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	<title>Klaus Hart Brasilientexte</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Gesteuerte Medien &#8211; Spitze des Eisbergs&#8230;Wenn die Medienkonsumenten wüßten, wie es wirklich läuft&#8230;&#8220;Instrumentalisierte Journalisten.&#8220; Nicht zufällig fassen immer mehr Deutsche, Schweizer, Österreicher die Zeitungen nur noch mit spitzen Fingern an, bzw. bestellen sie ab. Auslandsjournalismus aus naheliegenden Gründen besonders betroffen. Kein Tag ohne Tricksereien.</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 10:58:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[]]></category>
		<category><![CDATA[gesteuerte Medien heute]]></category>

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				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8222;Schließlich gewinnt in einer öffentlichen Debatte in der Regel nicht der, der recht hat. Sondern der mit dem besseren Auftritt.&#8220;</strong><a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&amp;dig=2011%2F11%2F01%2Fa0122&amp;cHash=d351474fe3"></a></p>
<p><a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&amp;dig=2011%2F11%2F01%2Fa0122&amp;cHash=d351474fe3"><strong>http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=tz&amp;dig=2011%2F11%2F01%2Fa0122&amp;cHash=d351474fe3</strong></a></p>
<p><strong>Das Übliche:</strong></p>
<h1>Mit schlechtem Beispiel voran</h1>
<h5>MEDIENSCHELTE  Am Wochenende veröffentlichte die taz Dokumente, die tiefen Einblick in  die Welt des Lobbyismus geben &#8211; und darin, wie sich auch Journalisten  die Finger schmutzig machen. Es ist Zeit für eine selbstkritische  Debatte. Wir fangen an</h5>
<h1>Eins zu eins transportiert</h1>
<h5>UMWELTLOBBY Ich hatte  die PR-Botschaften des BUND nicht hinterfragt</h5>
<p>Der  Bund für Umwelt und Naturschutz hatte da was für mich. &#8222;Wir möchten Sie  gern zu einem Hintergrundgespräch einladen&#8220;, mailte mir die  Pressesprecherin im Januar 2009. Das klang verlockend. Das will man doch  als Journalist, einmal echte Hintergründe erfahren.</p>
<p>Ich  war zu der Zeit in der Berlin-Redaktion der taz, und der BUND versprach  Informationen über das umstrittene neue Kraftwerk, das Vattenfall in  Berlin bauen wollte. Bisher hatte das Unternehmen noch keine Details  über das Kraftwerk verraten. Bei dem Gespräch in der Geschäftsstelle des  BUND wahrsagte der Verband dann: Vattenfall wolle in Berlin ein  besonders umweltschädliches Steinkohlekraftwerk bauen, das viel zu viel  CO<sub><font size="-2">2</font></sub> ausstoßen werde, das zu mehr Luftverschmutzung führe und das den Umstieg auf klimafreundlichere Kraftwerke behindere.</p>
<p>In  meinem Artikel gab ich diese Befürchtungen eins zu eins wieder, ohne  sie zu hinterfragen. Zwei Monate später verkündete Vattenfall, auf die  umweltfreundlichen Energieträger Erdgas und Biomasse zu setzen. Der BUND  hatte sich sein Horrorszenario schlicht zusammenfabuliert, nichts davon  stimmte. Und ich war drauf reingefallen &#8211; und hatte die Botschaften  ungefiltert an die taz-Leser weitergetragen.</p>
<h1>Pressereise? Psssssssssst!</h1>
<h5>REISEKOSTEN Wie ich verschwieg, wer wirklich zahlte</h5>
<p>Am  5. November 2008 erschien von mir auf der Bildungsseite der taz ein  ganzseitiger Bericht unter dem Titel &#8222;Deutschland im ,War for  Talents&#8216; &#8222;. Darin beschrieb ich, wie deutsche Universitäten im Einklang  mit deutscher Außenpolitik strategisch auf Weltmärkten und  internationalen Hochschulmessen um Studierende werben. Über dem Text  stand damals: &#8222;Aus Peking, Schanghai und Berlin Martin Kaul&#8220;. Für eine  arme Zeitung wie die taz liest sich das gut.</p>
<p>Was  weder über noch unter dem Text stand, war, wer meine äußerst angenehme  und aufschlussreiche China-Reise bezahlt hatte. Meine Kosten hatte nicht  die taz, sondern &#8222;GATE Germany&#8220;, ein &#8222;Konsortium für internationales  Hochschulmarketing&#8220; des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und der  Hochschulrektorenkonferenz, übernommen. Das geschah nicht im Rahmen  einer Gruppenreise für JournalistInnen, sondern auf Anfrage von mir.  Damit ich auch mal aus internationaler Perspektive berichten könnte.  GATE Germany, das für seine Werbetouren wesentlich vom Auswärtigen Amt  mitfinanziert wird, bezahlte meinen Flug, das Hotel, die Verpflegung. Ob  mein Text kritisch war? Bla. In meiner Berichterstattung verschwieg ich  die Zahlmeister. Das war nicht deren Schuld. Sondern meine. <strong>	MARTIN KAUL</strong></p>
<h1>Auf Tour mit der potenziellen Informationsquelle</h1>
<h5>JOURNALISTENREISE Ich fuhr auf Kosten  der US-Regierung nach Afrika</h5>
<p>Acht  Tage Recherche in Afrika? Für lau? Journalisten, die solche Angebote  ausschlagen, werden von vielen Kollegen schief angeschaut. Mir und  anderen europäischen Reportern hat die US-Regierung eine solche Offerte  Ende 2009 gemacht. Sie wollten uns zeigen, wie die USA den Hunger in  Äthiopien und Tansania bekämpfen. Als Redakteur für Agrarpolitik bei der  taz nahm ich die Einladung an.</p>
<p>Wir sahen zum  Beispiel, wie Bauern in Tansania lernen, ohne Pflug zu arbeiten. Darüber  habe ich für die taz eine Seite geschrieben. Ich erwähnte, dass die  US-Regierung uns eingeladen hatte. Der Artikel war auch kritisch &#8211; der  Untertitel lautete: &#8222;Um die Bodenerosion in den Griff zu bekommen, hat  Bäuerin Ndekeshio Elia Sikawa gelernt, auf den Pflug zu verzichten.  Jetzt arbeitet sie mit teuren Pestiziden.&#8220; Ich habe zum Beispiel auch  einen Biobauern zitiert, den ich nach der Reise in Deutschland  interviewt habe.</p>
<p>Aber: Die Tour war von einer  potenziellen Informationsquelle bezahlt und organisiert. Das hat eine  Nähe zu den US-Beamten geschaffen, die ich für problematisch halte. Ich  habe mir acht Tage lang vorschreiben lassen, wohin ich fahre, mit wem  ich spreche und was ich sehe. In der Zeit hätte ich ungleich  spannendere, kritischere, relevantere Geschichten recherchieren können.</p>
<p>Auch  sonst war die Reise problematisch. In Addis Abeba waren wir im  teuersten, luxuriösesten Hotel am Platz untergebracht. Bezahlt wurde das  aus Entwicklungshilfebudgets. Ein paar hundert Kilometer entfernt  hungern die Leute. 	<strong>JOST MAURIN</strong></p>
<h1>Kaufen lassen von den Guten</h1>
<h5>TAZ.MAG Wie die taz einmal für Hermann Scheer über Solarfirmen berichtete</h5>
<p>Die  Atomlobby kauft Journalisten, und die taz, unabhängig, kritisch,  unkorrumpierbar, haut drauf. Unabhängig, kritisch, unkorrumpierbar? Ach  was. Wenn der Auftraggeber stimmt, wenn es um die Sache geht, um die  Guten, die Guten aus taz-Sicht, versteht sich, dann hat sich auch die  taz schon auf Deals eingelassen, die journalistischem Ethos  widersprechen.</p>
<p>Im Frühherbst 2002 wendet sich  Hermann Scheer, SPD-Linker, alternativer Nobelpreisträger und Kopf der  Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien Eurosolar, an leitende  taz-Redakteure und die Chefredaktion. Ob die taz in ihrem  Wochenendmagazin taz.mag nicht zufällig die diesjährigen europäischen  Eurosolar-Preisträger vorstellen wolle, quasi in einer Sonderausgabe?  Eurosolar könne die Preisträgerliste liefern und, weil für die Porträts  Reisen in verschiedene europäische Länder unerlässlich sind, 6.000 Euro  anbieten. Die redaktionelle Unabhängigkeit bleibe selbstredend gewahrt.  Eurosolar bestehe nicht darauf, die Berichte vor Erscheinen  gegenzulesen.</p>
<p>Die taz lässt sich auf den Deal  ein. Jetzt werden Redakteure angesprochen, unter anderem ich, zu jener  Zeit taz-Reporterin in der Schwerpunktredaktion, die nicht zum  Wochenendmagazin gehört. Die Aussicht ist verlockend: Eine knappe Woche  auf der dänischen Insel Samso, Ferienwohnung und Dienstfahrrad  inklusive. Ich spreche mit meinem Chef. Wir wissen beide: Das Ding  stinkt, das geht eigentlich überhaupt nicht. Es sei denn, bieten wir den  Magazin-Redakteuren an, ihr macht die Sache transparent. Und schreibt  ins Editorial, dass Eurosolar Ideenstifter und Finanzier dieser  Wochenendausgabe, im Klartext: Auftraggeber ist. Geht klar, wird mir  versichert, versprochen, heilig geschworen. Natürlich nur mündlich. Ich  liefere meinen Samso-Bericht ab. Und lese am 16. November 2002 im  Editorial unter dem Titel &#8222;Helle Leute, strahlende Preise&#8220;: &#8222;Gerade die  taz, geübt in der Kritik am ökologisch inspirierten Alarmismus, muss  Menschen und Projekte vorstellen, die sich einer besseren Welt widmen.  Meckern ist leicht &#8211; aber die Alternativen zur schlechten Wirklichkeit  zu benennen, ist wichtiger. Unsere Reporter waren auf der dänischen  Ostseeinsel Samso und in der oberösterreichischen Marktgemeinde Windhaag  […]; beschreiben das Londoner BedZed-Projekt […].&#8220; Keine Erwähnung, wer  das alles finanziert hat. Stattdessen eine Empfehlung für Hermann  Scheers neues Buch, ein Hinweis auf Ort und Datum der Preisverleihung  und ein verdammt kritisch-distanziertes: &#8222;Wir gratulieren allen  Preisträgern!&#8220; 	<strong>HEIKE HAARHOFF</strong></p>
<p><a href="http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&amp;dig=2011%2F10%2F29%2Fa0027&amp;cHash=8328887d03"><strong>http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&amp;dig=2011%2F10%2F29%2Fa0027&amp;cHash=8328887d03</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><strong>Die Aufdringlichkeit der Sinne</strong></p>
<p><strong>Vom machtgeschützten Verlust der gesellschaftlichen Sehkraft &#8211; Oskar Negt(2000)</strong></p>
<p><strong>“Der Verlust jener in sinnlicher Erfahrung begründeten  Urteilsfähigkeit der Menschen hat in unserem Jahrhundert für viele  Menschen tödliche Folgen gehabt. Das Wegsehen, die machtgeschützte  Sinnenblindheit, wenn Menschen verfolgt und getrieben, vergewaltigt und  öffentlich gequält werden &#8211; das gehört nicht der Vergangenheit an.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/18/matices-medien-staat-und-gesellschaft-in-lateinamerika-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><strong>Medienthema Marcelo Freixo?</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-verfolgter-menschenrechtspolitiker-marcelo-freixo-in-europa-mit-unterstutzung-von-amnesty-international-umwelt-und-menschenrechtsexpertin-sandra-quintela/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/03/brasiliens-verfolgter-menschenrechtspolitiker-marcelo-freixo-in-europa-mit-unterstutzung-von-amnesty-international-umwelt-und-menschenrechtsexpertin-sandra-quintela/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/marcelofreixoglobo.JPG" alt="marcelofreixoglobo.JPG" /></p>
<p>Ausriß.</p>
<p><strong>Medienexperiment Yoani Sanchez: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/yoani-sanchez-das-medienexperiment-2013-ist-es-moglich-fakten-und-informationen-uber-die-spektakularen-engen-kontakte-der-kubanerin-zu-einflusreichen-politikern-des-rechten-und-rechtsextremen-spe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/yoani-sanchez-das-medienexperiment-2013-ist-es-moglich-fakten-und-informationen-uber-die-spektakularen-engen-kontakte-der-kubanerin-zu-einflusreichen-politikern-des-rechten-und-rechtsextremen-spe/</a></p>
<p><strong>Ukraine &#8211; Manipulationsmethoden:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2014/05/05/ukraine-2014-die-manipulations-und-propagandamethoden-deutscher-medien-und-westlicher-politiker-deutsche-medienkonsumenten-weisen-auf-gangige-methoden-der-letzten-monate/">http://www.hart-brasilientexte.de/2014/05/05/ukraine-2014-die-manipulations-und-propagandamethoden-deutscher-medien-und-westlicher-politiker-deutsche-medienkonsumenten-weisen-auf-gangige-methoden-der-letzten-monate/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/12/wesbrotichesse.jpg" alt="wesbrotichesse.jpg" /></p>
<p>Wandbehang in idyllischer deutscher Kleinstadt.</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/03/mentetododiasp.jpg" alt="mentetododiasp.jpg" /></p>
<p><strong> Sao Paulo. “Die Wahrheit ist, daß du jeden Tag lügst.”</strong></p>
<p><span id="more-11448"></span></p>
<p><strong><a href="http://www.brasiliennachrichten.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=87&amp;Itemid=17"><strong>http://www.brasiliennachrichten.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=87&amp;Itemid=17</strong></a></strong><br />
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