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	<title>Klaus Hart Brasilientexte</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Brasilien, Kondome und katholische Kirche: Kardinal Evaristo Arns und Befreiungstheologe Frei Betto 2003.</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 16:22:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[]]></category>
		<category><![CDATA[Aids]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
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		<category><![CDATA[Kardinal Evaristo Arns]]></category>

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		<description><![CDATA[FREI BETTO: A minha posiçáo é a mesma de dom Paulo Evaristo Arns, arcebispo emérito de Sáo Paulo. Acho que o preservativo deve ser utilizado porque se trata de salvar vidas frente a uma epidemia que náo tem cura. E a vida é o dom maior de Deus. Fico com a posiçáo dele.Â Â Quero dizer que [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FREI BETTO: A minha posiçáo é a mesma de dom Paulo Evaristo Arns, arcebispo emérito de Sáo Paulo. Acho que o preservativo deve ser utilizado porque se trata de salvar vidas frente a uma epidemia que náo tem cura.</strong></p>
<p><span id="more-1028"></span>E a vida é o dom maior de Deus. Fico com a posiçáo dele.Â Â Quero dizer que o náo uso do preservativo aumenta a disseminaçáo da Aids e isso implica a morte de muita gente. A fidelidade é um princÃ­pio fundamental em qualquer relaçáo humana, mas querer que as pessoas se abstenham da vida sexual jÃ¡ e exigir delas uma atitude herÃ³ica. Os casais tÃªm o direito de manifestar também na relaçáo sexual seu amor. Mas, para isso, se recomenda, mesmo entre casados, o uso do preservativo, porque os casos de mulheres contaminadas tÃªm aumentado.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/16/katholische-aids-pastoral-stellt-kondome-gratis-zur-verfugung-meldet-gesundheitsministerium-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/16/katholische-aids-pastoral-stellt-kondome-gratis-zur-verfugung-meldet-gesundheitsministerium-brasiliens/</a></p>
<p>Aus Herder-Korrespondenz 2006:</p>
<p>Wie steht die Kirche zu Kondomen in der Aids-Prävention?</p>
<p>Dieses Mal hat Kardinal Carlo Maria Martini, der frühere<br />
Erzbischof von Mailand, den Stein ins Wasser geworfen.<br />
Ende April veröffentlichte das italienische<br />
Wochenmagazin &#8222;L&#8217;espresso&#8220; ein ausführliches Gespräch<br />
zwischen dem Jesuiten und einem in den USA lehrenden<br />
Biologen und Arzt, eine medizinund bioethische Tour<br />
d&#8217;Horizon. Martini vertrat dabei die Meinung, ein HIV-<br />
infizierter Ehepartner sei verpflichtet, seinen Partner,<br />
seine Partnerin zu schützen. Weder unterließ er dabei<br />
den Hinweis, dass die Kirche bei der AidsPrävention<br />
primär auf Enthaltsamkeit und eheliche Treue setze. Noch<br />
war er der erste hohe kirchliche Würdenträger, der in<br />
dieser Sonderfrage moraltheologischen Klärungsbedarf<br />
anmeldete.</p>
<p>Wie bei der Konstellation &#8222;Kirche und Kondom&#8220; nicht<br />
überraschend, griffen Journalisten Martinis Einlassungen<br />
auf und fragten nach im Vatikan. Aus der offenbar<br />
fundierten Antwort entstanden Schlagzeilen über eine<br />
vorgebliche moraltheologische Kehrtwende und die<br />
Meldung, in Rom arbeite man an einer Studie, die die<br />
Frage nach dem zulässigen Kondomgebrauch &gt; durch HIV-<br />
positive Ehepartner klären solle. Manche wollten gar<br />
wissen, der Papst selbst habe diese in Auftrag gegeben.<br />
Gewährsmann war der Präsident des Päpstlichen Rates für<br />
die Krankenpastoral, Kardinal Javier Lozano Barragan.<br />
Dieser ließ selbstredend beides umgehend dementieren:<br />
Die moraltheologische Kehrtwende wie den päpstlichen<br />
Auftrag. Tatsächlich aber arbeiten die Experten und<br />
Berater des Rates offenbar schon länger an einer<br />
Handreichung zur Seelsorge für Menschen, die an Aids<br />
leiden oder mit dem HI-Virus infiziert sind; in diesem<br />
Zusammenhang widmen sie sich auch dem möglichen<br />
&lt; Kondomgebrauch infizierter Eheleute. Eine explizite<br />
&#8222;römische&#8220; Stellungnahme zur ehelichen Aids-Prävention<br />
fehlt jedenfalls bislang.<br />
Aber auch die mitbrüderliche Zurechtweisung lies nicht<br />
lange auf sich warten: Dass es in dieser Frage nur eine<br />
Antwort geben könne, betonte &#8211; auch nicht zum ersten Mal<br />
&#8211; der Präsident des Päpstlichen Familienrates, Kardinal<br />
Alfonso Lopez Trujillo. Der Vatikan halte unverändert an<br />
seiner Lehre fest.<br />
Nun könnte man zur Tagesordnung übergehen, stelle die<br />
immer wieder hochkochende K-Frage für den Dienst der<br />
Kirche an HIV-Infizierten und Aidskranken nicht<br />
gelegentlich eine Belastung und ein Ã„rgernis dar. Was<br />
einzelne Ortskirchen, oft nach einem langen und<br />
schmerzlichen &#8222;Bekehrungsprozess&#8220;, in diesem Dienst<br />
heute leisten &#8211; davon hat sich zeitgleich mit dem<br />
Medienspektakel um Martini und Barragan eine Delegation<br />
der Deutschen Bischofskonferenz überzeugen lassen: in<br />
Südafrika, einem der nach wie vor am schwersten von der<br />
Aids-Epidemie getroffenen Länder.<br />
Unabhängige Organisationen schätzen, dass in Südafrika<br />
jeden Tag 2000 Personen neu mit dem Virus angesteckt<br />
werden, fünf bis sechs Millionen Südafrikaner HIV-<br />
positiv sind. Von 600 000 bis 700 000 Aidskranken hat<br />
dabei weniger als ein Drittel Zugang zu den<br />
lebensverlängernden antiviralen Medikamenten. Aids-<br />
Aktivisten machen vor allem fehlenden politischen Willen<br />
dafür verantwortlich, dass das Land die Epidemie nicht<br />
in den Griff bekommt.<br />
Die Arbeit der Kirche würdigen dabei nicht nur die<br />
Bischofskollegen aus dem Norden. In guter ökumenischer<br />
Zusammenarbeit gehört die katholische Kirche zu den<br />
Hauptakteuren des Landes im Kampf gegen HIV/Aids- mit<br />
einem beieindruckenden Netzwerk aus Projekten und<br />
Programmen zur Prävention, Ausbildung und Fortbildung,<br />
Krankenstationen, häuslicher Pflege, Waisenhilfe und<br />
Hospizeinrichtungen (vgl. HK, April 2003, 194 ff.).</p>
<p>Konsequent verfolgt sie dabei einen &#8222;ganzheitlichen<br />
Ansatz&#8220;: Der Dienst an Infizierten und Aidskranken<br />
verlangt ebenso den Kampf gegen Armut und<br />
Arbeitslosigkeit, den Einsatz für Bildung, das<br />
&#8222;Empowerment&#8220; der Frauen. Dass sich mit dem Verteilen<br />
von Kondomen das Problem lösen ließe, glaubt keiner der<br />
kirchlich Engagierten.<br />
Womit auch die kirchliche Aidsarbeit in Südafrika<br />
wirklich zu ringen hat,<br />
zeigte unter anderem der mit der deutschen<br />
Delegationsreise zeitlich zusammenfallende Abschluss des<br />
Gerichtsprozesses gegen Jacob Zuma, den früheren<br />
Vizepräsidenten Südafrikas. Dieser hatte sich wegen<br />
Vergewaltigung einer HIV-positiven jungen Frau zu<br />
verantworten. Der Prozess lieferte unter anderem tiefe<br />
Einblicke in das Sexualverhalten südafrikanischer<br />
Männer. Sein &#8222;Schäferstündchen&#8220; mit der Klagenden<br />
erklärte Zuma, der Vater von mehr als einem Dutzend<br />
Kinder und mit fünf Frauen verheiratet ist, mit der<br />
Zulu-Kultur. Seine Anhänger hatten geradezu eine<br />
Hexenjagd auf die junge Frau, die &#8222;Hure&#8220; veranstaltet.<br />
Den vom Gericht geforderten HIV-Test blieb er schuldig,<br />
auf den Vorwurf des Richters, ungeschützten Verkehr mit<br />
einer HIV-positiven Frau gehabt zu haben, erklärte Zuma,<br />
für einen gesunden Mann sei das Risiko gering, zudem<br />
habe er nach dem Geschlechtsverkehr geduscht und damit<br />
das Risiko einer Ansteckung weiter minimiert. Zuma war<br />
als Vizepräsident auch Vorsitzender des nationalen Aids-<br />
Rates gewesen. Die Freisprechung aufgrund fehlender<br />
Glaubwürdigkeit der Klagenden feierten seine Anhänger<br />
frenetisch.</p>
<p>Fraglos hat Recht, wer sagt, dass das die eigentlichen<br />
Probleme des kirchlichen Aids-Engagements sind: dass<br />
HIV/Aids in Südafrika und vielen anderen Ländern nach<br />
wie vor tabuisiert wird, Kranke diskriminiert und<br />
stigmatisiert werden, unverständliche Ignoranz herrscht<br />
oder weitverbreiteter Analphabetismus Aufklärung<br />
unendlich schwierig macht. Vor diesem Hintergrund<br />
erscheint die K-Frage wirklich nahezu banal. Eine<br />
Klärung der Frage, wie sie Kardinal Martini angemahnt<br />
hat, würde denen, die sich im täglichen Dienst an<br />
Infizierten und Kranken aufopfern, dennoch nützen.<br />
Zeigte die Kirche doch damit, dass sie auch in der<br />
theologisch-ethischen Reflexion und in der amtlichen<br />
Verkündigung die wirkliche Realität der Aidsepidemie und<br />
ihre Herausforderungen wahrgenommen hat. A. F.</p>
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