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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Bischof Cristiano Jakob Krapf</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>&#8222;Dilma im Wunderland&#8220;. Kolumnist Guilherme Fiuza analysiert den politischen Moment Brasiliens.</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 19:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof Cristiano Jakob Krapf]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Dilma no pais das maravilhas]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www.blogdubois.com.br/2011/02/dilma-no-pai http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/bischof-cristiano-jakob-krapf-in-jequie-bahia-brillante-analysen-uber-das-heutige-brasilien/s-das-maravilhas.html Folter und Haftbedingungen in Brasilien – Amnesty-Bericht 2010 Nach wie vor waren Häftlinge grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Bedingungen ausgesetzt. Folter wurde als gängige Verhörmethode zur Bestrafung, Kontrolle, Erniedrigung und Erpressung eingesetzt. Auch die Überbelegung der Haftanstalten blieb ein ernsthaftes Problem. Die Kontrolle der Hafteinrichtungen durch Banden führte zu einer hohen Gewalttätigkeit unter den [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.blogdubois.com.br/2011/02/dilma-no-pais-das-maravilhas.html">http://www.blogdubois.com.br/2011/02/dilma-no-pai</a></p>
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<p>Folter und Haftbedingungen in Brasilien – Amnesty-Bericht 2010</p>
<p>Nach wie vor waren Häftlinge grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Bedingungen ausgesetzt. Folter wurde als gängige Verhörmethode zur Bestrafung, Kontrolle, Erniedrigung und Erpressung eingesetzt. Auch die Überbelegung der Haftanstalten blieb ein ernsthaftes Problem. Die Kontrolle der Hafteinrichtungen durch Banden führte zu einer hohen Gewalttätigkeit unter den Häftlingen. Das Fehlen unabhängiger Kontrollinstanzen sowie ein hohes Maß an Korruption sorgten für eine weitere Verfestigung der Gewaltprobleme im Straf- und Jugendstrafvollzug.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/18/im-complexo-do-alemao-geschah-eine-raubzug-operation-dutzende-von-reportern-und-kameraleuten-waren-dort-doch-dies-entging-ihrer-beobachtung-o-estado-de-sao-paulo-kritik-an-unkritischer-hurra/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/18/im-complexo-do-alemao-geschah-eine-raubzug-operation-dutzende-von-reportern-und-kameraleuten-waren-dort-doch-dies-entging-ihrer-beobachtung-o-estado-de-sao-paulo-kritik-an-unkritischer-hurra/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/22/brasilianer-haben-mehr-geld-in-der-schweiz-als-chinesen-inder-oder-araber/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/22/brasilianer-haben-mehr-geld-in-der-schweiz-als-chinesen-inder-oder-araber/</a></p>
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<p>Bischofskonferenz Brasiliens für Rückverstaatlichung von Minenkonzern Vale</p>
<p><span id="more-8634"></span></p>
<p>Die katholische Kirche Brasiliens hat das Plebiszit von 2007  über eine Rückverstaatlichung des Minenkonzerns „Vale“ als Erfolg bezeichnet. Gegen den scharfen publizistischen Widerstand aller kommerziellen Medien sowie gegen den Willen der Regierung hatte die Bischofskonferenz(CNBB) gemeinsam mit den nationalen Sozialbewegungen die einwöchige Aktion gestartet. Gemäß den vorläufigen Resultaten votierten über vier Millionen Brasilianer. Rund 97 Prozent sind dafür, daß das zweitgrößte Bergwerksunternehmen der Welt, zugleich größter Eisenerzexporteur der Erde, wieder in öffentlichen Besitz übergeht. Gemäß einer neuen Studie ist über die Hälfte der Brasilianer ebenfalls dieser Auffassung &#8211;  in einem Land mit extrem niedrigem Bildungsniveau wußten mehr als zwanzig Prozent bei der Meinungsumfrage keinerlei Antwort. Laut einer anderen seriösen Studie sind 62 Prozent der Brasilianer gegen Privatisierungen staatlicher Unternehmen und nur 25 Prozent dafür.</p>
<p>Brasiliens Caritas-Präsident, der für die CNBB-Sozialpastoralen verantwortliche Bischof Demetrio Valentini und Joao Pedro Stedile, Führer der Landlosenbewegung MST, sowie der katholische Jurist Fabio Konder Comparato hatten  bei Audienzen im Präsidentenpalast, im Nationalkongreß und im Obersten Gericht die Plebiszitergebnisse erläutert und entsprechende politische Schritte gefordert. Valentini und Stedile hatten zuvor in einer gemeinsamen Erklärung betont, ein strategisches, mit öffentlichen Geldern errichtetes Unternehmen wie &#8222;Vale&#8220; dürfe niemals privatisiert werden. Die &#8222;phantastischen Gewinne&#8220; des Konzerns müßten allen Brasilianern zugute kommen und nicht nur einer Gruppe von Investoren und Banken. Mit den derzeit realisierten Profiten könnte man 167 Krankenhäuser und über 200000 Wohnungen bauen sowie 1,6 Millionen Landlose ansiedeln. Nach Darstellung renommierter Rechtsexperten, hieß es in der Erklärung weiter,  basierte die Privatisierung von 1997 auf Betrug. &#8222;Dies bedeutet Landesverrat durch einen Teil der damaligen sozialdemokratischen Regierung, die sich dafür eines Tages vor den Gerichten dieses Landes verantworten muß.&#8220; Zudem werden die Argumente des früheren, inzwischen verstorbenen CNBB-Präsidenten Luciano Mendes bekräftigt, der die Privatisierung als antiethisch und unverantwortlich bezeichnet hatte.</p>
<p>Das Unternehmen, so Bischof Valentini,  sei für ein Dreißigstel des tatsächlichen Wertes verhökert worden. So habe man allein die Eisenerz-und Bauxitvorkommen bei der entsprechenden Ausschreibung fälschlich um zehn Milliarden Tonnen niedriger angegeben. Die Regierung von Präsident Luis Inacio Lula da Silva unterwerfe sich nach wie vor dem internationalen Finanzkapital. Dadurch werde eine echte Sozialpolitik nahezu verhindert.</p>
<p>Chico Whitaker, Träger des Alternativen Nobelpreises von 2006 sowie Mitglied der CNBB-Konferenz für Gerechtigkeit und Frieden, sagte:&#8220;Vale do Rio Doce sollte wieder ein Staatsunternehmen werden &#8211; die Gewinne könnten dann sozialen Zwecken dienen.&#8220;</p>
<p>Angesichts der öffentlichen Kritik hatte sich der Bergbaukonzern immer wieder als patriotisch, sozial und umweltfreundlich bezeichnet, für entsprechende landesweite PR-Kampagnen auch den in Europa sehr bekannten Weltmusik-Star Carlinhos Brown eingespannt.</p>
<p>Das Plebiszit wurde vor allem in katholischen Kirchengemeinden, aber auch auf öffentlichen Plätzen abgehalten.</p>
<p>Laut Presseberichten hatte Lula im Präsidentschaftswahlkampf von 2002 versprochen, den Konzern wieder zu verstaatlichen, war indessen später davon abgerückt. Zu Lulas Überraschung hatte ein Kongreß seiner Arbeiterpartei im September mit großer Mehrheit eine Beteiligung an dem Plebiszit beschlossen. Lula selbst und die gesamte PT-Führung lehnten es dagegen öffentlich als schädlich und „irreal“ ab. Der Minenkonzern hatte 2006 Lulas Wiederwahlkampagne mitfinanziert.</p>
<p>Seit 1997 erfuhr „Vale“ gemäß Börsenangaben einen Wertzuwachs von über 3000 Prozent.<br />
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		<title>Bischof Cristiano Jakob Krapf in Jequié, Bahia. Brillante Analysen über das heutige Brasilien. &#8222;Ein Brasilianer verdient fünf Millionen Mindestlöhne.&#8220;</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/bischof-cristiano-jakob-krapf-in-jequie-bahia-brillante-analysen-uber-das-heutige-brasilien/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/17/bischof-cristiano-jakob-krapf-in-jequie-bahia-brillante-analysen-uber-das-heutige-brasilien/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 19:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bahia]]></category>
		<category><![CDATA[Bischof Cristiano Jakob Krapf]]></category>
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		<category><![CDATA[Jequie]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www.cnbb.org.br/site/articulistas/dom-cristiano-jakob-krapfhttp://www.domcristiano.com.br/home/ &#8222;Das Paradies des Finanzkapitals&#8220; O Paraíso do Capital Financeiro O estrangeiro que investiu um milhão de dólares na Bovespa nos primeiros anos do Governo Lula tinha seu capital em dólares dobrado em menos de três anos,   se teve a esperteza de retirar seu dinheiro antes de Setembro de 2008. Quem foi que pagou a [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.cnbb.org.br/site/articulistas/dom-cristiano-jakob-krapf">http://www.cnbb.org.br/site/articulistas/dom-cristiano-jakob-krapf</a><a href="http://www.domcristiano.com.br/home/">http://www.domcristiano.com.br/home/</a></p>
<p>&#8222;Das Paradies des Finanzkapitals&#8220;<!-- //MAIN NAVIGATION --><!-- MAIN CONTAINER --><!-- CONTENT --></p>
<h2><a href="http://www.cnbb.org.br/site/articulistas/dom-cristiano-jakob-krapf/3129-o-paraiso-do-capital-financeiro">O  Paraíso do Capital Financeiro </a></h2>
<p><strong>O estrangeiro que investiu um milhão de dólares  na Bovespa nos primeiros anos do Governo Lula tinha seu capital em dólares  dobrado em menos de três anos,   se teve a esperteza de retirar seu dinheiro  antes de Setembro de 2008. Quem foi que pagou a conta? O povo brasileiro.&#8220;</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/rousseff-regierung-in-brasilia-macht-spekulanten-neues-riesengeschenk-leitzinsen-auf-1175-prozent-erhoht-brasil-lider-global-em-juros-reais-folha-de-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/rousseff-regierung-in-brasilia-macht-spekulanten-neues-riesengeschenk-leitzinsen-auf-1175-prozent-erhoht-brasil-lider-global-em-juros-reais-folha-de-sao-paulo/</a></p>
<p><strong>Der Bischof auf youtube:</strong>  <a href="http://www.youtube.com/bispodom">http://www.youtube.com/bispodom</a></p>
<p> 						<a href="http://www.diocesedejequie.com.br/dom-cristiano/22-namoro-e-futuro-.html" title="Namoro e Futuro ">Namoro e Futuro </a>  17/01/2011</p>
<p> 						<a href="http://www.diocesedejequie.com.br/dom-cristiano/21-o-pecado-nao-esta-na-camisinha-.html" title="O pecado não está na camisinha ">O pecado não está na camisinha </a>  17/01/2011</p>
<p> 						<a href="http://www.diocesedejequie.com.br/dom-cristiano/20-um-natal-sem-jesus-.html" title="Um Natal sem Jesus? ">Um Natal sem Jesus? </a>  17/01/2011</p>
<p> 						<a href="http://www.diocesedejequie.com.br/dom-cristiano/19-a-charada-do-seculo-poluir-menos-para-produzir-mais-.html" title="A charada do século: poluir menos para produzir mais ">A charada do século: poluir menos para produzir mais </a>  17/01/2011</p>
<p> 						<a href="http://www.diocesedejequie.com.br/dom-cristiano/18-se-queres-construir-a-paz-preserva-a-criacao-.html" title="Se queres construir a Paz, preserva a Criação ">Se queres construir a Paz, preserva a Criação </a>  17/01/2011</p>
<p> 						<a href="http://www.diocesedejequie.com.br/dom-cristiano/17-o-vinho-de-cana-e-as-tentacoes-j-21-11-.html" title="O vinho de Caná e as Tentações ( J 2,1-11) ">O vinho de Caná e as Tentações ( J 2,1-11) </a>  17/01/2011</p>
<p> 						<a href="http://www.diocesedejequie.com.br/dom-cristiano/16-o-amor-do-padre-e-da-igreja-.html" title="O amor do padre é da Igreja ">O amor do padre é da Igreja </a>  17/01/2011</p>
<p> 						<a href="http://www.diocesedejequie.com.br/dom-cristiano/15-uma-politica-economica-do-poder-do-dinheiro-para-o-dinheiro-.html" title="Uma pol?tica econômica do poder do dinheiro para o dinheiro ">Uma política econômica do poder do dinheiro para o dinheiro </a>  17/01/2011</p>
<p> 						<a href="http://www.diocesedejequie.com.br/dom-cristiano/14-escandalos-virao-mas-ai-de-quem-.html" title="Escândalos virão, mas ai de quem ">Escândalos virão, mas ai de quem </a>  17/01/2011</p>
<p> 						<a href="http://www.diocesedejequie.com.br/dom-cristiano/13-o-papa-incomoda-muita-gente-.html" title="O Papa incomoda muita gente ">O Papa incomoda muita gente </a>  17/01/2011</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/bispodom"></a><span id="more-8616"></span>Esse lucro fabuloso do capital financeiro  internacional aconteceu durante o governo do PT que tinha um discurso  anticapitalista e nacionalista, quando ainda estava na oposição. Bem, o capital  financeiro brasileiro também ganhou a sua parte. Cresceu muito o número de  milionários brasileiros.É verdade que o especulador financeiro que não  teve a esperteza de retirar o seu dinheiro no início da crise perdeu uma parte  dos seus lucros. No entanto, tudo já foi recuperado, e o lucro do investidor  estrangeiro na bolsa brasileira cresceu num ritmo ainda mais ligeiro.Quem investiu seus dólares na bolsa brasileira no  fim do ano passado, teve seu capital dobrado em apenas nove meses. Quem colocou  um milhão de dólares, já pode retirar dois milhões. Quem é que vai pagar a  conta? O Brasil voltou a ser o paraíso do capital financeiro.Enquanto os ricos ficavam mais ricos, os pobres  ganhavam esmolas do governo, no melhor estilo do capitalismo ruim que gosta de  distribuir uns anéis para não perder os dedos. Para não perder seus privilégios,  o capital oferece pão e circo aos pobres, alimentos e divertimentos. Para ganhar  eleitores, governos fazem o mesmo. Não há dúvida que essa política contribuiu  para aliviar a situação atual de muitos brasileiros.Foi um quebragalho para o momento. Mas a missão  do Governo é outra: Criar estruturas que ofereçam oportunidade de trabalho a  todos para que possam progredir com seu próprio esforço em vez de depender de  esmolas.Em artigo escrito no começo do milênio avisei que  o capital internacional viria correndo para o Brasil, logo que tivesse confiança  no nosso futuro. Nenhum outro lugar no mundo oferecia tantos atrativos.  Aconteceu. No meio da crise atual dei o mesmo recado. Está acontecendo de novo.  Bom para o país? Pode ser. Bom para o capital financeiro mundial e nacional? Com  certeza.A vinda maciça de capital estrangeiro pode  parecer coisa boa. No momento pode favorecer o desenvolvimento do Brasil. No  entanto, contribui para aumentar a cotação do Real. O Real forte também parece  coisa boa. Ajuda a segurar a inflação. Num prazo mais longo, põe um freio no  crescimento do país. Favorece importações baratas. Asfixia nossa indústria e  agricultura. Dificulta a criação de empregos.</p>
<h4>Dom Cristiano Jakob Krapf</h4>
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<p>Bischofskonferenz Brasiliens für Rückverstaatlichung von Minenkonzern Vale</p>
<p>Die katholische Kirche Brasiliens hat das Plebiszit von 2007  über eine Rückverstaatlichung des Minenkonzerns „Vale“ als Erfolg bezeichnet. Gegen den scharfen publizistischen Widerstand aller kommerziellen Medien sowie gegen den Willen der Regierung hatte die Bischofskonferenz(CNBB) gemeinsam mit den nationalen Sozialbewegungen die einwöchige Aktion gestartet. Gemäß den vorläufigen Resultaten votierten über vier Millionen Brasilianer. Rund 97 Prozent sind dafür, daß das zweitgrößte Bergwerksunternehmen der Welt, zugleich größter Eisenerzexporteur der Erde, wieder in öffentlichen Besitz übergeht. Gemäß einer neuen Studie ist über die Hälfte der Brasilianer ebenfalls dieser Auffassung &#8211;  in einem Land mit extrem niedrigem Bildungsniveau wußten mehr als zwanzig Prozent bei der Meinungsumfrage keinerlei Antwort. Laut einer anderen seriösen Studie sind 62 Prozent der Brasilianer gegen Privatisierungen staatlicher Unternehmen und nur 25 Prozent dafür.</p>
<p>Brasiliens Caritas-Präsident, der für die CNBB-Sozialpastoralen verantwortliche Bischof Demetrio Valentini und Joao Pedro Stedile, Führer der Landlosenbewegung MST, sowie der katholische Jurist Fabio Konder Comparato hatten  bei Audienzen im Präsidentenpalast, im Nationalkongreß und im Obersten Gericht die Plebiszitergebnisse erläutert und entsprechende politische Schritte gefordert. Valentini und Stedile hatten zuvor in einer gemeinsamen Erklärung betont, ein strategisches, mit öffentlichen Geldern errichtetes Unternehmen wie &#8222;Vale&#8220; dürfe niemals privatisiert werden. Die &#8222;phantastischen Gewinne&#8220; des Konzerns müßten allen Brasilianern zugute kommen und nicht nur einer Gruppe von Investoren und Banken. Mit den derzeit realisierten Profiten könnte man 167 Krankenhäuser und über 200000 Wohnungen bauen sowie 1,6 Millionen Landlose ansiedeln. Nach Darstellung renommierter Rechtsexperten, hieß es in der Erklärung weiter,  basierte die Privatisierung von 1997 auf Betrug. &#8222;Dies bedeutet Landesverrat durch einen Teil der damaligen sozialdemokratischen Regierung, die sich dafür eines Tages vor den Gerichten dieses Landes verantworten muß.&#8220; Zudem werden die Argumente des früheren, inzwischen verstorbenen CNBB-Präsidenten Luciano Mendes bekräftigt, der die Privatisierung als antiethisch und unverantwortlich bezeichnet hatte.</p>
<p>Das Unternehmen, so Bischof Valentini,  sei für ein Dreißigstel des tatsächlichen Wertes verhökert worden. So habe man allein die Eisenerz-und Bauxitvorkommen bei der entsprechenden Ausschreibung fälschlich um zehn Milliarden Tonnen niedriger angegeben. Die Regierung von Präsident Luis Inacio Lula da Silva unterwerfe sich nach wie vor dem internationalen Finanzkapital. Dadurch werde eine echte Sozialpolitik nahezu verhindert.</p>
<p>Chico Whitaker, Träger des Alternativen Nobelpreises von 2006 sowie Mitglied der CNBB-Konferenz für Gerechtigkeit und Frieden, sagte:&#8220;Vale do Rio Doce sollte wieder ein Staatsunternehmen werden &#8211; die Gewinne könnten dann sozialen Zwecken dienen.&#8220;</p>
<p>Angesichts der öffentlichen Kritik hatte sich der Bergbaukonzern immer wieder als patriotisch, sozial und umweltfreundlich bezeichnet, für entsprechende landesweite PR-Kampagnen auch den in Europa sehr bekannten Weltmusik-Star Carlinhos Brown eingespannt.</p>
<p>Das Plebiszit wurde vor allem in katholischen Kirchengemeinden, aber auch auf öffentlichen Plätzen abgehalten.</p>
<p>Laut Presseberichten hatte Lula im Präsidentschaftswahlkampf von 2002 versprochen, den Konzern wieder zu verstaatlichen, war indessen später davon abgerückt. Zu Lulas Überraschung hatte ein Kongreß seiner Arbeiterpartei im September mit großer Mehrheit eine Beteiligung an dem Plebiszit beschlossen. Lula selbst und die gesamte PT-Führung lehnten es dagegen öffentlich als schädlich und „irreal“ ab. Der Minenkonzern hatte 2006 Lulas Wiederwahlkampagne mitfinanziert.</p>
<p>Seit 1997 erfuhr „Vale“ gemäß Börsenangaben einen Wertzuwachs von über 3000 Prozent.</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1201698/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1201698/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1124312/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1124312/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/919048/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/919048/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/879347/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/879347/</a></p>
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