zugelassen worden, Flächen wurden herausgenommen, die Situation hat sich in den letzten Jahren nicht verbessert und wird sich nun durch die neuen Kiterflächen weiterhin nicht verbessern.<br />
Knake: geht detailliert auf die geltende Rechtslage ein: Die Nationalparkverwaltung zäumt das Pferd von hinten auf, unter Missachtung der Befreiungstatbestände nach § 67 BNatSchG, § 34 BNatSchG und der Verzicht auf die geforderte FFH-Verträglichkeitsprüfung vor (!) einer Genehmigung, § 44 BNatSchG Artenschutz mit dem Verbot des Störens von Brut- oder Rastvögeln, §§ 6 und 12 Nationalparkgesetz, Verbot der Verwendung von Drachen in der Ruhe- und Zwischenzone.<br />
MV: Knake (und er selbst seien) keine Juristen, die das anders sehen können. Knake sei mit seiner Meinung hier ziemlich allein. Und dann: „Diese Rechtsvorschriften kommen hier nicht zur Anwendung.“ Er verweist als Begründung auf den Absatz 7 des § 34 BNatSchG, nach dem die Vorschriften über Befreiungen nur dann anzuwenden sind, wenn andere Schutzvorschriften keine strengeren Regelungen vorsehen. Es gibt auch noch den §25 des Nationalparkgesetzes, der die wirtschaftliche und touristische Entwicklung vorsieht.<br />
Antwort Knake: „Das kann ich nicht nachvollziehen, §25 Nationalparkgesetzt sagt auch abschließend „soweit der Schutzzweck es erlaubt“, und Kitesurfen wiederspricht eindeutig dem Schutzzweck.“ Zudem habe er (Knake) seine Einwände sich nicht ausgedacht, sondern Stellungnahmen von Naturschutzverbänden gelesen und Fachleute dazu befragt, die genau das hier Vorgetragene bestätigen, es also durchaus keine Einzelmeinung ist. Nur die Nationalparkverwaltung würde von dieser Bewertung abweichen.<br />
Abschließend wird es wieder ruhiger, Allgemeinplätze und Beenden der Sitzung<br />
Fazit: Es war ein Verkündungstermin, alle vorher eingegangenen fachlichen Einwendung (bis auf die flächenmäßige Reduzierung der Kiterflächen in Dornumersiel und Neuharlingersiel) wurden ignoriert.<br />
Manfred Knake</p>
<p><strong>Renommierte Artenschutzexperten Ostdeutschlands betonten 2011  im Website-Interview, beim Rotmilan seien nach dem Anschluß von 1990  nur Rückgänge zu verzeichnen. 2011 habe es im Hakel gerade drei  erfolgreiche Rotmilanbruten gegeben. Zu den Gründen allgemeinen  Artenrückgangs zähle die naturfeindliche neue Landwirtschaft, die u.a.  die letzten Hecken vernichte, den Boden auslauge, viel mehr Agrargifte  einsetze als vor dem Anschluß. Nicht zufällig nehme selbst der Bestand  an Feldlerchen ab. Windkraftanlagen werden gerade bei Greifvögeln als  wesentlicher Faktor des Artenrückgangs genannt, Fledermäuse würden  ebenfalls in großer Zahl Opfer dieser Industrieanlagen. “Als die  Windkraftbetreiber mitkriegten, daß da Leute die Kollisionsopfer  beobachteten und aufsammelten, schickten sie eigene Leute los, die rasch  getötete Vögel und Fledermäuse einsammeln mußten.”</strong></p>
<p><strong> “Ich war schockiert nach der Wende, als ich in einer  einzigen Ackerfurche von 1,2 Kilometern Tausende und Abertausende  vergifteter Laufkäfer entdeckte.” </strong></p>
<p><strong>Gerade bei Insekten sei offenbar das sehr niedrige  Biodiversitätsniveau der westlichen Bundesländer bereits erreicht  worden, hieß es von den Experten weiter. “Jenen, die heute Biologie  studieren, fällt der enorme Artenrückgang bei Insekten, darunter  Schmetterlingen, garnicht mehr auf. Studentengruppen bemerken bei  Exkursionen überhaupt nicht mehr, daß heute über Wiesen keine  Schmetterlinge mehr flattern, kaum noch eine Hummel zu sehen ist. Diese  jungen Menschen kennen bereits keine reiche Artenvielfalt mehr.”  Die  Vernichtung derArtenvielfalt falle zudem auch deshalb nicht mehr auf,  weil u.a. von den Medien nicht mehr darauf hingewiesen werde. Im  Uni-Fach Biologie gebe es heute kaum noch die Ausbildung zur  Artenkenntnis. “Die Abnahme des Bestandes an Insekten , darunter Bienen  und Schmetterlingen, ist von Jahr zu Jahr gravierender und müßte  erwachsenen Ostdeutschen eigentlich auffallen, die noch eine andere  Artenvielfalt kannten.”</strong></p>
<p><strong> Die Experten geben nur noch sehr ungern Interviews:”Meist  erscheinen dann Dinge im Text, die man garnicht gesagt hatte.” Auch bei  Naturschutz-Gutachten zeige sich viel Korruption und Manipulation. “Die  Gutachter wollen finanziell über die Runden kommen &#8211; und wenns denen an  die Existenz geht, verbiegen sie sich eben. Und wer sich nicht verbiegt,  wird beruflich ausradiert.” </strong></p>
<p><strong>Öko-Parteien, Öko-Verbände betrieben nur Alibi-Politik:”Diese  Verbände machen ein bißchen Show &#8211; weiter kommt da nichts, halt  amerikanische Verhältnisse.” Auch im Naturpark Hainich habe der  Greifvogelbestand deutlich abgenommen. “Die Wende brachte einen enormen  Rückfall im Naturschutz &#8211; viel Medienrummel, doch wenig Substanz.  Wenn  eine Windkraftanlage in einen bestimmten sensiblen Bereich gebaut werden  soll, wird dies durchgedrückt mit allen Mitteln &#8211; Proteste, gesetzliche  Bestimmungen führen zu nichts &#8211; die Wirtschaft setzt sich über alles  hinweg.” </strong></p>
<p><strong>Viele Greifvögel würden an den neuen Schnellstraßen und  Autobahnen getötet, da man dort als sogenannte Ausgleichsmaßnahme nahe  den Fahrspuren Sitzkrücken aufstelle. Wolle der Greifvogel dann  überfahrene Tiere packen, werde er überfahren. “Hirnrissiger gehts  nimmer &#8211; Anleitung zum Tod. Greifvögel sind von der Evolution nicht auf  den Umgang mit der hohen Schnelligkeit von Fahrzeugen vorbereitet  worden, verschätzen sich daher, werden getötet.” Kritisiert wird von den  Experten zudem, daß nach dem Anschluß die Wälder für den Verkehr  geöffnet wurden. “Im Hakel wird abgeholzt, daß es einem schlecht wird &#8211;  gleich nach der Wende wurden die stärksten Stämme herausgeschlagen &#8211; die  neuen Förster von heute erzählen unglaublichen Schwachsinn über Natur  und Artenvielfalt. Im Naturschutz sitzen heute nur zu oft reine  Bürokraten an den Schalthebeln, echte Schreibtischtäter, denen es nur  darum geht, ihren Posten zu behalten. Die wissen garnicht mehr, was  draußen in der Natur vor sich geht, lassen sich von CDU-Landräten die  Arbeit diktieren, gehen jeglicher Konfrontation aus dem Weg. Aus Angst  vor Sanktionen, Entlassung will niemand von diesen Leuten mehr eine  Entscheidung fällen. Vorauseilender Gehorsam, Feigheit dominiert, obwohl  das Risiko für den Einzelnen oft garnicht so hoch ist. Viele wehren  sich nicht mal als Rentner. Die Leute werden von den Medien eingelullt,  auf Konsum gedrillt. Die Resultate sind im Bildungswesen sehr deutlich &#8211;  entsprechend niedrig ist das Niveau der Studenten an den Universitäten.  Der Niveauverlust an den Unis ist enorm &#8211; da gibt es Promovierte, die  keine Seite ohne weniger als drei Rechtschreibfehler hinbekommen. Wir  hatten andere Werte als diese nachrückenden Generationen. Auf heute  übliche Konkurrenz-Kämpfe haben wir von damals schlichtweg keine Lust,  das widert uns an. Es gab Selbstmorde von Professoren, die gemobbt  wurden.”</strong></p>
<p><strong>Den Experteneinschätzungen von 2011 ist nichts hinzuzufügen &#8211;  höchstens, daß einem Zeitzeugen ebenso auffällt, wie die frühere große  Population an intelligenten Rabenvögeln in nicht wenigen Gebieten bis  auf wenige Exemplare zielstrebig liquidiert worden ist. Selbst das  Bundesamt für Naturschutz schätzt indessen bereits 2001 ein, “dass  gegenwärtig in Ostdeutschland eine zunehmende Angleichung an die  arten-und individuenarmen westdeutschen Verhältnisse zu beobachten ist.”  Mit anderen Worten &#8211; flächendeckende Artenvernichtung in  Ostdeutschland. Insofern ist bemerkenswert, daß die jedermann bekannten  politisch-wirtschaftlichen Verantwortlichen trotz entsprechender Gesetze  immer noch nicht in Haft sind.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/bfnartenvielfalt2001.JPG" alt="bfnartenvielfalt2001.JPG" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutschlands &#8222;Naturschutz&#8220; &#8211; gezielte Vernichtung früher häufiger Vogelarten, doch bizarre &#8222;Naturschutz&#8220;-Propaganda. Wattenrat Ostfriesland.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/27/deutschlands-naturschutz-gezielte-vernichtung-fruher-haufiger-vogelarten-doch-bizarre-naturschutz-propaganda-wattenrat-ostfriesland/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/27/deutschlands-naturschutz-gezielte-vernichtung-fruher-haufiger-vogelarten-doch-bizarre-naturschutz-propaganda-wattenrat-ostfriesland/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 18:44:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Hakel]]></category>
		<category><![CDATA[Naturvernichtung in Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[- Wattenpresse &#8211; Infodienst des Wattenrates Ost-Friesland Datum: 27. Okt. 2011 Als sie ihre Ziele aus den Augen verloren, verdoppelten sie ihre Anstrengungen, sagte Mark Twain, ohne die Zugvogeltagemacher dieses Jahrhunderts zu kennen. So viel offizielle Desinformation (Artikel weiter unten) mit unkommentierter Hofberichterstattung ist atemberaubend und zeigt den Tiefpunkt des fachlichen Naturschutzes (und der journalistischen [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>- Wattenpresse &#8211;<br />
Infodienst des Wattenrates Ost-Friesland<br />
Datum: 27. Okt. 2011</strong></p>
<p><strong>Als sie ihre Ziele aus den Augen verloren, verdoppelten sie ihre Anstrengungen, sagte Mark Twain, ohne die Zugvogeltagemacher dieses Jahrhunderts zu kennen. So viel offizielle Desinformation (Artikel weiter unten) mit unkommentierter Hofberichterstattung ist atemberaubend und zeigt den Tiefpunkt des fachlichen Naturschutzes (und der journalistischen Recherche)  an.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong><span id="more-11357"></span><strong> Weder sind die Zugvogeltage Auslöser für die UNESCO gewesen, das Wattenmeer als Weltnaturerbe zu deklarieren (die Vorbereitungen liefen schon Jahre vor der &#8222;Erfindung&#8220; der Zugvogeltage), noch wird der Vogelzug &#8222;von Menschenhand verbessert, unterstützt und gepflegt&#8220;, wie sich der Nationalparkleiter Peter Südbeck in völliger Selbstüberschätzung ausdrückte. Südbeck ist mehr dem &#8222;Naturtourismus&#8220;<br />
als dem Naturschutz verpflichtet, er hat z.B. die Kitesurfer in Schutzzonen mit rechtlich fragwürdigen &#8222;Befreiungen&#8220; zugelassen. Der Vogelzug funktioniert ohne den Menschen seit abertausenden von Jahren, ohne menschlichen Einfluss sogar viel besser.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Der unkontrollierte Massentourismus mit mehr als 37 Millionen Übernachtungen von Cuxhaven bis Emden hat Zwergseeschalbe, See- und Sandregenpfeifer als Strandbrüter an den Rand der Ausrottung gebracht, derzeit nimmt der Austernfischer dramatisch ab. Der NABU z.B. nennt 19 der 33 Vogelarten im Wattenmeer, die deutlich zurückgehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/01/der-milan-dreht-ab-zitiert-aus-kleinod-hakelwald-die-wahren-ziele-des-heutigen-offiziellen-naturschutzes-und-der-alibi-oko-organisationen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/01/der-milan-dreht-ab-zitiert-aus-kleinod-hakelwald-die-wahren-ziele-des-heutigen-offiziellen-naturschutzes-und-der-alibi-oko-organisationen/</strong></a></p>
<p><!--more--></p>
<p>Anzeiger für Harlingerland (u.a.), Wittmund, Seite 2 &#8211; NR. 249 Wittmund</p>
<p>DIENSTAG, 25. OKTOBER 2011</p>
<p>Vom Wattenmeer zur Arktis und zurück<br />
Zugvogeltage Festlicher Auftakt im Wattenmeer-Besucherzentrum / 150 Veranstaltungen bis zum 30. Oktober Viel Lob für Dr. Juliana Köhler. Veranstaltungs­reihe sensibilisiert für einmaliges Schauspiel der Natur und stärkt den Vogelschutz.<br />
HARLINGERLAND/ERI &#8211; Die 3. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Watten­meer wurden Freitagabend im Unesco-Weltnaturerbe Wat­tenmeer Besucherzentrum Wilhelmshaven mit großer Beteiligung im Vortragssaal des bisherigen Wattenmeer­hauses am Südstrand eröffnet. Sie bieten nun bis zum 30. Oktober mit 150 Veranstaltungen, Vorträgen und Exkursio­nen einen umfassenden Ein­blick in den Vogelzug zwi­schen Afrika und der Arktis mit der Zwischenstation Wattenmeer und machen damit das Naturwunder Vogelzug anschaulich erlebbar.</p>
<p>Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Nieersächsisches Wattenmeer, begrüßte die Vogelkundler, Freunde und Interessierte, die den Vortragssaal im Dachgeschoss des Hauses restlos füllten. Er wertete die Zugvogeltage als ein Zeichen dafür, dass der Vogelzug im Wattenmeer von Menschenhand verbessert, unterstützt und gepflegt werde.</p>
<p>Die Zahl der Kooperations- partner habe beachtlich zugenommen. Südbeck dankte allen Kräften, die dazu beitru­gen, die Zugvogeltage zu ge­stalten, Sie würden allen Altersgruppen auch Spaß und Freude bieten und die stille Sehnsucht nach der Ferne wecken.</p>
<p>Dr. Juliana Köhler, Geschäftsführerin des Wattenmeer Besucherzentrums, übernahm die Moderation der Eröffnungsveranstaltung und stellte Bürgermeister Fritz Langen vor, der die Grüße von Rat und Verwaltung über­brachte und Dr. Juliana Köhler ein großes Lob aussprach. Längen bezeichnete Dr. Köhler als Initiatorin der Zugvogeltage. So sei ihr zu danken, dass die Unesco auf den Vogelzug aufmerksam wurde und das Wattenmeer 2009 zum Weltnaturerbe erklärte.</p>
<p>Bernd Karl Hoffmann, Referatsgruppenleiter Naturschutz im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz, vertiefte die Arbeit und vielfältigen Aufgaben rund um den Vogelschutz und sprach die Regierungsperspektive mit dem Schwerpunkt Naturschutz an.<br />
Der Vogelartenschutz arbeite her­vorragend und habe einigen fast verloren geglaubte Arten für das Wattenmeer zurückgewinnen können. Er selbst bezeichnete sich als einen begeisterten Otnithologen. Zu viele<br />
Ver- und Gebotsschilder würden sich in der Naturlandschaft befinden, Bernd Karl Hoffmann appellierte an die zuständigen Behörden und Verwaltungen zu überprüfen, ob die Beschilderungen notwendig sei.</p>
<p>Den anschließenden Festvortrag hielt Dr. Julia Stahl vom Institut für Biologie und Umweltwissenschaften der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg zum Thema „Der Jahreslauf der Zugvögel: Vom Wattenmeer in die Arktis und zurück&#8220;. Das wissenschaftliche Referat fand mit viel Zustimmung und auch Kritik an den vielen grafischen Darstel­lungen eine geteilte Aufnah­me. Die Musik dazu machten Harrnann &amp; Birkner (Piano und Gesang). Man war sich ei­nig, sich spätestens zu den 4.<br />
Zugvogeltagen in &#8218;-Wilhelms­haven vom 6. bis 14. Oktober 2012 wiederzusehen.</p>
<p>Wattenpresse &#8211;<br />
Infodienst des Wattenrates Ost-Friesland<br />
Datum: 28. Okober 2011<br />
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++</p>
<p><strong>Ostfriesischer Kurier, Norden, S.5, 26. Oktober 2011</strong></p>
<p><strong>„Zugvogeltage sind Öko-Entertainment“</strong></p>
<p><strong>Reaktion Wattenrat Ostfriesland kritisiert Naturschutzverbände Teil der Vermarktungsstrategie</p>
<p>Ostfriesland – Der Wattenrat Ostfriesland kritisiert, dass die aktuellen „Zugvogeltage“ nur Makulatur seien.Weder Tourismus noch Wirtschaft hätten bis heute, mehr als 25 Jahre nach der Gründung des Nationalparks 1986, irgendwelche wahrnehmbaren Anstrengungen zur Verbesserung der Situation der Zugvögel oder der Nationalparkflächen beigetragen. Die Tourismuswirtschaft habe sich sogar noch ausgeweitet, meint Sprecher Manfred Knake.</p>
<p>Die für die Zugvögel unverzichtbare Kulturlandschaft am Deichfuß sei mit Unterstützung des Umweltministeriums zielstrebig zu Windparkstandorten ausgebaut worden. Die Folge sei die Vernichtung riesiger Rastareale von Emden bis Cuxhaven. Fehlen würden auch Flächen durch den Grünlandumbruch oder Flächen für den Maisanbau, um Biogasanlagen zu „füttern“.</p>
<p>Als „blanker Hohn“ bezeichnet der Wattenrat Worte von Umwelminister<br />
Hans- Heinrich Sander, sich für den Erhalt der Marschenlandschaft, für Rückzugsgebiete der Zugvögel und das verträgliche Maß der To urismusentwicklung einsetzen zu wollen. Untätig seien„völlig unkritische Naturschutzverbände“. Bei den „Zugvogeltagen“ würden keine Anmerkungen zu den tatsächlichen Belastungen der Landschaft im und am Wattenmeer verloren.</p>
<p>Naturschutzverbände seien längst von den Verbänden betriebene Informationszentren und auch die Nationalparkverwaltung sei Teil der Vermarktungsstrategie geworden. Unverhohlen würde sogar Werbung für die Windenergie On- und Offshore im NordseehausWangerland gemacht, das von der Gemeinde Wangerland, der „Wangerland Touristik“ und der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz (WAU) in Jever betrieben wird. Als „Kooperationspartner“ des Nordseehauses fungieren die „Bassens-Windpark Verwaltungs GmbH, Wangerland“, der „Bundes- verband Windenergie e.V“., Berlin und „Friesenenergie, Wangerland“.</p>
<p>Gefordert wird vom Wattenrat ein offensiver Einsatz der Naturschutzverbände gegen die tatsächlichen Bedrohungen der Zugvögel durch Jagd und Zubau der Landschaft. „Dafür müssten sich die Verbände mit der Landesjägerschaft Niedersachsen und der Lan- desregierung anlegen.“</p>
<p></strong><strong>Die Hoffnung wird geäußert, dass anlässlich der Zugvogeltage durch die Referenten vor Ort zumindest die Jagd und auch die Zerstörung der Rasthabitate durch riesige Windparks am Wattenmeer thematisiert werden. Außerdem sollten Nationalparkverwaltung und die Naturschutzverbände BUND und Nabu von ihrem Klagerecht Gebrauch machen, statt sich auf Öko-Entertainment mit Zugvögeln zu beschränken, heißt es.</strong></p>
<p><strong>Renommierte Artenschutzexperten Ostdeutschlands betonten 2011  im Website-Interview, beim Rotmilan seien nach dem Anschluß von 1990  nur Rückgänge zu verzeichnen. 2011 habe es im Hakel gerade drei  erfolgreiche Rotmilanbruten gegeben. Zu den Gründen allgemeinen  Artenrückgangs zähle die naturfeindliche neue Landwirtschaft, die u.a.  die letzten Hecken vernichte, den Boden auslauge, viel mehr Agrargifte  einsetze als vor dem Anschluß. Nicht zufällig nehme selbst der Bestand  an Feldlerchen ab. Windkraftanlagen werden gerade bei Greifvögeln als  wesentlicher Faktor des Artenrückgangs genannt, Fledermäuse würden  ebenfalls in großer Zahl Opfer dieser Industrieanlagen. “Als die  Windkraftbetreiber mitkriegten, daß da Leute die Kollisionsopfer  beobachteten und aufsammelten, schickten sie eigene Leute los, die rasch  getötete Vögel und Fledermäuse einsammeln mußten.”</strong></p>
<p><strong> “Ich war schockiert nach der Wende, als ich in einer  einzigen Ackerfurche von 1,2 Kilometern Tausende und Abertausende  vergifteter Laufkäfer entdeckte.” </strong></p>
<p><strong>Gerade bei Insekten sei offenbar das sehr niedrige  Biodiversitätsniveau der westlichen Bundesländer bereits erreicht  worden, hieß es von den Experten weiter. “Jenen, die heute Biologie  studieren, fällt der enorme Artenrückgang bei Insekten, darunter  Schmetterlingen, garnicht mehr auf. Studentengruppen bemerken bei  Exkursionen überhaupt nicht mehr, daß heute über Wiesen keine  Schmetterlinge mehr flattern, kaum noch eine Hummel zu sehen ist. Diese  jungen Menschen kennen bereits keine reiche Artenvielfalt mehr.”  Die  Vernichtung derArtenvielfalt falle zudem auch deshalb nicht mehr auf,  weil u.a. von den Medien nicht mehr darauf hingewiesen werde. Im  Uni-Fach Biologie gebe es heute kaum noch die Ausbildung zur  Artenkenntnis. “Die Abnahme des Bestandes an Insekten , darunter Bienen  und Schmetterlingen, ist von Jahr zu Jahr gravierender und müßte  erwachsenen Ostdeutschen eigentlich auffallen, die noch eine andere  Artenvielfalt kannten.”</strong></p>
<p><strong> Die Experten geben nur noch sehr ungern Interviews:”Meist  erscheinen dann Dinge im Text, die man garnicht gesagt hatte.” Auch bei  Naturschutz-Gutachten zeige sich viel Korruption und Manipulation. “Die  Gutachter wollen finanziell über die Runden kommen &#8211; und wenns denen an  die Existenz geht, verbiegen sie sich eben. Und wer sich nicht verbiegt,  wird beruflich ausradiert.” </strong></p>
<p><strong>Öko-Parteien, Öko-Verbände betrieben nur Alibi-Politik:”Diese  Verbände machen ein bißchen Show &#8211; weiter kommt da nichts, halt  amerikanische Verhältnisse.” Auch im Naturpark Hainich habe der  Greifvogelbestand deutlich abgenommen. “Die Wende brachte einen enormen  Rückfall im Naturschutz &#8211; viel Medienrummel, doch wenig Substanz.  Wenn  eine Windkraftanlage in einen bestimmten sensiblen Bereich gebaut werden  soll, wird dies durchgedrückt mit allen Mitteln &#8211; Proteste, gesetzliche  Bestimmungen führen zu nichts &#8211; die Wirtschaft setzt sich über alles  hinweg.” </strong></p>
<p><strong>Viele Greifvögel würden an den neuen Schnellstraßen und  Autobahnen getötet, da man dort als sogenannte Ausgleichsmaßnahme nahe  den Fahrspuren Sitzkrücken aufstelle. Wolle der Greifvogel dann  überfahrene Tiere packen, werde er überfahren. “Hirnrissiger gehts  nimmer &#8211; Anleitung zum Tod. Greifvögel sind von der Evolution nicht auf  den Umgang mit der hohen Schnelligkeit von Fahrzeugen vorbereitet  worden, verschätzen sich daher, werden getötet.” Kritisiert wird von den  Experten zudem, daß nach dem Anschluß die Wälder für den Verkehr  geöffnet wurden. “Im Hakel wird abgeholzt, daß es einem schlecht wird &#8211;  gleich nach der Wende wurden die stärksten Stämme herausgeschlagen &#8211; die  neuen Förster von heute erzählen unglaublichen Schwachsinn über Natur  und Artenvielfalt. Im Naturschutz sitzen heute nur zu oft reine  Bürokraten an den Schalthebeln, echte Schreibtischtäter, denen es nur  darum geht, ihren Posten zu behalten. Die wissen garnicht mehr, was  draußen in der Natur vor sich geht, lassen sich von CDU-Landräten die  Arbeit diktieren, gehen jeglicher Konfrontation aus dem Weg. Aus Angst  vor Sanktionen, Entlassung will niemand von diesen Leuten mehr eine  Entscheidung fällen. Vorauseilender Gehorsam, Feigheit dominiert, obwohl  das Risiko für den Einzelnen oft garnicht so hoch ist. Viele wehren  sich nicht mal als Rentner. Die Leute werden von den Medien eingelullt,  auf Konsum gedrillt. Die Resultate sind im Bildungswesen sehr deutlich &#8211;  entsprechend niedrig ist das Niveau der Studenten an den Universitäten.  Der Niveauverlust an den Unis ist enorm &#8211; da gibt es Promovierte, die  keine Seite ohne weniger als drei Rechtschreibfehler hinbekommen. Wir  hatten andere Werte als diese nachrückenden Generationen. Auf heute  übliche Konkurrenz-Kämpfe haben wir von damals schlichtweg keine Lust,  das widert uns an. Es gab Selbstmorde von Professoren, die gemobbt  wurden.”</strong></p>
<p><strong>Den Experteneinschätzungen von 2011 ist nichts hinzuzufügen &#8211;  höchstens, daß einem Zeitzeugen ebenso auffällt, wie die frühere große  Population an intelligenten Rabenvögeln in nicht wenigen Gebieten bis  auf wenige Exemplare zielstrebig liquidiert worden ist. Selbst das  Bundesamt für Naturschutz schätzt indessen bereits 2001 ein, “dass  gegenwärtig in Ostdeutschland eine zunehmende Angleichung an die  arten-und individuenarmen westdeutschen Verhältnisse zu beobachten ist.”  Mit anderen Worten &#8211; flächendeckende Artenvernichtung in  Ostdeutschland. Insofern ist bemerkenswert, daß die jedermann bekannten  politisch-wirtschaftlichen Verantwortlichen trotz entsprechender Gesetze  immer noch nicht in Haft sind.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/bfnartenvielfalt2001.JPG" alt="bfnartenvielfalt2001.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/05/brasilien-biologe-dr-fabio-olmos-der-wwf-die-umstrittene-reserva-extrativista-do-rio-cautario-immer-wieder-wegen-abholzungen-angeprangert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/05/brasilien-biologe-dr-fabio-olmos-der-wwf-die-umstrittene-reserva-extrativista-do-rio-cautario-immer-wieder-wegen-abholzungen-angeprangert/</a></p>
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