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	<title>Klaus Hart Brasilientexte</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Wattenmeer als Weltkulturerbe? Manfred Knake, Wattenrat Ostfriesland.</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 20:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[]]></category>
		<category><![CDATA[Manfred Knake]]></category>
		<category><![CDATA[Wattenrat Ostfriesland]]></category>
		<category><![CDATA[Weltkulturerbe]]></category>

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		<description><![CDATA[Der nachfolgende dpa-Bericht von Heiko Lossie erschien heute (07. Juni 2009) in vielen deutschen Tageszeitungen. Er greift darin, und das ist durchaus nicht selbstverständlich, auch die Kritik des Wattenrates an der Nominierung des Wattenmeer als Weltnaturerbe auf. http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/31/deutsche-umweltschutz-propaganda-und-die-umweltschutz-realitat-importe-illegal-geschlagenen-tropenholzes/ Â Ausgerechnet vor dem eingangs zitierten &#8222;einzigartigen&#8220; Hilgenriedersiel kam es 2008 zu großflächigen Wattenmeer-Verwüstungen durch die dilettantisch durchgeführte [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der nachfolgende dpa-Bericht von Heiko Lossie erschien heute (07. Juni<br />
2009) in vielen deutschen Tageszeitungen. Er greift darin, und das ist<br />
durchaus nicht selbstverständlich, auch die Kritik des Wattenrates an<br />
der Nominierung des Wattenmeer als Weltnaturerbe auf.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/31/deutsche-umweltschutz-propaganda-und-die-umweltschutz-realitat-importe-illegal-geschlagenen-tropenholzes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/31/deutsche-umweltschutz-propaganda-und-die-umweltschutz-realitat-importe-illegal-geschlagenen-tropenholzes/</a></p>
<p><span id="more-2525"></span>Â Ausgerechnet vor<br />
dem eingangs zitierten &#8222;einzigartigen&#8220; Hilgenriedersiel kam es 2008 zu<br />
großflächigen Wattenmeer-Verwüstungen durch die dilettantisch<br />
durchgeführte Kabelanbindung für den Offshore-Wind&#8220;park&#8220; Alpha Ventus,<br />
dieser Maßnahme wurde durch den im Artikel unten zitierten WWF, den<br />
NABU und BUND zugestimmt. Publik hat diesen schweren Eingriff nur der<br />
Wattenrat gemacht: <a href="{E9EF566A-7C35-4EE1-9E80-B6A14752D1FA}mid://00000012/!x-usc:http://www.wattenrat.de/wind/wind109.htm">http://www.wattenrat.de/wind/wind109.htm</a> . Der WWF<br />
hat offenbar im UNESCO-Etikettentaumel seine eigene sehr kritische<br />
Bilanz aus 2006 über den Zustand dieses &#8222;Nationalparks&#8220;<br />
Niedersächsisches Wattenmeer vergessen:</p>
<p><a href="{E9EF566A-7C35-4EE1-9E80-B6A14752D1FA}mid://00000012/!x-usc:http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/Bilanz_ueber_20_Jahre_Nationalpark_Niedersaechsisches_Wattenmeer.pdf">http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/Bilanz_ueber_20_Jahre_Nationalpark_Niedersaechsisches_Wattenmeer.pdf</a></p>
<p>Auch wir gehen davon aus, dass die Weltnaturerbe-Anerkennung kommen<br />
wird, das hat aber mehr mit Wirtschaftspolitik, räumlich völlig<br />
entrückten Gutachtern aus der Schweiz, Irreführung des Gutachterteams<br />
(dem wesentliche Probleme des Nationalparks beim Besuch 2008<br />
vorenthalten wurden) durch mit der Tourismusindustrie verbandelten<br />
Kommunalpolitiker und nichts mit Naturschutz zu tun. Massentourismus<br />
ohne qualifizierte Ranger-Aufsicht, geplante Windkraftanlagen oder<br />
Windparks im Watt (Außenems und Nordergründe) und die Zulasung ständig<br />
neuer Nutzungen (z.B. Kitesurfing) haben dieses Etikett nicht<br />
verdient. Wenn schon eine schlichte Brücke über die Elbe die Dresdner<br />
Anerkennung verhindern kann, was muss dann noch alles im Wattenmeer<br />
geschehen, damit die UNESCO-Kommission (der deutsche UNESCO-Präsident<br />
ist der ehemalige Wirtschaftsminister Walter Hirche, FDP, des Landes<br />
Niedersachsen!) nüchtern zur Kenntnis nimmt, was hier im<br />
niedersächsischen Nationalpark abläuft und von den wirtschaftlichen<br />
Interessengruppen ständig trickreich schöngeredet wird. Die WebSeite<br />
des Wattenrates (und nur die!) listet diese Defizite auf:<br />
<a href="{E9EF566A-7C35-4EE1-9E80-B6A14752D1FA}mid://00000012/!x-usc:http://www.wattenrat.de/">www.Wattenrat.de</a>Â Â  :Â  Es kann nur ein Etikettenschwindel werden!</p>
<p>MK</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Watt als Welterbe?</p>
<p>Seehunde im Wattenmeer auf einer Sandbank bei Emden.<br />
(Foto: dpa)</p>
<p>Wilhelmshaven &#8211; Fern der Tourismusmagneten wie Norddeich oder St.<br />
Peter-Ording gibt es Küstenstreifen am Wattenmeer, von deren Zauber<br />
die wenigsten etwas ahnen.</p>
<p>Das ostfriesische Hilgenriedersiel ist so ein Ort. Üppige Salzwiesen<br />
und ein einzigartiger Naturstrand liegen dort im Niemandsland<br />
verborgen hinterm Deich. Stark bedrohte Vögel wie der Goldregenpfeifer<br />
staksen bei Ebbe über den glitzernden Meeresboden, der am Horizont mit<br />
dem Himmel verschmilzt. Weit und breit gibt es keinen Hinweis auf<br />
Menschen. Es ist so ruhig, dass vom Boden ein Knistern aufsteigt. Das<br />
sind die Schlickkrebse. Und mit ein wenig Glück ist eine Strandkrabbe<br />
bei der Häutung zu bestaunen.</p>
<p>Diese Landschaft mit ihrem einzigartigen Zauber könnte Ende Juni zum<br />
Erbe der Menschheit erklärt werden. Dann berät eine Kommission der<br />
UNESCO &#8211; der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur &#8211;<br />
im spanischen Sevilla über den Weltnaturerbe-Antrag, den der Bund,<br />
Niedersachsen, Schleswig-Holstein und die Niederlande Anfang 2008<br />
eingereicht haben. Gibt es ein Â«JaÂ», wäre das Watt die erste deutsche<br />
Naturlandschaft mit Welterbe-Status und stünde auf einer Stufe mit so<br />
bekannten Naturwundern wie dem Great Barrier Reef, dem Grand Canyon,<br />
den Galapagos-Inseln oder dem Serengeti-Nationalpark.</p>
<p>Um diesen Ritterschlag zu begründen, wird die Einzigartigkeit des<br />
Watts von A wie Austernfischer bis Z wie Zwergseegras in dem mehrere<br />
Hundert Seiten starken Bewerbungsdossier detailversessen beschrieben.<br />
Â«Es ist eine Landschaft von außergewöhnlicher SchönheitÂ», heißt es in<br />
dem Papier über jene Gegend, die viel mehr als kulleräugige<br />
Seehundbabys und Krabbenkutter-Romantik zu bieten hat. Sie ist<br />
beispielsweise die zentrale Drehscheibe des internationalen Vogelzuges<br />
von Kanada bis Sibirien. In dem Dossier steht, die Vielfalt der<br />
Lebensräume schwanke zwischen Â«bemerkenswert starkÂ» und Â«geradezu<br />
einmaligÂ». Seit 1991 liefen die Vorbereitungen für das dicke<br />
Schriftstück. Im Herbst 2008 inspizierte eine Jury der<br />
Weltnaturschutzunion IUCN im Auftrag der UNESCO das gemeldete Gebiet,<br />
das von List bis Den Helder reicht.</p>
<p>Ob sich die Mühe lohnt, wird die Welterbe-Kommission irgendwann<br />
während ihrer Sitzung vom 22. bis zum 30. Juni entscheiden. Dieter<br />
Offenhäußer, Sprecher der deutschen UNESCO-Kommission, rechnet mit<br />
einer Veröffentlichung des Entschlusses schon am 24. Juni. Eine<br />
Prognose will der Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches<br />
Wattenmeer, Peter Südbeck, aber nicht abgeben. In seinem Haus in<br />
Wilhelmshaven sitzt auch das Gemeinsame Wattenmeersekretariat, das das<br />
Dossier ausarbeitete. Â«Wir hoffen natürlich, dass es etwas wird. Aber<br />
eine Vorab-Einschätzung wollen wir nicht gebenÂ», sagt<br />
Südbeck.Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ist da<br />
offensiver: Â«Das Wattenmeer hat eine herausragende Bedeutung im<br />
globalen Ökosystemverbund für Zugvögel, Robben und SeehundeÂ», sagt der<br />
Landesvater, der die Bewerbung mit unterzeichnet hat. Â«Ich bin<br />
optimistisch, dass es mit dem Titel Weltnaturerbe klappt.Â» Sein<br />
schleswig-holsteinischer Amtskollege Peter Harry Carstensen (CDU)<br />
sieht das ähnlich: Â«Das Wattenmeer an der deutschen Nordseeküste ist<br />
das größte Wattenmeer der Welt. Es ist eines der wertvollsten der<br />
Welt. Und ich glaube an eine objektive Entscheidung. Wir sind in der<br />
Lage gewesen, die Nutzung des Wattenmeeres und seinen Schutz optimal<br />
abzustimmen. Das zählt. Und deshalb bin ich zuversichtlich.Â»</p>
<p>Nutzung und Schutz &#8211; das ist der Knackpunkt. Am Watt gibt es<br />
knallharte wirtschaftliche Interessen. Es gibt Begehrlichkeiten für<br />
den Ausbau der Gas- und Öl-Förderung. Die Kabel für Dutzende auf hoher<br />
See geplante Windparks müssen bald durchs Watt gezogen werden. 2008<br />
geriet die erste Anbindung zur Blamage, als das mit Ausnahmen<br />
eröffnete Zeitfenster vorne und hinten nicht reichte.</p>
<p>Die entscheidende Frage ist, was die Auszeichnung dem Watt brächte.<br />
Hubert Farke, Koordinator der Bewerbung in Wilhelmshaven, sagt: Â«Unter<br />
einem UNESCO-Welterbe wird man das Nationalparkgesetz schwieriger<br />
ändern können. Das ist eine zusätzliche Absicherung bei all den<br />
Begehrlichkeiten.Â» Mit Blick auf Hamburg und Dänemark stimmt das. Aus<br />
Angst um die Elbvertiefung hatte der Senat die Unterstützung für die<br />
Bewerbung zurückgezogen &#8211; so wie Dänemark einige Zeit zuvor.</p>
<p>Manfred Knake, Sprecher der Umweltschutz-Organisation Wattenrat,<br />
glaubt nicht an mehr Schutz für die Natur: Â«Die UNESCO-Auszeichnung<br />
wäre nur ein Werbeetikett. Die Intention der Anmeldung ist, schnell<br />
die Kasse klingeln zu lassen &#8211; und nicht, der Menschheit langfristig<br />
eine einzigartige Landschaft zu bewahren.Â» Der Massentourismus würde<br />
sich verstärken &#8211; allein an Niedersachsens Küste seien es schon jetzt<br />
etwa 30 Millionen Übernachtungen pro Jahr. So sagt Ministerpräsident<br />
Wulff auch deutlich: Â«Gewinner wäre die gesamte Region, die dadurch<br />
auch für Touristen an Attraktivität noch weiter gewinnen würde.Â»</p>
<p>Hans-Ulrich Rösner von der Umweltstiftung WWF hofft auf die<br />
Auszeichnung: Sie wäre zunächst Anerkennung für die jahrelangen<br />
Schutzbemühungen am Watt und helfe dann, den Ist-Zustand zu sichern.<br />
Zudem wäre die Anerkennung auch eine umweltpolitisches Druckmittel.<br />
Â«Denn Naturschutz im Wattenmeer wird in Zukunft eher mehr kosten.Â»</p>
<p>___________________________________________________</p>
<p>Â Â Â  Übermittelt vom WattenratÂ® Ost-Friesland<br />
Â Â Â Â Â  Büro und Koordination: Manfred Knake<br />
Â Â Â Â Â  D-26427 Esens-Holtgast/Ostfriesland<br />
Â Â Â Â Â  Tel: +49 (0)4971 947265<br />
Â Â Â Â Â  Fax: +49 (0)3212-1003511<br />
Â Â Â Â Â  <a href="{E9EF566A-7C35-4EE1-9E80-B6A14752D1FA}mid://00000012/!x-usc:mailto:Post@Wattenpresse.de">mailto:Post@Wattenpresse.de</a><br />
Â Â Â Â Â  <a href="{E9EF566A-7C35-4EE1-9E80-B6A14752D1FA}mid://00000012/!x-usc:http://www.wattenrat.de/">www.Wattenrat.de</a><br />
Â Â Â Â Â  Bei redaktioneller Verwendung bitten wir<br />
Â Â Â Â Â  um ein Belegexemplar, gerne digitalisiert.</p>
<p>Â Â Â Â Â  Falls Sie vom Presseverteiler gestrichen<br />
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___________________________________________________</p>
<p><a href="http://www.nabu.de/nh/300/adler300.htm"><strong>http://www.nabu.de/nh/300/adler300.htm</strong></a></p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2000/09/Boese_Blaubluetige"><strong>http://www.zeit.de/2000/09/Boese_Blaubluetige</strong></a></p>
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