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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; DW</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>&#8222;Herzlich willkommen zum letzten Fokus Amerika. Ich bin Sven Töniges.&#8220; (25.3.2011)</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 14:16:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[ http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5017299,00.html http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6259125,00.html http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4202051,00.html http://www.dw-world.de/dw/article/0,,2368848,00.html &#8222;Meinung &#124; 12.03.2010 Die hohle Kunst der Diplomatie Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Mirjam Gehrke Guido Westerwelle hat auf seiner Südamerika-Reise die Chance vertan, seinem Amt politisches Profil zu verleihen, meint Mirjam Gehrke in ihrem Kommentar. Als was war Guido Westerwelle eigentlich in Südamerika unterwegs? Ja, richtig &#8211; offiziell als Außenminister der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p> <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5017299,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5017299,00.html</a></p>
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<h2> &#8222;Meinung | 12.03.2010</h2>
<h1> Die hohle Kunst der Diplomatie</h1>
<p><a href="http://www.dw-world.de/popups/popup_lupe/0,,5346833,00.html"><img src="http://www.dw-world.de/image/0,,4139226_1,00.jpg" alt="Mirjam Gehrke" border="0" /></a></p>
<p><em><a href="http://www.dw-world.de/popups/popup_lupe/0,,5346833,00.html">Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Mirjam Gehrke</a></em></p>
<h4> Guido Westerwelle hat auf seiner Südamerika-Reise die Chance vertan,  seinem Amt politisches Profil zu verleihen, meint Mirjam Gehrke in ihrem  Kommentar.</h4>
<p><strong>Als was war Guido Westerwelle eigentlich in Südamerika unterwegs?  Ja, richtig &#8211; offiziell als Außenminister der Bundesrepublik  Deutschland. Und als solcher hat er mit seinen Amtskollegen in Chile,  Argentinien, Uruguay und Brasilien Hände geschüttelt, Höflichkeiten  ausgetauscht, in die Kameras gelächelt, hochtrabend die gemeinsamen  Werte als Grundlage für die guten Beziehungen beschworen und groß  angekündigt, dass er den Ausbau der Beziehungen zu Südamerika zu einem  Schwerpunkt seiner Amtszeit machen wolle. Denn, so die Erkenntnis des  Guido Westerwelle, der südamerikanische Kontinent werde in Europa &#8222;immer  noch sehr unterschätzt&#8220;.</strong></p>
<p><span id="more-9143"></span></p>
<p><strong>Das alles ist nichts weiter als eine Aneinanderreihung von Sätzen aus  der diplomatischen Phrasendreschmaschine. Eine konkrete  Lateinamerika-Politik gibt es in Deutschland schon seit Jahren nicht.  Parallel zum Fall der Mauer und der deutschen Wiedervereinigung ging vor  20 Jahren in Lateinamerika die Ära der Militärdiktaturen zu Ende. Nach  der Rückkehr zur Demokratie wurde der Kontinent unter der Rubrik  &#8222;Problem gelöst&#8220; verbucht &#8211; Interesse an den aktuellen politischen und  gesellschaftlichen Entwicklungen in der Region ist nicht mehr vorhanden.</strong></p>
<p><strong>Die Ausgestaltung der ach-so-guten Beziehungen wird den Vertretern  der deutschen Wirtschaft überlassen. Und da kommt dann doch wieder der  deutsche Außenminister ins Spiel, der sich nach eigenem Bekunden vor  allem als Türoffner für deutsche Unternehmer versteht. Entsprechend laut  fiel der Applaus der mitgereisten Manager aus, als ihr oberster  Fürsprecher Argentinien aufrief, seine Schulden beim Pariser Club  endlich zu begleichen. Denn nur dann werden Geschäfte mit Argentinien  wieder mit staatlichen Kreditbürgschaften abgesichert. Gefreut haben  sich die deutschen Geschäftsleute natürlich auch über Westerwelles  Zusage, Brasilien beim Ausbau der Atomkraft zu helfen, und über die  Aussichten auf Milliardengeschäfte im Vorfeld der WM und der Olympischen  Spiele in Brasilien. Denn, so der deutsche Chefdiplomat, &#8222;da hängen  deutsche Arbeitsplätze dran&#8220;.</strong></p>
<p><strong>Der Außenminister hat sein Amt noch nicht verstanden. Er hat die  Chance vertan, in Brasilien über die Meinungsunterschiede im Bezug auf  das iranische Atomprogramm Klartext zu reden. Er hat sich nicht auf  gemeinsame Positionen zur Reform des Weltsicherheitsrates verständigt.  Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Klimaschutz – das sind für den  deutschen Außenminister anscheinend Fremdworte.</strong></p>
<p><strong>Westerwelle hat auf dieser Reise als FDP-Vorsitzender die Interessen  seiner Klientel, die die Partei mit großzügigen Spenden versorgt,  vertreten. Da kann es kaum wundern, dass die südamerikanische Presse von  seiner Durchreise kaum Notiz genommen hat. Außer politischen  Allgemeinplätzen hat Deutschland Lateinamerika nichts zu bieten.</strong></p>
<p><strong>Investitionen finden ihren Weg in einer globalisierten Weltwirtschaft  auch ohne politische Flankierung. Dafür ist der Vormarsch Chinas in  Lateinamerika das beste Beispiel. Die einseitige wirtschaftliche  Ausrichtung von Westerwelles Gesprächen in Lateinamerika hat bewiesen,  dass auch er den Kontinent dramatisch unterschätzt.</strong></p>
<p><strong>Autorin: Mirjam Gehrke<br />
Redaktion: Oliver Pieper&#8220;  (Quelle: Deutsche Welle)<br />
</strong></p>
<p><!--more--></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4607671,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4607671,00.html</a></p>
<p><strong>&#8222;Schont die brasilianische Justiz Folterer aus der Zeit der Militärdiktatur?</strong></p>
<p>Im Vergleich zu seinen Nachbarländern hinkt Brasilien weit hinterher  mit der Aufarbeitung der Menschenrechtsverbrechen aus der Zeit der  Miltiärdiktatur. In Chile und Argentinien, Uruguay und Peru sind zu  mindest einzelne Folterer aus der Diktaturzeit verurteilt worden und  sitzen in Haft. Die Vergangenheitsbewältigung macht Fortschritte:  Amnestiegesetze wurden aufgehoben oder zugunsten der Regimeopfer neu  interpretiert. Anders sieht es in Brasilien aus: dort wird erst jetzt  zum erstenmal ein berüchtigter Folteroffizier vor Gericht gestellt &#8211;   eine Gefängnisstrafe muss er jedoch nicht befürchten, wie  Menschenrechtsorganisationen kritisieren. Ehemalige politische Häftlinge  werfen Staatschef Lula da Silva vor, hochbelastete einstige  Diktaturaktivisten zu schonen, die heute wichtige Politiker sind, zum  Regierungslager gehören. Geheimarchive des Militärregimes würden daher  nicht geöffnet. Klaus Hart berichtet.&#8220;</p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5318083,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5318083,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4281011,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4281011,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1857985,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1857985,00.html</a></p>
<p><a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1165227,00.html">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1165227,00.html</a></p>
<h2> Fokus Amerika | 29.04.2008 | 02:15</h2>
<h1> Schwarze Götter in der Megacity</h1>
<h4> Immer mehr weiße Mittelschichtler der lateinamerikanischen Kulturmetropole Sao Paulo praktizieren afrobrasilianische Religionen</h4>
<p>Lärm von der nahen Autobahn, dazu der Krach von Passagierjets im  Landeanflug, schnatternde Enten unterm Fenster des Kabinetts –  Brasiliens angesehenste Candomblé-Priesterin, die Mae-de-Santo Sylvia de  Oxalá wirkt davon unbeeindruckt. In einer der häßlichsten Gegenden Sao  Paulos, neben einem der über 2000 städtischen Slums, betet sie zu  afrikanischen Gottheiten, zelebriert Rituale mit Tieropfern und Blut,  Heilungen und Feste. In der Kultstätte, zu der ein theologisches  Seminar, eine Bibliothek und ein Kindergarten gehören, gibt sie ihren  zahlreichen Klienten, größtenteils Weißen, tagsüber in  Privatkonsultationen Orientierung und Lebenshilfe, nutzt dafür Jogo de  Buzios, die Kunst der Muscheln, und Numerologie, Zahlenmystik.  Wahrsagerei und Pseudowissenschaft, wie viele meinen, sei dies  keineswegs.</p>
<p><strong>Kein fauler Zauber</strong></p>
<p>„Hier wird nicht herumgedeutet, herumgerätselt – diese Methoden sind  exakt, mathematisch, präzise&#8220;, betont die Priesterin und erklärt:  &#8222;Nahezu automatisch geben die afrikanischen Meeresmuscheln, die ich hier  auf dem Kabinettstisch auswerfe, auf alle Probleme und Fragen eine  Antwort. Wir verehren die Kräfte der Natur. Zu mir kommen Leute aus der  ganzen Welt, sogar katholische Priester und Ordensschwestern, dazu  Politiker und Unternehmer, deren Geheimnisse ich hier bewahre.&#8220;</p>
<p>Sylvia de Oxalá ist weitgereist, welterfahren wie keine andere  Mae-de-Santo, Mutter des Heiligen. Aus einer hochgebildeten  Schwarzenfamilie Sao Paulos stammend, wird sie zunächst Kinderärztin und  Pharmazie-Forscherin, erwirbt daraufhin 1974 als erste Frau Brasiliens  den Doktortitel in Außenhandelswirtschaft, wird wohlhabende  Unternehmerin mit Ex-und Importbüros in Afrika. Ohne es zu wissen, so  ihre Version, wird sie indessen vom Onkel, der als Pai-de-Santo, Vater  des Heiligen, die Kultstätte führt, für die Nachfolge vorbereitet. 1985,  nach dessen Tod, wechselt sie von einem Nobeldistrikt der Megacity an  die Unterschichtsperipherie. Ihr Onkel wurde als Hexer verfolgt und  eingesperrt. Heute muss sie sich vor allem der evangelikalen Sekten  erwehren, schildert Sylvia de Oxalá: &#8222;Sie attackieren uns, sind enorm  aggressiv, werfen uns vor, dem Teufel zu huldigen. Dabei kopieren diese  Sekten ganze Kulte, Feste von uns, um damit Geld zu machen. Wir sind für  die Konkurrenten, sollen deshalb verschwinden. Man müßte gegen die  Sekten viel mehr gerichtlich vorgehen. Doch in diesem Lande gibt es  einfach noch zuviele ignorante Menschen, es fehlt Bildung.“</p>
<p><strong>Die Kraft aus dem heiligen Stein</strong></p>
<p>An der Frontseite des schlichten Kultraumes hängt ein großes Kruzifix  – aber wo ist der Heilige dieser Candomblé-Stätte? Sylvia de Oxalá  nimmt den Deckel von einem steinernen Topf auf ihrem  Kabinettstisch. “Siehst du diesen runden, schlichten Stein – das ist  unser Orixá, der ist unsere Kraft, unser Geheimnis, darin ist die  Weisheit unserer schwarzen Vorfahren. Zur Sklavenzeit zwang man uns, vor  katholischen Heiligenfiguren zu beten. Vor deren Füßen lagen indessen  solche runden Steine, die unsere Orixás symbolisierten – zu denen haben  wir in Wahrheit gebetet – und die Sklavenhalter haben es nicht kapiert!“</p>
<p><strong>Katholizismus und Candomblé </strong></p>
<p>Professor Afonso Soares, ein Candomblé-Experte von der Katholischen  Universität Sao Paulos bestätigt, daß gerade immer mehr weiße  Mittelschichtler afrobrasilianische Religionen praktizieren. Was gemäß  brasilianischer Logik keineswegs ausschließe, weiterhin überzeugter  Katholik zu sein. Gerade in dem von deutschen Einwanderern geprägten  Südstaat Rio Grande do Sul ist die Zahl der Candomblé-und  Umbanda-Anhänger am höchsten, gibt es an die fünfzigtausend Kultstätten.  Das so afrikanisch geprägte Bahia folgt erst an neunter Stelle.  Professor Soares:´&#8220;Ein neues kurioses Phänomen ist auch der Export der  afrobrasilianischen Religionen nach Argentinien und Uruguay, die  Eröffnung vieler Kultstätten in Buenos Aires und Montevideo. Candomblé  und Umbanda beispielsweise waren nie missionarisch wie etwa das  Christentum – jetzt auf einmal sind sie es, verbreiten ihre Religion bis  nach Italien oder Miami. Alles auch eine Auswirkung der globalisierten  Gesellschaft.“</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/21/das-historische-foto-barack-obama-und-diktaturaktivist-jose-sarney-damaliger-chef-der-folterdiktatorenpartei-arena-des-militarregimes1964-1985-prosten-sich-in-brasilia-2011-zu/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/21/das-historische-foto-barack-obama-und-diktaturaktivist-jose-sarney-damaliger-chef-der-folterdiktatorenpartei-arena-des-militarregimes1964-1985-prosten-sich-in-brasilia-2011-zu/</a><br />
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