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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Liebe</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Brasilien, Sänger Criolo:&#8220;Es gibt keine Liebe in Sao Paulo.&#8220;</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 14:09:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[]]></category>
		<category><![CDATA[Criolo]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Sao Paulo]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www.youtube.com/watch?v=f35HluEYpDs Não Existe Amor Em SP Criolo Doido Não existe amor em SP Um labirinto mistico Onde os grafites gritam Não dá pra descrever Numa linda frase De um postal tão doce Cuidado com doce São Paulo é um buquê Buquês são flores mortas Num lindo arranjo Arranjo lindo feito pra você Não existe amor [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=f35HluEYpDs"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=f35HluEYpDs</strong></a></p>
<h1>Não Existe Amor Em SP</h1>
<h2><a href="http://letras.terra.com.br/criolo-doido/">Criolo Doido</a></h2>
<p>Não existe amor em SP<br />
Um labirinto mistico<br />
Onde os grafites gritam<br />
Não dá pra descrever<br />
Numa linda frase<br />
De um postal tão doce<br />
Cuidado com doce<br />
São Paulo é um buquê<br />
Buquês são flores mortas<br />
Num lindo arranjo<br />
Arranjo lindo feito pra você</p>
<p>Não existe amor em SP<br />
Os bares estão cheios de almas tão vazias<br />
A ganância vibra, a vaidade excita<br />
Devolva minha vida e morra afogada em seu próprio mar de fel<br />
Aqui ninguém vai pro céu</p>
<p>Não precisa morrer pra ver Deus<br />
Não precisa sofrer pra saber o que é melhor pra você<br />
Encontro duas nuvens em cada escombro, em cada esquina<br />
Me dê um gole de vida<br />
Não precisa morrer pra ver Deus</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/07/wie-tickt-eigentlich-brasiliens-mittelschicht-die-classe-media-ein-genialer-song-von-max-gonzaga-auf-youtube/#more-675"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/07/wie-tickt-eigentlich-brasiliens-mittelschicht-die-classe-media-ein-genialer-song-von-max-gonzaga-auf-youtube/#more-675</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/#more-11085"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/#more-11085</strong></a></p>
<p><strong>Andere Zeiten:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/27/marisa-monte-e-voce/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/27/marisa-monte-e-voce/</strong></a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Deutschlands sexuelle Tragödie&#8220; &#8211; Bernd Siggelkow. &#8222;Kinder verlernen Liebe durch Pornographie&#8220;. Neoliberale Ziele -und bereits erreichte Resultate. Welche deutschen Parteien und Politiker bewußt die sexuelle Verrohung von Heranwachsenden fördern &#8211; und damit (sehr unchristliche) Wertvorstellungen offenbaren.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/26/deutschlands-sexuelle-tragodie-bernd-siggelkow/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/26/deutschlands-sexuelle-tragodie-bernd-siggelkow/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 13:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bernd Siggelkow]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[SexualitÃ¤t]]></category>
		<category><![CDATA[Verrohung]]></category>

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		<description><![CDATA[“Virtuelle Pornographie – eine reale Gefahr” – Straßenprotest in Sao Paulo. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/852281/  Autor Siggelkow: Kinder verlernen Liebe durch Pornographie  Bernd Siggelkow hat ein Buch geschrieben mit dem Titel &#8222;Deutschlands sexuelle Tragödie. Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist&#8220;. Dieses Buch erzählt von Kindern und Jugendlichen, die Pornographie im Internet konsumieren und Sex praktizieren und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/02/PornografiavirtualSP15.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-41861" src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/02/PornografiavirtualSP15.jpg" alt="PornografiavirtualSP15" width="992" height="768" /></a></p>
<p><strong>“Virtuelle Pornographie – eine reale Gefahr” – Straßenprotest in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/852281/">http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/852281/</a></p>
<p><strong> Autor Siggelkow: Kinder verlernen Liebe durch Pornographie</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Bernd Siggelkow hat ein Buch geschrieben mit dem Titel &#8222;Deutschlands sexuelle Tragödie. Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist&#8220;. Dieses Buch erzählt von Kindern und Jugendlichen, die Pornographie im Internet konsumieren und Sex praktizieren und von Eltern, die das nicht stört. Siggelkow forderte im Deutschlandfunk von Eltern, aber auch von Lehrern, das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken, um ihrer Verrohung entgegenzuwirken&#8230;</strong></p>
<p><strong>Bernd Siggelkow hat vor 13 Jahren im Berliner Stadtteil Hellersdorf das christliche Kinder- und Jugendwerk &#8222;Die Arche&#8220; gegründet. Er hat also viel mit Kindern und Jugendlichen zu tun. Bernd Siggelkow hat ein Buch geschrieben mit dem Titel &#8222;Deutschlands sexuelle Tragödie. Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist&#8220;. Dieses Buch erzählt von Kindern und Jugendlichen, die Pornographie im Internet konsumieren und Sex praktizieren, von Eltern, die das nicht stört, von jungen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, deren körperliche Reife vorhanden ist, deren Seele aber hinterherstolpert, wie es im Buch formuliert ist.</strong></p>
<p><strong>&#8230;Sie warnen vor einer Verrohung von Kindern. Können Sie Beispiele anführen?</strong></p>
<p>Siggelkow: Wir haben in den letzten Jahren immer wieder erleben müssen, dass Eltern mit ihren fünf-, sechs-, siebenjährigen Kindern gemeinschaftlich Pornofilme schauen, die Kinder, die dann in unsere Einrichtung gekommen sind, darüber berichtet haben. Dann haben wir die Eltern darauf angesprochen, sie gefragt, was sie da machen, was sie sich dabei gedacht haben. Und dann sagen sie &#8222;wieso, es ist doch nur Sex&#8220;. Die Bilder, die sich dann in den Köpfen der Kinder abspielen, das ist ihnen eigentlich gar nicht so bewusst, weil sie sich mit dieser Thematik gar nicht so stark auseinandersetzen. Und was wir ganz oft erleben, dass so elfjährige Mädchen in meinem Büro sitzen, die schon einige Zeit in unsere Einrichtung kommen, die mich fragen, ob sie hässlich sind &#8211; eigentlich sind es hübsche Mädchen -, und ich frage sie dann &#8222;sag mal, warum stellst du mir so eine Frage, du bist doch ein bildhübsches Mädchen&#8220;, und dann sagen sie zu mir, &#8222;ich habe noch niemals Sex gehabt&#8220;. Sie definieren sich eigentlich dann nur darüber, dass sie irgendwann Sex erleben, weil sie schon viel zu früh erwachsen werden.</p>
<p>&#8230;Herr Siggelkow, welche Folgen hat der Konsum pornographischer Filme oder Sequenzen für Kinder und Jugendliche? Was haben Sie beobachtet?</p>
<p>Siggelkow: Da wo Kinder ungesteuert und ungefiltert das Internet aufsuchen können und vielleicht ihre Bildung und auch ihre Bilder sich aus dem Internet ziehen können, da ist die Pornographie natürlich ganz stark verbreitet, denn ich kann ja heute auf einschlägigen Seiten mit einem Klick, der fragt &#8222;bin ich über 18&#8243;, mit &#8222;ja&#8220; anklicken und dann kann ich mir Tausende von Pornoseiten anschauen. Da kann ich Filme sehen, die jede auch perverse Form der Pornographie darstellen. Diese Bilder verhaften sich in den Köpfen der Kinder natürlich und sie bleiben ja ungefiltert. Ich sage mal so: Dass Jugendliche oder Kinder sich mit Sex-Bildern auseinandersetzen und vielleicht auch mal Pornofilme sehen, das passiert ja tatsächlich. Aber die sind nicht ungeschützt, sondern da sind dann häufig auch Eltern, die das auffangen können. Aber da, wo eben keine Eltern sind, die das auffangen können, da passiert diese Verrohung und Kinder klären sich sozusagen selber auf.</p>
<p>&#8230;Und sie leben das dann nach?</p>
<p>Siggelkow: Ja, sie leben es nach. Wir haben oft gesehen, dass Pärchen nicht mehr Händchen halten, nicht mehr küssen, wenn man sie fragt. Als wir Jugendliche waren, haben wir wahrscheinlich geknutscht wie die Wilden. Wenn man dann die Frage stellt, warum küsst ihr denn nicht mehr, dann sagen sie, na ja, im Pornofilm wird auch nicht geküsst und das funktioniert auch.</p>
<p>&#8230;Und was geschieht, wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist?</p>
<p>Siggelkow: Das ist ja das große Problem. Viele dieser Kinder haben dann schon wechselnde Sexualpartner und vielleicht mit 14, 15 Jahren schon 30, 40 verschiedene Partner gehabt und jedes Mal bei der Sexualität gab es keine Liebe, keine Geborgenheit, keine Zärtlichkeit. Wir haben Jungs, aber auch Mädchen erlebt, die gesagt haben, Kuscheln wollen wir nicht, wir wollen den Akt und damit war&#8217;s das. Viel mehr wollen wir nicht. Und sie sind dann natürlich sehr beziehungsunfähig. Bei jedem Konflikt geht die Freundschaft auseinander, auch wenn sie sich letztendlich den Partner fürs Leben wünschen, mit dem sie auch Kinder haben wollen. Aber je mehr verschiedene Sexualpartner sie in der Vergangenheit hatten, wo eben keine Liebe und keine Geborgenheit in dieser Sexualität waren, werden sie immer beziehungsunfähiger.</p>
<p>&#8230;Gab es eine Verwahrlosung Jugendlicher und in deren Folge eine sexuelle Verrohung nicht immer schon? Ist das ein neues Phänomen?</p>
<p><strong>Siggelkow: Nur der Unterschied zu heute, denke ich, ist sehr stark diese Beziehungslosigkeit. Es findet keine Liebe statt. Sexualität ist eine schöne Sache. Für mich ist es die beste Erfindung, die Gott jemals erfunden hat. Aber letztendlich, wenn es ohne Beziehung stattfindet, ohne Liebe stattfindet, dann führt es dazu, dass der Mensch noch isolierter und noch vereinsamter ist. Die Frage ist letztendlich: Wo bleibt er dann nicht nur mit seinen Gefühlen, sondern mit dem, was ja jeder Mensch braucht? Jeder Mensch sehnt sich ja nach Zärtlichkeit, aber er findet sie nicht und wird dadurch einfach abgestumpft und kalt. Die Frage ist, ob wir uns das als Gesellschaft leisten können, mal unabhängig von der Sexualität. Zitate Deutschlandradio</strong></p>
<p><strong>Die Pornographie-Industrie &#8211; Reflex der vom System geförderten Verarmung von Sexualität und Erotik in den Ersatzbefriedungungsgesellschaften der Ersten Welt, darunter in Deutschland.</strong></p>
<p><strong>Deutsche Autoritäten, Politiker haben immer wieder klargestellt, daß aus ihrer Wertesicht Produkte der Gewalt-Pornographie-Industrie etwas Gutes, Nützliches für Geist, Seele, Herzensbildung deutscher Kinder und Jugendlicher sind &#8211; zuvor galt die gegensätzliche Position. Gemäß neuen neoliberalen Richtlinien werden deshalb Produkte der Gewalt-Porno-Industrie gefördert, wird für einen möglichst ungehinderten Zugang für Heranwachsende gesorgt. Die Resultate dieser Politik, darunter Verrohung in Beziehungen, Herzenskälte, Sexismus, wachsende Vergewaltigungsraten, waren von den politisch Verantwortlichen vorgesehen, erwünscht. Wie Produkte der Gewalt-Porno-Industrie auf ethisch ungefestigte Personen wirkt, ist den Autoritäten bestens bekannt. Verrohung ist wichtig für künftige Kriege.</strong></p>
<p><strong>“Nutzt doch die US-Armee gerade auch solche Computersimulationen, um Soldaten die Hemmung vorm Töten eines Menschen zu nehmen. Der 19-jährige Täter von Erfurt ist sicherlich nicht durch Computerspiele zum Mörder geworden. Aber er konnte vorm Bildschirm die Tatabläufe beim Schießen einstudieren und jene Schnelligkeit trainieren, die er brauchte. Psychologen sprechen auch von `heimlichen Lehrplänen “in Gewaltspielen. Diese , sagen sie, lehrten Konfliktlösungsmodelle und Rollenmuster, die jegliche demokratischen und sozialen Aspekte gesellschaftlichen Zusammenlebens ausblenden &#8211; so wie am 26. April 2002 am Erfurter Gutenberg-Gymnasium. “  Kai Mudra, Mitteldeutsche Zeitung 2009, zur Militarisierung der Gesellschaft.</strong></p>
<p><strong>Als ein Unding wurde vor 1990 in der DDR von Regierungsgegnern, aber auch westlichen Politikern betrachtet, daß derartige Produkte verboten waren, als unethisch eingestuft wurden. Nach 1990 wurde daher rasch dafür gesorgt, daß gemäß entsprechenden Forderungen der Regierungsgegner nun die Versorgung der Bevölkerung mit nazistischer Ideologie und den dazugehörigen Komponenten, darunter Produkte der Gewalt-Pornographie-Industrie, sichergestellt wurde.</strong></p>
<p><span id="more-923"></span></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/26/porno-und-gewaltvideos-in-brasilien-anleitung-zu-sadistischen-verbrechen/#more-769">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/26/porno-und-gewaltvideos-in-brasilien-anleitung-zu-sadistischen-verbrechen/#more-769</a></p>
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		<title>Waldick Soriano tot. Brasiliens Brega-Musik, enorm populär.</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Sep 2008 16:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bolero]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
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		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
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		<description><![CDATA[Rund 500 Kompositionen, 84 extrem erfolgreiche Platten, immens beliebt bei den allermeisten Brasilianern, in ganz Lateinamerika und selbst in den USA gespielt “ Â trotzdem in Deutschland absolut unbekannt. Zu den Absurditäten der (Des-)Informationsgesellschaft und auch der Weltmusik-Szene gehört, daß die wirklichen Stars der Musica Popular Brasileira, solche wie Waldick Soriano, in deutschen Musikprogrammen keinerlei Chance [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><font size="3">Rund 500 Kompositionen, 84 extrem erfolgreiche Platten, immens beliebt bei den allermeisten Brasilianern, in ganz Lateinamerika und selbst in den USA gespielt “ Â trotzdem in Deutschland absolut unbekannt. Zu den Absurditäten der (Des-)Informationsgesellschaft und auch der Weltmusik-Szene gehört, daß die wirklichen Stars der Musica Popular Brasileira, solche wie Waldick Soriano, in deutschen Musikprogrammen keinerlei Chance haben. </font></p>
<p><font size="3"><span id="more-866"></span>Er wächst in Bahia als Bauerkind auf, ist danach Viehtreiber, Schuhputzer, Diamantenschürfer, entsetzlich arm. Dann auf einmal unverschämtes Glück “ Â Anfang der Sechziger bringt eine Plattenfirma Sao Paulos eine seiner ersten schlichten Kompositionen, „Quem és tu”, heraus, sofort ein nationaler Hit, Ohrwurm wie alle folgenden. Soriano, Markenzeichen schwarzer Hut, schreibt meist ultraromantische, sehr gefühlvolle Boleros, von manchen als Seelenkitsch verrissen, in Brasilien als „Brega” und „Cafonice” eingestuft. Doch sowas hört gerade die Bevölkerungsmehrheit der einfachen Menschen unheimlich gerne; viele Stars von Bossa Nova und Samba wie Joao Gilberto sind bei denen chancenlos. „Waldick ist Brasiliens B-Seite, die in Wahrheit wegen der enormen Popularität die A-Seite ist”, schreibt die größte Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo” im Nachruf. „Wer wirklich liebt, leidet deshalb meist furchtbar “ Motto meiner Musik”, sagte Soriano einmal. Seine erste Frau, eine Ex-Prostituierte, stirbt zwei Monate nach der Hochzeit “ danach 13 Lebenspartnerinnen, sieben Kinder, dennoch immer wieder tiefe Einsamkeit im Dasein des sensiblen Bohemien. Die Militärdiktatur verbietet „Tortura de Amor” just wegen des Titels “ Sorianos absoluter Superhit „Ich bin doch kein Hund”(Eu nao sou cachorro nao) kriegt von Â Falcáo, noch so einem großen, interessanten Unbekannten aus Brasilien, eine kuriose englische Version namens „IÂ´m Not Dog No”. Indie-Bands würdigen 2007 Waldick Soriano mit der CD „Eu Nao Sou Cachorro Mesmo”. Auf den seelenvollen Schwoofs des Hinterlands spielen die Tanzorchester natürlich fast nur Titel von Soriano und seinen Brega-Companheiros. Immer wieder im Interior zu beobachten: Frauen, Männer sitzen abends vor der Kate, haben ein kleines Transistorradio, das „Radinho” in der Hand, hören meist auf Mittelwelle Brega-Programme mit Soriano. In einem Interview sagte er:”Diese neue Generation von heute ist sehr kalt “ echte, wahre Liebe gibts nicht mehr, man liebt nicht mehr wie früher.” Bevor Soriano am 4. 9.2008 in Fortaleza an Krebs verstarb, wurde gottseidank der Dokumentarfilm „Waldick “ Sempre no Meu Coraçáo” fertig und läuft bereits erfolgreich auf Festivals. Anschauen “ sehr brasilianisch. </font></p>
<p><font size="3">Â </font><font size="3">Waldick &#8211; YouTube: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Mf1eumYAFkE">http://www.youtube.com/watch?v=Mf1eumYAFkE</a></font><a href="http://www.youtube.com/watch?v=2m0oJVWlwEg">http://www.youtube.com/watch?v=2m0oJVWlwEg</a><a href="http://br.youtube.com/watch?v=kr1GmczNngQ">http://br.youtube.com/watch?v=kr1GmczNngQ</a><a href="http://videostiosam.blogspot.com/2008/09/waldick-soriano-tortura-de-amor.html">http://videostiosam.blogspot.com/2008/09/waldick-soriano-tortura-de-amor.html</a></p>
<p>Hintergrund:</p>
<h3>Die wirklichen Stars der Musica Popular Brasileira</h3>
<p>Brasiliens populärste Musiker werden von Deutschlands Radios kaum oder gar nicht gespielt, von den Kommerzmedien gewöhnlich unterschlagen. Wer im Tropenland wohnt, weiß ohnehin, wer populärer ist &#8211; Caetano Verloso oder Roberto Carlos, Gilberto Gil oder das Duo ZezÃ¨ di Camargo e Luciano? Und wer demnächst beruflich oder privat nach Brasilien kommt, sollte einfach mal testen: Sind Gilberto Gil, Caetano Veloso, Chico Buarque, Carlinhos Brown, Chico Cesar, Tom ZÃ¨ oder Marisa Monte wirklich die großen Namen diser Musik-Supermacht, liefern sie dem Volke die Ohrwürmer, tanzt man in den Schwoofdielen am liebsten nach deren Titeln, werden deren CDs am meisten verkauft, am meisten im Radio gespielt?</p>
<p>Und sind Interpreten, Bands wie Badi Assad, Lenine, Virginia Rodrigues, DaudÃ¨, Trio Mocoto oder Olodum, die man in Deutschland so anpreist, in ihrem Heimatland tatsächlich so populär? Bebel Gilberto “ am Zuckerhut jetzt ein Star, gar die „Königin der neuen brasilianischen Musik”? Sorry, oder besser auf Portugiesisch “ sinto muito “ alle Genannten machen eine meist interessante, wohlelaborierte Musik, doch verglichen mit den wirlichen Stars und Hitmachern sind einige davon direkt kleine Lichter, sogar Bebel Gilberto. Über Geschmack läßt sich streiten “ mir wäre am liebsten, wenn Chico Buarque die Hitlisten anführte. „Wir sind von Dummheit umzingelt “ in Brasilien wächst sie gefährlich an”, erklärte er unlängst &#8211; die letzten zwei Jahrzehnte konstatierte der Komponist und Romancier gar eine „Bewegung der globalisierten Idiotie”. Der meistgespielte, meistgehörte, meistgekaufte Musiker ist er in Brasilien jedenfalls nicht.<br />
Schon mal was vom Sänger und Komponisten Roberto Carlos gehört? Seit über drei Jahrzehnten ist er Brasiliens einziger Megastar “ von keinem anderen wurden mehr Tonträger, DVDs verkauft, keiner wird so oft nachgespielt. Selbst von Caetano Veloso, Gal Costa, Marisa Monte, bekannten Bands wie Skank, Vexame, Barao Vermelho Eine der erfolgreichsten CDs von Maria Bethania enthält nur Roberto-Carlos-Stücke. Über keinen steht mehr in der Musikpresse. Landauf, landab strahlen Sender tägliche(!) stundenlange Spezialsendungen mit Balladen, Boleros von Roberto Carlos aus. Natürlich hat er den Grammy in der Sparte „bester lateinamerikanischer Sänger”, der ganze Kontinent liebt ihn. Theoretisch dürfte er deshalb in keinem internationalen Musikprogramm deutscher Sender fehlen “ doch genau das passiert. Roberto Carlos paßt nicht ins Konzept. Denn wider alle Klischees mögen die meisten Brasilianer, auch die jungen, sentimentale bis ultraromantische Stücke weit mehr als hektisch-aufgeregte Titel nach Art der immer schnelleren, marschähnlichen Karnevalssambas. „Politisch korrekt” wäre daher, wenn auch die Weltmusiksparte endlich den dominierenden Musikgeschmack der Brasilianer akzeptieren, entsprechend reflektieren würde, anstatt weiter absurde Klischees von afrobrasilianischer Exotik, vom feurigen, temperamentvollen Brasileiro zu pflegen. Sentimentales, Langsames von den Beatles, Stones, allen heutigen anglo-amerikanischen Rock-und Pop-Größen legen die deutschen Radios gerne auf “ da winkt man in Brasilien ab, wir haben Besseres. Neben Roberto Carlos auch Nana Caymmi, Leandro, Roberta Miranda, Alexandre Pires und viele andere. In dem Tropenland, 24-mal größer als Deutschland, hat einheimische Musik heute einen konstanten Marktanteil von über achtzig Prozent, selten verläuft sich einmal ein nordamerikanischer, britischer Titel unter die ersten Zehn, Zwanzig der Hitparaden.<br />
Ricardo Moreira in Rio de Janeiro, Product-Manager von Universal Music Brasil, kennt die Probleme mit der europäischen Weltmusikszene, deren Machern nur zu gut. Er hat die auch in Deutschland erhältliche, sehr empfehlenswerte CD-Serie „Pure Brazil” konzipiert, alle Titel alleine ausgesucht. Doch von Megastar Roberto Carlos ist kein einziger dabei. „Den mag ich unheimlich”, sagt Moreira, „Roberto Carlos ist einer der größten Interpreten, den ich kenne, psychologisch-gefühlsmäßig gesehen soooo brasilianisch. Er ist eine Ikone der romantischen Musik ganz Lateinamerikas, hat dort Riesenerfolg. Nicht zu leugnen &#8211; die Brasilianer mögen das Tiefromantische, die mögen langsame Titel. Schnellere, zum Tanzen, sicher auch, aber die langsamen, romantischen bleiben immer am längsten in der Hitparade. Wir haben ja diese Tristeza in uns, die vielleicht noch aus der Zeit der Sklavenschiffe herrührt. Aber ich dachte mir eben, wenn ich Roberto Carlos in die Pure-Brazil-Kollektion mit reinpacke, wird das unsere Zielgruppe draußen in der Welt ablehnen. Man muß eben auch Marktaspekte berücksichtigen.” Aus den selben Gründen wagte es der Universal-Manager auch nicht, wenigstens einen einzigen Titel der ultraromantischen Sertaneja-Musik mitzunehmen. Die ist in Brasilien unangefochten Marktführer, war in den meisten Regionen Brasiliens schon immer populärer als Samba, den nur eine Minderheit richtig zu tanzen weiß.<br />
Und “ man ahnt es schon, auch Sertaneja-Musik wird in den deutschen Radios ebenfalls unterschlagen, nur in absoluten Ausnahmefällen gespielt. Die Megastars dieser enormen Sparte der Musica Popular Brasileira(MPB) sind das Falsett-Duo „ZezÃ¨ di Camargo e Luciano”, der Nation liefern sie einen Ohrwurm nach dem anderen. Nicht zufällig erwählte sie Staatschef Lula, der Ex-Arbeiterführer, strategisch geschickt zu seiner Anheizer-Band für die Kundgebungen im Präsidentschaftswahlkampf. Der erfolreichste brasilianische Streifen des Jahres 2005 ist ein Musikfilm. Über Samba? Nein, über Sertaneja. „2 Filhos de Francisco” zeigt die Biographie dieses Falsett-Duos. Im Soundtrack auch Caetano Veloso, Maria Bethania, Ney Matogrosso und andere.<br />
„Wir sind mehr MPB als Chico Buarque und Caetano Veloso”, sagt ZezÃ¨ di Camargo. „Das P steht schließlich für populär “ und das sind wir viel mehr als die.” Daran gibt es nicht den geringsten Zweifel &#8211; von solchen CD-Auflagen können Gil, Caetano, Carlinhos Brown und all die anderen in Deutschland mehr oder weniger bekannten Musikusse nur träumen. „Sertaneja” ist inzwischen ein weiter Begriff “ reicht von der schlichten Gitarrenballade der Viehtreiber nachts am Feuer bis zum brasilianischen Country-Pop, unverkennbar der Einfluß des Bolero, des mexikanischen Maratchi.<br />
In Brasilien darf man ruhig einen sehr eklektischen Musikgeschmack haben “ in der deutschen Szene sturer Puristen nicht. Sertaneja, Roberto Carlos “ wie grausig! Ja nicht dabei erwischen lassen, den Sertaneja-Superhit „Pense em mim” zu trällern! In Brasiliens Intellektuellenzirkeln liefs, läufts ähnlich. Zum Filmstart von „2 Filhos de Francisco” bekennt der renommierte Psychologe und Kolumnist Contardo Calligaris in der Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo”, bereits seit den 80ern Sertaneja zu mögen, dies aber immer verschwiegen zu haben: „Leandro und Leonardo oder ZezÃ¨ di Camargo e Luciano zu hören, galt in meinen Kreisen als Zeichen extremer musikalischer Vulgarität. Aber ich wette “ wenn unsere Sertaneja-Duos englisch sängen, würden sie in Nashville genauso triumphieren wie in unserem Barretos.”<br />
Auf jede im Laden legal verkaufte CD kommen heute in Brasilien etwa zehn Raubpressungen. Wer in Rio die Copacabana entlanggeht, kann das Angebot der illegalen CD-Straßenhändler begutachten “ alles offen auf den Fußwegen ausgelegt. Die „Ambulantes” bieten nur Musik an, die das Volk wirklich mag. Deshalb fehlen nie Roberto Carlos und Sertaneja-Duos wie ZezÃ¨ di Camargo e Luciano, Xitaozinho e XororÃ², Bruno e Marrone und viele andere der Sparte. Bebel Gilberto, Caetano Veloso? Leider meist Fehlanzeige. In den Slums an den Großstadtperipherien kennt die kaum einer.<br />
&#8211;„coole Europäer””<br />
Roberto Carlos, Sertaneja-Musik “ „vielleicht zu romantisch für coole Europäer”, sagt in Sao Paulo der brasilianische Musikexperte Biaggio Baccarin. Da ist was dran. Zudem sind viele coolen Vorkoster, von löblichen Ausnahmen abgesehen, der brasilianischen Landessprache gar nicht mächtig, plappern nur nach, was auf den Waschzetteln der Plattenfirmen steht, bedienen nur den eigenen Geschmack. Motto “ das macht doch nichts, es merkt ja keiner.<br />
Viele Brasilianer tanzen gerne eng zusammen, pflegen den erotisch-sinnlichen Paartanz wie keine andere Nation weltweit “ Deutsche nicht mehr, Erfolg der Amerikanisierung durch die westliche Führungsmacht. Aus teils panischer Angst vor Körperkontakt lieber alleine hopsen in der Disco, dem Treffpunkt der Nichttänzer. Doch die populäre brasilianische Musik ist Tanzmusik, erschließt sich am besten über den Paartanz. Von den Verwaltern der Musica Popular Brasileira in den deutschen Sendern, Printmedien ist nicht bekannt, daß sie sich regelmäßig bei Samba, Bolero, ForrÃ² oder Zouk austoben, gar gelegentlich in Rios seelenvollen Schwoofdielen auftauchen, Kurse bei Brasiliens bestem Tänzer und Tanzlehrer Jaime Aroxa in Rio nehmen. Vielleicht haben deshalb die wirklichen Stars der MPB sowenig Chancen in Deutschland. In Jaime Aroxas Tanzakademien werden Roberto Carlos &amp; Co. hoch und runter gespielt. Und beim Samba? Natürlich der in Deutschland fast völlig unterschlagene Jorge Aragao, in Brasilien gemäß Branchenstatistiken die Nummer Eins der Sparte, populär wie Alcione, noch so eine große Unbekannte. Der dunkelhäutige Aragao schafft bis zu zweiundvierzig Auftritte pro Monat, kämpft seit jeher für authentischen, sehr gut tanzbaren Samba “ und für schwarzes Selbstbewußtsein, ist einer von den ganz politischen Sambistas. Jahrelang schleppt er Kühlschränke und Möbel, macht nur nebenbei Musik. Doch dann läßt er Brasiliens Schwarze vor zwei Jahrzehnten mit dem Lied „Coisa de Pele”, die Sache mit der Haut, aufhorchen, protestiert gegen kulturelle Überfremdung. „Als ich diesen Samba schrieb,” sagt er im Exklusivinterview, „wurden in Brasilien zu achtzig Prozent nur ausländische, anglo-amerikanische Titel gespielt “ fast nichts von uns, genau das Gegenteil von heute. Dieser Samba steht für eine Zeit, als sich auf einmal die Dinge änderten.” Martinho da Vila, Zeca Pagodinho, neugegründete Sambabands feierten zuvor undenkbare Erfolge. Einen Samba-Hit, „Hot-Saia”, hat Aragao auf Tanzstar Jaime Aroxa gemünzt:”Der hat mich immer angefeuert, solche Sambas für die Schwoofdielen zu komponieren, für Leute, die gerne zusammentanzen, frei, leicht, fließend. Genau mein Ding.” Schauen wir auf die „Hitparade” der CD-Straßenhändler “ Aragao und die göttliche Alcione sind natürlich immer reichlich im Angebot.<br />
Brasiliens größtes Nachrichtenmagazin „Veja” schrieb, daß die Erste Welt in Wahrheit gar nicht daran interessiert sei, die echte nationale Musik des Tropenlandes kennenzulernen. Man wolle doch nur ein bißchen andere Würze, die zum sonst üblichen Musikgeschmack der Nordamerikaner und Europäer passe. Brasilianische Musik guter Qualität klinge nicht exotisch genug, sei gar zu sanft. Um in der Ersten Welt Erfolg zu haben, müßten sich die brasilianischen Musikusse daher den dortigen Stilen, Genres anpassen “ das typisch Brasilianische werde dann lediglich zu etwas Temperinho, Würze. Bebel Gilberto “ für „Veja” das beste Beispiel. Andere mixen ebenfalls Elektronik, sogar Tecno mit Bossa-Nova, damits ankommt. Nichts für Jaime Aroxa, der gerade in Rio de Janeiro den Zouk, die charmantere, elegantere, sinnlichere Version der Lambada populär macht.<br />
&#8211;„O Iraque Ã¨ aqui”&#8211;<br />
„Der Irak ist hier”, singt Jorge Aragao auf seiner neuesten CD, „das Volk in den Ghettos hat Angst”. Der Sambista bedient keines der in Deutschland so beliebten sozialromantischen Brasil-Klischees “ schließlich werden in dem Tropenland mehr Menschen umgebracht als im Irakkrieg, ermordete eine Todesschwadron 2005 dreißig Menschen an Rios Slum-Peripherie, eines von vielen Massakern.<br />
Brasilien ist ein Land extremer Sozialkontraste “ auch die Musikszene daher weit facettenreicher, als sich mancher vorstellt.</p>
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